Ankündiung eines erneuten Bahnstreiks

    • (1) 18.05.15 - 12:52

      Hallo,

      ich bin selbst Bahn Fahrer.
      Aber, wenn juckt ein erneuter Bahnstreik noch?
      Die meisten sind mittlerweile abgehärtet und haben alternativen.
      Was bringt den Verantwortlichen einer neuer Streik?
      Auch dieser geht vorüber.
      Übrig bleiben nur Kosten, die dann alle wieder bezahlen müssen.
      Es wird langsam langweilig.

      Schönen Gruß

      • (2) 18.05.15 - 12:59

        Halloooo!

        Also ich finde die ganzen Streiks überflüssig. Auch die Kita - Streiks. SOOOO wenig verdienen die alle nicht!
        Langsam wird das peinlich, echt. die ganzen Pendler/Leute/Fahrer müssten mal Alternativen suchen und die Bahn _garnicht_ mehr benutzen, über _Monate_ ! Unabhängig vom Streik - da würden die aber Glotzen! Die Schenker - Vereinigung.

        Und mit den Kitas genauso. Voll die Probleme haben die Mütter jetzt. Also die die arbeiten. Finde ich nicht gut. Aber ist ja nur bei den Kommunalen. #pro

        Schöne Grüße!
        Anke

          • (5) 18.05.15 - 19:24

            *Wer erklärt sich solidarisch mit den Eltern?*

            Hier direkt bei uns vor Ort gibt es eine Notversorgung, wir haben sozusagen richtig Luxus.

            Ansonsten lautet die Antwort auf deine Frage: Die Eltern untereinander!

            Hier vor Ort versuchen alle, bei denen es geht, die Kinder anderweitig zu betreuen - damit die Notversorung für alle vernünftig funktioniert, die wirklich darauf angewisen sind.

            Eine Stadt weiter, wo es keine Notversorgung gibt, stellen die Kommunen die Räumlichkeiten der KiTas zur Verfügung. Eltern, die die Kapazitäten haben, übernehmen eine Notversorgung.

            Dazu wäre ich persönlich zum Beispiel auch bereit (bin derzeit im Mutterschutz und könnte einspringen).

            LG

              • (7) 19.05.15 - 08:48

                Wegen des versicherns - das hab ich mich auch gefragt!

                Ich nehme an, es gelten ähnliche Rechte, wie wenn du als Mutter Kinder zu Besuch hast bzw. mit ihnen einen Ausflug machst.

                Das hätte ich aber auch erst in Erfahrug gebracht, bevor ich mich als betreuende Mutter zur Verfügung gestellt hätte.

                Und bezahlen?
                Berti, wir sprachen von Solidarität. Ich nehme als Privatperson von Eltern, die dringend Notversorgung brauchen, keine Bezahlung.

                In der Nachbarstadt hats funktioniert. Scheinen also einige Eltern so zu denken.

                Naja, aber gut. Ist wohl typisch deutsch, wenn man sich das nicht vorstellen kann.

                Und typisch deutsch wohl auch, erst zu fragen: "Wer solidarisiert sich denn bitteschön...", und anschließend: "Wie jetzt, IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIICH doch nicht???!!!!!!"

                LG

                PS.: Ach ja - die Notbetreuung durch die offenen KiTas bezahlen die Eltern in unserer Stadt auch nicht extra. Funktioniert deshalb, weil alle, die es können, anderweitig Betreuung organisieren (Oma/ Opa/ Bekannte/ ein Familienpart ist eh zu Hause).

        Es geht nicht nur um Geld! Aber so können nur Leute reden, die keine Ahnung haben. Kennst du einen Lokführer?

        Sicher verdienen die nicht soooo schlecht ABER die Arbeitszeiten gerade bei kleinen privaten Unternehmen sind widerlich. Die Schichten im Güterverkehr sind teilweise 13, 14 Stunden lang. Dazwischen hat man dann mal 10 Stunden Ruhezeit. ABER in dieser Ruhezeit liegt man nicht etwa in einem netten Hotelbettchen. Nein, man muss noch von Hamburg nach Mannheim fahren um dort dann nach der Ruhe den neuen Zug zu fahren. Wenn man Glück hat, darf man dann noch 5 Stunden schlafen, wenn man rechtzeitig ankommt. Und das ist die Regel in kleineren Unternehmen!
        Niemand achtet dort auf die Einhaltung von Ruhezeiten. Und falls die Frage kommt. Nein, sowas weiß man nicht bevor man den Arbeitsvertrag unterschreibt.
        Ich finde die haben jedes Recht auf Streik!
        Solch ein Leben macht die Leute kaputt und sie haben eine irre Verantwortung. Sie fahren zwar keine Menschen aber fahr mal völlig übermüdet einen Riesengüterzug durch die Republik.

