Warum beschäftigt negatives so stark?

    • (1) 12.07.15 - 15:29

      Hallo zusammen,

      eigentlich bin ich ein total positiver Mensch, eine Kämpferin die niemals aufgibt. Egal was in meinem Leben bisher auftrat, ich schaffte es immer den Blick nach vorn zu richten. Und ich musste, schon in Bezug auf meine Hautkrankheit, viel einstecken und hinnehmen. Auch sonst verlief mein Leben nicht geradlinig, aber bisher sah ich das immer als Herausforderung.

      Aktuell läuft das Jahr 2015 alles andere als positiv. Jede Woche wartet ein erneuter Tiefschlag, ich komme so gar nicht zum Durchatmen. Beruflich wie privat....es nervt und belastet so unglaublich viel.

      Kennt ihr das auch, dass ihr euch eigentlich an positives klammern wollt....aber letzten Endes am Negativen hängen bleibt? So sehr ich mich auch bemühe, an diese kleinen Ereignisse zu denken und daraus Kraft zu ziehen...ich schaffe es diesmal nicht. Mein Kopf ist zu voll von diesem negativen Mist. Mir fehlt gerade extrem der Kampfgeist, obwohl ich nichts lieber möchte als diese Phase beenden.
      Woraus zieht ihr eure Energie, was ist euer Antrieb um negatives zu verbannen? Mir hilft gerade nichts so wirklich, was sonst immer Garant für gute Laune war. Von Winterdepression lässt sich kaum ausgehen. #nanana

      Wer kennt das Gefühl, das alles Schlag auf Schlag kommt, wem geht es vielleicht gerade sogar ähnlich? Ich hab mir sogar schon eine kleine Auszeit genommen, war an so tollen Orten und nicht mal das hat auf lange Sicht Entspannung gebracht. Zuhause wartete das übliche Chaos. In meinem Beruf als Chefin ist es auch nicht wirklich immer einfach....gerade dieses Jahr nicht. Ich bin mehr denn je gefordert und wurde menschlich sehr enttäuscht.

      Wie schafft man es, solche Dinge nicht so extrem an sich ran zu lassen? Ich mach leider oft den Fehler, dass sofort auf mich zu beziehen und an mir selbst die Fehler zu suchen. Was hab ich jetzt schon wieder falsch gemacht??? Klar macht jeder Fehler, ich möchte gar nicht fehlerlos sein. Aber ich möchte es gern auch schaffen, nicht sofort immer Selbstzweifel aufzubauen.

      Vielleicht hat jemand Tipps und eigene Erfahrungswerte, der Austausch hilft mir immer am meisten.

      Viele liebe Grüße
      Baciel

      • Hallo,

        zunächst mal kann ich gut verstehen was mit dir so ist.

        Zu mir selber:

        Oktober letzten Jahres erfuhr ich dass ich einen Bandscheibenvorfall habe (Bin Altenpfleger). Es dauerte bis Anfang März bis ich wieder arbeiten konnte. Und was dann ? Mitte April bin ich unglücklich auf der Arbeit gestürzt und habe mir das recht Knie böse verletzt. Ich bin seither krankgeschrieben und muss nun nächste Woche wieder operiert werden. Es wird wohl noch bis mindestens September oder länger dauern ehe ich wieder arbeiten kann.
        Ne Partnerin habe ich auch nicht, also auch kaum jemand der mir hilft.

        Wie geht man nun damit um ?

        1. Man darf nie hergehen und sagen (oh warum nur hat es mich erwischt und nicht den anderen, womöglich den bösen Nachbarn. Denn dann würde derjenige ja genauso denken.

        2. Die Fehler nur bei sich suchen ist auch nicht so wirklich richtig. Die Frage ist ja auch immer ob man nun selber an seiner Lage schuld ist oder nicht. Allerdings sind es in den meisten Fällen viele Aspekte die da mit einschlagen.

