Was macht glücklich, und wenn wie lange?

    • (1) 28.05.15 - 01:25

      Immer öfter bin ich unzufrieden, gelangweilt, unterfordert, genervt.

      Eigentlich müsste ich zufrieden sein. Ich liebe meinen Mann, mein Kind. Die Wohnung ist schön eingerichtet und groß genug. Vom Geld her reicht es für einen Urlaub und öffter man Essen gehen. Sämtliches Elektrospielzeug für jeden vorhanden.

      Sicher ich könnte mehr Tage arbeiten, um noch mehr Geld für Sachen verdienen und auszugeben die nicht glücklich machen.

      Im Moment überlege ich etwas ehrenamtliches zu machen. z.B. einmal die Woche einen Sprachkurs für Flüchtlinge geben (kann/ darf man das ohne dementsprechende Ausbildung?). Tierheim würde mich auch interessieren, aber da hab ich am Ende viele kranke Tiere daheim weil ich sie nicht krank allein lassen würde. Mit alten Leuten und kleinen Kindern kann ich nicht wirklich gut.

      Was macht euch glücklich? Was könnte mich glücklich machen? Stehe ich am Anfang einer Depression?

      • Glück ist individuell. Ich bin glücklich, wenn ich weiss, ich bin "sicher" (sprich: Arbeit sicher, Haus sicher, Gesundheit halbwegs sicher, Liebe sicher). Dann gibt es noch extra Glücksmomente, die entstehen, wenn mich etwas richtig freut.

        Im Garten auf der Bank sitzen und Kaffee trinken und denken, Himmel, ist das alles schön hier.
        Mit dem Rad eine wirklich anstrengende Steigung bewältigen und es schaffen, dann die Aussicht erleben und danach mit rasendem Tempo abwärts fahren.
        Morgens aufwachen und wissen, es ist Urlaub.
        Erfolge im Beruf haben, erleben, dass das, was man mit Hingabe tut, Wirkung zeigt und "richtig" ist.
        Nach der Arbeit nach Hause kommen und durchs Küchenfenster sehen, dass mein Partner schon in Aktion ist, die Kinder auf dem Trampolin hören, alberne Jungs auf Socken über die Strasse rennen sehen, um die Einkäufe mit reinzutragen - so einfach, eigentlich.
        Solche Dinge machen glücklich.

        MICH.
        Was DICH glücklich macht, musst du selbst herausfinden. Ob mehr Geld da eine Rolle spielt, musst auch du wissen.
        Ich denke, zu erleben, dass man anderen Gutes tut, das kann einen schon in gewisser Weise glücklich machen. Von daher hilft dir Tierheim und co. vielleicht in der der Tat. Wegen des Deutschkurses: Geh in ein Wohnheim und sprich die Mitarbeiter an, oder ruf gleich bei den Trägern an, Diakonie, Caritas, Stadt, die machen das bei uns in der Regel. Das ist eine sehr gute Sache. Und wenn du nicht den Deutschkurs machst, schau, dass du andere Dinge ehrenamtlich anbietest. Tomatenpflanzen ziehen, auf dem Gelände einen kleinen Garten anlegen. Einen BoulePlatz anlegen und mit den Bewohnern Turniere veranstalten. Fahrräder besorgen und auffrischen. Etc. etc. Die Bewohner können nicht arbeiten, solange nicht über ihren Fall entschieden ist. Sie langweilen sich unglaublich. Jedes Angebot kann da helfen.

        L G

        White

        Hallo vicvand,

        jeder definiert glücklichsein auf seine Art und Weise. Ob das, was mich glücklich macht auch für dich gilt, wage ich daher zu bezweifeln. Mir fällt in deiner Aufzählung auf, dass du ausschließlich Materielles berücksichtigst (große, schöne Wohnung, ausreichende Finanzen, Elektrospielzeug ...). Auch im Hinblick auf deine Arbeit sprichst du nur auf das Materielle an (mehr Geld für Sachen verdienen, die nicht glücklich machen), daher gehe ich davon aus, dass dich wohl auch dein Job nicht wirklich erfüllt und Spaß macht.

