Generation Doof

    • (1) 21.06.15 - 19:14

      Eine ganze Generation scheint zu verblöden.

      "Niklas glaubt, der Dreisatz wäre eine olympische Disziplin." ------- -aus dem Buch von Stefan Bonner und Anne Weiß.

      Als unser Sohn Abitur gemacht hatte------- vor knapp 20 Jahren----- konnte man Deutsch und Mathe abwählen.
      Das Ergebnis ist, dass ich Abiturienten kenne, die keinen Dreisatz mehr rechnen können.

      Das konnten früher Hauptschüler.#schock

      Und wenn ich "Wer weiß es, wer weiß es nicht " schaue ( ja, ja, ich weiß , das sieht hier Niemand).#augen dann bin ich fassungslos über so wenig Allgemeinwissen.

      Eva

      • (2) 21.06.15 - 19:41

        Hallo,

        die Doofen sind doch zum Teil in der Arbeitswelt heiß begehrt. Halten ihre Klappe und mucken nicht auf und merken nicht mal wenn kleine Mauscheleien in der Abteilung laufen.

        Immerhin sind die dann so schlau sich hinter dem Rücken der Guten zu freuen, das die dann die Festanstellung ohne große Anstrengung und Engagement bekommen haben

        Es gibt sehr viele schlaue junge Menschen. Der Trend geht zum Doofen. Denn Dumme kann man besser lenken

        (3) 21.06.15 - 19:59

        Eine Generation? Naja, ich glaube, das Problem besteht schon etwas länger und betrifft mehrere Generationen. Was ich beobachte, ist, dass Eltern sich immer weniger für die Bildung ihrer Kinder verantwortlich fühlen.

        Beispiel heute: Unser Mittlerer hatte ein Turnier, ich habe mich mit einigen Müttern unterhalten. Eine von ihnen hat sich furchtbar über die Schule ihres älteren Sohnes aufgeregt. Der Junge macht jetzt seinen Abschluss und muss für ein Fach ein Referat als Bestandteil der mündlichen Prüfung halten. Es stehen zur Auswahl a) Nelson Mandela, b) Adolph Kolping und c) die Weiße Rose.

        Er konnte sich nicht so recht entscheiden, meinte aber wohl, dass die Rose Weiße eine religiöse Gemeinschaft sei. Immerhin glaubte er zu wissen, dass die Geschwister Hans und Sophie Scholl sie gegründet haben.

        Nun, seine Mutter konnte überhaupt nicht verstehen, wie er auf so was kommt, das müssen die Kinder doch in der Schule lernen und überhaupt und sowieso. Ich für meinen Teil frage mich, warum bekommen Kinder so etwas nicht vom Elternhaus mit? Ich verstehe das nicht. Woran liegt es? Reden die Leute nicht mehr mit ihren Kindern? Werden keine Fragen von den Kindern gestellt oder diese nicht beantwortet? Jedes Kind ist doch von Natur aus neugierig und stellt Fragen. Sei es nun zu einem Denkmal, einem Baum, einem Tier. Daraus ergeben sich doch normalerweise Gespräche, aus denen die Kinder etwas für sich mitnehmen können.

        Aber ich habe immer mehr das Gefühl, das viele Kinder völlig 'blank' in die Schule gehen.

        • Gerade die 3 Themen sind aber auch speziell. Ok, weiße Rose sollte man kennen, Nelson Mandela gehört auch zur Allgemeinbildung, aber Adolph Kolping ist nun mal (leider) kaum noch bekannt. Wenn man nicht grad aus dem Kölner Raum kommt oder aus dem tiefsten Süddeutschland dann ist er kaum jemanden ein begriff.

          Und ganz ehrlich. Was nutzt mir das Wissen über die drei wenn man vom praktischen Leben nix lernt. Das Fach Arbeitslehre gibt es ja leider nciht mehr. Das war wenistens ganz praktisch.

          Es wird immer über die Generation Doof geschimpft, aber ich finde sowas ist auch ein bisschen Schulsache und nicht nur Elternhaus.

      (5) 21.06.15 - 20:10

      Hallo Eva,

      die Generation mag verblöden aber woran liegt es!

