Leben in der Stadt macht krank - was dran?

    • (1) 14.03.15 - 21:02

      Hallo,

      ich lebe schon immer - in einer mittelgroßen Großstadt. Zeitweise mal in nem Vorort, aber größtenteils in der City. Jetzt habe ich diesen Artikel gelesen http://www.fr-online.de/psychologie/laerm--anonymitaet-wenn-die-grossstadt-krank-macht,9563660,30085704.html und bin ganz schon ins GRübeln gekommen, weil ich mit zunehmendem Alter feststelle, das mich das Leben in der Stadt doch irgendwie zunehmend abnervt - wobei ich es bei uns beispielsweise als nicht so schlimm empfinde wie in wirklich großen Städten wie Berlin, Hamburg, Frankfurt.

      Wie geht es euch damit?

      Ich denke wenn ich frei wählen könnte würde ich auch lieber auf dem platten Land wohnen mittlerweile, aber die Leut haben doch auch Stress, wenn sie stundenlang auf der Landstraße oder auf Autobahnen unterwegs sind, oder?

      Was ich wirklich extrem anstrengend finde - Bahnhöfe zu Stoßzeiten im Pendlerverkehr - Züge spucken eine gesichtslose Masse aus, die einen wirklich richtig mitreißt, wehe einer bleibt stehen um seinen Schuh zu binden oder auf nen Stadtplan zu gucken, man muss sich erst mal mitschwemmen lassen. Auch die in GRoßstädten oder am Glughafen quasi rund um die Uhr geöffneten Läden - gruselig.

      Halte mich jetzt für einigermaßen stressresistent, aber sonntags im Rossmann im Hamburger Hauptbahnhof, da darf man auch nicht stehen bleiben. Hab mal ne FReundin in Brüssel besucht, da konnte man am Samstag nicht nebeneinander durch die Fußgängerone laufen - sie selbst hatte auch einen Affenzahn drauf.

      Hoffe nur dass ich nicht schizophren werd - wie in dem Artikel angedeutet...
      Andererseits stell ich mir auch schwierig vor, in so ner eingeschworenen Dorfgemeinschaft zu leben - das ist bestimmt auch ganz schön - eng.

      Was macht ihr gestressten Städter als Antiprogramm zu Verkehrslärm und Gedränge in der Fußgängerzone?

      Ist jemand schon mal von Stadt aufs Land gezogen oder umgekehrt - wie war das? Bereut? Zufrieden?

      Mich hat dieser Artikel echt beunruhigt. Wovon ich mittlerweile aber echt auch überzeugt bin: ständiges Schauen von Privatfernsehen mit der durchgängigen Penetration durch Werbung macht auch krank. Hab mit meiner Tochter Voice kids geschaut - ich krieg mittlerweile wirklich Aggressionen bei den Werbeblogs, obwohl ich sie nutze, um die Spülmaschine ein- oder auszuräumen, Wäsche aufzuhängen, mich bettfertig zu machen etc...

      • Nabend

        Alles hat seine Vor- und Nachteile.

        Ich war immer ein Stadtmensch, da gab es keine Frage.

        Dann hat es mich der Liebe wegen etwas aufs Land verschlagen, also 40km von der nächsten großen Stadt und dort wachsen unsere Kinder auf.

        Es ist herrlich!!

        Wollen wir shoppen und Action fahren wir die paar Minuten bis in die Stadt.

        Von unserer Terrasse (46 qm groß weil Land #hicks) schauen wir auf eine Pferdekoppel, die Kinder spielen im Wendehammer unserer Sackgasse....

        Wir haben 5 Parkplätze im Hof unseres Hauses, direkt neben der Spielwiese mit Schaukel und Rutsche...

        ICH mag nicht mit Kindern in der Stadt leben, das hat für mich keinen einzigen Vorteil, aber ich akzeptiere jeden, der das anders sieht!

        Mein zu Hause ist meine HOMEBASE, meine Oase...da tanke ich Kraft.

