Autokauf. Schlechtes Gewissen. Normal?

    • (1) 15.04.15 - 15:31

      Hallo an Alle ;)

      mich würde gerne eure Meinung interessieren.

      Wir haben vor uns ein neues ( gebrauchtes ) Auto zu kaufen. Die Situation hat sich so ergeben, dass wir uns eine Luxus Limousine relativ günstig mit super Finanzierung Konsequenzen kaufen können. Das Auto haben wir dann zur Probefahrt für paar Tage genommen. Fährt sich SUPER ;-):-p Nach meinem ausgelaugtem,altem Auto sowieso.

      Doch irgendwie plagt mich ein schlechtes Gewissen, Weiß nicht warum :( Die komische Blicke aus dem Bekanntenkreis irritieren mich total. Die Sprüche: " Na, habt ihr ein neues Auto?" lassen mich stumm werden und ich weiß nicht was ich antworten soll. #zitter#schwitz

      Ist dieses Gefühl normal oder was steckt dahinter?

      Danke für die Meinungen
      Grüße

      (9) 27.04.15 - 19:37

      :-P

      Also "Autobahnwürdig" oder nicht?

      Jedem seins... kann die Autos die wir hatten schon fast nicht mehr zählen.
      Und unser Nachbar ist total affig
      "Was müsst ihr ein Geld haben, schon wieder ein neues Auto!"

      Ich antworte dann immer

      " Du, ich sitze in jeder freien Minute an unserer Geldpresse im Keller. Also muss ich das Geld doch auch mal unter die Leute bringen!"
      Ich fahre einen Golf... aber keinen 08/15 Golf #hicks

      Meist ist dann Ruhe.
      Neuerdings grüßt er nicht mehr zurück.
      Wir haben unser jetziges Haus verkauft und ziehen im Sommer um.
      Gefällt uns von der Lage besser, die Architektur ist schöner.

      Lach... man mag es biestig nennen, aber ich habe Spaß daran, Neider auf die Schippe zu nehmen.

      Wir arbeiten beide hart und dafür gönnen wir uns das, was wir uns leisten können auch!

      ;-) VW grüßt BMW

(10) 15.04.15 - 15:41

Hallo,

Ich verstehe nicht ganz, wem gegenüber hast Du ein schlechtes Gewissen ? Den hungernden Kindern in den Flüchtlingscamps in Jordanien, den Nachbarn und Bekannten gegenüber, die meinen, sich so ein Auto nicht leisten zu können ? Euren kindern gegenüber, die vielleicht neue Möbel bräuchten ?

Ich finde, es gibt keine Grund dafür ein schlechtes Gewissen zu haben, weil man sich etwas leistet, was man sich leisten kann. Dass ein neues Auto, neues Haus oder neuer Hut immer ein guter Einstieg für einen Smalltalk ist, ist doch völlig normal, da braucht man sich keinen Kopp drum machen.

LG

(11) 15.04.15 - 16:27

Hallo!

Ein schlechtes Gewissen hätte ich nur, wenn ich mir etwas kaufe, das ich mir eigentlich nicht leisten kann.

Aber wenn ich mir etwas kaufe, dass ich mir leisten kann... warum dann ein schlechtes Gewissen?
Man reibt es doch niemandem unter die Nase. Und wenn mich jemand fragt:
"Hast Du ein neues Auto?" dann antworte ich: "Ja!" und das wars.

In meinem Umfeld neidet mir aber auch niemand, was wir haben und umgekehrt auch nicht. Es gibt Personen/Paare, die finanziell deutlich schlechter stehen als wir und auch welche, die sich Dinge leisten können, von denen wir in hundert Jahren nur träumen könnten.
Das ist einfach so. Hier versteckt sich niemand; genausowenig geht hier irgendwer hausieren.
Man macht sein Ding und gut ist's.
Wenn jemand sich etwas schönes leisten kann, freu ich mich für ihn. Und wenn wir was Tolles haben, wird sich für uns gefreut.

Ich habe übrigens durch meine Arbeit in der Flüchtlingshilfe auch mit wirklichem Elend zu tun. Trotzdem fahre ich deswegen nicht dem Uraltmobil meiner Omi vor. ;-)
Hab früher selbst alte Schrottkarren gefahren, die nur von meiner Nylonstrumpfhose und ein paar Stoßgebeten zusammen gehalten wurden.
#rofl

Genießt Euer Auto und gut ist's. :-)

(12) 15.04.15 - 16:56

Danke für die freundliche Worte.

In dieser Aufstellung wie jetzt, können wir uns das Auto sehr wohl leisten. Schlechtes Gewissen habe ich mir gegenüber. Die Kinder ( und auch wir Erwachsene ) sind zum Glück bestens versorgt. Klar, Wünsche hat man immer... So ist es auch bei uns, wir sind keine Ausnahme. #schein

Die Sprüche werden mit eine Art Ironie gesprochen. Es ist kein "small talk" Wunsch.
Vielleicht können/wollen die Menschen (in meiner Umgebung) es nicht akzeptieren.
Denn von einer schrott Kiste gleich auf eine gehobene Limousine umzusteigen ist schon krass!

