Bestattungskosten

    • (1) 12.06.15 - 19:16

      Hallo ihr lieben, vielleicht könnt ihr mir ja helfen.
      Ein Vater verstirbt hinterlässt 3 Kinder , ein Kind davon beauftragte ein Bestattungsunternehmen zur Durchführung der Bestattung. Die anderen zwei haben das Erbe bereits ausgeschlagen. Angenommen das 3. Kind hat das Erbe angetreten, kann dieser dann trotzdem von den anderen beiden Kosten für die Bestattung verlangen?LG

            • Bitte?

              Wenn der Verstorbene kein Vermögen hatte, wird weiter geschaut, wer noch von den Verwandten 1 Grades lebt und wer die Bestattung zahlen kann und muss. In erster Linie Ehepartner/ Kinder. Und dann kommen Eltern und Geschwister.
              Natürlich, wenn Erben was erben, müssen die erstmal davon die Beerdigung zahlen. Und auch wenn ausgeschlagen wird, entbindet das nicht von der Bestattungspflicht.

              Verwandte 1 Grades sind dazu verpflichtet!!

      Dann würde ja jeder der weiß das bei seiner Verwandtschaft nix zu holen ist das Erbe ausschlagen und sich somit um die Bestattungskosten drücken das würde den Staat ja ein Vermögen Kosten
      ...
      Nenene das Erbe ausschlagen hat nichts mit den Bestattungskosten zu tun üblicherweise sollten die Kosten von allen Kindern getragen werden wenn auch am besten an die Sozialen Verhältnissen der beteiligten angepasst.

      Hallo,

      meine Vorredner haben Recht. Die Kinder sind unabhängig vom Erbe verpflichtet sich um die Bestattung zu kümmern.

      Kümmert sich nur einer von dreien, kann er jeweils 1/3 der Kosten bei seinen Geschwistern geltend machen (im Zweifel einklagen )

      Kümmert sich keiner um die Bestattung, wird der Staat tätig und lässt zwangsbestatten. Die Kosten werden dann beim Erstgeborenen eingefordert, der wiederum kann wie oben beschrieben, einen Koatenersatz bei seinen Geschwistern geltend machen.

      Gruß, Ilka

      • Es wird nicht beim Erstgeborenen eingefordert, so ein Blödsinn.
        Es werden alle Kinder aufgefordert, ihre finanzielle Situation offen zulegen.
        Und dann wird geschaut, wer was und wie viel jeder zahlen muss.

        Und wer die Musik bestellt, zahlt sie auch. Er kann von keinem verlangen, eine pompöse Beerdigung zu zahlen.

        Das ist völlig egal, wann er geboren wurde.

    Hallo,
    ich habe damals bei meinem Vater auch das Erbe ausgeschlagen und trotzdem wollte das Sozialamt die Bestattungskosten von mir erstattet haben. Da es aber nur um mein eigenes Einkommen ging und ich noch in Elternzeit war und kein Einkommen hatte, brauchte ich nach langem hin und her nichts zu zahlen.

    Die Kinder werde zu gleichen Teilen die Kosten übernehmen müssen. Das hat mit Erstgeborenen o.ä. nichts zu tun.

    LG
    Martina75

    Grundsätzlich hat der Erbe die Bestattungskosten zu tragen (zivilrechtlich).

    Wenn das Erbe das hergibt, ist das also unproblematisch. Die anderen Kinder sind außen vor.

    Würden alle ausschlagen gibt es auch die öffentlich-rechtliche Bestattungspflicht. Da müssten alle drei Kinder zahlen, bzw. der den Auftrag erteilt, kann die ANGEMESSENEN Beerdigungskosten anteilig erstattet verlangen.

    Es stellt sich die Frage warum die anderen das Erbe ausgeschlagen haben. Der Hauptgrund ist ja Überschuldung.

    Dann sollte man m.E. unabhängig von der Rechtslage wie es dann ist, die Kosten gemeinsam tragen.

    Kommt auch darauf an, ob es ein Testament gibt. Angenommen, der Verstorbene hat gemäß Testament einen Betrag und eine Person festgelegt, die damit die Beerdigung zu zahlen hat - und es reicht auch aus, dann wird so verfahren. Dann brauchen auch die anderen Kinder nichts zu zahlen.
    Ansonsten gehen die Bestattungskosten immer durch die Anzahl der Kinder, auch beim Ausschlag des Erbes. Da wäre sonst zu einfach und der Staat, sprich wir alle, sollen dann zahlen ? Ist nicht einzusehen.
    LG Moni

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