        3. Kraft gibt mir immer wenn ich an die schönen Dinge denke die mal waren und die sicher auch wieder kommen werden. Aber auch die Wünsche von lieben Menschen um mich herum. Zusätzlich versuche ich mich immer mit Dingen abzulenken die ich gerne mache, sofern ich diese ausführen kann.
        Was ich für mich dazugeben kann ist auch der Glaube an Gott (ich weiss davon halten die meisten nichts) Aber auch das hat mir ne Menge KRaft gegeben.

        4. Heinz Erhardt hat mal ein Lied gesungen das sehr gut passt. Indem heisst es:

        "Es wird oft bergab und bergauf im Leben gehn"

        Es wird immer Phasen geben wo es gut oder besser läuft und welche wo man am liebsten weglaufen will. Aber gerade dass ist es. Man reift auch durch negative Erfahrungen, mir ging es zumindest so. Nur wer auch in schlechten Zeiten nicht verzweifelt, der schafft es.

        Sicher ist das alles oft leichter gesagt als getan.Daher wünsche ich dir das BESTE.
        Wird schon wieder werden.

        Liebe Grüße

        Andy

        (3) 12.07.15 - 17:05

        Ich kann mir vorstellen, dass dir ein Coaching gut tun würde. Deine guten Ansätze (an Positives denken, sich nicht ins Negative fallen lassen) sind ja vorhanden, nur bräuchtest du vielleicht jetzt jemanden, der dich bestärkt und der mit dir zusammen den für dich richtigen Weg findet.
        Ich meine dabei allerdings niemanden aus dem Heer der selbsternannten Coaches, sondern wirklich eine(n) Fachmann/Fachfrau.

        Ein Punkt kann sein, dass du als Führungsperson gewohnt bist, die Fäden in der Hand zu halten und Probleme auszukämpfen.

        Wenn viele negative Dinge auf einen einprasseln, auch Dinge, die man einfach nicht "bekämpfen" kann, kann es hilfreich sein, den Kampf einmal aufzugeben, einen Schritt zurück zu treten und loszulassen.

        Damit meine ich nicht, eine Auszeit, eine kleine Flucht aus dem Alltag. Sondern eine grundsätzliche andere Herangehensweise.

        Nach kurzer Zeit sieht man die Dinge klarer und weiss, was man ändern, was man annehmen sollte, wo sich kämpfen lohnt.

      • Hallo, ich kenne das.

        Ich habe gestern einen Bericht vom Arzt bekommen, dass er auch nicht weiter weiß, mein Bruder hat seinen Weihnachtsbesuch aus nichtigen Gründen abgesagt, mein Sohn war diese Woche wieder 2 Tage nicht in der Schule und mein Ex-Mann hat meine Pläne umgeschmissen. Ich habe den ganzen Tag geheult.

        Es geht bei mir seit 3 Jahren so, Operationen, Untersuchungen, Krankenhaus, Krankenbett, Medikamente wegen mir, Schulverweigerung, Termine mit Jugendamt, Schule, Erziehungsberatung, Kinderpsychiater fürs Kind....

        Die meisten "Freunde" haben sich abgewandt. Ich versuche, nicht verbittert zu werden, aber es gelingt mir nicht immer.

        Der Leitspruch meiner Therapeutin war "Es ist so". Ich muss die Dinge so akzeptieren, wie sie sind. Oft werfe ich eine Schmerztablette ein, tue so, als ob es mir gutgehen würde und gehe auf einen Ball, auf ein Konzert, ins Kino oder so.

        Wichtig ist mir auch, mich nicht gehen zu lassen, jeden Tag so gut auszusehen, wie ich irgendwie kann.

        Ich überlebe mit "Es ist so" und "Tun als ob". Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich viel Unterstützung von meinem Mann habe. Ohne den könnte ich einpacken. Hoffe, er hält mein Leben dauerhaft aus.

