Drohbrief von den Nachbarskindern

    • (1) 03.06.15 - 09:56

      Wir haben drei Katzen, die auch Freigänger sind. Die beiden Katzen sind schon 14 Jahre alt und verlassen das Grundstück nur selten und dann maximal bis zu unserem direkten Nachbarn. Der Kater ist 9 Monate alt und erkundet nun kastriert und gechipt die Nachbarschaft. Allerdings ist er immer in Rufweite, denn dann kommt er sofort angeflitzt.

      Am letzten Sonntag klingelte es Nachmittags an unserer Haustür: davor standen 5 Kinder im Alter zwischen 4 und 10 Jahren, hatten den Kater auf dem Arm, an seinem Halsband eine Hundeleine und fragten, ob wir ein Tier vermissen. Mein Mann erklärte ihnen freundlich, es sei nett, aber unnötig gewesen, weil er ein Freigänger sei und selbst nach Hause finden würde. Er nahm ihnen den Kater ab, gab die Hundeleine zurück und ließ den Kater wieder laufen.

      Eine Stunde später klingelte es wieder und wir entdeckten einen mit Kaugummi an den Briefkasten geklebten "Drohbrief". Auf kariertem Papier stand dort mit Bleistift geschrieben: " Hallo ihr "lieben" Katzenbesitzer, nicht einmal Danke zu sagen ist eine Unverschämtheit. Das nächste Mal machen wir uns keine Sorgen, sondern grillen sie! Viele Grüße aus der Nachbarschaft P.S. Julia, Maja, Jonas, Marie, Luisa Bis zum nächsten Mal. Passen sie jetzt mal besser auf ihre Katze auf sonst ist sie aufem Grill!" Der Brief strotzte nur so vor Rechtschreibfehlern, das hab ich mir hier gespart, die Namen sind natürlich geändert. Ich wusste, wo zumindest zwei der Kinder hingehören. Alle vier Kinder der Familie haben im ganzen Dorf einen gewissen Ruf... Ich sprach also mit den Eltern, aber leider wurde nur abgewiegelt. Seien halt Kinder, sollte man nicht so ernst nehmen, usw. Ich habe ihnen allerdings gesagt, dass man solche Dinge nicht mal im Spaß schreibt und die Kinder das wissen müssten oder man müsse ihnen das eben klar machen. Ich würde auch keine Entschuldigung erwarten, sie sollten uns und unsere Tiere in Ruhe lassen, wir würden sie ja auch nicht ärgern. Aber ich denke nicht, dass es wirklich was bewegen wird, auch wenn sie uns in Ruhe lassen. Die Eltern sehen das einfach ganz anders als wir.

      Ich glaube, die Kinder haben sich einfach mehr versprochen, wie eine Belohnung in Form von Süßigkeiten oder Geld. Und ich bin auch sicher, dass sie ihn angelockt haben, denn er ist zwar nicht ängstliche, auf fremde Menschen geht er aber nicht so einfach zu. Danke hat mein Mann glaube ich wirklich nicht gesagt, war aber auch meiner Meinung nach nicht nötig. Er hat stattdessen freundlich erklärt, wie die Lage war. Ich glaube auch nicht, dass es wirklich ernst gemeint war, trotzdem hätten mich meine Eltern für sowas stramm stehen lassen - und das mit Recht. Aber wie geschrieben: deren Eltern sehen komplett anders und werden dagegen kaum etwas tun. Die Kinder terrorisieren regelmäßig die Nachbarschaft, die üblichen Dinge wie Klingelstreiche, etc. sind nur ein Bruchteil: Matsche ans Haus werfen, Sachen verstecken und Finderlohn fordern, auf fremden Grundstücken rumlaufen, um z.B. mal die Schaukel auszuprobieren (Zäune halten sie nicht auf), durch fremde Vorgärten trampeln um Blumen zu pflücken, usw. Ist also kein Einzelfall, sondern eher die Regel.

      Ich hab überlegt, beim nächsten Vorkommnis zumindest bei Polizei und Jugendamt mal zu fragen, was ich machen kann. Ich wäre bestimmt nicht die Erste und vielleicht werden die dann hellhörig. Ansonsten bin ich echt überfragt, was ich machen sollte... :-(

      • Beim nächsten "Drohbrief" würde ich die Polizei einschalten. Die Kinder bekommen zwar keine Konsequenz, werden aber evt doch etwas abgeschrebkt und sehen, daß sowas wirklich kein Spaß ist.

        Und wenn ich sehen würde, daß Kinder an mein Haus Matsch werfen würden, dann würden die eine Ansage bekommen, daß sie den Matsch freiwillig abwaschen würden.

        Es gibt einen Unterschied zwischen unverschämt frech (also, die es ernst meinen und keine Einsicht zeigen) und lustig frech.(die, die es erst lustig finden und im nachhinein aber erkennen, daß es doch nich so lustig war)
        Beim ersten versteh ich keinen Spaß !

        lg

        Kurz und prägnant.