        Und das ist für mich ländlich geprägt. Mein Arbeitsleben verbringe ich mitten in der Stadt und das reicht mir.

        LG#klee

        Ich habe als Kind ländlich gewohnt und kann es mir absolut nicht mehr vorstellen...

        Ich genieße das sehr, abends um halb elf in den Supermarkt, 2 Minuten entfernt der Bäcker, viele Cafes, Restaurants, der Park. Kinderarzt, Frauenarzt, Hausarzt, alles in der Nähe.

        Nicht ins Auto steigen zu müssen, sondern alles mit dem Fahrrad oder dem Bus oder der (U-/S-/Bahn) erledigen zu können, ist ein unschlagbarer Vorteil an größeren Städten.

        Ich würde nur sehr ungern wieder ländlich wohnen wollen:-)

        LG

        Kate

        • <<viele Cafes, Restaurants, der Park. Kinderarzt, Frauenarzt, Hausarzt, alles in der Nähe.

          Nicht ins Auto steigen zu müssen, sondern alles mit dem Fahrrad oder dem Bus oder der (U-/S-/Bahn) erledigen zu können, ist ein unschlagbarer Vorteil an größeren Städten.>>

          Das kann ich hier auf dem Land genauso erreichen. Klar, es gibt sicher nicht so viele Cafes wie in der Stadt, aber ich kann sowieso nur in einem gleichzeitig sitzen. Ich erreiche das alles mit dem Rad. Mein Mann erreicht auch seine Arbeitsstelle und die Kita der Kinder mit dem Rad. Der Supermarkt ist bis 22 Uhr geöffnet. Ich erkenne hier bei den aufgezählten Punkten keine Unterschiede zwischen Land und Stadtleben.

      Also ich bin Berlinerin - aber wie lange welcher Laden am Hauptbahnhof offen hat, hat doch nichts mit meinem persönlichen Stresslevel zu tun? Ich kann doch trotzdem abends auf der Couch sitzen, wenn ich das möchte. Verkehrslärm habe ich in der ruhigen Seitenstraße hier auch nicht wirklich, und einkaufen gehe ich halt nicht samstags, wo die Einkaufsstraße wirklich voll ist. Auch fünf Minuten vom Kaufhaus entfernt kann man online shoppen, wenn einem das lieber ist.

      Den Berufsverkehr mal ausgenommen muß ja kein Großstädter zu Massenveranstaltungen gehen, im Gegenteil, es gibt ja eine Riesenauswahl kleinerer Events.

      Hi, guten Abend.
      Ich kommt aus einer Halbgroßstadt. Limburg.
      Und zog in ein Eifeldorf. Kulturschock!! Mehr Kühe wie Einwohner. Abends punkt 18Uhr klappten die Bordsteine hoch. 245Einwohner, die meisten davon die Altersheimbewohner. Ausser mein Bruder und ich keine Kinder. Zivilisation?Handyempfang?Internet? Fehlanzeige. Bis vor wenigen Jahren musste man sich da mit Modem einwählen #schock
      Bus und Bahn gabs ebenfalls nicht, man saß fest und war gefangen zwischen Depression und Isolation. Und das als Teenie!

      Wir wohnen nun zentral in einer Stadt auf dem Land. Alle Vorteile von beidem. Wald vor der Haustür (20m bis zum Wald) und die Geschäfte bis 22Uhr auf. Kiga ne Strasse weiter, Bäckerei neben der Haustür ebenso 5 grosse Discouter in unmittelbarer Nähe ebenso mehrere Bekleidungsgeschäfte. Alles vor Ort und nur 5000 Einwohner in unserer Stadt.
      Die Nähe zur Natur und die billigen Mietpreise wie auf dem Land.
      Nur nen gescheiten Baumarkt, der fehlt #arger

      Aber auch wenn alles zentral ist, Bus innerhalb der Stadt gibts nicht. Man kann nicht von Haltestelle x bis y fahren um einzukaufen. Man müsste alles schleppen es gibt nur eine Haltestelle in der Stadt. Ohne Auto geht garnichts

    • (7) 15.03.15 - 08:36

      Die schlimmste Zeit in meinem Leben war das wohnen auf einem Kaff.... (dort gebaut weil billig und ach so romantisch)...., mitten in der Pampa am Arsch der Welt. Nie wieder.

