Wortwahl "verwiesen"

    • (1) 22.07.15 - 10:31

      Hallo,

      wir würde man den Begriff "verwiesen" deuten"?
      Ja, die Hintergründe möchte ich hier nicht erläutern.

      Grundsätztlich geht es darum, dass man eine alternative zur Verfügung stellt.
      Etwas steht nicht mehr zur Verfügung und man verweist auf eine andere Sache.

      Es wurde der Begriff "verwiesen" in einem Dokument angeführt.
      Personen wurden auf ..... verwiesen.

      Verwiesen hat für mich einen deutlichen negativen Beigeschmack.

      Kann man nicht "alternativen wurden angeboten" formulieren?

      Fragen die die Welt nicht braucht.

      Schönen Gruß.

      • (2) 22.07.15 - 10:45

        Für das Verb gib es ja mehrere Bedeutungen, Du assoziierst es wahrscheinlich mit "jemand des Landes/eines Ortes verweisen"

        Ich finde den Ausdruck in Bezug auf Alternativen aufzeigen nicht negativ belastet.

        (3) 22.07.15 - 10:45

        In dem Fall solltest Du eher Dich fragen warum das für dich so negativ konnotiert ist.

        In jedem Lexikon wimmelt es von (Quer-)Verweisen.

        Klar könnte man das auch anders formulieren - ist aber einfach ein Standardsatz.

        LG

        • (4) 22.07.15 - 11:26

          Hallo,

          danke für deine Antwort.
          Es ist "politisch" "kritisch sensibel" und müsste deshalb sauber ausformuliert werden.
          Die Antwort von lunalanu auf diesen Beitrag trifft es daher schon sehr gut. " Des Platzes oder Ortes verweisen". Das hat doch einen negativen Beigeschmack und ist m.E. kein Standard Satz, schon gar nicht von politisch, rhetorisch geübten Menschen.
          Also doch negativ?
          Wen man Personen an einen anderen Platz "verweist", hat das für mich einen " negativen Beigeschmack. Sehe ich das falsch?
          Es geht um die Formulierung einer sensiblen Beschwerde.
          Deshalb möchte ich vorsichtig schreiben!

          Schönen Gruß

          • Du hast in Deinem Ausgangsthread aber von "auf" etwas verweisen geschrieben.

            Das ist nicht negativ.

            Wenn Dir die Formulierung so wahnsinnig wichtig ist, dann sag doch einfach mal konkret, um was es geht.

            Hallo.

            >>> Wen man Personen an einen anderen Platz "verweist", hat das für mich einen " negativen Beigeschmack. <<<

            Aber "auf etwas verweisen" hat doch mit dem Platzverweis nichts zu tun.

            LG

      Die Problematik erschließt mir nicht so ganz.

      Bei "auf etwas verweisen" kann ich keinerlei negativen Beigeschmack erkennen.

      "Alternatives Angebot" würde eigentlich bedeuten, dass beide Sachen im Grunde genommen möglich wären, bzw. dass es sich um eine Ersatzmaßnahme handelt.
      Bei dem von Dir vorgegebenen Kontext scheint es sich aber um einen Hinweis zu handeln bzw. eine bezugnehmende Erläuterung.
      Was ist daran negativ?

      Und selbst wenn ich meine Kinder des Raumes verweise, empfinde ich das als durchaus positiv, zum Frieden aller Beteiligten. ;-)

      (10) 22.07.15 - 12:33

      Hallo,

      hier einige Vorschläge:

      http://synonyme.woxikon.de/synonyme/verweisen.php

      LG
      Manu

      (11) 22.07.15 - 12:39

      Hi,

      in manchen Bereichen ist "verweisen" auch einfach der richtige Terminus technicus. So wird man z.B. an das richtige Gericht oder die zuständige Behörde verwiesen. Das ist dann keine alternative Möglichkeit, sondern der einzig mögliche Weg. Dann wird es z.B. nicht nur für Platzverweis, sondern auch für Querverweis als Verb genutzt.

      Um eine Bewertung abzugeben, müsstest Du aber die konkrete Formulierung und den tatsächlichen Kontext benennen.
      Viele Grüße

      (12) 22.07.15 - 12:42

      Naja, wenn jemand z.B. aus Versehen beim Schulamt anruft, um nach Elterngeldregelungen zu fragen und dann an die zuständige Elterngeldstelle "verwiesen" wird, dann ist das absolut nichts Schlimmes.

      Steht für mich auf einer Ebene mit Hinweis, Wegweiser, Ausweis und ähnlichen Begriffen.

      Ich finde die Formulierung überhaupt nicht negativ.

      (14) 22.07.15 - 17:57

      Da bringst du ganz gewaltig etwas durcheinander.

      Wenn ich jemanden von einem Ort verweise, ist das durchaus negativ.
      Wenn ich jemanden auf einen anderen Ort verweise ist das keineswegs negativ.

      Bedeutung 1: Ich werfe jemanden aus meinem Heim, Land etc... alá Platzverweis!

      Bedeutung 2: Ich weise jemanden auf einen anderen Ort hin. Ich erteile also einen Hinweis auf einen anderen Ort. alá : Hier sind sie falsch, wenden Sie sich doch bitte an die Abteilung xyz.

      (15) 23.07.15 - 10:19

      Hallo,

      <<Verwiesen hat für mich einen deutlichen negativen Beigeschmack.>>
      Für mich nicht (unbedingt) - zumindest nicht immer.

      Kommt auf die Bedeutung sowie auf die (jeweilige) Situation an. Von daher KANN es negativ besetzt sein; MUSS jedoch nicht - wie z.B. ist das Verb "verweisen" ja u.a. auch ein Synonym für "rausschmeißen" - "jemanden des Grundstücks verweisen". Insoforn hat es natürlich eine negative Bedeutung.

      Wenn man jedoch sagt, dass man jemanden "dorthin/z.B. an Frau... /Herr... verweisen muss", ist es natürlich nicht negativ belegt. Kann man also nicht pauschalisieren und verallgemeinern.

      Gruß

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