Ab wann kein Auto mehr fahren?

    • (1) 13.04.15 - 13:22

      Hallo,

      letzte Tage haben wir wieder über dieses Thema geprochen, weil z.B. meine Mutter (71) doch langsam unsicherer im Autoverkehr wird.

      Wann ist der Zeitpunkt gekommen, den Autoschlüssel ganz abzugeben? Tut man dies freiwillig oder müssen andere "eingreifen"?
      Vor meinem Vater, der mit Ende 60 dement wurde, dies aber natürlich selbst erst nicht merkte, mussten wir die Autoschlüssel verstecken, um ihn und natürlich auch andere zu schützen. Mein Schwiegervater fühlte sich mit Anfang 70 nicht mehr sicher und hörte freiwillig auf. Eine Tante meiner Mutter für bis Anfang 90 sicher und unfallfrei, dann aber streikten ihre Beine.
      So unterschiedlich kann es eben sein. Sollte es klare Altergrenzen geben, oder jährliche Fahrtauglichkeitsprüfungen o.ä.? Oder ist ein Mittfuffziger, der schon zweimal eine rote Ampel übersehen hat, ansonsten aber topfit - auch nicht mehr fahrtauglich?

      Freue mich über eure Meinungen. :-)

      LG
      Merline

      • ................ ich bin anscheinend nicht mehr schreibtauglich #augen (immer noch erkältet), aber ich hoffe, es ist trotzdem verständlich :-)

        Hallo,

        ich wäre für eine Gesunheitsprüfung ab 60 alle 3 Jahre,
        ab 70 jährlich.
        und der Preis sollte jedesmal steigen.

        #der schon zweimal eine rote Ampel übersehen hat, ansonsten aber topfit - auch nicht mehr fahrtauglich?#

        Na, so topfit kann der doch nicht mehr sein.

        freundliche Grüsse Werner

        • Es gibt genug junge Leute, die über rote Ampeln fahren.
          Und wer mit Alkohol erwischt wird, dem sollte der Fs entzogen werden, komplett und er sollte ihn erst nach 6 Monaten wieder machen dürfen. NEU und auf seine Kosten

      Ich finde das sollte ab einem gewissen Alter einfach in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Wie fit der einzelne ist. Man hört zwar oft dass ein Senior Bremse und Gas vertauscht und in einen Laden reinrast oder so #schwitz Aber ich denke es gibt mehr tödliche Unfälle mit sehr jungen Menschen als mit Alten. Die fahren einfach viel vorsichtiger. Meine Oma ist 80 und sie fährt nicht schlechter als vorher. Nur lange Strecken strengen sie an. Aber sie fährt definitiv vorsichtiger als ich #schwitz und hatte auch weniger Unfälle bisher #hicks

    Hallo,

    ich halte nichts von starren Altersgrenzen. Die meisten alten Leute kennen ihre Grenzen gut und meiden ab einem gewissen Alter wie z.B. Nachtfahrten oder Fahrten auf mehrspurigen, stark befahrenen Straßen. Es ist für ältere Leute auf dem Lande auch mit starken Einschränkungen verbunden, nicht mehr Auto fahren zu dürfen. Die jungen Leute stören sich wohl auch weniger an mangelnder Fahrtüchtigkeit älterer Leute als an der langsamen Fahrweise von vielen Alten. Mein Vater saß sein Leben lang hinterm Lenkrad, teilweise 12 Stunden am Tag, und fuhr auch mit 80 noch problemlos weite Stecken über die Autobahn. Meiner Frau ist eine Autobahnfahrt von Hannover nach Hamburg schon zu anstrengend, so verschieden können die Menschen sein.

    Da aber derzeit noch mehr als die Hälfte aller Wähler über 60 Jahre ist, wird es - Gott sei dank - so schnell wohl keine Fahrtauglichkeitsprüfung geben..... :-p

    LG

    • @Jupp

      Ja, ja, die Deutschen und ihre Autos...

      In Spanien, dem Land wo ich lebe wird mit Eintritt in die Rente alle 2 Jahre ein Test gemacht.
      Keiner regt sich darüber auf.
      Warum auch? Dient doch der Sicherheit aller.