        • Tägliche Arbeitszeiten von mehr als 10 Stunden sind gesetzlich nicht zulässig. Dass es oft anders kommt, ist bei Arbeitsnehmern, die nicht gewerkschaftlich organisiert sind, viel häufiger. Nur jammern die nicht so laut!
          Reisezeiten zum Arbeitsplatz sind keine Arbeitszeit, so jedenfalls bei vielen Beschäftigten.

          Was du beschreibst, ist für viele Arbeitnehmer tägliche Normalität. Wer das nicht will, ist frei sich was anderes zu suchen.

          Meinst du, die Arbeitssituation wird durch mehr Geld und durch mehr Macht der GdL besser?

          • "Wer das nicht will, ist frei sich was anderes zu suchen."

            Oder gewerkschaftlich vertreten und organisiert sein Recht im Arbeitskampf zu erstreiten.

            "Meinst du, die Arbeitssituation wird durch mehr Geld und durch mehr Macht der GdL besser? "

            Es geht nicht um mehr Macht und um mehr Geld.

            Es geht darum, dass eine Gewerkschaft für SEINE Mitglieder Tarifverträge abschließen möchte, nicht mehr und nicht weniger.

            Ich, auch als Betroffener und zwar doppelt als Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln und Betroffener vom Kitastreik stehe voll und ganz hinter den Forderungen der Gewerkschaften.

            Wir haben die letzten 30 Jahre, wo sich ein Niedriglohnsektor etabliert hat der seinesgleichen sucht, anscheinend völlig verlernt richtige Arbeitskämpfe zu führen.
            Wird langsam Zeit das sich dies grundlegend ändert!

            Die Bahn faselt dass sie keine unterschiedlichen Arbeitsvertreter in ihrem Unternehmen haben möchte.

            IHR Unternehmen Bahn besteht selber aus ca. 400 Einzelunternehmen wo unterschiedlichste Regelungen herrschen.
            Wollen die uns verarschen?

            Gruß
            Demy

            • Sollen die mal so weiter machen.
              Ich bin sicher, die Bahn entwickelt schon an Lösungen, die Lokführer überflüssig machen. Automatisiertes Fahren kann doch nicht so schwer sein. Die paar Signale erkennen Kameras eh viel besser als übermüdete Lokführer.
              Ich würde mich da viel sicherer fühlen.

              • Natürlich können Züge auch selbst fahren.

                Aber auf Probleme (und davon gibt es nicht wenige) können nur Menschen reagieren. Selbst wenn es keine Zugführer gibt, müssen Menschen in Schaltzentralen sitzen, die die Züge steuern können. Ich denke da an Polizeieinsätzen, Problemen am Bahnsteig wie zu viele Ein- und Aussteiger oder Rolli-Fahrer, die Hilfe brauchen, etc.pp. Du bist noch nicht viel Bahn gefahren, oder?

                Hinter einem Computer steckt auch nur ein User, der ihn bedienen muss und der vor allem bezahlt werden muss. Da kann man noch so gut eine Maschine programmieren. Wenn es außerplanmäßige Probleme gibt, dann Pupu.

                Du tust doch immer so Technik-allwissend. Wenn du das wirklich wärst, dann würdest du verstehen, was ich meine. Ich kann mir jeden Tag von meinem Mann anhören, welche riesigen Schwächen die heutigen Computersysteme haben. Aus diesem Grund würde ich mich ganz und gar nicht wohler fühlen, wenn ein Zug automatisiert fährt.

                Lieber die übermüdeten Lokführer durch Maschinen ersetzen als sie ordentlich zu bezahlen und zu behandeln?
                Na warum nicht. Wozu noch Menschen...wir bräuchten nur noch die, die die Maschinen programmieren. Knalleraussichten.

                In anderen Ländern (z.B. Australien) sind vollautomatische Züge bereits seit Jahren im Einsatz. Sie sind zuverlässiger, pünktlicher, reaktionsschneller und ermüden vor allem nicht auf langen und monotonen Strecken (deshalb werden sie besonders auf den langen Strecken durchs Outback eingesetzt). Ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich das auch in Europa etabliert.

          Du widersprichst dir. Wenn solche Arbeitszeiten gesetzlich nicht zulässig sind, dennoch genau das für viele Arbeitnehmer Realität ist, ist das dann ein annehmbarer Normalzustand? Sollen sich all die Menschen andere Jobs suchen?

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