      Ist das gewollt weil man die Milliarden Menschen in Zukunft nicht mehr wirklich braucht, die Wirtschaft wird ja immer weiter automatisiert und all die Maschinen und Roboter zahlen keine Steuern oder Abgaben.
      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/stephen-hawking-prophezeit-den-super-computer-13607146.html

      Das heutige Abitur-Niveau ist schon lange runter gefahren, es liegt auf dem Niveau von vor 20Jahren von 10klassen-Abschlüßlern.

      Hier in D ist die ganze Schulbildung am Ende, ein Flickwerk ohne Zukunft. Einsparungen an allen Ecken, wenig gute Lehrer (Lehrer ist Berufung und nicht nur ein Job).
      Hinzu kommt oftmals ein überfordertes Elternhaus oder Eltern die nur auf Individualität setzen.
      Unsere moderne Gesellschaft ist voll von psychisch angeknacksten Menschen, es ticken immer mehr von ihnen aus, es wird aggressiver im Umgang, Gewalt auf allen Ebenen.
      Drogen jeglicher Art bestimmen den Alltag der Menschen.

      Es ist schlichtweg eine gewaltige Charakterstärke wenn man heut als junger Mensch seinen Weg finden muss. Manche schaffen es aus eigener Kraft sich Wissen anzueignen, sich zu bilden und mit offenen Augen durchs Leben zu gehen. Viele haben diese Kraft nicht und gehen im Heer der "Nichtgebrauchten" unter wobei diese wiederum als abschreckendes Beispiel für die "Kämpfer" dienen.
      Die wahren Lenker all dieser "Machenschaften" treten nicht in die Öffentlichkeit.

      Als einzelner Mensch kann man nur dagegen angehen indem man im eigenen Umfeld, in der Familie, darauf achtet, allen Menschen private Bildung zukommen zu lassen, solidarisch untereinander zu sein und alle mit zu nehmen.

      Dies funktioniert aber leider nur in einem übersichtlichen Lebensbereich.

      Die Generation Doof sind die Leidtragenden einer falschen Entwicklung in der Menschheitsgesellschaft.

      lg

      • (6) 22.06.15 - 08:04

        "Das heutige Abitur-Niveau ist schon lange runter gefahren, es liegt auf dem Niveau von vor 20Jahren von 10klassen-Abschlüßlern."

        DAS heutige Abitur-Niveau gibt es doch gar nicht. Abitur ist in Deutschland ja nicht gleich Abitur.
        Ich kann nur von unserem, bayerischen Abitur sprechn, bei den anderen kenne ich mich nicht aus, aber ich hatte meine Abi-Trainer gerade in der Hand. Die Aufgaben entsprechen ziemlich genau den heutigen Abiaufgaben, jeder heutige Abiturient müsste diese alten Aufgaben lösen können.

        Ein bisschen etwas hat sich tatsächlich verändert, das liegt aber zB in Mathe daran, dass der Taschenrechner jetzt mehr kann. Deshalb wurden die Aufgaben etwas angepasst, inzwischen ist aber ein Drittel ja sogar Taschenrechner zu rechnen.

        Und übrigens, das Wort "10klassen-Abschlüsslern" klingt auch so ein bisschen nach "Generation Doof" und sieht auch so aus;-)

    (8) 21.06.15 - 20:23

    "Als unser Sohn Abitur gemacht hatte------- vor knapp 20 Jahren----- konnte man Deutsch und Mathe abwählen.
    Das Ergebnis ist, dass ich Abiturienten kenne, die keinen Dreisatz mehr rechnen können."

    Ich weiß zwar nicht, wo man vor 20 Jahren noch Mathe und Deutsch abwählen konnte (bei uns geht das schon ewig nicht mehr), aber du glaubst doch nicht ernsthaft, dass man in 2 Jahren Abiturvorbereitung so was wie Dreisatz lernt oder vertieft#kratz

    Aber davon mal abgesehen, ich glaube ja, dieses Gejammere über die jungen, ach so dummen Leute von heute gehört zum Älterwerden einfach dazu. Das sieht man ja ganz gut daran, dass du dich über die Generation deines Sohnes aufregst, und viele aus der Generation deines Sohnes über die Abiturienten von heute. Und in 30 Jahren werden eben diese dummen Schüler über die Jugend schimpfen...