      Die eingeborenen Dörfler dort, waren einfach nur ....... ätzend.

      Ich bin in einer mittelgroßen Stadt aufgewachsen und wohne jetzt am Rand einer Großstadt und es ist einfach nur herrlich.

      Huhu,

      Mich würde das definitiv krank machen!

      Ich habe von 2002 bis 2013 in einer Stadt gewohnt die nur knapp 50.000 Einwohner hat und das war mir schon zuviel.

      Unsere Straße war recht belebt und noch dazu hatten wir keinen Vorgarten. Ständig fuhr ein Auto vorbei, sogar nachts, rund zweimal am Tag auch LKW und bei Fußgängern hatte ich, durch den fehlenden Vorgarten, immer das Gefühl das sie quer durch mein Wohnzimmer laufen.

      Anfang dachte ich da könnte ich mich dran gewöhnen, aber ich fand es Jahr für Jahr stressiger und beengender.

      Dazu kam das kleinere Grundstück, durch die engere Bebauung mehr Nachbarn mit denen man Berührungspunkte hat, stärkerer Straßenverkehr insgesamt und so weiter und so weiter. Dabei wohnten wir, angeblich, in einem ruhigeren Stadtteil.

      Jedenfalls war ich froh als wir nach hier gezogen sind, nicht ganz halb soviele Einwohner und vieeeeel mehr Ruhe.

      Mein Fazit....nie mehr Stadt.

      Lg

      Andrea

      Hallo,

      ich habe einige Monate nach der Trennung von meinem Mann wieder in Innenstadtnähe (München) gewohnt.

      Und ich bin nicht mehr die Jüngste.

      Ich habe es genossen, aus dem Haus zu gehen und nur ein paar Schritte laufen zu müssen, um einen Bäcker, Metzger, Supermarkt zu erreichen.

      Das Auto hatte Pause. Es stand in der Garage unseres Hauses bis das vermietet war.

      Um die Ecke die U-Bahn, 5 Minuten in die Innenstadt, Kino, Theater, kein Ding.

      Das ist das, was ich vermisse.

      Klar ist es schön, in einer ruhigen Wohngegend zu wohnen, aber es fehlt doch etwas.

      Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum es meine Geschwister nie aus der Stadt rausgezogen hat.

      GLG

      Ich bin in NY City groß geworden. Für mich ist jede Großstadt in Deutschland ein Dorf.:-p

      Ich habe lange in Köln gewohnt und fand es ganz angenehm so als Single. Mittlerweile wohnen wir in einer Mittelgroßen Stadt (ca. 50.000 Einwohner). Das ist mit Familie perfekt. Hier gibt es Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Kindergärten, gute Möglichkeiten Sport- und Feizeit zu gestalten, eine gute Infrastrukur, Bahn- und Bus- und Autobahnanbindung.Zu Fuß ist man in 15 min. in der Innenstadt. Es gibt viele Cafés, Restaurants und Kneipen. Es ist aber nicht so überfüllt. Die Meisten Menschen kennt man zumindest vom sehen und es gibt es hier viel Natur, Bauernhöfe in der Umgebung und Naherholungsgebiete. Bis zu nächsten Großstadt sind es 11 km.:-)

      Ich kann mir aber nicht vorstellen irgendwo in einem 500-Seelen-Kaff zu leben, wo sich Fuchst und Hase gute Nacht sagen. Da würde ich wirklich eingehen.#zitter

