Findet ihr das rücksichtslos?

    • (1) 18.07.15 - 23:37

      Hallo an alle!

      Eine gute Freundin von mir ernährt sich und ihr Kleinkind streng vegetarisch. Wir unternehmen sehr viel zusammen, auch mal längere Ausflüge. Ich und mein Kleinkind leben nicht vegetarisch. Ich nehme zu Ausflügen auch mal ein Wurstbrot oder Würstchen mit und habe mich jetzt gefragt, ob das rücksichtslos gegenüber meiner Freundin und ihrem Kind ist, weil unsere Kinder inzwischen ständig ihr Essen tauschen wollen...
      Heute hat mein Kind versucht, dem Kind meiner Freundin ein Stückchen Wurst in den Mund zu stecken. Meine Freundin hat das bemerkt und ist schnell dazwischen gegangen, weil sie nicht wollte, dass ihr Kind Fleisch zu sich nimmt.
      Zuerst hatte ich ein schlechtes Gewissen und habe mir vorgenommen, nun kein Fleisch mehr mitzunehmen, wenn wir uns treffen, einen Ausflug machen etc. Aber dann war ich mir nicht mehr so sicher damit. Meine Tochter soll doch auch Essen können, was sie möchte. Findet ihr es rücksichtslos Fleisch mitzunehmen, wenn vegetarisch ernährte Kleinkinder dabei sind, die von anderen Kleinkindern etwas zugesteckt bekommen könnten?

      • Hallo!
        Nein, ich finde es nicht rücktsichtlos.
        Nimm doch einfach zusätzlich etwas vegetarisches mit, das deine Tochter mit ihrer Freundin teilen kann. Eure Kinder werden älter und lernen auch sehr schnell, was sie teilen dürfen und was nicht. Die Erfahrung habe ich bei meinem jüngeren Sohn gemacht, der wegen diverser Allergien nicht alles essen darf/durfte.
        LG Silvia

        Nein rücksichtslos finde ich das definitiv nicht

        Achte darauf das dein Kind ihrem Kind keine Wurst gibt und gut ist

        SIE ist die jenige die Ihrem Kinder erklären muss das es so etwas nicht essen darf

        Abgesehen davon ist das nebenher verschiedener Einstellungen für mich einfach total normal
        Ich habe auch eine Freundin die vegetarisch ist und wenn wir essen gehen ist es für uns total normal das sie ihr vegetarisches Gericht bekommt und ich mein fleichhaltiges Gericht

        Hat deine Freundin denn schon mal etwas geäußert über das Thema?

        Hallo,

        nein, ich finde das nicht rücksichtslos. Ich lebe selbst vegetarisch, meine Kinder meistens nicht und es ist nicht meine Baustelle, was meine Mitmenschen so essen.

        Hat die Freundin sich irgendwie geäußert? Macht sie Dir Vorwürfe?

        Das einzige, das ICH mir an ihrer Stelle wünschen würde, ist, dass meinem Kind nichts aufgedrängt wird. Weder von Erwachsenen noch von anderen Kindern. Das beschränkt sich aber nicht auf Fleisch.

        Viele Grüße!

        • Ähm sorry, für mich klang es nicht so, als würde das andere Kind dem Kind was "aufdrängen" sondern als wollte das arme Zwangsvegetarierkind einfach mal von der Wurst abbeißen. Ich finde es rücksichtslos von der Mutter, dem Kind ohne Not zu verbieten, Essen zu probieren, das es gerne probieren würde. Das geht für mich GAR NICHT! Sie darf sich ja gern vegetarisch ernähren, aber es dem Kind aufzuzwingen, No Go!

      Nein, Du brauchst da nichts ändern.

      Ihr Kind wird auch in der Kita von Fleisch umgeben sein, und wenn es da dann Brote tauschen will kann sie es gar nicht verhindern - es sei denn, sie sucht von Anfang an eine rein vegetarische Kita.