        Ich denke, du bist auf einem guten Weg, wenn du zunächst überlegst, was dich reizen könnte und dir die immaterielle Erfüllung bringt, die du suchst. Dass du hier etwas Ehrenamtliches im Auge hast, passt meiner Meinung nach dann sehr gut. Schade, dass du dir nichts mit Kindern und/oder alten Menschen vorstellen kannst, denn gerade hier kannst du sehr viel bewirken und im Umkehrschluss auch zurückerhalten. Ich selbst engagiere mich z.B. stundenweise bei unserer städtischen "Tafel"; diese Arbeit bringt mich selbst immer mal wieder auf den Boden der Tatsachen, erdet mich selbst bezüglich Zufriedenheit und Glück und dass schon kleine Dinge und Momente oftmals sehr viel wertvoller sind, als wir denken.

        LG von der deichbrise

        • Bitte nicht falsch verstehen, ich finde Dein ehrenamtliches Engagement super, aber warum "Schade, dass sie sich das nicht vorstellen kann".

          Engagement für Flüchtlinge oder Tiere kann doch auch sehr viel zurückgeben?

          An die Threaderstellerin: Ja, Du darfst natürlich auch Sprachkurse geben. Oft gibt es in den Städten oder Gemeinden auch Netzwerke. Unseres trifft sich bspw. jede zweite Woche und dort werden verschiedenste Dinge organisiert, auch ehrenamtliche Sprachkurse.

          • Keine Sorge, das verstehe ich schon nicht falsch :-). Ich ganz persönlich finde es nur schade, dass sie sich das nicht zumindest vorstellen kann. Natürlich steht es jedem zu, zu sagen, dass man sich für diesen oder jenen Bereich nicht wirklich begeistern kann, aber gerade, wenn man ein Ehrenamt ausüben möchte, kann man sich die verschiedenen Optionen doch erstmal anschauen, bevor man sie grundsätzlich verwirft. Aber das bleibt natürlich jedem selbst überlassen, da gebe ich dir Recht.

      1. Familie, Freunde, gute Beziehungen
      Wertvolle und bewusste Zeit mit Menschen, die man liebt und mit denen man gerne Zeit verbringt. Menschen haben ein Bedürfnis nach sozialem Kontakt - mal mehr, mal weniger ausgeprägt - und der wird durch Interaktion mit anderen befriedigt.

      Das heisst einerseits die Zeit mit der Kernfamilie (Ehepartner, Kindern) besser und bewusster gestalten, z.B. zusammen kochen, spielen, einen Ausflug mit gemeinsamen Ziel machen (Geocoaching), andererseits auch Einladungen von Freunden annehmen oder initiieren. Wer keine Freunde hat: Kontakte durch Vereine, Hilfe, über die Kinder usw. aufbauen. Freundlich zu den Nachbarn sein, Menschen grüssen.

      2. Schaffen, wertvolle Arbeit
      Der Mensch möchte in der Regel sein Potential ausnutzen. Wer ein Talent hat oder erkennt ist oft zufrieden, wenn er dies fördern und fordern kann. Ich denke auch, dass es dem Menschen zugrunde liegt, etwas "schaffen, erschaffen" zu wollen, also Handarbeit bzw. körperliche Arbeit und dann eine Konsequenz sehen.

      Z.B. bei einem Musikinstrument, Malen, Gartenarbeit - gerade wenn man die Mühen erntet - ein Buch schreiben usw. Wer bei der arbeitet einen Erfolg hat, z.B. ein Lied gespielt, für das man lange übt, frische Tomaten isst, hat in dem Moment ein gutes Selbstbewusstsein und Selbstzufriedenheit.

      Soziale Arbeit fällt für mich zwischen die ersten zwei Punkte. Es ist allerdings nicht für jeden Menschen geeignet.