      (11) 15.03.15 - 14:15

      Hallo

      mittlerweile würde ich Extreme nicht mehr wollen.
      Also das 2000 Seelenkaff und die Großstadt.
      Aufgewachsen bin ich in einer Kurstadt, die fast alles bot.
      In der Jugend zog es mich in die Großstadt, mir war bald klar, dass ich dort keine Kinder aufziehen wollte.
      Für die Kinder war eine kleiner Ort gut, bis die Älteste in die Pubertät kam.Sie fand es furchtbar in einem kleinen Kaff zu wohnen und ich musste viel und ständig fahren.
      Mittlerweile wohnen wir in einer Kleinstadt.Viel Grün aber alles vorhanden, was man so braucht.
      Das finde ich optimal.An einer Straße mit Durchgangsverkehr wollte ich nicht mehr wohnen.
      Ich befürchte ich bin so etwas wie ein Halb-Landei geworden.
      Viel Grün drumherum ist mir sehr , sehr wichtig geworden.
      Meine Ausflüge in die Großstadt geniesse ich sehr, nur wohnen wollte ich dort nicht mehr.
      Diese Hektik ,der Straßenlärm und die Luft würden mir sicher aufs Gemüt schlagen.

      L.G.

      Hallo!

      Klar kann das Großstadtleben krank machen. Belastung durch Lärm, Enge, Dreck und soziales Neben- statt Miteinander sind nicht von der Hand zu weisen und nicht jeder kommt gut damit klar.

      Ich muss sagen, es ist genau mein Ding. #freu Nicht der Dreck und auch nicht der Lärm, aber grundsätzlich lebe ich sehr gerne in der Stadt und will es nie wieder anders haben. Ich bin im Vorort einer Kleinstadt aufgewachsen und will nie wieder in diese Form der Enge zurück. Nie. wieder.

      Ich genieße genau das, was andere an der Großstadt als schlimm empfinden: die Anonymität. Ich wohne im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses und fühle mich nicht durch Lärm belästigt - meistens ist es recht ruhig hier. Um meine sozialen Kontakte bemühe ich mich aktiv selber und ich genieße den Umstand, dass ich viele Menschen um mich rum habe, mit denen ich aber nichts zu tun haben muss, wenn ich das nicht will.

      Anders als bei meinen Eltern in der Vorstadt, wo sich die Nachbarn alle gegenseitig aufs Fell gucken und kein Pups unbemerkt bleibt. Gruselig.

      Also - ja. Ich bin vom Land in eine mittelgroße Stadt gezogen und von da aus mitten rein in die Hauptstadt. Hier wohne ich jetzt mit Mann und zwei Kindern und das einzige, was ich verändern möchte, sind die Wohnverhältnisse. Sobald es mir möglich ist, tausche ich Mietwohnung gegen Eigentum. Fertig.

      Auf dem Dorf würde ich eingehen wie eine Primel. Oder durchdrehen.

      Viele Grüße!

      Hallo,

      als Single habe ich mich ins Großstadtleben geworfen für einige Jahre. Bin eigentlich eine Landpflanze. War für die Zeit ok. Dennoch hat mich genervt, keinen eigenen Garten oder Balkon zu haben. Mal eben raus sitzen war immer mit Zeug zusammenpacken und Aufwand verbunden

      Mit Familie so zu wohnen, würde ich bewußt nicht mehr haben wollen. Wir leben in einem Dorf, wo wir alles vor Ort haben Ärzte, Einkaufen). Die Verkehrsanbindung ist super (Bahnhof im Ort, Zugverbindungen gut). Die nächste größere Stadt ist 20 Min. entfernt.

      Passt :-)

      (14) 15.03.15 - 16:05

      Hallo,

      ich wohne am Stadtrand von Hamburg. Ich finde es perfekt. Einkaufen, Schule, Freibad, Bäcker, Bushaltestelle... alles ist zu Fuß erreichbar. Und trotzdem bin ich in 5 min mit dem Fahrrad im Wald und kann dort Natur und Ruhe genießen. Ich habe länger in der City gewohnt, aber ich kann es mir jetzt nicht mehr vorstellen (viel zu voll), genausowenig wie ich es mir vorstellen kann in die Pampa zu ziehen.