    Nein, jede Generation hat ihr Wissen und das deckt sich nun mal nicht immer mit dem der Vorgeneration. Wir (also die, die vor 20 jahren Abi gemacht haben) mussten so viel lernen, von dem deinem Generation in der Regel nichts weiß, dafür fällt natürlich das ein oder andere weg. Und wir haben wieder andere Dinge gelernt, als die Kinder von heute. Schau dir nur mal an, wie flink mancher 14jährige heute einen Computer bedienen, ja sogar programmieren kann. Das konnten wir damals nicht mal ansatzweise und ihr noch viel weniger, oder?

    • (9) 21.06.15 - 21:28

      Hallo

      Ich rege mich nicht auf, mich erschreckt , dass das Gemeinwissen immer weniger wird.
      Und mich hat besonders erschreckt, dass ein Abiturient keinen Dreisatz mehr rechnen kann.
      Das sollte doch wohl eine Grundrechenart sein.

      Gut, ich bin alt. Aber ich kann die Grundrechenarten, kann mit meinem PC , meinem Tablett , meinem IPhone und auch mit meinem E Book umgehen.
      Dabei bin ich damit nicht aufgewachsen.

      • "...Dass ein Abiturient keinen Dreisatz mehr kann..."

        Wenn dass das Einzige ist,was dich zu dieser Bekanntmachung hierüber veranlaßt hat,dann schließe ich mit meinen 2004er Abi nun daraus,dass dies nicht gerade von Weit-und Durchblick in dieser heutigen Abilandschaft zeugt.
        Ein Abiturient kann keinen Dreisatz, ok, aber ein anderer seines Jahrgangs der möglicherweise auch Mathe abgewählt hat, durchaus!

        Meine Bitte an dieser Stelle: Einer spricht nicht für eine ganze Generation und ich für meinen Teil schätze meine Generation sehr, ich Habe das Buch Generation Doof gelesen und konnte es nur kopfschüttelnd zum Ende ins Regal einsortieren.
        Schönen Tag allerseits.

        (11) 22.06.15 - 08:28

        Woran machst du fest, dass das Allgemeinwissen immer weniger wird? Am Dreisatz?

        Es stimmt schon, im heutigen Matheunterricht ist keine Zeit mehr für das ewige Wiederholen von Dreisätzen. Heutzutage geht es mehr ums Verstehen, weniger ums Auswendiglernen von Rechenschritten. Der klassische Dreisatz hat ganz sicher nicht mehr den Stellenwert, den er zu deiner Zeit wahrscheinlich hatte. Aber ist das so schlimm? Sagt das etwas übers Allgemeinwissen aus?

        Wie gesagt, das was gelehrt wird, ändert sich im Laufe der Zeit. Meine Großmutter musste zB erschreckend lange Gedichte auswendig lernen und diese immer wieder vortragen. Sie wurden ihr so ins Hirn gebrannt, dass sie selbst kurz vor ihrem Tod noch die gesamte Glocken aufsagen konnte, fehlerfrei. Weder ihre Kinder (also deine Generation) noch ich können das, obwohl wir auch lange Balladen lernen mussten. Aber es wurde halt nicht so viel Wert darauf gelegt und wir haben sie so größtenteils wieder vergessen.

        Wahrscheinlich war auch meine Großmutter insgeheim der Meinung, dass die folgenden Generationen langsam verblöden#schein

        Wissen ändert sich, es passt sich an. Und nur weil dein Wissen nicht verständicherweise nicht mehr so ganz dem Wissen der heutigen Zeit entspricht, kannst du doch nicht behaupten die Generationen, die nach deiner kommen, wären verblödet oder gar doof....

        Für mich hört sich das alles ein bisschen nach Stammtisch an, sorry.

        (12) 22.06.15 - 13:50

        Den Dreisatz braucht man oft Jahrelang gar nicht, auch wenn man Matheunterricht hat - wei da Polynomdivision und Gleichungen mit zwei Unbekannten durchgenommen werden. Braucht man ihn dann doch ist es völlig ok, erst mal nachdenken zu müssen, wie der nochmal ging.