Ach, wir gönnen es uns einfach...

  • (13) 15.04.15 - 17:15

    Was ist denn das für ein Auto? Und welches Baujahr?

    (14) 16.04.15 - 15:40

    Hi,

    verstehe jetzt ehrlich gesagt nicht, was daran "krass" ist#kratz

    Ich bin z. B. von Polo auf BMW umgestiegen, mein Mann fährt Porsche und als Familienauto haben wir einen Touran (nachdem alle anderen kindersitztauglichen Autos, vor allem die mit Schiebetüren, entweder bei meinem Mann oder bei mir durchgefallen sind). Wir haben allerdings NIE auch nur irgendeine Bemerkung wegen der Autos gehört#gruebel, naja, wahrscheinlich nicht sensationell genug, im Gegensatz zu deiner Limousine, nehme ich an...

    Schlechtes Gewissen kann höchstens mein Mann haben, weil sein Auto mehr in der Garage steht, als dass er damit rumfährt - ist total familienuntauglich, aber gut, ist halt sein Traumauto, das er schon immer wollte. Schlechtes Gewissen evtl. auch, weil unsere Doppelgarage mehr gekostet hat als eine einfache und das Carport noch dazu kommt demnächst.

    Aber ansonsten?? Hä?? Wir arbeiten für unser Geld, wir liegen niemandem auf der Tasche, die Autos sind cash bezahlt - davon abgesehen, wieso sollte es überhaupt irgendeine Bemerkung wegen eines AUTOS geben? Das sind Gebrauchsgegenstände... irgendwie nicht der Rede wert.

    Ach ja, wir wollen ein Schwimmbad auf unserem Grundstück anlegen, huch, mal hören, was die Nachbarn dazu sagen, wenn wir von Aldi-Schwimmpool auf Schwimmbecken umsteigen...#schock#klatsch

    Gruß
    Gael

    (15) 17.04.15 - 14:09

    ***Die Sprüche werden mit eine Art Ironie gesprochen. Es ist kein "small talk" Wunsch.
    Vielleicht können/wollen die Menschen (in meiner Umgebung) es nicht akzeptieren.
    Denn von einer schrott Kiste gleich auf eine gehobene Limousine umzusteigen ist schon krass!***

    So, ist es das? Ich finde es eher normal, dass man sich das Geld für ein vernünftiges Auto zusammenspart und dann eben die Schrottkarre ab- und das neue Auto anschafft.
    Wenn darauf jemand neidisch ist, dann lass ihn halt.

(16) 15.04.15 - 17:30

Hallo,
nenn' mich altmodisch, aber nach meiner Auffassung kann man sich ein Auto dann "leisten", wenn man es bar bezahlt und dann immer noch ein Polster übrig ist.
Wer ein Auto finanziert, kann es sich nach meiner Definition eben NICHT leisten.
Für mich wäre das irgendwie nur geborgt, nicht bezahlt.

Die Autohändler, aber auch andere Konsumartikelanbieter wie Elektronikanbieter, haben es durch Marketing geschafft, dass heute jeder, de die Raten aufbringen kann, überzeugt ist, sich das Auto oder den Gegenstand leisten zu können.

Ich würde daher NIEMALS im Leben, höchstens in einer absoluten Notsituation, ein Auto finanzieren. ZB wenn ich eins benötige, um zur weit entfernten Arbeit zu kommen, aber nicht flüssig bin.
Da ich Rechnen gelernt habe (habe Kauffrau gelernt und Wirtschaftswissenschaften studiert) weiß ich, dass Autos für Verbraucher die reinsten Geldverbrennungsmaschinen sind.
Von daher hätte ich zwar kein "schlechtes Gewissen", aber das Gefühl, dass ich´mich selber besch**** habe.

Vielleicht ist es insgeheim das, was dir ein schlechtes Gewissen macht?

  • (17) 15.04.15 - 18:14

    HI,

    warum soll man ein Auto heutzutage "cash" zahlen?

    Macht man beim Haus auch nicht #rofl - auch wenn das was anderes ist.

    Auto ist der Klassiker, den man heutzutage finanziert. Solange es nicht der Toaster beim Mediamarkt ist und in Urlaub auf pump fährt....., ist das doch völlig normal.

    LG
    Lisa

    • (18) 15.04.15 - 19:37

      Ein Auto ist aber ein Gebrauchsgegenstand, das mit jedem Tag und jedem gefahrenen Kilometer an Wert verliert.
      Ein Haus ist eine Geldanlage, die womöglich sogar an Wert gewinnt.