        Hast du auch Unterstützung? Partner, Therapeut, Freund?

        LG

        (6) 12.07.15 - 20:54

        Hallo

        ich bin kein Fachmann , deine Hautkrankheit ( hab in deiner VK nachgesehen ) soll auch durch seelischen Stress begünstigt werden ??!!

        Bevor du weiter kämpfen musst, würde ich eine Therapie in Angriff nehmen.Gerade jetzt wo du noch positiv denken kannst, da hat Geha recht.

        L.G.

      • Hallo!

        Solche Phasen sind nicht schön, aber sie gehen auch wieder vorbei.

        Mir hilft es, wenn ich die Gefühle nicht verdränge, auch wenn sie unangenehm sind. Das geht natürlich nicht ständig, aber in ruhigen Momenten, alleine und mit Zeit.

        Ich versuche dann, mich hinzusetzen oder hinzulegen und einfach nur zu spüren, wie sich mein Körper anfühlt, wie/wo ich das aktuelle Gefühl spüre usw. Dabei versuche ich, es hinzunehmen, wie es ist und es nicht zu verdrängen oder zu bewerten.

        Das klingt jetzt vielleicht merkwürdig, aber mir hilft es gut und ich fühle mich hinterher irgendwie entlastet. Lass bewusst in solchen Minuten/Stunden mal den Kampf ruhen. Auch Tränen dürfen mal sein! Immer nur positiv denken und das derzeitige Gefühl zu verdrängen, hilft nicht immer.

        Alles Gute!

        LG Silvia

        Hallo Baciel!

        Wenn ich merke das der Stress den Kopf einnimmt und Entspannung dadurch verhindert wird, widme ich wieder verstärkt dem autogenen Training. Auch Yoga, in der Gruppe, hat mir Entspannung gebracht.

        Zuhause wartet das übliche Chaos. Welches Chaos?

        Mein Tipp:

        Haushaltshilfe einstellen. Wäsche zum bügeln weg geben etc.
        Den Einkauf erledige ich, wenn ich wirklich wenig Zeit habe, online. Z.B. Rewe Lieferservice.

        Dazu kümmer ich mich um verschiede Belange meines Bruders. Irgendwann kümmerte ich mich um alles und alle anderen habe eine ruhige Kugel geschoben. Da hilft nur Stopp sagen! Nein, dafür habe ich leider keine Zeit. Heute nicht und morgen auch nicht!

        Wo kommt die menschliche Enttäuschung im Job her?

        Da hilft es oft nur aus der Erfahrung zu lernen und sich klar zu machen anderen Chefs geht es auch so. Je weiter oben du im Unternehmen stehst, desto dünner wird das Lob. Aber Kritik wird fröhlich von allen Seiten, gerne auch unfair verteilt.

        Oft bin ich von Mitarbeitern enttäuscht, weil ich mehr -vielleicht zuviel- erwartet und/ oder zu wenig kommuniziert habe.

        - ich habe MA X dieses und jenes möglich gemacht, aber der erwartete Einsatz wird nicht geleistet. Vielleicht sogar noch gemeckert. Das ist undankbar, das ärgert mich!

        - MA Y tönt wie loyal er sei und dem Unternehmen verbunden, wenn es die Luft brennt ist davon nicht mehr zu sehen. Weil er weniger Einsatz zeigt, als ich in dem Moment erwarte, bin ich enttäuscht.

        Ich nehme mich nicht mehr als das Maß der Dinge!
        Ich kommuniziere klar welchen Einsatz ich in welcher Situation erwarte.
        Ich schlucke Ärger nicht runter, schleppe ihn auch nicht tagelang rum.

        Wenn ich frei habe, habe ich frei! Los lassen, den Job im Betrieb lassen! Wenn ich noch etwas ausarbeiten muss, dann bleibe ich länger auf der Arbeit, nehme es aber nicht mit nach Hause!