      Ehrlich gesagt finde ich es eher fragwürdig, seinem Kind eine vegetarische Ernährung so aufzuzwingen. Was ist in ein paar Jahren wenn das Kind Freunde besucht, darf es da dann auch nicht mitessen? Was wird bei einem Aufenthalt im Schullandheim?

      Ui Hause kann eine Mutter gerne das kochen, was sie für richtig hält, aber auch außerhalb Verbote in Sachen Essenstausch ohne Notwendigkeit muss nicht sein.

    • Nein, finde ich nicht. Haette das Kind deiner Freundin eine Nussallergie und du wuerdest nur Nutellabrote mitnehmen, das waere ruecksichtslos ;)

      ich finde dauch, dass das nicht rücksichtslos!

      du akzeptierst ihre ernährungsweise, dann sollte sie deine genauso respektieren!

      ich finde es nur doof, dass ihr kind ganz offensichtlich nicht das probieren darf, was es möchte... selbst vergetarisch zu leben ist ja vollkommen ok, aber diese entscheidung auf ein kind zu übertragen, dass sich nicht wehren kann, finde ich sehr viel rücksichtsloser als dein verhalten ihr gegenüber!!!

      iss ruhig deine wurstbrote^^

      Hallo,

      Also finde ich jetzt nicht rücksichtslos. Aber wenn du weißt, dass die Kinder gerne ihr Essen tauschen, dann finde ich den Vorschlag gut, etwas vegetarisches dafür mit zu nehmen.

      Und wenn ihr nur hin und wieder Ausflüge macht, dann fände ich es eine schöne Geste, auch mal fleischfreies Picknik dabei zu haben.
      Tut nicht weh, ist gesund und Kinder bestehen eh nicht auf Fleisch. Da gibt es viele leckere Möglichkeiten.

      #winke

      Ich bin auch Vegetarierin und finde es nicht rücksichtslos. Eine Arbeitskollegin ist Veganerin, die abends gerne noch wirklich tolle Sachen zaubert, auch wir essen zusammen, mit fleischkonsumierenden Kollegen. Allerdings kann es sein, dass sie an bestimmten Tagen Aufklärungsarbeit leisten will - nicht wegen dem Veganismus, aber nicht jeder hat kulinarisches Kochen als Hobby und will abends noch eine Stunde werken.

      Anyway, ich würde auch sagen, nimm' etwas vegetarisches für dein Kind mit, wenn sie tauschen wollen. Und vielleicht ein Auge auf dein Kind haben, dass es nicht ausgerechnet das Fleischbrötchen rüberreicht - bei einem Kind mit Nahrungsunverträglichkeit würdest du sicherlich auch darauf achten?

      Ansonsten, wenn ihr wirklich nur ab und zu picknickt, würde ich auch selber mal nur vegetarisches mitnehmen. Ich weiss, klingt für manche radikal, aber es gibt sehr, sehr viele fleischlose und gute Ideen und eure Kinder können herzhaft tauschen. :-)

      Hallo,

      abgesehen davon, dass ich es nicht gut finde, kleine Kinder vegetarisch zu ernähren, finde ich Dein Verhalten nicht rücksichtslos.

      Wenn Deine Freundin nicht will, dass ihr Kind ein Stück Wurst zugesteckt bekommt, dann darf sie halt keine Ausflüge mehr mit Euch machen.

      GLG

      Danke schon mal für eure Antworten!

      Mein schlechtes Gewissen ist schon weniger geworden :-) Wir haben immer überwiegend vegetarische Kost dabei, aber eben nicht ausschließlich. Es gibt also immer etwas, was sie problemlos teilen können. Nein, meine Freundin macht mir keine Vorwürfe. Ich habe ihrem Kind selbstverständlich noch nie Fleisch angeboten!

