Organspende: ja oder nein?

    • (1) 28.05.15 - 09:18

      Hallo Zusammen,

      ich beschäftige mich seit kurzem mit dem Thema "Organspende". Ich bin noch nicht 100% sicher, ob ich ein Organspender sein möchte.

      Außerdem habe ich dieses Video gefunden (https://www.youtube.com/watch?v=6bGP5VGL9yI). Man ist nicht so genau über dieses Thema informiert. Das macht mich spektisch.

      Die Frage ist: Organspende, ja oder nein?

      Ich würde mich auf Eure Meinungen freuen.

      Gruß,

      • Ich habe einen Freund, der seit 9 Jahren auf eine Niere wartet. In seiner Familie kann leider keiner spenden. Mag sein, dass auch Schindluder betrieben wurde. Aber wenn jetzt alle wegen ein paar schwarzer Schafe ihre Spendenbereitschaft zurückziehen, geraten auch diejenigen, die seriös arbeiten in noch mehr Bedrängnis. Ich habe meinen Ausweis aus überzeugung.

        klares NEIN zur Organspende, weder vor noch nach unserem biologischen Tod und auch nein zur Entnahme von Gewebe ect.
        Das gilt auch bei meinen Kindern.

        Wir haben auch einen Organspendeausweis in dem wir das ausdrücklich ablehnen!

        Karna

              • Soetwas wird in Dtl nicht passieren, da sich dann das Jugendamt einschaltet.

                Wenn du meine Antworten genau gelesen hättest, wäre dir der Absatz mit folgendem Inhalt aufgefallen.
                "Allerdings ist es bei der Frage Organtransplantation wie bei dem Thema Chemo, Eltern haben da nur ein begrenztes Mitspracherecht, wenn dies nicht mit der Meinung der Götter in Weiß konform geht, haben sie die Möglichkeit kurzerhand, das Elternrecht außer Kraft setzen zu lassen um freie Handhabe zu haben."

                Und es ist in dem Fall völlig egal, welche Folgen diese Transplantation für das Kind haben kann. und es ist auch egal was das Kind oder die Eltern wollen.

                • Na, zum Glück ist das egal, was die Eltern wollen. Solchen Eltern ist leider keinerlei vernünftige Entscheidung zuzutrauen!

                  • Hälst du solche und andere Behandlungen um jeden Preis für sinnvoll?
                    Ich denke die Würde des Menschen ist unantastbar, eine Handlung an dem Menschen gegen seinen Willen ist die Verletzung seiner Würde!
                    Manchmal ist der Preis für einen (temporären ) Sieg der Medizin, verdammt hoch und zwar nur für den der den Preis zahlen muss und das sind nicht die Ärzte!

                    Ich denke dass dieses Thema wirklich sehr komplex ist, wenn man mal das Leben auch nach der Transplantation betrachtet physisch wie psychisch.
                    Es ist eben nicht so, dass nach der OP alles wieder schick ist und manchmal beendet diese OP das Leben auch eher, als der Patient sonst ohne OP hätte.

                    Die Zeit des Abschieds wird komprimiert oder fällt weg.

                    Deine Verurteilung kann ich aus einer Sichtweise nachvollziehen, nämlich der das Kind um jeden Preis retten zu wollen es nicht zu verlieren.
                    Aber ist der Wille und der Preis dafür IMMER im ausgeglichenen Verhältnis zueinander?
                    Erlebt es das Kind auch so oder ist es unser egoistischer Wunsch der die Entscheidung trägt?

                    Ich persönlich verurteile Eltern die auch nicht , die bereit sind ihr Kind Operationen unterziehen zu lassen, deren Überleben und Erfolg nicht voraussehbar sind.
                    Die für die Chance eines Erfolges und sei sie noch so klein, den Preis des vorzeitigen Todes bereit sind in Kauf zu nehmen, oder eben mit ggf den Folgen der OP (Medikamentenabhängigkeit; Nebenwirkungen, ggf neue Transplantationen ect)

                    Egal welche Entscheidung getroffen wird, ALLEN Eltern wird sie nicht leicht fallen und ALLE Eltern wollen das Beste für ihr Kind.
                    KEINE Elternpaare übergeben ihr Kind leichtsinnig, unüberlegt dem Tod!

                    Nicht alle Entscheidungen der Schulmedizin sind auch im Sinne des Patienten!

                    Karna

            Hallo,

            darf ich fragen, warum?

            LG

      Hallo.

      Sehe ich genauso ...

      ... und handhabe es mit unseren Organspendeausweisen wie Du.

      LG

      • Und wenn dein Herz oder das deiner Kinder auf dem letzten Loch pfeift, weil eine Viruserkrankung es zerstörten, wirst du auch genauso gegen jeden Organempfang sein, richtig?

        Und du bist fest überzeugt davon, dass du beim dem einen Prozent bist bei dem das dann auch im Falle eines Falles eingehalten wird.

        • Ich möchte ganz speziell mit DIR, NICHT über meine Einstellung zum Thema und meine Beweggründe sprechen ...

          ... und ich würde mich freuen, wenn Du dieses bei einem solch persönlichen Thema akzeptieren und respektieren könntest, ohne mich mit Nachfragen jeder Art zu penetrieren.

          Vielen Dank.

          • Wenn du die nötige Konsequenz bei deiner Einstellung zeigst, dann kann ich dies respektieren.

            Da du diese aber nicht mitteilst, muss ich wohl davon ausgehen, dass diese Einstellung am Ende wie bei der Mehrheit nur in eine Richtung geht.

            Und da ich nunmal ein Fan von konsequentem Verhalten bin ist das mit der "persönlichen Einstellung zu akzeptieren und repektieren" schwer möglich. Dazu muss nunmal gerade auch das Statement gehören, dass man selbstverständlich auch nie eine Organ annehmen würde, wenn man eines mal benötigt.

            Ich hoffe du hast Verständnis dafür.

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