        Ich habe in der Woche 2 feste Termine zum Sport. Und habe mir selber auferlegt das ich wichtig bin und diese Termine einhalten muss!

        Auszeiten in Form von Kurzurlaub etc. sind gut, bringen aber nichts, wenn dich der Alltag auffrisst. Räume zuerst den Alltag auf! Klingt schwer, fällt schwer, bringt aber deutlichen Mehrwert!

        Vg! Rosaundblau

        Hallo

        ich würde auch wie schon vor mir jemand schrieb, schauen, dass ich möglichst zeitnah eine Therapie mache oder ein professionelles Coaching (in meinen Augen auch eine Form der Therapie und Supervision) in Anspruch nehme.

        Bevor Du demnächst komplett dünnhäutig bist. Irgendwann ist es einfach mehr, als man verarbeiten kann.Daran ist nichts schlimmes - das Päckchen, das jeder zu tragen hat, ist einfach zu einem riesigen Paket angewachsen und nun brauchst Du Hilfe beim Schleppen
        Sieh es mal so.

        In vielen Berufen ist mittlerweile, für Führungskräfte sowieso, Supervision Pflicht - einfach um effizienter zu arbeiten und Geschehenes besser zu verarbeiten.

        LG

        • Hallo euch allen,

          erst einmal ein herzliches Dankeschön, dass ihr euch doch so viel Zeit für andere nehmt. Jetzt in diesem Fall speziell für mich. #winke Mich stärkt das sehr und es hilft mit Sicherheit auch hier und da, manches klarer zu sehen. Ich möchte gerne auf jede Antwort gesondert eingehen.

          @Andy.

          Ich muss sagen, Hut ab. Du resignierst nicht und kämpfst tapfer weiter. Obwohl du mit Sicherheit gerade jedes Recht hast, auch mal durchzuhängen. Manchmal ist man wirklich vom Pech verfolgt, dich traf es nach deinem Bandscheibenvorfall durch den Sturz erneut ziemlich hart. Daher - ich find es klasse das du dich nicht hängen lässt. Übrigens - auch ich bin derzeit Single. Hab aber sicher tolle Freude, die da sind und mich auch verstehen. Und eine ganz tolle Familie! Trotzdem, wenn man so allein für sich ist, stellt man sich unweigerlich die Frage WARUM? WIESO? WESHALB?
          Du hast sicher recht, nach dem Warum fragen bringt nichts. Eine Antwort findet sich ohnehin nicht. Und die Sache "Warum ich und nicht der andere" war noch nie meine Art. Ich wünsche niemanden was Böses, auch nicht sogenannten "Feinden". Ich kann auch so nicht behaupten, Feinde zu haben. Feinde sind für mich kriegsähnliche Zustände und das wünsch ich keinem. Klar kann ich jemanden nicht mögen, aber auch dem wünsch ich nichts schlechtes. Ich denke, sein Päckchen muss jeder tragen.
          Übrigens bin auch ich ein sehr gläubiger Mensch und geh in die Kirche. Ich find es schön, wenn es solche Menschen noch gibt.

          Danke für deinen lieben Zuspruch, ich werd mir sicher manches zu Herzen nehmen!

          @gh1954. Ich stehe einer Therapie grundsätzlich nicht negativ gegenüber. Eine gute Freundin von mir ist gerade in einer 8-wöchigen Therapie, weil sie es im Leben mit Krankheit etc. echt böse getroffen hat. Ich persönlich hab im Moment eine sehr schlechte Phase, weil einfach so immens viel schief läuft. Aber ich seh mich jetzt nicht an dem Punkt, an welchem ich eine Therapie brauche oder in Anspruch nehmen möchte. Weil ich meine Probleme dafür auch zu "nichtig" finde. Diese lassen sich alle mit Zeit und Geduld lösen. Das ist so gar nicht die Frage oder der Punkt für mich.
          Was mich gerade so nachdenklich macht sind eben so Punkte, warum man dazu neigt sich mehr an negatives zu klammern. Eine Freundin meinte vor kurzem auch mal, dass sie sich viel zu schnell runter ziehen lässt. Hängt das den Menschen vielleicht an??? Gerade zur Zeit von Burn Out und Co. scheint das ein gängiges Problem zu werden.

