Mehr Mitgefühl für Tiere als für Menschen?

    • (1) 29.03.15 - 18:28

      Halloechen,

      Ich hatte früher Hunde und bekomme am Freitag einen Goldi Welpen. Deswegen hab ich mich in letzter Zeit oft in Tierforen rumgetrieben. Und was soll ich sagen ich bin doch überrascht.
      Schon als beispielsweise das Video durch die Medien ging, auf der ein junger Mann einen Hund schlaegt fand ich es paradox, dass die allermeisten Kommentare die Gewalt am Tier verurteilen aber gleichzeitig sagen, welch schreckliche Dingen sie dem Mann antun wuerden. Irgendwann ging ein Video rum auf dem angeblich zu sehen war wie der Tierquaeler brutal zusammengeschlagen wurde. Das hat die Mehrheit sehr erfreut. Für mich ist Gewalt ob nun gegen Tiere oder Menschen immer schlimm.
      Anderes Beispiel ist der berühmte Hund der EbolaPatientin. Auch sein Schicksal scheintet einige mehr zu berühren als das der Menschen.
      Gibt aber auch alltaegliche Beispiele. Das Hunde mit Kindern gleich gestellt werden ist fuer viele selbstverständlich. Manchmal stoesst man auch auf Menschen die richtig aggressiv werden wenn man anmerkt, dass es was ganz anderes ist ein Kind zu haben als ein Tier.
      Bei ungewollt kinderlosen kann ich das noch verstehen, zu spüren das es nichts gibt was ein Kind "ersetzen" kann tut bestimmt weh.Aber bei Eltern die Kind und Tier auf eine Stufe stellen hört mein Verständnis auf.
      Schaut euch mal die ganzen Diskussionen über Hundefutter gelesen. Da wird recherchiert und gerechnet, Tests und Bücher gelesen. Ist ja auch gut, aber ich kann mir nicht vorstellen das sich dann Alle auch so viel Gedanken über ihre eigene Ernährung und die ihrer Kinder machen.
      Wie denkt ihr darüber ist das dem ein oder anderem auch schon aufgefallen?

      • Ich finde sowas immer schwer, vorallem auch weil man meiner Meinung nach sowohl kind als auch Haustier(und damit meine ich Tiere wie Hunde die auch wirklich aktiv am Familienleben beteiligt sind) haben muss um dem ganzen nachzufühlen zu können
        Persönlich ist mir mein Hund wie sich meine kinder sehr sehr wichtig, auf andere Art wie ein Mensch aber dennoch sehr sehr wichtig

        Wir haben einiges mit ihr durchgemacht und wenn ich an tag 1 denke ist sie hier sooo aufgeblüht

        Was du sagst kann ich nur teilweise nachvollziehen, wenn man sich auch intensiv über seine Haustiere informiert schließt es doch nicht aus das man dasselbe macht wenn es die Kinder betrifft ? Da die Tiere nicht reden können und sagen können wenn ihnen was nicht passt (zb wenn sie das Futter nicht vertragen,..) oder welche Besonderheiten es bei Ihnen gibt finde ich es ehrlich gesagt Grundvoraussetzung das man sich informiert bevor man sich ein Haustier anschafft

        Zu den thema Tierquälerei: Strafe muss sein, gerade weil die Tiere sich anders als Menschen nur begrenz wehren können und das ganze schon garnicht anzeigen können, aber nicht in der Form der selbstrache

        Geldstrafen & Co an die schwere angepasst sind meiner Meinung nach da klar das richtige

        • Danke Autokorrekt
          "Wie auch meine Kinder"

          Nicht falsch verstehen, ich glaube nicht, dass alle die sich um die Ernährung ihres Tieres Gedanken machen nicht an sich oder ihre Kinder denken. Aber es kommt mir so vor als ob sich viele da mehr sorgen als beim eigenen Nachwuchs und das finde ich schade.
          Ich habe sowas selbst während eines Praktikums im sozialen Bereich erlebt. Die Mutter uebergewichtig, die Kinder konnten machen was sie wollten und essen was sie wollten. Aber ueber die Ernährung des Hundes war sie bestens im Bilde.
          Mir kam es so vor, dass ihr der Hund wichtiger war als die Kinder weil der immer gehört hat und einfacher zu erziehen ...

          Das sich Tierquaelerei bestraft gehört sehe ich genauso. Ich finde es auch schrecklich wenn Menschen das Leid eines Tieres absolut egal ist. Aber das was dem jungen Mann danach wiederfahren ist ist auch nicht in Ordnung. Mehrere Einbrüche in die Wohnung, tausende Gewalt und morddrohungen, ich nehme mal an, dass sein Leben jetzt schon vorbei ist.

      Ich habe Kinder und ich habe Tiere. Für mich gibt es da keinen Unterschied. Ich liebe meine Tiere so wie meine Kinder. Aber das musst du nicht verstehen. Genau so wenig wie ich verstehe , das du zwischen Lebewesen Unterschiede machst.

      Für mich ist es gleich ob ein böser Mensch ein Tier oder einen Menschen quält. Mein erster Impuls ist immer der gleiche ......möge er dafür noch schlimmere Qualen erleiden.

      Das es unrecht ist, Schmerz mit Schmerz zu vergelten weiß ich selbst ,aber ich bete, das er eines Tages vorm jüngsten Gericht steht und dafür büßen muss.

      • Ich sage nicht, dass ein Menschenleben mehr wert ist. Aber MEIN Kind ist mir wichtiger als alles andere.
        Kinder die nicht die unangrfochtene Nummer eins bei ihren Eltern sind tun mir leid. Aber das ist anscheinend Einstellungssache

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