Gehalt der Erzieherinnen - wie weit ginge eure Solidarität?

Für eine angemessene Bezahlung der ErzieherInnen wäre ich bereit,

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    • (1) 12.05.15 - 11:37

      Hallo ihrs,

      ich habe mich heute Morgen gefragt: Ich bin ja definitiv dafür, dass die Erzieherinnen mehr Gehalt bekommen... aber wie weit ginge die Solidarität eigentlich, wenn es an MEINEN Geldbeutel ginge?

      Gestern hörte ich einen Beitrag im Radio, dass die Elternbeiträge nur 15 % der laufenden Kosten decken würden. Von daher ist meine Umfrage kein "Lösungsvorschlag". Aber ich fände das Meinungsbild einfach interessant!

      Ich habe mich entschieden, die "Bereitschaft für Zusatzbeiträge" nur für die Betreuung Ü 3 zu veranschlagen, da die Betreuung U 3 ja schon für viele Eltern eine hohe finanzielle Belastung darstellt. Und da ich nur drei Antwortoptionen angeben kann, hab ich mich eben für diese drei entschieden.

      Was ich sehr knapp finde. Ich hätte gerne alternativ feste Geldbeträge angegeben, da die Beiträge ja auch von Kommune zu Kommune variieren. Da hat sicher jeder eine andere Schmerzgrenze.
      Die Optionen "Ich würde aufs beitragsfreie Jahr verzichten" oder "Ich würde aufs Betreuungsgeld verzichten" fände ich auch noch interessant!

      Aber gut - Ihr könnt ja auch gerne anderslautend posten!

      Oder mit persönlichen Angaben:

      Wir zahlen zum Beispiel 123 Euro/ Monat, ich persönlich könnte mir 20% mehr vorstellen. Nicht, dass 25 Euro mehr im Monat für uns "kein Geld" wären, aber das wäre es mir wert.

      Wie sieht es bei euch aus?

      LG

      • Da ich eine U3 Betreuung nutze, habe ich mir die Gebührensatzung für die Ü3 angeschaut. Ja, ich wäre hier bereit, 20% mehr zu bezahlen.

        Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass Beiträge eher prozentual berechnet werden. Jemand der mehr verdient, könnte ja auch mehr bezahlen, als Eltern, die sowieso schon rechnen müssen, wie sie über die Runden kommen. Natürlich muss dabei dann auch berücksichtigt werden, dass es strukturschwächere Regionen gibt.

          • Ui, ich muss noch dazu sagen, dass ich unsere Sätze echt human finde.

            Für das erste Kind bezahlt man von 7-17 Uhr 171 EUR. Ein zweites Kind kostet gerade mal noch die Hälfte. Und das letzte Jahr ist dann an sich noch einmal günstiger.
            In Anbetracht dessen, dass die Qualität der Betreuung ja elementar wichtig ist, wäre es mir also definitiv wert, mehr zu bezahlen.
            Ich will gerecht entlohnt werden, also sollen andere auch einen fairen Lohn für ihre Arbeit bekommen.

            Das Prozentuale finde ich an sich auch gerechter. Schwierig wird es aber eben, wenn man in einer sozial schwächeren Gegend lebt. Die Kinder haben dort ja auch einen Anspruch auf eine gute Betreuung.

            Deshalb müsste es dann für mich hier auch eine gewisse Umverteilung geben.

        Hi,

        Hier geht es nach Einkommen, obwohl ich ziemlich kacke fand.

        Gruss

        • Wie sollte es sonst zusammengesetzt werden?

          Hier geht es nach Kinderzahl. Jeder zahlt den gleichen Beitrag.
          Für wohlhabende Familien gut.
          Für die, die eh schon Schwierigkeiten haben, garnicht gut.
          Das ist ebenfalls nicht fair.

          Was wäre denn sonst dein Vorschlag?

          • Ich finde das jedes Kind das gleiche Kosten sollte. Das wäre fair.

            Als wir unser erstes Kind bekamen, haben wir auch gerechnet..... Aber ja, wir wollten unser Kind.
            WIr haben für unser jetztiges Leben gearbeitet und viel dafür getan. Wir leben jetzt sehr gut und wir zahlen dafür schon viel mehr Steuern. Das reicht.

            Ein paar Schuhe kostet auch bei jedem Kind gleich.

            • Das heißt, dass die wohlhabenden (reichen) den Vorteil haben, da sie mehr Geld verdienen?
              Und die, die eben nicht so viel verdienen, dafür büßen müssen? Soll eine Kita als "Strafe" für Arme angesehen werden?
              Heraus käme, dass die ärmeren Familien die Kita Kosten womöglich nicht mehr zahlen können und die Kinder der wohlhabenden die Kitas stürmen.
              Fair?

              • Kinder kosten nun mal Geld, das weiss man vorher.

                Ganz ehrlich, glaube ich kaum das reiche Eltern ihre kInder in eine staatliche kita stecken würden.

                • Und manche buckeln sich dumm und dusselig und verdienen trotzdem nicht gut ;-)
                  Und diese müssen dann unter den Summen leiden, die von den Gutverdienern kurz aus dem Ärmel geschüttelt werden.
                  Find ich nicht fair...und unsere Familie gehört zu den Gutverdienern

                  • Was heisst aus dem Ärmel schütteln?
                    Ich sehe einfach nicht ein mehr geld für ein Dienstleistung auszugeben, als andere für genau das gleiche.

                    Wir haben schwer gearbeitet an unserem Konzept, das es nun so gut läuft ist unser Verdienst. Wenn was schief geht kräht kein Hahn danach. Selbstständige haben es auch nicht immer einfach.

                    • Genau, wenn was schief geht, interessiert es niemanden und du müsstest genau den selben Beitrag zahlen, wie diejenigen, die um einiges besser verdienen.
                      So, wie es vielen Leuten eben geht ;-)

                      Viele Arbeiten auch schwer und verdienen eben nicht so viel.

                      Willst du dann auch dafür plädieren, das Steuern für jeden gleich gezahlt werden müssen?

                      • Ja, ich müsste dann soviel bezahlen, aber wie gesagt, ich weiss, das kinder Geld kosten.

                        • Hatte gerade ne interessante Diskussion mit meinem Mann darüber.
                          Wir waren beide der Meinung, dass es wirklich nicht fair ist, nochmal Geld von den ärmeren zu nehmen. Das wäre ja bei den gleichen beträgen eindeutig der Fall (ist bei uns ja hier in der Gegend du).
                          Die wohlhabenden haben mehr Geld und die ärmeren müssen mehr zahlen. Das kann nicht fair sein. Dadurch entsteht ein starkes Ungleichgewicht.

                          Jeder hat ein Recht auf Bildung. Dazu gehört inzwischen auch die Kita. Jeder sollte sie sich leisten können.
                          Den ärmeren wird aber so die Möglichkeit auf Bildung genommen und das kann nicht das Ziel sein.

                          Eigentlich müsste der Staat sich in der Verantwortung fühlen. So wie es zB. in Rheinland-Pfalz der Fall ist.
                          Bildung muss für jeden zugänglich sein. Egal ob wohlhabend oder nicht.

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