      LG Sonja

      hi,

      du beschreibst 2 extreme--die horrorstadt, anonym mit hochhausburgen und dagen das platte land, wo man stundenlang unterwegs ist bis zur nächsten autobahn ;-) da gibt es aber noch einiges zwischen. z.b. die speckgürtel einer stadt, vororte und kleinstädte.
      wir sind vor 11 jahren von einer 500.000 ew stadt in ein 8000 ew dorf gezogen, aber immer noch in reichweite versch. großstädte. ich habe mich als jugendliche, singel und kinderloses ehepaar immer sehr wohl gefühlt in der großstadt. wir hatten alles vor ort, konnten am nachtleben teilhaben, kultur genießen, shoppen etc.
      als die kinder kamen sind wir erst in einen ländlich gelegenen stadtteil gezogen, aber das war wirklich weit vom schuß und da brauchte man zwingend ein auto oder fahrrad.
      dann sind wir in o.g. dorf gezogen, 35 km von der besagten stadt entfernt, 5 km weg von der nächsten historischen kleinstadt und 15 km von der nächsten großstadt weg.
      hier ist alles zu fuß zu erreichen und ich fühle mich superwohl. die kinder wachsen im ländlichen idyll auf und haben trotzdem alles wichtige vor der haustüre.
      was jetzt dein excurs zum privatfernsehen soll, erschließt sich mir grad nicht ;-)
      privatfernsehen gibt es auch auf dem land #rofl

      lg

      Hallo!

      Ich hab zu Studienzeiten in HH gewohnt und die Großstadt genossen, fand es total toll, dass immer was los war.

      Seit 10 Jahren wohne ich jetzt wieder in meinem Heimatdorf (3000 EW), momentan ist es ideal als Familie mit Kindern. Hamburg ist 30 min mit dem Auto entfernt, ich kann also auch schnell in die Stadt. Mache ich aber nicht mehr so häufig und wenn ich mal zum Shopping in der City war, muss ich mich hinterher davon erholen;-)

      Für mich hat alles seine Vorteile und Nachteile, aber mitten in der Stadt möchte ich nicht mehr wohnen.
      LG
      D

      Hallo

      Was hat denn das Stadtleben mit dem tv gucken zu tun.

      Ich selber sehe es so das stress teilweise hausgemacht ist.

      Ich kann in der Großstadt entspannt Leben und auch im Dorf. Alles eine Sache der eigenen Einstellung.

      Klar wenn ich mir eine Wohnung direkt an der Bahngleise nehme habe ich Pech gehabt und muss mit bahnlärm leben.

      Das es an Bahnhöfen teilweise hektisch ist liegt daran das viele ihre Anschlusszüge pünktlich erreichen müssen.

      Wir wohnen im 5000 seelenort und wir haben hier alles außer Krankenhaus alles und alle Krankenhäuser sind zwischen 15 und 30 Minuten zu erreichen. Gute Busverbindung haben wir hier auch.

      Für Notfälle gibt es den Hubschrauber.

      Mein Mann fährt jeden Tag mit dem Bus zur Arbeit und braucht zwischen 45 -60 Minuten zur Arbeit. Mit dem Auto braucht er auch 45-50 Minuten. Er ist nicht gestresst.

      Tv gucke ich kaum und deshalb stresst mich das auch nicht.

      Lg

      (18) 15.03.15 - 19:46

      Hallo,

      ich bin vom Ballungsraum in eine ländliche Kleinstadt gezogen. Das ist nun schon 11 Jahre her.
      Für mich hat beides Vorteile, die Stadt und das Land und meiner Meinung nach hängt es auch von Lebensphasen ab, welches die bessere Wohnumgebung ist! Im Studium war das Leben in der Stadt optimal, alles schnell erreichbar, Freizeitmöglichkeiten und Nachtleben, studentisches Umfeld, super. Ich brauchte kein Auto und das kam mir gelegen, da ich als Student sowieso das Geld nicht über hatte.

