Retten wir Griechenland!

    • (1) 01.07.15 - 22:42

      Crowfounding-Aktion für Griechenland. Ich finds klasse!

      https://www.indiegogo.com/greek-bailout-fund.html

          • Beamten entlassen aber. Wir haben einen Griechen im Büro (seit 5 Monaten in DE) und er bestätigt das. Es gibt viel zu viele Beamten PLUS keine geregelte Besoldung wie in DE. So können zB. Beamte beim TV durch Boni monatlich unbegrenzt € verdienen. Wenn sie in Rente gehen, kriegen sie eine große Abfindung. Dazu kommt die Korruption und das viele Grieche bei der Steuer extrem erfinderisch sind ;)

            Irgendjemand muss jetzt in den sauren Apfel beißen. Und das sind sicherlich nicht die Europäer, sondern die Griechen. Wer von ihnen, dass müssen sie unter sich ausmachen.

            Rentenkürzungen etc. finde ich zB. auch unter aller Sau. Aber gespart werden MUSS, der Sparkurs ist alternativlos. :-)

            • Das Ausmass dieser Krise konnte erst dadurch entstehen, das der IWF immer noch Kredite gesprochen hatte, als längst klar war, dass diese nie beglichen werden können.

              Christine Lagarde hat sich schon dagegen ausgesprochen, als sie noch französische Ministerin war. Nun leitet sie den IWF und weiss auch nicht mehr weiter.

              Hier gehts doch nur noch darum, dass die Geberstaaten und -organisationen ihr Gesicht waren können. Die Banken sind ja inzwischen fein raus.

              Sicher lösen noch mehr Kredite das Problem nicht. Nur: Reformen brauchen Zeit und Geld. Beides hat Griechenland momentan nicht. Und Neuwahlen - toll, und wer soll gewählt werden? Die einzigen, die neben der Regierung Tsipras noch zur Verfügung stehen, sind die Mannen von früher.

              Ich verstehe nicht, wieso die EU/IWF hier nicht eingreift. Griechenland hat weder eine Industrie noch abseits vom Tourismus eine nennenswerte Wirtschaft. Ohne Investitionen in einen funktionierenden Nationalstaat und in die Wirtschafts wird nichts gehen.

              • Wieso sollte man in die von die erwähnte und nichts existente Wirtschaft investieren? Der Tourismus ist ja kaum abgeflacht, da sehe ich keine Probleme. Das Problem ist eher die Steuermoral. Ohne Steuern kann der Staat nicht Renovierungen von Hotels subventionieren oder sonst wie die Infrastruktur verbessern. Dann bleiben natürlich auch Investitionen von Unternehmern aus...

                Die Probleme sind nicht neu sondern spätestens in den 90ern publik geworden. Seit dem versäumen es die Griechen, ob Regierung oder Volk, etwas zu ändern. Unterstützt wurden sie anfangs doch nur, damit sie zB. in die EU kommen (Goldmann Sachs hat da gefälscht und verschleiert) um Handel zu treiben, dann wurden sie wegen des deutschen Kapitals in Griechenland unterstützt (Rentenfonds etc.). Nun ist aber alles Kapital abgezogen - es gibt keinen Grund mehr sie zu unterstützen. Ein Grexit hätte kaum Auswirkungen mehr.

                Schau dir die anderen "Pleite" Staaten in der EU an. Die haben es durch harte Reformen geschafft oder sind wie Spanien auf einem guten Weg. Griechenland kann das auch, aber dann müssen die Griechen natürlich Abstriche machen.

                Persönlich kotzt mich das Verhalten von Tsipras und seinen Spießgesellen auch langsam an. Sie sind pleite. Wer pleite ist, hat keine Forderungen zu stellen, schon gar nicht wenn er wiederum Forderungen der Gläubiger nicht erfüllt. Stell dir mal vor, ein insolventes Unternehmen würde sich so verhalten. Innerhalb weniger Monate wäre die Firma abgewickelt und aufgelöst.

                • Ja, nur hat man versäumt die "Firma" Griechenland abzuwickeln. Und noch ein paar andere Dinge hat man versäumt. beispielsweise zu definieren, was passiert, wenn ein EU-Land pleite geht. Oder welche Folgen es hat, wenn die Schulden zu hoch werden.

                  Es ist einfach, zu sagen: Hättet ihr halt sollen. Die EU haben jahrzehntelang mitgemacht.

                  Nicht vergessen sollte man auch, dass gerade Deutschland mehrfach von der Griechenlandkrise profitiert: Zum einen dank dem tiefen Euro, welcher den Expot beflügelt wie sonst gar nichts. Dann sorgen die tiefen Zinsen der EZB dafür, dass Deutschland sein Haushaltsdefizit massiv verkleindern konnte.

              (9) 02.07.15 - 12:26

              Ich bin der Meinung, die griechische Regierung steht in erster Linie in der Verantwortung, nicht die EU.

              Die Regierung hätte sich und ihr Land schon viel eher reformieren müssen - bei Bedarf auch mit Hilfe der EU.

              Aber ein Land einfach so locker totwirtschaften, sich dann zurücklehnen und "die anderen ma` komme`losse`" - ist unmöglich.

              Ich habe angesichts der süffisanten Grinserei v. Varoufakis und Tsipras, echt gute Lust, denen Backpfeifen zu verteilen.

              Gruss
              agostea

    Nicht bei der dort "agierenden" absolut rotzigen und uneinsichtigen Regierung.

    Da investiere ich mein Geld heute lieber sinnvoller in ein Eis.

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