        Wenn man Dir jetzt eine typische Quali-Aufgabe vorsetzen würde in Richtung "wie viele Fliesen braucht man für ein Schwimmbecken, das an einem Ende 2 Meter und am anderen 3 Meter tief ist, 20x5 Meter Fläche hat, wenn die Fliesen 15x15cm groß sind und man von 10% Verschnitt ausgeht?" Das ist eine durchaus lösbare Aufgabe, aber man sitzt halt eine Weile dran und hat die Lösung nicht sofort Parat.

        Du erwartest einfach mal, dass man alles gelernte Wissen sofort abrufbar hat. aber so läuft es eben nicht. Ich kann auch gut Englisch weil ich diese Spache öfter benutze, mal Filme auf Englisch anschaue - Französisch dagegen habe ich 15 Jahre nicht benutzt und tue mir entsprechend deutlich schwerer damit.

Hallo

Ich kann Dreisatz rechnen aber ich bin doof. Genau so wie meine Kolleginnen.

Wir sind hotelfachfrauen und ein Gast bräuchte noch Kleiderbügel. Er fragte uns ob wir wüssten was Kleiderbügel sind. #freu#huepf#schock

Heute erlebt.

Lg

(14) 21.06.15 - 20:45

"Als unser Sohn Abitur gemacht hatte------- vor knapp 20 Jahren----- konnte man Deutsch und Mathe abwählen.
Das Ergebnis ist, dass ich Abiturienten kenne, die keinen Dreisatz mehr rechnen können."

Das ist Quatsch. Ich habe Mathe in der 12. abgewählt (mit 2 Punkten - Abi vor 25 Jahren) und ich kann wunderbar Dreisatz rechnen. Prozentrechnung ebenso und in Buchhaltung sowie Wirtschaftsrechnen hatte ich in der Ausbildung später eine Eins.

Ich konnte nur nichts anfangen mit Binomischen Formeln, mit Parabeln und Kurvendiskussionen.

Dass Abiturienten keinen Dreisatz mehr rechnen können, ist sicher nicht das Ergebnis von "Mathe abwählen".

"Mathe abwählen" ist aber die Kapitualtion vor "weltfremder" Algebra.

Und Allgemeinwissen hat schon mal gleich gar nichts mit "Mathe und Deutsch abwählen können" zu tun.

  • (15) 21.06.15 - 21:10

    "Das ist Quatsch."

    Nein, das ist kein Quatsch.

    Ich berichte von MEINEN Erlebnissen und die werden gleich abgehandelt.

    Und dass Allgemeinwissen was vom Abwählen von Mathe und Deutsch zu tun hat, habe ich nie behauptet. Das ist wieder genau das, was wieder zwischen den Zeilen gelesen wird.

also ich konnte kein Fach abwählen in meinem Abi, leider nichtmal Mathe #heul#heul ich hätte es mir gewünscht, aber es war wie alle anderen Hauptfächer auch Pflicht.

Und stell dir vor, ich konnte schon in der 8 Klasse Dreisatz #huepf#huepf#huepf

Ich finde es wird einfach zu viel Mist gelehrt, der nicht mehr in die heutige Zeit passt. Das müsste angepasst werden. Denn die Jugendlichen heute leben ganz anders und haben andere Probleme als noch vor 30 Jahren. Und das sollte angepasst werden.

(17) 21.06.15 - 21:12

Ich sehe das mit dem verblöden genau so. Wenn ich einen meiner Studenten frage was 9X7 ist, die ihr Smartphone ziehen und die Aufgabe bei Google eingeben wird mir übel. Kurz und knapp, das Int trägt einen großen Anteil an der Verblödung. Ich habe immer aus Spaß gesagt, die heutige Generation findet ohne Smartphone nicht mal mehr die andere Straßenseite. Unlängst waren wirklich welche bei mir in der Firma mit Smartphone und offener Google Map app in der Hand und haben nachgefragt wo denn die Hausnummer 48 ist. Bei mir steht groß 61 dran. Ich habe ihnen den Vorschlag gemacht die Straßenseite zu wechseln, da waren die zwei völlig erstaunt. Dass Hausnummern von der Innenstadt rauswärts höher werden wussten sie auch nicht. Sehr bedrückend so etwas.