          @alldieschönendinge.
          Hhm....du hast definitiv Recht! Es wäre sicher mal sinnvoll, diesen Schritt zurück zu treten und mir klar zu machen: Du kannst das aktuell NICHT ändern.

          Egal was ich versuche, meine Kollegin wird so schnell nicht von ihrer Haltung abweichen. Das was passiert ist, auch privat, ist passiert. Auch das kann man so kaum rückgängig machen. Hier geht es auch um einen Unfall in der Familie, Krankheit und dann eben noch die Probleme auf der Arbeit dazu..... es war einfach too mouch 2015. Ich bin stark für andere, aber nie stark für mich selbst. Ich denke, hier liegt mein Hauptproblem.
          Muss mich jeder mögen? Muss ich es jedem recht machen? NEIN, muss ich nicht. Das zu verstehen ist sicherlich ein Prozess. Aber auch einer, welchen ich mir auf Dauer zutraue.
          DANKE, du hast mir echt interessante Anstöße gegeben.

          @sumatrabarbin.
          "Es ist so" .... eigentlich so einfach und doch so bedeutungsvoll. Die Therapeutin meiner Freundin meinte, es hilft oft nur "radikale Akzeptanz". Die Dinge hinnehmen, wie sie sind. Akzeptieren das sie sich nicht ändern und beeinflussen lassen. Und für sich selbst loslassen. Irgendwie selbst unterscheiden, wo sich das Kampf lohnt und wo er nur unnötig Kraft kostet.
          Du hast auch eine so schwere Zeit hinter dir und ich wünsche dir von Herzen ganz viel Kraft und bald auch wieder diesen Schwung, der so schön sein kann. Den ich bei mir aktuell auch vermisse. Dieses "egal was kommt, ich schaff das."

          Mein Leitspruch war immer: "Wer sein Leben so einrichtet, das er nicht auf die Schnauze fällt....der kann nur auf dem Bauch kriechen."
          Es ist einfach so, niemand wird es schaffen immer das perfekte Leben zu führen. Es wird immer Momente geben, die einen runter ziehen. Umhauen. Sprachlos machen, Enttäuschen, verletzen.

          Ich hoffe so sehr, es geht für dich auch Stück für Stück aufwärts.
          Ja, ich hab Unterstützung von außen, auch von Familie und Freunden. Freunde, auf die ich mich wirklich verlassen kann. Und das stützt mich schon sehr!
          Alles liebe an dich!

          @bejona.
          Meine Hautkrankheit ist momentan wunderbar und hält sich auch brav zurück. :-) Ich hab einen super Arzt gefunden, der mich super therapiert. Die ist aktuell im Griff und beim Stillstand. Aber ich hatte vor diesem Arzt so starke Probleme, da ich eben falsch behandelt wurde. :-( Da sah meine Rosazea sehr schlimm aus und ich wurde sogar als "asozial" beschimpft. Das war nicht sehr lustig. Was genau die Rosazea auslöst, weiß keiner. Das es eine reine Krankheit der Seele ist, hängt ihr gerne an. Stimmt so aber nicht. Fakt ist nur, dass seelischer Stress oder Stress allgemein einen neuen Schub auslösen können. Oder zumindest, die Sache nicht besser machen.... Zum Glück ist das aber aktuell gut im Griff und ich bin da echt froh drüber! Geprägt hat mich das sicherlich.

          @sunflower. Du hast sicher recht, auch Tränen müssen sein und dürfen sein. Im Verdrängen bin ich nicht sehr gut - ich kann schlecht loslassen. Aber ich bin dabei, da auch für mich dazu zu lernen.

