Welpenschutz

    • (1) 11.08.15 - 08:10
      wuff!

      Hi

      Nachdem eine Userin lange für ihre Eskapädchen hier in schutz genommen wurde, weil sie ja sooo jung sei und der User unten mit 21 sich ohne eile noch auf seinem Ausbildungsweg besinnen mag, frage ich mich so langsam, wie lange der Welpenschutz eigentlich da ist?

      Das heute mehr Menschen länger oder auch später wieder eine zeitlang bei ihren Eltern wohnen, ist ja zumindest seit der Weltwirtschaftskrise keine Neuigkeit mehr und zumindest teilweise akzeptiert. Aber das junge Erwachsene mit anfang 20 noch dermassen in Schutz genommen werden, was die Reife angeht und wie wenig die Pubertät zurückliegt, verwirrt mich ein bisschen.

      Wo liegt eure persönliche Grenze beim Welpenschutz? Wann erwratet ihr entsprechendes Verhalten und Denken?

      Bei mir beginnt es ziemlich mit der Volljährigkeit, wo ich denke, dass Menschen so langsam in der Welt der Erwachsenen ankommen sollten und sich vom Verhalten von der Pubertät unterscheiden. Anfang 20 ist der Welpenschutz vorbei, auch wenn man sicher manche Sachen etwas lockerer sehen kann, weil die Lebenserfahrung noch fehlt.

      LG

      • (2) 11.08.15 - 08:30

        Da die Menschen Individuen sind, und jeder sich anders entwickelt, kann man in meinen Augen gar keinen Zeitpunkt definieren, zu dem er sich erwachsen zu verhalten hat.

        Vor dem Gesetz bist du mit 21 vollends strafmündig, also wird erwartet, dass die allgemeine Menschheit bis dahin weiß, was Recht oder Unrecht ist und im Fall des Falles auch geradestehen kann für Fehler.

        Ich kenne mittlerweile so viele, deren Leben sich immer mal wieder geändert hat, die falsche Wege beschritten haben, sich neu orientieren mussten, und den Weg dann auch gegangen sind, das gehörte einfach zu ihrer persönlichen Entwicklung und die hörte eben nicht mit 20 auf.

        Manche Menschen passen sich nie an, sind rebellisch und nie konform in der Gesellschaft. Aber ganz oft sind das genau die Menschen, die zu Großem fähig waren.

        Was genau sollen junge Menschen denn tun, das du denkst, jetzt sind sie in Ordnung?

        Gruß Hezna #klee

        • #augen das ist so ziemlich der bescheuertste Beitrag den ich seit langem gelesen habe #aerger
          Ich nehme an du meinst mich mit den Eskapädchen #augen, also wenn du ein Problem mit mir und meinem Verhalten hast, dann sag es mir direkt.

          Ansonsten denke ich mir, du willst nur wieder eine ellenlange Diskussion lostreten und mir ans Bein pinkeln. #kratz
          Und dann wundert man sich hier, dass ich nicht gerade toll reagiere? #gruebel

          oh Entschuldigung, das sollte an die TE gehen #hicks

        (7) 11.08.15 - 09:47

        hallo!

        Das mit den Umwegen im Leben, habe ich ja geschrieben ist gar kein Thema. Nicht alle laufen geradlinig und Fehlentscheidungen oder Rückschläge sind für mich kein Argument gegen Reife. Sondern der Umgang damit.

        nachdem ich ein paar Antworten gelesen haben, würde ich sagen, dass ich den Abstand zum Egoismus meine. Jugendlichen gesteht man die ich, ich, ich Mentalität etwas mehr zu, weil sie sich erst finden müssen. Gegen Ende der Teenagerzeit denke ich, darf man erwarten, dass der Mensch ein bisschen davon wegkommt und mit Abstand über sein Verhalten nachdenken kann. Soweit das jedem gelingt. Ein bisschen von dem pubertären ich gegen die Welt Gedanken wegkommen. Erfolgreiche Rebellen haben das nämlich auch nicht, sondern eher ich gegen Problem X.

        Das noch ganz viel Entwicklung im Leben kommt, ist hoffentlich zu erwarten, man wächst ja mit den Erfahrungen. Und ich spreche niemandem Fehler ab.

        LG

    (8) 11.08.15 - 09:02

    Guten Morgen

    ich erlebe es in der heutigen Gesellschaft sehr oft so, dass Erwachsene ihre Kinder schonen wollen und jungen Leuten nichts bis wenig zugetraut wird. Alles, woran die Kinder wachsen sollen, soll pädagogisch aufbereitet werden und die Kinder sollen motiviert werden, etwas zu tun. (Und das etwas wird nach pädagogischen Gesichtspunkten ausgesucht). Das stößt bei mir auf größtes Unverständnis - vielleicht auch, weil ich von ganz früh aufgrund der familiären Situation Verantwortung übernehmen musste und mit 14 Dinge getan habe, die heute manchmal 19-jährigen nicht zugetraut wird.
    (darauf bin ich nicht stolz und als Kind fand ich es oft schade, weshalb ich nicht soviel Rückenstärkung von meinen Eltern bekommen habe)

    Die Form des Wellenschutzes allerdings, die du ansprichst, bedingt sich eher aus dem Altersunterschied und aufgrund des Eindrucks, dass manch einer noch des Schutzes bedarf (vielleicht auch, weil der Schutz in jungen Jahren nicht vorhanden war). Es ist so individuell, wie die Vorschreiberin schon ausdrückte.