      Nach dem Studium bin ich dann weg gezogen. Ich habe als Single dann noch in der Kleinstadt gelebt, also sehr idyllisch und heimelig innerhalb der Stadtmauern, sehr toll! Nun mit Familie wohnen wir ca. 5 Minuten mit dem Rad/Auto von der Stadtmitte entfernt. Wir sind von viel Natur umgeben, die Kinder können raus, man hat ein super Radwegenetz #pro. Alles schick soweit. Wenn wir das Bedürfnis nach Kultur oder Einkaufsmöglichkeiten haben, ist die nächste Großstadt in 30 Minuten erreichbar. Gestresst fühle ich mich durch die Wege nicht. Klar, ich fahre eine halbe Stunde zu meiner Arbeitsstelle. Aber auf der Landstraße ist so selten Stau, dass ich nur die halbe Stunde kalkulieren muss, um meine Arbeitsstelle zu erreichen ;-)

      Fazit: Ich lebe heute gerne ländlicher.

      Hallo!
      Am Besten lebt es sich an der letzten U-bahn Station einer Grossstadt. Arbeiten kann man dann gerne in der Innenstadt...
      LG

      Kann ich wirklich nicht behaupten (also was Deine Überschrift anbelangt) und ich finde nicht, dass da was dran ist. Bin nämlich selbst in einer deutschen Großstadt geboren und aufgewachsen (Hauptstadt eines alten Bundeslandes) - und mir ging es immer sehr gut damit. Will und wollte auch nie direkt auf dem Land wohnen. Finde ich irgendwie total langweilig und da würde ich mich auch irgendwie "abgeschnitten" fühlen.
      Wohne jedoch inzwischen seit langer Zeit am StadtRAND - und das ist für mich wirklich total in Ordnung #verliebt#freu. 'Bin nämlich in 20 Minuten (zu Fuß) direkt in der (Innen)stadt.

      Mhhh....

      Ich habe für mich eher das Gegenteil festgestellt. Das leben in der so genannten "bürgerlichen Idylle" in Vororten oder auf dem Lande hat mich extrem genervt. Dieses ständige Geläster (nicht über mich, sondern an sich) wenn mal jemand nicht bei den Stadt/Dorf Festen auftaucht. Diese Langeweile...

      Ich lebe gerne in der Stadt und auch teilweise in der Anonymität. Ich will gar nicht Hinz und Kunz kennen, auf niemandes Tiere aufpassen oder sonst viel mit der ganzen Nachbarschaft zu tun haben.

      Ich genieße es, jederzeit mit Bus und Bahn fahren zu können und mich nicht beeilen zu müssen, den Bus der alle Stunde auf dem Land kommt zu erwischen. Ich will auch nicht das meine Kinder auf dem Land aufwachsen, wo sie niemand besuchen will weil da nix los ist. Ich will nicht, dass sie immer schon um 22:00 zuhause sein müssen weil dann der letzte Bus fährt.

      Ich wohne in Düsseldorf-Oberkassel und hier ist es nicht laut. Ich finde es toll, direkt in der Stadt zu sein mit huderten Cafés, Bars, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Auf dem Land hat man immer nur dieses eine versiffte Café #rofl Ich bin mit der Bahn in 20 Minuten bei der Arbeit (von Tür zu Tür). Ärzte, Apotheken usw. sind alle nicht weit weg.

      Stadtleben ist das Beste #ole#ole#ole#ole#ole

      Wie gesagt. Für mich ist das Stadtleben ideal.

      Hallo,

      also ich bin in Berlin geboren und aufgewachsen. Mit 20 bin ich an den Stadtrand gezogen mit 27 ins Umland und mit 32 in ein Dorf weit weg in Süddeutschland.

      Heute bin ich nur noch zu Besuch in Berlin. Hier in der Nähe gibt es kleinere Städte.