          Ich denke aber schon, dass es ein guter Weg sein kann zu lernen sich etwas besser zu kontrollieren bzw. lernen die Wertung an der Sache abzulegen. DANKE!

          @Rosaundblau.

          Es klingt so, als hättest du auch Verantwortung im Beruf. Darf ich dich fragen, wie du es geschafft hast da mehr Abstand rein zu bringen? Eben dieses "ich nehm mich nicht mehr als das Maß aller Dinge". Das ist sicher etwas, dass auch nicht von jetzt auf gleich funktioniert. Bist du schon länger in einer leitenden Position?
          Ich brauch diese Auszeiten dringend, hab ich gemerkt. Ich hab sie nur zu selten und ich finde schon, dass diese helfen können. Einfach um zu merken, dass man selbst auch noch da ist und existiert. Gerade, wenn man den Alltag eben NICHT aufräumen kann. Manches lässt ich leider nicht einfach so sortieren oder umstrukturieren. :-( Gerade Krankheit oder so etwas.

          Sport hilft mir auch sehr - ich hab mir das täglich angewöhnt. Nur für mich allein, keiner darf da stören. Musik an, abschalten, meine Übungen machen. Schwitzen, kaputt sein....mir tut das wahnsinnig gut!!! Es gibt dem Alltag wieder etwas Struktur und ist nur für mich und meinen Körper. :-)

          @doucefrance.
          Eine Therapie, wie ich schon weiter oben geschrieben habe, halt ich aktuell noch nicht für nötig. Aber ich stell mich auch nicht komplett dagegen, wenn es mal gar nicht mehr anders geht. Aktuell möchte ich es gern noch so versuchen, weil ich mir das durchaus zutraue!
          Eure Ansätze helfen mir sehr dabei, die richtigen Wege einzuschlagen bzw. mir da selbst auch zu helfen.

          DANKE euch allen, auch für weitere Erfahrungen bin ich sehr dankbar und offen.

          Liebe Grüße
          Baciel

          • (11) 13.07.15 - 19:26

            >>>Aber ich seh mich jetzt nicht an dem Punkt, an welchem ich eine Therapie brauche oder in Anspruch nehmen möchte.<<<

            Ich hatte dir auch nicht zu einer Therapie geraten, sondern zu einem Coaching.

            >>>Weil ich meine Probleme dafür auch zu "nichtig" finde.<<<

            Sehe ich nicht so, es belastet dich doch und wäre es wirklich nur "nichtig", hättest du nicht hier geschrieben, oder?

            Man muss ja nicht erst warten, bis aus Problemchen riesige Probleme werden, aus denen man gar nicht mehr rausfindet.

            (12) 13.07.15 - 21:48

            Hallo Baciel,

            in den letzten Jahren habe ich so einiges durch. Vieles davon hat mich stark mitgenommen und zeitweise dachte ich, wenn es so weitergeht, dann landest Du irgendwann in der Klapse.

            In diesem Jahr habe ich dann etwas entdeckt, was mir enorm hilft. Ich nehme jeden Tag Ging seng kapseln. Habe diese durch Zufall entdeckt, hört sich vielleicht so an, als ob das etwas für alte Leute wäre, aber bei mir (noch unter 40) wirkt es wahre Wunder. Ich bin seit dem ich es nehme wieder super ausgeglichen und meine Gedanken fahren nicht mehr Karussell.

            Kann ich dir nur empfehlen. Am besten morgens gleich in den Kaffee. Ansonsten bin ich auf dem "Danke" Ttip. Der Gedanke dahinter, gute Gedanken ziehen Gutes an. Klingt esoterisch, hilft aber. Dankbar sein für alles und jeden. Eine nicht immer leichte Übung. In diesem Zusammenhang möchte ich Dir das Buch "The secret" ans Herz legen.

