Warum blockiert man bei einem Unfall mit Blechschaden die Straße?

    • (1) 08.04.15 - 18:53

      Hallo,

      kennt ihr das? Berufsverkehr. Die Straßen sind voll. Man wundert sich, warum es diesmal noch schlechter voran geht. Und dann, nach gefühlten Stunden im Stau, sieht man es: Ein Unfall. Offensichtlich nur Blechschaden. Beide Unfallpartner stehend am Straßenrand und unterhalten sich, während sie auf die Polizei warten.

      Und die Autos? Stehen oft genau dort, wo sie sich getroffen haben. Heute stand nur noch eins noch da. Mitten auf einer viel befahrenen Straße. Die Autos mussten die Spuren wechseln, um vorbei zu kommen. Große LKW fuhren drum rum. Das gegnerische Fahrzeug stand bereits auf dem Fußweg. Der andere machte leider keine Anstalten, ihm es gleich zu tun. Das Argument, die Polizei müsse den Unfallhergang rekonstruieren können, greift hier gar nicht mehr. Warum bleibt man einfach an Ort und Stelle stehen, nimmt es in Kauf, dass die Autos sich stundenlang stauen und auch damit die Polizei, auf die man ja soooooo lange warten musste, auch nicht durch kommt?

      Ich versteh es nicht. Vielleicht erklärt es mir jemand?

      Gruß, wasgibts

      • Hallo,

        da ich selber schon diverse Male in solche Unfälle verwicklet war, leider, kann ich mir da einiges vorstellen.

        1. Nicht jeder ist mit sowas bewandert und in der lage da rundum souverän zu reagieren.

        2. Der Unfallgegegner lügt einem die Hucke voll (meines Erachtens einer der häufigsten Varianten, da tun sich in der mnaschheit wahre Abgründe auf...) oder er/sie wird auch noch aggressiv (zweithäufigsteVariante meiner Erfahrung nach), so dass man sein eigenes Auto lieber erst einmal gar nicht bewegt, weil der andere sich nachher noch abenteuerlichere Geschichten ausdenkt.

        3. Reicht das alleine für mich schon aus, sein Fahrzeug nicht unebdingt wegzubewegen. Bei Unfällen mutieren viele unser netten Mitbürger zu hinterhältigen, verlogenen Monstern, Versicherungsbetrug eingeschlossen.

        4. An nette Mitmenschen, mit denen man die Angelgenheit einvernehmlich regeln kann, glaube ich inzwischen ganz sicher nicht mehr. Zumindest dann nicht, wenn ich an der Sachen schuldlos war/bin.

        LG
        klaxx

        • Aber was hilft es in der von mir beschriebenen Situation, wenn ich das Auto an Ort und Stelle stehen lasse und damit in Kauf nehme, dass sich der Verkehr in alle Richtungen staut? Das schützt weder vor Betrug noch vor ausgedachten Geschichten. Das Fahrzeug wurde nicht mal an den Fahrbahnrand gefahren. Es stand mitten auf der Fahrbahn und das andere etwa 2 Meter daneben auf dem Gehweg.
          Das selbe ein paar Wochen zuvor. 2 Fahrzeuge hintereinander. Die Besitzer stehen zusammen und halten ein Pläuschen und warten auf die Polizei. Und alle anderen versuchen, um diese Fahrzeuge drumrum zu fahren. 100 Meter weiter wäre eine Tankstelle gewesen und es hätte keinen gestört. Fotos machen, einsteigen und bis dorthin fahren. Geschichten kann sich jede Partei auch ausdenken, wenn sie aufgrund des Staus stundenlang auf die Polizei warten müssen;-)

          • Hallo,

            man kann sehr wohl deutlich mehr rekonstruieren, wenn die Autos nicht bewegt wurden.

            Und bevor ich mich von einem hinhältigen Unfallgegener in die Scheiße reiten lasse, bewege ich mein eigenes Auto ganz sicher nicht mehr. Mir ist es in dem Fall egal, ob da ein Stau entsteht.

            Jeder ist sich da offensichtlich selbst der nächste. Du, weil Du keine Staus willst. ich, weil ich mich gerne übers Ohr hauen lasse.

            Ich habe es bereits selber erlebt, dass der Unfallhergang rekonstruiert werden mußte. das ging sehr gut, weil die Autos nämlich noch "richtig" standen. Ohne dem wäre es wohl kaum möglich gewesen. Und es ging da um einen Schaden in 5-stelliger Höhe. Blöd, wenn man sich das dann selber vergeigt hat, weil man so bköd war, sein Auto umzuparekn.

            Na ja, vieleicht machts Du soclhe Erfahrungen mal selber, dann siehst Du es sicherlich auch anders.