      3. Positives Denken
      Einerseits wegkommen vom Materialismus, andererseits auch nicht vergleichen. Abwesenheit von Neid und Eifersucht helfen - und daran kann man arbeiten. Und die bessere von zwei Optionen annehmen - aber nicht offensichtliche Probleme ignorieren!

      4. Dankbarkeit
      Menschen, die danken sind oftmals glücklicher... Anstatt zu sagen "Ich habe mir alles selbst erwirtschaftet, ich muss mich nicht rechtfertigen." einfach dankbar sein, dass man überhaupt die Möglichkeit dazu hatte. Zufriedenheit mit der eigenen Leistung und eine Prise Demut - nicht viel... Anscheinend hilft auch Beten, aber wer nicht gläubig ist, sieht darin eher keinen Sinn. Allerdings hilft es in "etwas" zu glauben... und wenn es eine Philosophie ist oder einen Moralkompass.
      Einfach öfters "Danke" sagen.

      Mit der Dankbarkeit kommt auch die Grosszügigkeit. In Form von Spenden oder auch Verzicht zugunsten eines anderen. Ich denke, der Aspekt spielt wieder bei sozialer, ehrenamtlicher Arbeit eine Rolle: man gibt Zeit, Wissen oder manchmal auch nur Nähe (z.B. Geschichten vorlesen) und soziale Interaktion.

      5. Vergebung
      Wer Groll hegt und pflegt wird psychisch und physisch krank. Wenn man verletzt, traurig und wütend ist, darf man diese Gefühle spüren, damit umgehen und dann die Situation verarbeiten. Aber irgendwann sollte man gehen lassen.

      6. Freiheit
      ""They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety."
      Ich denke, da ist sehr viel dran... man sollte sich Freiheiten schaffen und zu einem Teil über sein Leben selbstbestimmen. Manche wollen vielleicht den Beruf aufgeben und in Afrika helfen, anderen reicht es, wenn sie ihre Freizeit selber gestalten können, auch als Mutter.

      7. Gesundheit und Sport
      Sport macht meistens glücklich, einfach aufgrund der Chemie, die ausgelöst wird. Selbstkasteiung macht bedingt glücklich, außer man hat ein Ziel (siehe Potential). Bewegung, die Spass macht, hilft und für die Gesundheit reichen 30 bis 60 Minuten dreimal pro Woche. Gesundheit selber wird leider oft für selbstverständlich gehalten. Gesundheitsregeln, um noch gesünder zu leben machen dabei nicht glücklich, Krankheiten dagegen unglücklich.
      Ziel wäre also moderate Bewegung - gerade bei einem Sitzjob - der Mensch ist ein Bewegungstier, Ernährung, die gut tut und den eigenen Verträglichkeiten angepasst ist - auch langfristig, nicht nur die Schokolade aus Frust - und Akzeptanz des Körper. Hier wieder auch Dankbarkeit, dass er so funktioniert, wie er es tut.

      8. Videospiele oder Fernsehen/ Filme
      Kurze Zeit machen alle für den Moment glücklich. Videospiele haben eine Reihe von anderen positiven Faktoren wie Hand-Augen-Koordination, Reaktion, Kreativität.
      Exzessiv macht alles unglücklich, also in Massen!

      Musik stimuliert und man kann die Stimmung steuern. Soundtracks zu Videospielen helfen bei der Konzentrationsfähigkeit ("Assassin's Creed: Unity Soundtrack"), ähnlich wie klassische Musik.

      9. Tiere
      Ähnlich wie bei sozialer Arbeit ist das eine Typfrage. Grundsätzlich helfen Tiere Depressionen, Einsamkeit, Stress, Erregung zu senken und die generelle Gesundheit und Erholungsphasen bei Krankheiten zu verbessern. Wer keine Zeit oder Geld für ein eigenes hat, kann sich als Ferienbetreuung, Hilfe im Tierheim usw. anbieten oder in den (Streichel-)Zoo gehen. Es muss nicht täglicher Kontakt sein, Regelmässigkeit hilft aber.