      Also ich glaube, dass Städte krank machen. Ich fühle mich in Städten heute nicht mehr wohl. Seit ich quasi auf dem "Land" lebe, nehme ich alles viel intensiver wahr. D.h. die Menschenmengen, die Gerüche etc. Ich halte es in Städte heute nicht mehr lange aus.

      Früher konnte ich das alles irgendwie ausblenden. Das macht man als Stadtmensch, deshalb nimmt man das alles auch nicht so wahr und empfindet es auch nicht als so schlimm. Wenn Du das nicht mehr schaffst, dann stimmt schon etwas nicht und du bist da an deiner Grenze angekommen.

      Wenn ich heute "Urlaub" in Berlin machen (ich besuche nur meine Familie, als Urlaub empfinde ich es nicht), dann fühle ich mich stark gestresst. Meine Haut und meine Haare jucken, wenn ich sie dort wasche, obwohl es ja heißt, dass Wasser wäre gut. Die Menschenmengen nerven mich, auch die ganzen Häuser kann ich nicht genießen.

      Hier sind wir viel mit dem Auto unterwegs aber wo man auch hinsieht alles ist grün und sehr viel unbebaut. Ich kann das absolut genießen. Ich bin davon überzeugt, dass man nicht in einer Großstadt alt werden sollte, das ist nicht gut. In Berlin z. B. sind sehr viele Menschen im Alter in psychiatrischen Einrichtungen, da gibt es kaum noch freie Plätze. Auf dem Land sind es deutlich weniger Menschen. Ich finde man sieht hier auch mehr fitte alte Menschen, die sowohl geistig als auch körperlich noch vital sind.

      LG

      Carola

      Ich bin ein Stadtkind: in der Stadtaufgewachsen und wohne nun in München. Im Studium habe ich in einer Kleinstadt mit ca. 50.000 Einwohner gewohnt und ich fand das durchaus beengt. Zum studieren mit zeitlichen Limit war schön, aber lebenslang will ich da nicht wohnen. Land kommt für mich nicht in Frage und zum Glück geht es meinen Mann genauso.

      Ja, die Fußgängerzone nervt oft. Manchmal gefällt es mir aber auch, je nachdem. Ich gehe sowieso selten hin ehrlich gesagt. Wir haben hier im Stadtteil ein Einkaufszentrum mit alles was man so braucht (wobei ich ein vollen Einkaufszentrum schlimmer finde als Fußgängerzone, immerhin ist man dort im Freien, im Einkaufszentrum ist der lärmspiegel zu hoch) und ich bestelle sowieso sonst im Internet. Antistress Programm brauche ehrlich gesagt nicht. Unsere Wocheenenden sehen untersschiedlich aus, je nachdem worauf wir Lust haben.

      (24) 17.03.15 - 15:22

      Hi,
      ich habe jetzt nur deinen Beitrag gelesen.
      Stadt ist nicht gleich Stadt und Land auch nicht gleich Land. Ich wohne auf dem Land und zwar gerne. Allerdings hat mei Kaff 2700 Einwohner, Supermarkt, 3 Bäcker, Allgemeinarzt, Zahnarzt, Metzger im Supermarkt, Grundschule, KiGa, Fitnesstudio (heißt bei uns halt Kraftsport), wir haben 2 Autowerkstätten, eisdiele, Dönerladen, Italiener, deutsche Kücher, Fisch-Wirtschaft, ein noch leerstehendes Restaurant. Das notwendigste ist da, man kann auch mal etwas weggehen (ist auch alles zu Fuß erreichbar). Ein Dorf ohne KiGa, Grundschule und Supermarkt wäre nichts für mich. Eine gewisse Größe muss es schon haben. Ich gebe ja zu, dass ich in diesem Dorf auch aufgewachsen bin, aber die Mentalität hängt mMn auch von der Region Deutschlands ab. Bei uns findet man, wenn man möchte, schnell Kontakt. Die Menschen sind hier offen. Klar ist es etwas Stress mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, aber wenn ich in der Stadt wohne muss ich auch irgendwie hin kommen und Straßenbahn/Bus etc. ist auch stressig bzw. nervig (hängt ja auch davon, ob sie pünktlich ist, wie voll und wer mitfährt). Ich kann die Stadt umfahren, wohne ich in der Stadt, dann muss ich immer durch den Stadtverkehr. Sobald ich zu Hause bin ist es stressfreier. Ich kann meist ohne zu schauen über die Straße, kein Dauerlärm der Autos. Klar fürs große Bummeln oder Shoppen fahren wir auch in die Stadt oder für Großeinkäufe, aber das mache ich ja nicht andauernd. Ich habe 2 Monate in einer Metropole gewohnt und gearbeitet (Tokio mit ca. 30 Mio Einwohnern). Es war schön dort, aber auf Dauer wollte ich nicht in einer GROSSstadt wohnen, vor allem nicht mit Kindern. Bei uns im Dorf kann ich auch Einkaufen, wenn ich mein Geld zu Hause vergessen habe. Dadurch, dass jeder jeden kennt, kann man auch mal was anschreiben lassen.