      Ich akzeptiere, dass sie sich und ihr Kind vegetarisch ernährt. Allerdings fragt die Kleine auch meine Tochter und mich inzwischen, ob sie etwas von unserem Fleisch haben darf. Meist bin ich dann etwas hilflos und sage, dass sie ihre Mama fragen soll. Die sagt dann Nein und dass führt bei dem Kind dann zu Wutanfällen und verursacht Stress. Genauso wie das Tauschen, wir müssen immer total aufpassen und meine Freundin war schon ein klein wenig angefressen, als mein Kind ihrem mal eine Frikadelle in die Hand gedrückt und ihr Kind abgebissen hat. Richtige Vorwürfe hat sie mir aber nicht gemacht.

      • Hallo,

        dann frag doch deine Freundin warum sie so engstirnig reagiert.

        Es werden heute so viele Erziehungsratgeber gelesen in denen es um Respekt dem Kind gegenüber geht, warum stellt man es dann in der Ernährung in Frage?

        Viele Kinder werden heute nicht mehr religiös erzogen um sie selbständig eine religiöse Weltbildung erfahren zu lassen und in Ernährungsfragen strikt dogmatisch erzogen. Irgendwie beißt sich für mich da die Katze in den Schwanz.

        LG Reina

        Hallo!

        Vielleicht kannst Du mal vorsichtig und taktvoll mit Deiner Freundin reden. Dass ihr Kind ja auch in der Kita und später der Schule von Fleisch umgeben sein wird, und der vegetarismus nicht dazu führen darf, dass die Kleine keine Freunde besuchen darf, wenn es da ggf. Fleisch zu essen gibt.

        Sag ihr auch, dass Du da jetzt schon im Zweifel warst bei euren Ausflügen, und dass Dir das ja auch ein wenig den Spaß versirbt, wenn Du immer aufpassen musst, die Kleine dann bockt wenn sie nicht darf, und die Stimmung verdorben ist.

        Auf die Dauer bringt sie so ihre Kleine ins soziale Abseits. Ehrlich gesagt hätte ich auch keine Lust ein Kind einzuladen, wenn das dann nicht mit essen darf oder für das ich ne Extrawurst zubereiten müsste oder erst lange überlegen was es nun darf und was nicht. Oder beim Kindergeburtstag lauter Fleischlose Sachen zu machen, weil da ein Kind kein Fleisch essen darf.

        Es geht ja dabei nicht um eine Allergie, sondern nur eine Einstellung der Mutter.

        • Grundsätzlich stimme ich Dir zu.

          Die Einstellung "... Ehrlich gesagt hätte ich auch keine Lust ein Kind einzuladen, wenn das dann nicht mit essen darf oder für das ich ne Extrawurst zubereiten müsste oder erst lange überlegen was es nun darf und was nicht. Oder beim Kindergeburtstag lauter Fleischlose Sachen zu machen, weil da ein Kind kein Fleisch essen darf....."
          finde ich allerdings seltsam.

          Wenn ich Gäste hier habe, gehe ich selbstverständlich auch auf deren Bedürfnisse ein.

          Eine meiner Freundinnen und ihre Tochter sind laktoseintolerant, ebenso ein Freund meines Sohnes. Wenn sie hier sind, habe ich natürlich entsprechende Lebensmittel da.

          Wenn ich Vegetarier eingeladen habe, dann gibt es ebenso selbstverständlich u.a. auch für diese Gäste leckere Gerichte. Bedeutet ja nicht, dass nicht auch für alle anderen etwas Gutes auf dem Tisch steht.
          Viele Freunde meiner Jungs sind Moslems und ich empfinde es als ein Leichtes, in ihrer Anwesenheit auch entsprechende Lebensmittel auf den Tisch zu stellen. Ebenso empfinden deren Eltern es als nicht tragisch, wenn sie beispielsweise Salami-Pizza extra für meine Jungs richten, auch wenn sie selbst nur etwas anderes essen. Wobei meine Jungs auch sehr gut mit muslimischen Gerichten klarkommen.

          Also das gehört für mich zur Gastfreundschaft und wäre kein Ausschlusskriterium, welches für ein Kind zum sozialen Abseits führt.

          LG

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