  • (18) 21.06.15 - 21:16

    #pro. Danke

    Hallo

    Traurig sowas. Wie ist man früher nur ohne klar gekommen. Ich arbeite mitten im Wald und da gibt es kein Internet.

    Habe heute spaßeshalber zu den Kollegen gesagt das hier der beste Ort für Camping für Jugendliche wäre #schein

    Das wird bestimmt ein massaker.#schein

    Lg

    (20) 21.06.15 - 23:46

    Ich hatte früher einen ganz schlauen Mathe-Lehrer. Der sagt mir mal "man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen wo es steht!;-)

    • #pro

      Das hat bei mir übrigens auch der Matheprofessor an der Uni gesagt, der nebenbei betrachtet ohne Hilfe nicht überlebensfähig war.

      Genauso kenne ich tatsächlich sehr gebildete, hochintelligente Menschen (bspw. einen Physiker, der am Cern promoviert hat), die in der realen Welt so überhaupt nicht zurechtkommen.

      Der weiß aber ansonsten bestimmt auch, wie die Hausnummern innerhalb einer Stadt angeordnet sind. Bringt nur nix, wenn man zu doof ist, ein Taxi zu rufen.

"Dass Hausnummern von der Innenstadt rauswärts höher werden wussten sie auch nicht. Sehr bedrückend so etwas. "

Elementares Grundwissen! Dabei sieht man doch immer die verblödete Jugend, wie sie verhungert und verdurstet am Wegesrand liegt, weil sie die richtige Hausnummer nicht gefunden haben.

So, ich bin 35. Wusste das auch nicht und würde das unter absolut unnützes Wissen verbuchen. Bisher habe ich jede Adresse gefunden, die ich finden wollte und das sogar ohne Smart Phone oder Navigationsgerät.

Vielleicht denkt der ein oder andere Student aber über Dich ähnlich, wenn Du eine Wissenslücke bei etwas hast?

  • Genau das meine ich. Wenn ich beispielhaft zum Ausdruck bringen möchte wie es um die Smartphonegeneration steht wird dieses nicht ein mal verstanden. Auf deutsch, mir geht es nicht um Hausnummern, sondern um die allgemeine Verblödung.

    Dazu kommt, dass es zwar richtig ist, dass man nicht alles wissen muss und es somit ausreicht zu wissen wo es niedergeschrieben ist, jedoch beginnen die Probleme heutzutage schon bei dem Umgang mit einem Lexikon auf Papier gedruckt, (jaaaaaaa, so etwas soll es noch geben, hm, was war noch mal gleich Papier?????) und den damit verbundenen Kenntnissen des Alphabets.

    Das praxisnahe, logische Mitdenken wird leider verlernt, dass ist ja das was noch dazu kommt. Keiner macht sich mehr Gedanken, keiner macht überhaupt noch etwa selbst. Ok, keiner ist übertrieben, aber nur noch wenige. Und wenn ein 35 jähriger Student der ach so intelligent sein will mit einem Holzbohrer in die Wand bohren will, so finde ich das beschämend.

    • Ganz ehrlich, bei den Kommafehlern allein in Deinem letzten Absatz, würde meine Mutter auch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Für sie gehört das mit zur Allgemeinbildung!

      Gut, ich bin 35. Ich bin kein Student mehr. Beschämend finde ich hingegen, wenn jemand so über andere Menschen urteilt, weil sie sich mit Bohrern nicht auskennen. Wieder etwas, dass für mich in meinem bisherigen Leben absolut irrelevant war. Für meinen Mann übrigens auch. Es ist mir schlicht und ergreifend egal, ob man mit einem Holzbohrer durch eine Wand kommt oder nicht. Ist für mich nicht wichtig. Interessiert mich nicht und wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch nie irgendeine lebenswichtige Bedeutung für einen Menschen in meinem Umfeld haben.