      Jeder ist anders. Jemand, der in der Großstadt groß geworden ist, wird sich auf dem Land evtl. nicht so wohl fühlen, da er es gewohnt ist alles noch schnell machen zu können (Shoppen, Disko etc), während ein Landkind schon immer hat planen müssen (wann fahren überhaupt Busse, kann man irgendein Elternteil mobilisieren für den Disko-Besuch), die Planerei stört das Stadtkind und fühlt sich da nicht wohl. Eine Bekannte ist in Berlin groß geworden. Für die Ausbildung ist sie hierher gekommen (eine 200.000-Einwohner Stadt), aber für sie war sie zu klein, während mir sie schon zu groß ist.

      Wenn du mit dem Gedanken spielst aufs Land zu ziehen, dann würde ich mir erstmal genau überlegen, auf was ich nicht verzichten kann, z.B. Supermarkt im Ort (muss ja nicht immer ein Großer sein), KiGa/Schule, Bäcker, ÖPNV (das gibt es auch auf dem Land ;-) ), wie weit ist es zur nächsten größeren Stadt (wir sind in 20 Minuten mit dem Auto in der Stadt und zwar ganz entspannt, der Stress beginnt erst in der Stadt)

      (25) 17.03.15 - 16:38

      Hallo,

      meines Erachtens ist das auch eine Typsache.

      Ich habe lange (fast 40 Jahre) in so einer mittelgroßen Stadt gewohnt. Dann bin ich wegen des Partners aufs Land gezogen (absolute Pampa, nächste Großstadt über 100 km weg). Ganz ehrlich: Die ENGSTIRNIGKEIT SEHR vieler Landbewohner ist unglaublich, man kann sehr oft keine Worte für diese Dummheit, Ignoranz oder was auch immer finden, weil man derartige Kleingeistigkeit niemals je gekannt oder gelebt hat. Ehrlich, oft ist es ganz, ganz schlimm, jedenfalls hier, wo ich gelandet bin.

      Fazit: Ich vermisse das Stadtleben extrem. Ich bin in acht Jahren an der gesamten Situation komplett zerbrochen, psychisch krank geworden und befinde mich derzeit in einer Situation, von der ich nicht weiß, wie sie weitergeht oder enden wird.

      Meine Meinung: Ein Stadtmensch wird niemals ein ECHTER Landmensch. Wenn Du aufs Land ziehen möchtest, dann bewahre Dir auf jeden Fall die Möglichkeit, kurzfristig und sehr schnell (möglichst mit Auto UND/ODER öff. Verkehrsmitteln) in die Stadt zu kommen. DANN kann es gehen, ansosnten bleibe in der Stadt! Sei bitte so schlau. Ich selber war leider zu dumm, und nun ist es evtl. schon zu spät.

      GLG
      klaxx

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