    • (7) 28.05.15 - 09:30

      Glück, zumindest langfristiges, ist für mich ziemlich das gleiche wie Zufriedenheit.
      Aber wie sehr man Zufriedenheit empfinden kann, ist doch stark vom Charakter abhängig.
      Manche Menschen sind nie wirklich glücklich/ zufrieden, egal was ihnen widerfährt und wie sie leben.

      Ich selbst bin sicherlich 90% meiner Zeit glücklich und zufrieden. Gut, ich habe fast alles, was ich mir wünschen kann, aber davon hängt das gar nicht so sehr ab. Ich war auch glücklich als ich all das noch nicht hatte. Und sollte ich irgendwann mal im Lotto gewinnen und mir wirklich alle meine Wünsche erfüllen können, wäre ich sicher auch nicht zufriedener als jetzt, zumindest nicht langfristig.

      Hallo!
      Möglichkeiten zur ehrenamtlichen Aktivität gibt es viele. Google mal nach "Ehrenamtsbörse" oder "Ehrenamt + Wohnort". Da kommst du bestimmt auf Ideen, was du vielleicht gerne machen möchtest. Für Sprachkurse brauchst du i.d.R. Zusatzqualifikationen (Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache). Allerdings gibt es gerade im Bereich der Flüchtlichgsarbeit viele andere Möglichkeiten, ehrenamtlich aktiv zu werden.

      Was mich glücklich macht...
      Das sind bei mir weniger die materiellen Dinge (obwohl genügend Geld natürlich eine gewisse "Sicherheit" bietet, man keine schlaflosen Nächte wegen Schulden hat etc.).
      Ich genieße es sehr, am Nachmittag meine Tasse Kaffee bei schönem Wetter auf dem Balkon oder im Garten zu trinken. Das ist "meine Zeit" , in der ich nicht wegen jeder Kleinigkeit, die meine Kinder möchten, aufspringe. Und auch das Telefon darf dann ruhig mal klingeln (der AB ist ja an).
      Insgesamt bin ich sehr gerne draußen in der Natur. Das kann ein kurzer Spaziergang sein oder auch eine lange Wanderung. Mit meinen Kindern gehe ich ein bis zwei Mal im Monat 10-12km wandern. Manchmal motzen sie anfangs, aber dann haben sie wirklich Spaß, die Natur zu erkunden und v.a. mit meinem großen Sohn (9 Jahre) kommen sehr schöne Gespräche zustande.
      Und mich macht das Zusammensein mit guten Freundinnen glücklich. Gerade wenn zuhause mal etwas "nicht rund läuft" oder die Arbeit stressig ist, dann sind ein, zwei Stunden mit einer guten Freundin wie ein kurzer Urlaub für mich.

      Vielleicht findest du kleine Auszeiten in deinem Alltag, die du zu "deiner Zeit" machst und auch bewusst wahrnimmst. Also nicht Kaffee runterkippen, dabei den restllichen Tag planen, noch schnell mal die Mails abrufen, ein Telefonat führen etc.

      LG Silvia

      Du hast zu viel ungenutze Energie.
      Hast Du es schon mal mit Sport versucht? Wenn ich 1.000m geschwommen bin, bin ich fix und alle aber glücklich. Joggen ist nichts für mich - da wäre ich unglücklich :-)

      Hast Du keine Hobbys? Ich sticke komplizierte Bilder - auch mal mit 5 oder 10 Nadel gleichzeitig. Ich merke einen richtigen Glücksschub, wenn das Bild vor mir entsteht.

      Manche Leute fühlen sich glücklich, wenn sie sich Pornos anschauen. Ein ähnliches Gefühl habe ich, wenn ich mir im Internet Stickmuster anschaue.

      Ich sitze gern abends draußen, schaue in den Garten und bin für ein paar Minuten glücklich. Wir sind auch schon öfter mal für einen Tag zur Ostsee gefahren. Einfach am Strand liegen und die Welt vergessen...