            LG
            klaxx

      hi,

      keine ahnung! vor allem sind polizisten keine unfallzeugen! das erste, was man am unfallort macht, ist fragen, ob jemand verletzt ist. erst dann ist die unfallstelle relevant, man macht fotos, misst aus etc. bei einem blechschaden sollten die unfallbeteiligten schleunigst ihre fahrzeuge zur seite schaffen, damit der verkehr wieder läuft.
      ausnahmen sind hier, wenn eine straftat besteht (alkoholisierter teilnehmer, unfallflucht) oder die fahrzeuge nicht mehr fahrbereit sind.

      lg

      • So kenne ich das auch. Aber hier war offensichtlich nichts von den von dir aufgezählten Sachen. Ein RTW war zufällig vor mir und fragte, ob er helfen könne. Der Besitzer winkte ihn lachend vorbei. Es wäre alles okay. (und ich dachte mir: Ja? - dann räume gefälligst die Straße#aerger;-))

    (7) 08.04.15 - 20:34

    Vielleicht fuhr das eine Auto nicht mehr.

    • (8) 08.04.15 - 20:40

      Das fuhr garantiert. So wie der Besitzer schaute, war der andere ihm aufgefahren. Und selbst wenn, hätte man es schieben können. Selbst mit Panne bleiben die wenigsten einfach stehen und warten auf den Abschleppdienst.

      • (9) 08.04.15 - 21:12

        Nicht jeder reagiert in dieser Situation so wie du.

        Ich war damals total geschockt und konnte 10 Minuten nicht wieder einsteigen. Klar ist es blöd bei BerufsVerkehr aber manchmal hat man das einfachste nicht auf dem Schirm

        • (10) 08.04.15 - 21:25

          Ich glaube nicht, dass alle diese Leute so geschockt waren, dass sie nicht mehr weiter fahren konnten. Ich selbst habe 20 Minuten länger gebraucht als sonst und die Polizei war immer noch nicht da. Bei einem so geringen Schaden sollte es möglich sein, sich nach 10 Minuten sammeln wieder in das Auto zusetzen und auf den Gehweg hoch zu fahren. Der andere hat es doch auch geschafft.;-) Und man sieht doch auch, was um einen herum los ist. Die standen auf einer Linksabbigerspur, die auf eine große Schnellstraße führt. Alle, die dort lang fahren wollten, mussten sich also auf die daneben liegenden Geradeausspuren einordnen, damit sie an diesem Fahrzeug vorbei kamen. Diese waren aber auch voll. Hinzu kamen 2 Ampeln. Eine vor der "Unfallstelle" und eine dahinter im Abstand ca. 150 Meter.

          Nein, ehrlich. so geschockt kann man nach solch einem Unfall nicht sein, um nicht mal seine Kiste an die Seite zu fahren. Gern auch nach 10 Minuten ;-) Aber selbst zum Bordstein hatte der Gute noch einen Meter Platz. Er stand also wirklich MITTEN auf der Fahrbahn

          (11) 08.04.15 - 21:26

          Bei einem leichten Auffahrunfall warst du 10 Minuten geschockt?

          • Mir ging es mal ähnlich! Meine freundin und ich waren Richtung ikea unterwegs als uns bei der ampel hinten eine draufgefahren ist weil man ja DRINGEND noch schnell ne SMS tippen muss....

            Gar nicht dramatisch, machte halt kurz "bumm" auto wackelt, ende.

            Ich hatte nicht mal im ansatz das Gefühl geschockt gewesen zu sein. Allerdings bin ich dann ca 20 min später in der "Küchenabteilung" schön in die tassen gesackt. Kreislaufkoller.
            großes Kino. .....

(13) 08.04.15 - 20:59

Vermutlich wissen es die meißten Verkehrsteilnehmer nicht besser.

Je nach Unfallursache ist es auch bei Blechschaden korrekt, die Fahrzeuge nach dem Unfall nicht zu versetzen. Sicherlich nicht bei einem unproblematischen Auffahrunfall.

Grüße

  • Naja, wissen... Ich vermute eher, sie machen es aus "Beweiszwecken".;-)

    Und ich spreche nicht (zum Glück) von schwerwiegenden Unfällen mit Verletzten, hohem Sachschaden oder Fahrzeugen, die nicht fahrfähig sind. Sondern wirklich von Bagatellunfälle, bei denen das Abwarten an der Unfallstelle nicht gerechtfertigt ist.

    • Manche Autos sehen nach Bagatellunfall aus - so auch meines nach einem einfachem Auffahrunfall - war aber nicht mehr fahrbereit. Auch nicht 100 Meter, das hätte noch mehr kaputt machen können.

      Manche sind unter Schock oder trauen sich nicht mehr. Andere sind unwissend oder uneinig.

      Mit einem Blick wirst du das wohl kaum feststellen und beurteilen können. In dubio pro reo.

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