      Es gibt durchaus Dinge außerhalb meines Fachgebietes, die mich interessieren. Handwerken und die Verteilung von Postleitzahlen gehören aber nicht dazu. Der Mensch kann nicht alles wissen. Wie sagte schon Cicero (erstmals bezeugt) so schön in Bezug auf : "Ich weiß, dass ich nichts weiß."

      Es lässt sich aber bestimmt bei jedem Menschen etwas finden, dass er nicht weiß. Weißt Du bspw. wie man ein Injera zubereitet? Nicht? Beschämend!
      Ich schließe aber aus Deiner Antwort, dass Du mich zu den unwissenden Menschen zählst, die sich auf Smart Phone und Co. verlassen und deshalb nicht mehr eigenständig denken. Das habe ich jetzt eigenständig denkend aus einigen Sätzen Deines unwissenden Beitrages geschlossen.

      Ich weiß, was Papier ist. Ich weiß, was ein Lexikon ist. Die Buchstaben sind dort übrigens nicht anders als im Smart Phone.
      Ich persönlich für mich mag Bücher sehr gerne und habe relativ viele zu Hause. Ich lese recht gerne und ich mag den Geruch von Büchern.

      Für meine Diplomarbeit habe ich zwar das Internet genutzt, jedoch habe ich für meine Recherche mehrere wissenschaftliche Büchereien besucht und die Bücher daraus auch genutzt.
      Wie schon geschrieben, benutze ich z.B. für das Finden einer Adresse auch kein Smart Phone oder Navi, denn ich habe weder ein Smart Phone oder Navi. Ich habe noch nicht einmal ein Handy.

      Brauche ich in meinem Leben genauso wenig, wie das Wissen, ob ein Holzbohrer mit einer Wand Probleme hat.

      Dafür weiß ich, wie man Injera macht.

      Trotzdem bin ich nicht so überheblich zu glauben, dass Menschen, die ein Smart Phone nutzen, grundsätzlich dümmer sind und unsere Jugend verblödet.

      • Es ist sehr schön und löblich, dass Du Dir die wichtigen Sachen aus Büchern zusammen getragen hast.

        Aber verstehst Du wirklich nicht auf was ich hinaus will?

        Es geht doch allgemein darum, dass selbständiges denken verloren geht. Ich sage auch nicht, dass die Leute dumm sind, sondern, dass sie verblöden. Ihr Hirn eben nicht mehr nutzen. Teilweise nicht mal mehr durch reden kommunizieren können. Hast Du mal einem jugendlichen beim chaten über die Schulter geschaut und ihm dann mal beim reden zugehört? Das ist schon erschreckend. Wie auch das Verhalten erschreckend ist. Weiter unten ist ein Beitrag http://www.urbia.de/forum/11-allgemeines/4611247-essensgeraeusche-wie-gehts-euch-damit
        Schau Dir mal in Bus und Bahn Leute an. Da wird gekaut, geschmatzt, dass man bis in den Magen schauen kann, da wird auf der Straße rum gespuckt, jeder denkt nur noch er wäre der GRÖSSTE. Im Auto sitzend ist jeder DER SUPERFAHRER und Einzelkämpfer. Straßenverkehr ist ein gegeneinander mit hauen uns stechen anstatt ein miteinander.

        Ich fahre viel mit öffentlichen Verkehrsmittel. Der junge Pappa oder die junge Mutter tippen lieber im Smartphone rum anstatt die Fragen des Kindes welches im Kiwa sitzt zu beantworten oder überhaupt mal mit ihm zu reden.

        Übrigens auch für Ausbildungsberufe wurden die Prüfungen schon lange vereinfacht weil zu viele Leute durchgefallen sind. Ist das okay? Das gibt mir doch so ziemlich zu denken. Ich möchte jetzt gar nicht mal den sogenannten Facharbeitermangel erwähnen, das ist ohnehin Unsinn, aber es wird mit Sicherheit bald so weit sein.

        Aber ich denke das es hier ohnehin keinen Sinn macht, denn ich weiß ja wie so etwas bei Urbia ausgeht. Ist ja auch so schön einfach im Rahmen der Anonymität des Net.

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