      Und Frischlinge bekommen die Fahrerlaubnis auch auf Probe.
      Damit der Frischling auch als ein solcher erkannt wird, befindet sich im Heckfenster eine blaue Tafel mit einem "L" .
      Der Anfänger darf bis zur Aushändigung des "richtigen" FS nämlich nur 80/km/h fahren.

      Was ist daran verkehrt?

      • Hallo,

        mit Eintritt in die Rente, könnt ich mit Leben, da ich eh bis 70 arbeiten werde .... ;-)

        Hätte noch den Nebeneffekt, dass die Leute länger arbeiten würden und nicht versuchen würden, mit Mitte 50 die Rente "durchzukriegen". ... ;-)

        Aber dass Fahranfänger nur 80 fahren dürfen, würde mich stören, wenn ständig so ein "Schleicher" den Verkehr behindert.

        LG

        • (10) 14.04.15 - 07:29

          @Jupp

          Den von Dir angesprochenen Störfaktor merkst Du gar nicht.

          Spanien hat ein Tempolimit von 120km/h auf der Autobahn.
          Die Fahranfänger fahren rechts und in Ortschaften "schwimmen" sie ohne zu stören im
          Verkehr mit.

          Es ist, hat man sich daran gewöhnt ein sehr entspanntes fahren.

          FG

          • In der Schweiz sind auch 120km/h das Tempolimit. Ist wirklich angenehm, ich fahre auch mal nur 100km/h oder 110km/h - rechts natürlich - und es geht sehr gut.

            Und bei längeren Strecken ist es meistens so, dass der blaue Audi, der mich in Bad Ragaz mit 130km/h überholt hat, in Zürich wieder vor mir ist und bei kürzeren Strecken hat man vielleicht eine Ersparnis von 2 Minuten... Es lohnt sich nicht einmal schnell zu fahren, ganz zu schweigen vom Benzinverbrauch.

        (12) 14.04.15 - 08:14

        Nebenfaktor: je länger ältere Menschen Berufe besetzen, d.h. je höher das Rentenalter wird, desto schwieriger wird es für den Nachwuchs ins Berufsleben rein zukommen.

    Hallo acentejo,

    wir Deutsche sollten viel öfter die Ideen anderer Länder abkupfern. Das mit dem "L" ist so einfach und kann so viel bewirken: Die Sicherheit durch die begrenzte Geschwindigkeit ist das Eine, genau so wichtig finde ich, dass die Fahranfänger so eine Art Welpenschutz bekommen. Wenn man weiß, dass der unsichere Fahrer vor einem ein Anfänger ist, ist man meistens geduldiger und achtet mehr auf mögliche Fehler, um sie zu kompensieren. Super Sache!

    Auch die Tests für Ältere finde ich gut. Ich bin noch nicht so richtig alt (49 Jahre). Aber weil ich Probleme mit den Augen habe, gehe ich jedes Jahr zum Augenarzt, auch mit der Frage nach der Fahrtüchtigkeit. MMn sollte das für Menschen mit meiner Sehkraft Pflicht sein. Ich glaube nicht, dass ich in 20 Jahren noch fahre; bei Regen fahre ich schon jetzt nicht mehr im Dunkeln, je nach Tagesform auch nicht im Dunkeln bei Trockenheit.

    LG, kathi

    • @kathi

      Du hast völlig recht mit Deinem Beitrag.

      Großes ABER: wenn es um Autos und Fahren geht ist der deutsche Autofahrer weitgehend Beratungsresistent.

      Vor gut 6 Jahren war ich mit meinem Auto in Berlin.

      Es war eine entspannte Reise durch ES und F.

      Bis ich dann in D auf der BAB war.

      Diese Drängeln, Lichthupe, dichtestes Auffahren... einfach sinnlos und aggressiv.
      Und gefährlich allemal.

      Und Berlin war an Aggression nicht zu überbieten

      Auch wir haben in ES einen Bußgeldkatalog und ein Punktesystem.

      Aber die Geldbußen haben hier eine deutlich andere Qualität was die Euros betrifft.

      Und mit der Guardia Civil trafico ist keine Diskussion möglich und auch nicht zu empfehlen.

      LG acentejo

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