      Das ist der maßgebliche Unterschied, nachdem man entscheiden sollte, wofür man sein Geld ausgibt, wenn man irgendwann im Leben mal Rechnen gelernt hat.
      Wer sein Leben lang finanzierte Autos fährt, wird zu nix kommen.
      Der Wertverzehr ist viel zu groß.

      Muss natürlich jeder für sich entscheiden, aber ich möchte nicht einem Autoverkäufer gegenüber meine Finanzen offen legen müssen.

      Im Übrigen fahre ich ein ganz ordentliches Auto, das sich nicht hinter einem BMW verstecken muss ;-)

      • (19) 15.04.15 - 20:20

        naja, ich hab lieber ein volles Sparbuch, Festgeldkonto, etc.....auch wenn es kaum noch Zinsen gibt, um einen guten Notfallgroschen zu haben.

        Sicherlich gibt es einen Wertverlust beim Auto aber beim Gebrauchtwagen ist dieser nicht mehr so hoch wie beim Neuwagen...nur so, wenn man rechnen kann.
        Wenn man pfleglich damit umgeht und liebevoll umsorgt, dann ist es überschaubar.
        Diesen Wertverlust hast Du auch bei Barzahlung, oder? Übrigens, ein Haus gewinnt nicht unbedingt an Wert, sondern die Wertsteigerung liegt oftmals an Grund und Boden und an die LAGE! Außer, man saniert ständig, etc.
        Ein Haus was heute gut gebaut worden ist, kann in 10 Jahren auch eher im technischen oder Sanitärbereich zum alten Eisen gehören.
        lg
        lisa

        (20) 15.04.15 - 22:22

        Hallo!

        "Ein Haus ist eine Geldanlage, die womöglich sogar an Wert gewinnt."
        Da musst du aber viel Glück haben. Ein Haus ist in dem Moment, wo es gebaut ist, heutzutage oft schon nicht mehr Wert, was der Bau gekostet hat. Momentan geht es noch, da die Preise für Bestandsimmobilien sehr hoch sind. Das kann sich aber alles wieder ändern. Die Technologien und v.A. die energetischen Anforderungen an Immobilien steigen ständig, dann hat man Wartungskosten und irgendwann auch Sanierungskosten. Wenn man Geld übrig hat, kann man eine Immobilie als Geldanlage und - falls man es vermietet - auch als Steuersparinstrument erwerben. Ansonsten macht es in meinen Augen keinen großen Unterschied, ob man ein Haus mietet oder kauft / baut um darin zu wohnen.

        Und hier liegt der große Unterschied: Ein Dach über dem Kopf braucht man, ein Auto nicht zwangsläufig. Aber das finanzielle Schönreden gibt es bei Häusern wie beim Auto - mit dem Unterschied, das Häuser zwar langlebiger sind, aber auch langfristiger finanziert werden müssen. Somit ist die Gefahr, dass man sich beim Autokauf finanziell übernimmt, geringer als bei einem Hauskauf / -bau.

        LG

        (21) 16.04.15 - 10:50

        Ein selbst-genutztes Einfamilienhaus ist nur in ganz ausgewählten Lagen eine Geldanlage.

        Was fährt die TE denn nun für ein Auto?

    (22) 16.04.15 - 22:16

    Aber doch nicht bei urbia! #nanana

    Wenns um 1 oder 2 Euro Trinkgeld geht, da werden SEITENLANGE heiße Diskussionen geführt, dass sich so viel Freigiebigeit heutzutage kein Mensch mehr leisten kann!

    Aber ein AUTO kauft man CASH!

    (und gibt selbstverständlich kein Trinkgeld ;-) )

    LG

(23) 15.04.15 - 21:27

Laut meiner Suche (die hoffentlich stimmt) kostet der billigste Neuwagen hier in Deutschland momentan 6890€ und mal ehrlich, die wenigsten werden Beträge ab fast 7000€ einfach mal aus dem Ärmel schütteln können und trotzdem noch den Lebensunterhalt für den bestimmten Monat decken können
Das muss ja auch erstmal angespart werden, heißt das dann auch das man es sich nicht leisten kann?

  • (24) 16.04.15 - 22:33

    Ich verstehe nicht ganz, was Du damit sagen willst. Dann gehöre ich also Deiner Meinung nach zu "den Wenigensten", weil ich eine mittlere 5stellige Summe als Reserve vorhalte, falls mal das 15 Jahre alte Auto, die 30 Jahre alte Heizung oder das 50 Jahre alte Dachl den Geist auf gibt ?

    • (25) 17.04.15 - 13:51

      Wir reden hier nur vom Autokauf, von garnichts anderem

      Natürlich haben wir auch Rücklagen für die von dir beschrieben Sachen aber ich wüsste nicht warum ich erst die Summe für ein geplant gekauftes Auto zusammen sparen sollte wenn ich es für den gleichen Preis auf Raten abzahlen kann

      Sparen ist schön und gut aber ich lebe nicht mein Leben um alles Bar auf die Hand bezahlen zu können

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