        Läuft die Pänz euch das nächste Mal vor die Hüfte, sagt ihr einfach ruhig, bestimmt und ein wenig bedrohlich, dass ihr Ihnen die Ohren abschneidet und diese ROH essen werdet, sollten sie ihre miesen kleinen Drecksgriffel nicht ab sofort für die Berichtigung von Deutschaufsätzen benutzen, anstatt Drohbriefe zu schreiben.

        Manche Kinder sind einfach scheisse - man muss das Ganze auch mal beim Namen nennen.

        Ps. Jaja, pädagogisch gar nicht wertvoll....#nanana

      Würden meine Kinder so einen Brief schreiben, wo drin steht dass sie die Katze beim nächsten mal grillen werden, denen wrde ich wirklich zeigen ,was hinter so einer Drohung steckt. Sowas zu schreiben gehört sich echt nicht! Das ist ja schon richtig beängstigend. Dass die Eltern da nichts unternehmen ist sehr verantwortungslos. Was machen sie, wenn die Kinder im späten Alter mal andere Schüler drohen?

      • Das war auch mein Gedanke: die Ältesten sind jetzt 10 - da weiß man jetzt schon genau, was in 4 Jahren Phase ist... #schock

        Menschenskinder, das wird zu 99,99% ein blöder Witz gewesen sein!
        Ich glaub nicht, dass da eine Horde Pferderipper und spätere Serienmörder heranwachsen.

        • ja, so würde ich das auch sagen... außerdem haben sich ihre eltern sicherlich auch schon mal über die herumstrenenden katzen beschwert... also ehrlich: da es meist nicht nur ein kastrierter kater ist (dass er kastriert ist ist ja löblich, aber echt selten) bezweifel ich, und ganz ehrlich: wenn meine kinder sowas texten würde, würde ich wahrscheinlich sagen "kinder, behaltet das für euch, auch wenn ihr recht habt, ich hätte auch lust dazu"

          denn ich sehe das so gar nicht ein, warum man seinen kindern und seinem hund bebringt nicht in fremde gärten zu gehen, seine hühner einsperrt um sichs nicht mit den nachbarn zu verderben, aber bei katzen muss die welt das hinnehmen und am besten auch noch gut finden...

(13) 03.06.15 - 11:08

Hallo,

die Eltern hatten ihre Chance.
Ich würde mit dem Drohbrief zum Jugendamt gehen. Warum auf weitere Aktionen warten.
Den Erziehungsnieten war es nicht wichtig genug. Nun ist es an dir, zu zeigen, wie wichtig es dir ist.

Auf meinen Grund und Boden hat auch niemand ungefragt und unaufgefordert zu gehen. Ich habe allerdings Kameras und da gäbe es mit schöner Regelmäßigkeit Anzeigen.

Alternativ, wie hier schon erwähnt den Kindern Angst machen, sofern man solchen Kinder überhaupt Angst einjagen kann. Solche Bälger kennen ihre Rechte meist sehr genau und wissen das ihnen keiner was kann. Die könnten sogar das Nachbarskind konsequenzlos grillen. Sind ja "nur" Kinder.

Ich finde ja das man das strafmündige Alter längst mal nach unter setzen sollte. Oft wissen die lieben Kleinen ja ganz genau, was sie da abziehen und die magische Altersgrenze ist denen auch bekannt, wo es brenzlig wird.

Wir hatten mal so kleine Kotzbrocken gegenüber wohnen. Eigentlich gute Gegend und die Erziehungsnieten standen sogar daneben, als die uns mal wieder in die Zimmer mit dem Laserpointer leuchteten. Waren begeisterte Skater.....sehr gerne vor unserem frisch geplasterten öffentlichen Platz verlustierten und meinem Vermieter die neue Treppe ramponierten. Die meisten Kinder hier sind echt nett, aber diese Landplagen ......und leider wird heute von manchen lieber ver -als erzogen

Man sollte für solche Fälle immer etwas feines Granulat oder Splitt im Keller haben#schein

vllt bin ich einfach nicht so empfindlich.
Ich würde gar nichts machen, weil ich es einfach lächerlich finde.
als würden die Kinder die Katze auf den Grill legen. Das glaubst du ja selbst nicht oder?

Viel Wind um Nichts.....

  • Ich sehe das ähnlich wie Du.
    "Wenn Ihr die Katze grillt, schneid ich Euch die Ohren ab"

    Mein Mann mag Tiere auch nur "heiß und fettig" und sagt beim Anblick von Minikampfpudeln "der fällt beim Grillen ja durch den Rost".

    Ich halte ihn deshalb weder für kriminell, noch für asozial oder sonst gestört.

    Vielleicht haben die Kids etwas ähnliches zuhause aufgeschnappt "wenn Herr XY seinen Kater nochmal in die Blumenrabatte schickt, dann landet er auf dem Grill".
    Eine unbedacht und nicht ernstgemeinte Äußerung eines Erwachsenen ist für Kinderohren manchmal etwas - naja - realistisch.

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