Praxisgebühr aus dem Jahre 2011

    • (1) 11.07.15 - 06:58

      Hallo,

      Vielleicht hat hier einer Rat für mich...

      Vor 2 Tagen bekam ich Post vom Anwalt.
      Nicht zu mir nachhause, sondern an meine alte Adresse, wo ich auch schon 2011 nicht mehr wohnte. Meine Mutter wohnt noch da, somit ist der Brief dann bei ihr gelandet.

      Nun, in dem Schreiben werde ich aufgefordert eine angeblich unbezahlte Praxisgebühr zu bezahlen (genaues Datum steht bei) , an ein mir bekanntes Krankenhaus.
      Nach reichlicher Überlegung ist mir eingefallen das ich 2011 tatsächlich dort war und einen ambulanten, kleinen Eingriff durchführen lassen habe.
      Dies geschah aber definitiv mit Überweisung damals vom
      Facharzt bei dem ich vorher in Behandlung deswegen war, ohne hätten die mich doch auch nicht einfach operiert #kratz

      Das alles klingt für mich unseriös, Aufforderungen zur Zahlung habe ich vom Krankenhaus nie bekommen in den Jahren.
      Google spuckt aus das diese Kanzlei allerlei solche Forderungen rausschickt, manchmal gerechtfertigt, manchmal nicht.
      Es ist keine große Summe und eigentlich lohnt sich da nun kein großer aufwand Beweise zusammen zu kramen, aber einfach irgendwas zu bezahlen was ich für ungerechtfertigt hälte widerstrebt mir auch unheimlich.
      Unterlagen habe ich auch keine mehr darüber, da müsste ich wohl beim Krankenhaus Anfragen, heben die überhaupt so lange sowas auf?
      Und sowieso... Verjährt solche Forderung nicht ohnehin, wenn vorher nie was kam?

      Suspekt ist mir vorallem das es an meine alte Adresse ging, dort bin ich schon vor diesem Krankenhausaufenthalt ausgezogen und meine Daten bei der Krankenkasse waren immer aktuell.
      Was mache ich denn am besten?

      -einfach bezahlen
      -zeitaufwendig nachforschen
      Oder den Brief komplett ignorieren

      Vielleicht hatte ja selbst schon jemand das Vergnügen oder kennt sich zumindest rechtlich aus #schwitz

      LG

      • Hallo

        Also einfach so bezahlen würde ich nicht.

        Du sagst ja
        - du bist dir sicher, dass du eine Überweisung hattest
        - du hast nie Zahlungsaufforderungen oder Mahnungen erhalten
        - die Kanzlei ist für die Masche bekannt.

        Ich würde entweder erstmal gar nicht weiter reagieren oder schriftlich um Beweis bitten, dass diese Gebühr tatsächlich fehlt. Da müsste es dann ja einen Abrechnungsbeleg oder Ähnl. von der Klinik geben und nicht nur nen Anwaltsbrief.

        Erstmal ist es also an denen, dir das nachzuweisen. Und dann mal schauen was draus wird, ich glaub kaum dass es der Kanzlei dann wert ist wegen 10 Euro (das war doch die Höhe damals oder?) vor Gericht zu gehen.

        Die leben halt von denen, die dann einfach bezahlen...

        VG!

        Hallo,

        2011 liegt noch nicht so lange zurück, da kannst Du selbstverständlich beim Krankenhaus nachfragen.

        Sollte es tatsächlich so sein, dass das Krankenhaus den Auftrag erteilt hat, möglich wäre es ja, solltest Du Dir einen Anwalt nehmen und Deinen Facharzt, der die Überweisung ausgeschrieben hat, mit einbeziehen.

        GLG

        Du, ich habe darüber mal was im Fernsehen gesehen....... ein kleiner Beitrag in irgendeinem Magazin.
        Ist das eine Stuttgarter Anwaltskanzlei? Da ging es nämlich um solch eine.

        Ich weiß nur noch, dass gesagt wurde, dass immer erstmal der Arzt oder die Klinik das "abmahnen" muss.

        War es damals aber nicht so, dass man im Krankenhaus auch immer nochmal die Gebühr zahlen musste? Ich weiß es schon gar nicht mehr.......

        • Hallo,

          die Praxisgebühr musste man meines Wissens nur zahlen, wenn man als Notfall da hinkam (war bei mir einmal so), aber sicher nicht, wenn man zu einer geplanten OP da antritt.

          GLG

          Genau diese Kanzlei ist es ;-)

          Ich denke auch das ich irgendwas sonst mal bekommen hätte von denen.
          Ich war da schon mal und hatte keine 10€ dabei und habe darauf gleich ne Woche später eine Rechnung bekommen und diese dann überwiesen, also die sind da schon sehr genau.

          Wie es damals mit der Gebühr lief und wann das im Krankenhaus zu entrichten war weiß ich leider auch so gar nicht mehr.

          LG

      Hallo!

      Ich würde in dem Krankenhaus anfragen, die Unterlagen müssen definitiv noch vorliegen (Aufbewahrungspflicht von 10 Jahren). Und vor allem können die dir sagen, ob sie die Forderungen über diese Anwaltskanzlei eintreiben.

      LG

      Hallo,

      Ich meine mich zu erinnern das der Arzt das eintreiben muss und wenn du nicht bezahlst macht das wohl die Krankenkasse. Von daher würde ich nicht zahlen.
      Lg

      Hallo,

      bist du sicher dass es sich um die Praxisgebühr handelt? Soweit ich weiß nimmt ein Krankenhaus für ambulante Operationen die Krankenhausgebühr von 10 € am Tag, die Zuzahlung beträgt für ein ganzes Kalenderjahr bis zu 280 € oder eben für höchstens 28 Tage.
      Ich würde es bezahlen denn es steht dem krankenhaus zu.

      LG

      • Das mit den 10€ Tagesgeld kenne ich, aber ich hätte dann ja irgendwann zeitnah eine Rechnung bekommen, habe ich allerdings nie und wenn hätte ich die bezahlt, da bin ich recht pingelig.

        In dem schreiben steht explizit Praxisgebühr, was ich ebenso merkwürdig finde, denn ich war ja nicht als notfall dort, sondern für einen ambulanten Eingriff den meine Ärztin angeordnet hat.

        Sollte sich die Rechnung als gerechtfertigt rausstellen zahle ich sie natürlich umgehend.

        LG

    Hallo,

    selbst wenn du damals hättest Praxisgebühr zahlen müssen, wäre das mittlerweile verjährt. Die Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre und beginnt am 01.01. im Jahr nach der Forderung. Somit ist eine Forderung aus 2011 am 31.12.2014 verjährt.

    Das gilt natürlich nur dann wenn kein Titelö vorliegt

    Lg wirelwinds.mama

    Ich danke allen die bisher geantwortet haben!

    Ich sehe die meisten empfinden da das gleiche Misstrauen wie ich.
    Ich werde mich definitiv Montag mit der Klinik auseinandersetzen und fragen ob die mit denen zusammenarbeiten.
    Es ist nicht viel Geld und tut mir nicht weh, aber Betrügern will ich nun auch nichts in den Rachen werfen, die fröhlich damit weiter machen.

    • Wenn die Klinik dir bestätigt, dass sie keine Forderung gegen dich hat und auch mit dem Rechtsanwalt keinen Kontakt hat, dann setze ein Schreiben an den Rechtsanwalt auf und kündige ihm an, dass du ihn wegen Betrug anzeigst.

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