      Ich bin letztes Jahr allein mit meinem Sohn nach Florida geflogen - mein Mann wollte nicht mit. Diese Reise hat mir innerlich sehr viel abverlangt - ich spreche kaum Englisch, alles allein managen, allein Auto fahren, Hotels finden... Es hat mich viel Kraft gekostet aber ich habe dabei ein rieses Glücksgefühl empfunden. Und ich bin mit viel Energie und Tatendrang zurück gekommen (ich möchte am liebsten gleich wieder hin!)

      Ich bin auch glücklich, wenn ich bei Freunden auf der Terrasse sitze und Kaffee trinke.

      Ich würde gern mehr Geld verdienen. Dann wäre ich zwar nicht glücklicher aber es wäre alles leichter. Es ist blöd, wenn man überall sparen muß. So eine Reise ist nicht jedes Jahr drin, jetzt heißt es erst mal wieder ein paar Jahre knappsen.

      das kommt drauf an. Jeder Mensch ist anders. Schnuppere doch mal in verschiedene ehrenamtliche Tätigkeiten rein, dann siehst du was etwas für dich ist.

      Ich habe schon mit alten Leuten gearbeitet im Altenheim. Mit Behinderten, mit Flüchtlingen.

      Mich hat das alles total sehr glücklich gemacht, auch Tiere würden mich interessieren.

      Aber ich kann deinen Wunsch verstehen nach einem tieferen Sinn im Leben. Ich bin auch so, nichts macht mich glücklich auf Dauer und ich bin auch noch auf der Suche nach etwas wo ich endlich sage ich habe meine Berufung gefunden in der ich total aufgehe.

      Vielleicht möchtest Du ganz tief in Deinen Inneren ein ganz anderes Leben führen, Du musst nur genau in Dich hineinhören. Du klingst unzufrieden.

      Ein Freund von mir hat das gemacht, er hat in sich hinein gehört. Sein absolutes Glück war Tauchen. Da war er mit sich und der Welt zufrieden.
      Er hat jetzt mit 42 alles hier in Deutschland verkauft und ist jetzt in Thailand Tauchlehrer.

      Er ist seitdem der glücklichste Mensch überhaupt. So wollte er immer leben und er tut es jetzt.

      Vielleicht ist dieses Mann, Kind, Wohnung Dings nicht Deins. Vielleicht eher Bauernhof, Berghütte oder was weiß ich...anderer Job etc

      (12) 28.05.15 - 23:08

      Ich glaube mit der Idee dich ehrenamtlich zu engagieren bist du ganz gut unterwegs in Richtung Glück :-)

      Kennst du die Bedürfnisspyramide nach Maslow? Die geht davon aus, dass wir zum Glück in Stufen unterwegs sind. Ganz unten kommen die körperlichen Bedürfnisse (Essen, Trinken, Schlaf, Gesundheit, Wärme,...). Wenn die erfüllt sind, dann streben wir nach der Sicherheit die garantiert, dass unsere körperlichen Bedürfnisse auch morgen noch erfüllt werden. Wenn ich zuversichtlich bin, dass das klappt kommt wieder die nächste Stufe: Soziale Bedürfnisse (Freunde, Beziehung, Kinder,...). Diese Stufen scheinen bei dir ja super erfüllt zu sein. Du musst dir keine Sorgen machen um deine körperlichen Bedürfnisse (Geld reicht, Wohnung ist nicht nur warm sondern auch schön und groß) und auch im sozialen Bereich geht es dir gut (toller Mann, wunderbares Kind).

      Die nächste Stufe wäre "Wertschätzung und Anerkennung" und als letzte Stufe dann "Selbstverwirklichung". Ob du deine Bedürfnisse auf der Anerkennungsstufe bereits als erfüllt betrachtest kann ich nicht einschätzen, da schreibst du so wenig.

      Aber vielleicht hilft dir diese Überlegung ja schon weiter :-)

      (13) 29.05.15 - 01:52

      Vielen dank euch allen. Ihr habt mir sehr viele Anregungen gegeben.