            Ich habe übrigens auch Rosasea aber im Anfangsstadium. Anfangs dachte ich es kommt durch die Ernährung und es ist auch so, dass ich bestimmte Sachen nicht vertrage, z. B. Nüsse (besonders Erdnüsse), Rotwein, Zimt. Danach ist es besonders schlimm. Diese Sachen vermeide ich. Auf die betroffenen Stelle trage ich immer einen Abdeckstift auf mit Heilerde von AOK und ich reinige meine Haut auch mit einen Ging seng Wasser.

            Ich glaube aber, dass besonders Stress diese Krankheit auslöst. Mittlerweile ist es bei mir kaum bis gar nicht sichtbar.

            LG

            Carola

            • (13) 20.07.15 - 11:05

              @gh1954. Mir ist schon klar, dass du ein "Coaching" meintest. Oder eben irgendwann mal - oder generell - eine Therapie. Es ist auch gar kein Thema, dass du das angesprochen hast. Im Prinzip hast du auch recht. Man muss nicht immer warten bis aus "nichtigen" Problemen ein ganzer Berg geworden ist. Ich hab mich mittlerweile auch in unserer Zentrale nach entsprechenden Kursen erkundigt. Da gibt es jede Menge, die zu meiner Situation passen und ich werd mich definitiv für einen anmelden.

              @Carola. Ich bin dankbar für alles und im Prinzip auch jemand, der viel ausprobiert. Ganz nach dem Motto: "Es kann nicht schaden, höchstens helfen." :-) Das Buch klingt interessant, werd definitiv mal eine bekannte Suchmaschine danach befragen *g*.
              Ernährung spielt bei der Rosazea eine SEHR große Rolle. Stress ist nicht der Auslöser für die Krankheit bzw. verantwortlich dafür. Das sehen viele einfach falsch, bzw. verwechseln das. Stress verschlimmert die Krankheit allerdings bzw. kann einen neuen Schub begünstigen. Aber Verursacher ist er nicht. Ich versuche, so gut es geht nicht mehr alles so an mich heran zu lassen. Dank einem guten Hautarzt ist meine Krankheit auch gut im Griff und man sieht sie aktuell kaum. Worüber ich echt dankbar bin. :-)

              Ich reinige meine Haut übrigens nur mit Thermalwasser - normales Wasser lass ich so gut wie gar nicht dran. Dazu eine angemischte Salbe vom Hautarzt. Und mehr braucht es gar nicht. Weniger ist mehr - auch das ist ein häufiger Fehler. Manche meinen, sich zukleistern zu müssen. Aber eine Rosazea Haut möchte atmen und Ruhe. Ich hoffe, bei dir bleibt es so gut wie aktuell. :-)

              Vielen Dank euch beiden
              LG
              baciel

              • (14) 20.07.15 - 22:45

                Hallo Baciel,

                bei mir hat es die Hautärztin erst gar nicht erkannt. Da meine Schwester aber auch betroffen ist, wusste ich schnell, was es ist. Im Moment ist es eigentlich nur die Nasenpartie und die bekomme ich gut in den Griff.

                Welche Lebensmittel meidest Du?

                Make up habe ich schon vorher nicht genommen. Nur den Abdeckstift mit Heilerde.

                LG

                Carola

                • (15) 26.07.15 - 16:51

                  Hallo Carola,

                  ich meide alles scharfe - weil damit kann meine Haut so gar nicht umgehen. Auch stark gewürztest - muss nicht mal scharf sein - ist für mich schwierig.

                  Kaffee ist gar kein Problem, glücklicherweise. :-) Zigaretten kann ich gar nicht ab, bin ohnehin schon immer Nichtraucherin. Aber auch wenn neben mir jemand raucht merk ich das total.
                  Ansonsten - viel Schokolade geht nicht. Ansonsten bin ich eh schon genug belastet mit Laktose- und Fructose Intoleranz.

                  LG
                  Baciel

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