    Ich erwarte es sehr früh, aufgrund meiner Geschichte. Manche Kollegen, die älter sind oder gleich alt, bekommen trotzdem eine Art Unterstützung oder geschützen Raum (den ich dann nicht als Welpenschutz-Raum bezeichnen würde), in dem sie sich weiterentfaltet können.
    Wann entfalte ich mich am liebsten? In einem Raum, wo ich keine Angst haben muss und weiß, dass ich sicher bin.

    Ich würde das Wort Wellenschutz austauschen, das finde ich unpassend.

    LG

(10) 11.08.15 - 09:04

Moin!

Einen altersabhängigen Welpenschutz gibt es bei mir nicht. Wie ich junge Menschen behandle/beurteile mache ich von deren Verhalten abhängig.
Wer keine Versntwortung übernehmen will und seinen Pflichten nicht nachkommt, dem räume ich weniger Privilegien ein und der wird stärker kontrolliert.
Jemandem der sich erwachsen verhält, mache ich entsprechend wenig Vorschriften.

Aktuell habe ich hier schöne Vergleichsmöglichkeiten zwischen unserem Lehrling (18) und meinem Sohn (15).

Der Lehrling ist sehr schlusig mit jedwedem "Papierkram". Für sie bringe ich alle wichtigen Unterlagen persönlich zur Post und lasse mit täglich das Berichtsheft zeigen. Sie darf am WE auch nur in Begleitung ihrer Cousine ausgehen, weil sie sich schon häufiger hat abfüllen lassen. (Die Regel stammt natürlich von ihrer Mutter, ihre Freizeit geht mich ja nix an)

Mein Sohn hingegen hat von der Anmeldung bei der Krankenkasse bis zur Eröffnung eines Tagesgeldkonto alles selbst geregelt und ich musste lediglich unterschreiben.

Er darf am WE machen was und wie lange er will.

Das Alter ist kein sicherer Indikator für Reife. Ich denke es ist eine der Hauptaufgaben der Eltern, die jungen Menschen so weit wie nötig zu unterstützen und ggf auch vor allzu großen Fehlern zu bewahren.

Wobei beratungsresistente Pubertäter manchmal einfach eine harte Landung auf dem Boden der Realität benötigen.

Welpenschutz sollte in meinen Augen also nur genießen, wer wirklich noch nicht so weit ist auf eigenen Füßen zu stehen.

Diesen Welpenschutz beziehe ich jedoch nur auf "jugendlichen Leichtsinn" bzw. eine gewisse Sorglosigkeit und dessen Folgen
Für Faulheit und schlechtes Benehmen habe ich unabhängig vom Alter keinerlei Verständnis.

LG nobyna

  • (11) 11.08.15 - 09:18

    #pro

    prima Antwort...

    (12) 11.08.15 - 09:50

    Danke für deine SIcht der Dinge. An die Sorglosigkeit habe ich weniger gedacht, muss ich zugeben. Werde mir das durch den Kopf gehen lassen. :-)

    Hallo,

    Deinen Beitrag finde ich gut!
    Nachdem ich 3 Pubertierende habe, stimme ich in vielen Dingen zu, v.a. auch, dass Reife nicht automatisch zusammenhängt mit zunehmendem Alter.

    Während die Älteste (17J.) ihr Zeug schon immer weitestgehend selber regeln wollte und darin auch einen gewissen Ehrgeiz entwickelt hat, gibt es den Sohn (15J.), der sich am liebsten ausgiebig und bei allem betütteln lassen würde und der es am liebsten hätte, dass man alles für ihn regelt. Er braucht da hin und wieder schon einen Tritt in den Allerwertesten.

    Die Unterschiede diesbezüglich zu erfahren, finde ich sehr interessant. Und es ist wie ich finde, ein durchaus interessanter Lernpozess auch für uns Erwachsene.

    Viele Grüße
    ulmerspatz

(14) 11.08.15 - 09:23

1. Falsches Forum

2. Was verstehst du unter ensprechendem Verhalten?

3. Es spricht nicht gerade von Reife, hier irgendwelche User unterschwellig anzugehen und sich dabei hinter einem Graunick zu verstecken.

  • (15) 11.08.15 - 09:58

    1. Mimimi, nicht die erste und nicht die letzte.

    2. s.o.

    3. Falls es ein paar sensible Seelen in den falschen Hals bekommen haben, entschuldige ich mich. s.u. ist dieser Thread nicht gedacht, um User zum Thema zu machen, sondern an die gerichtet, die den Welpenschutz schon ausgesprochen und verteidigt haben. Warum und wann sie das machen, das Beispiel mit der Userin ist Mittel zum Zweck, die User selbst sind uninteressant.

    Habe nun zweimal stellung genommen, hoffe, dass das Thema nun gegessen ist. Ich habe mein Motiv bestätigt und es ist ohne bösartigen Hintergrund und die meisten haben das verstanden. Bitte also diesen Thread nicht um User zu machen, sondern die Fragestellung.

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