      Es stimmt, mir fehlt die Anerkennung. Mein Job ist langweilig, unerfüllend und es gibt praktisch keine Chance auf Aufstieg. Aber ich hab keinen Arbeitsweg, kann nebenher mein Kind hüten und der Verdienst passt auch. Ich könnte da auch sofort mehr Stunden Arbeiten wenn ich möchte. Aber fast nichts ist eine schlimmere Vorstellung als den Quatsch noch eine Stunde länger zu machen wie jetzt.

      Ich könnte jetzt was riskieren und vielleicht auf die Schnauze fallen. Oder mehr Erfüllung außerhalb des Berufs finden.

      Hobbys hab ich auch ausprobiert. Zuletzt hab ich mir einen Kindheitstraum erfüllt und eine große Modelleisenbahn gebaut. Fast ein Jahr lang ging ich richtig darin auf und hab auch ein tolles Ergebnis erreicht. Ein Zeit lang hatte ich riesen Spaß an Computerspielen oder war ein paar Jahre im Schachverein. Aber das alles schafft nur auf begrenzte Zeit Erfüllung oder Zufriedenheit.

      Nun werde ich einfach mal in mich hinein hören... Danke! :-)

      Hm - wirklich schwierig, das wahre Glück zu definieren. Meine Meinung ist, dass Glück wirklich sehr individuell ist und auf jeden Einzelnen ankommt. Denn jeder definiert Glück anders. - Bedeutet, dass die, die "reich(er) " sind und "viel" und "mehr" haben, überhaupt nicht oder weniger glücklich sind als die, die "arm"/"ärmer" sind und "wenig(er)" haben. Und auch arm, reich, viel, wenig ist sehr relativ - und genau deswegen auch von mir in Hochkommata gesetzt. Des Weiteren finde ich auch, dass wahres Glück von INNEN heraus kommt und eine Sache der (eigenen) Einstellung ist.

      <<Im Moment überlege ich etwas ehrenamtliches zu machen. z.B. einmal die Woche einen Sprachkurs für Flüchtlinge geben (kann/ darf man das ohne dementsprechende Ausbildung?). Tierheim würde mich auch interessieren, aber da hab ich am Ende viele kranke Tiere daheim weil ich sie nicht krank allein lassen würde.>>
      Dann MACHE das doch, wenn Dich das erfüllen würde! Finde ich nämlich echt eine SUPER Idee! #pro#pro#freu:-)

      <<Mit alten Leuten und kleinen Kindern kann ich nicht wirklich gut.>>
      Finde ich auch nicht tragisch und verwerflich, denn nicht jeder kann mit jedem (Lebewesen) und die Interessen sowie Talente sind nun mal sehr unterschiedlich. Und das ist auch GUT so!

      <<´Was macht euch glücklich?>>
      Meine Hobbies z.B., wenn ich anderen helfen und/oder eine Freude machen kann, meine Lieblingsmusik hören, Bekannte treffen...

      <<Was könnte mich glücklich machen?>>
      Du hast doch schon einige Dinge genannt, die ich auch hier zitiert habe und die Du gerne machen würdest - dann also nix wie RAN! Zögere von daher nicht mehr lange und TUE es einfach. Und ob Dir dann dieses oder doch das Spaß machen würde, kannst Du ja dann für Dich herausfinden. Oder schaue mal in der VHS, welche(n) Kurs(e) Du belegen könntest und der/die Dir Spaß macht/machen könnten. Gibt ja so einiges.

      <<Stehe ich am Anfang einer Depression?>>
      Das glaube - und hoffe - ich nicht!

      <<<Was macht euch glücklich?>>>

      Das sind viele Dinge.....oftmals Kleinigkeiten...manchmal auch richtig große und wichtige Sachen.

      Im Moment bin ich glücklich weil es meiner besten Freundin wieder besser geht, weil das Wetter toll ist, und ich morgen frei habe, und auch nichts geplant ist......ich also einfach mal einen ganzen Tag faul sein darf. #huepf

      <<<Was könnte mich glücklich machen?>>>

      Wie wäre es mit etwas mehr Zeit nur für Dich die nicht materiell geprägt ist?

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