Rücksichtnahme AUF Hundehalter

    • (1) 19.08.15 - 14:48

      Hallo,

      Ich habe seit etwas über einem Jahr wieder einen Hund. In dieser Zeit gab es die ein oder andere Situation die mich erschrocken oder verärgert hat.
      Mal kurz ein Beispiel : meine Hündin ist noch sehr wild und verspielt und versucht jeden anzuspringen. Das geht natürlich nicht, dass ist mir klar und ich arbeite mit ihr daran Wenn Menschen in der nähe sind halte ich sie immer kurz. Trotzdem schaffen es einige so nah an uns vorbeizugehen, dass sie versucht denjenigen anzuspringenn.
      Das beste War heute ein Herr der von hinten an uns vorbeigegangen ist mit einem Abstand von vielleicht 20 cm und sich dann gewandert hat weil der Hund an ihm hochgesprungen ist. Wie gesagt ich mag es auch nicht aber wenn genügend Platz ist kann ich meinem Hund doch 50 cm Bewegungsfreiheit zugestehen.
      Anderes Beispiel am See. Ein ca. 3 Jahre altes Kind will den Hund streicheln. Ich sage das geht nicht weil sie ihn sonst anspringt.. Mutter hat es gehört, reagiert nicht und das Kind kommt ständig von hinten vorne oder der Seite an mich herran. Ich habe sie dann darauf angesprochen worauf sie total pampig geworden ist und meinte ihr Kind kann hingehen wo es will. Ich habe meinen Hund später kurz angebunden, waren vielleicht 3 Minuten in denen ich eine Verletzung meines Sohnes versorgt habe. Und als ich mich umgedreht habe steht dieses Kind vor dem Hund und streichelt ihn. Gott sei dank hat sie ihn nicht angesprungen . Ich weiß ich habe die Aufsichtspflicht für meinen Hund, die Eltern aber au h für ihre Kinder.
      Ich weiss, es gibt genügend rücksichtslose Hundebesitzer die Häufchen nicht wegmachen und Hunde unkontrolliert herumlaufen lassen. Aber ein wenig " Rücksicht" sollte einem Hundebesitzer auch zugebilligt werden. Schließlich haben Hunde auch ihre daseinsberechtigung.

      • Hallo Du,

        ich verstehe voll und ganz was du meinst. Habe seit ca. 2 Wochen 2 Zwergdackel-Welpen (11 Wochen alt) und im Moment ist es für mich der reine Spießrutenlauf! An allen Ecken und Enden stürmen die Leute auf uns zu, begrapschen die Hunde, quieken wie die blöden, nehmen sie ungefragt hoch, locken sie zu sich, etc. ... und wenn ich sage, dass sie es bitte sein lassen sollen, dann werde ich noch angepampt, dass ich mich doch bitte mal nicht so haben soll. Das man 2 kleine Welpen aber nicht erziehen kann, ohne dass sie sich auf eine Situation konzentrieren, das versteht keiner ... und natürlich müssen die Hunde auch immer SOFORT aus dem Weg gehen, wenn jemand angelaufen kommt. Welpen sind ja auch so richtig schnell und koordiniert ... da kann man keine 2 Schritte dran vorbei machen, obwohl Platz wäre ...

        Ich muss sagen, ich habe es mir nicht im Leben so kompliziert vorgestellt mit den Hunden Gassi zu gehen ... Ich bräuchte 4 Paar Augen und genauso viele Paare Hände um ständig alles im Blick und unter Kontrolle zu haben.

        Rücksicht kann man von den meisten Mitmenschen wohl nicht erwarten. Das habe ich auch schon gelernt.

        Und nochmal zum Thema Hundehäufchen: In den letzten 2 Wochen ist mir zum ersten Mal aufgefallen wie viel Müll Menschen überall verteilen - unglaublich, was da täglich meinen Weg kreuzt an Zigarettenstummeln, Plastik, Kaugummis, Glasscherben etc. Das stört offensichtlich die wenigsten ... Es gibt zwar auch Hundehalter, die die Häufchen nicht wegmachen und das finde ich ebenfalls ekelig und zu recht kann man sich darüber aufregen, aber meist ist es doch so, dass die meisten das "Geschäft" ihres Vierbeiners entsorgen ...

        Du siehst, ich bin zur Zeit auch ziemlich frustriert. Ich versuche, die beiden Kerlchen zu gut sozialisierten Hunden mit Manieren ( ;-) ) zu erziehen, aber die Ignoranz meiner Mitmenschen macht mir da z.T. echt nen Strich durch die Rechnung ...

        Aber für die beiden Racker nehme ich so einiges in Kauf. Sind ja meine kleinen Schätze #herzlich ...

        LG

        • (3) 19.08.15 - 15:19

          ------. Es gibt zwar auch Hundehalter, die die Häufchen nicht wegmachen-----

          Bei uns vorm Haus steht seit einigen Wochen ein Baum, und jedesmal wenn ich raus gehe, liegt ein fetter Kackhaufen direkt daneben....... :-p
          Ich habe schon alle Hundehalter um uns rum kritisch beäugt, und mich gefragt, zu wessen Hund der Haufen passt #gruebel

          Die Tage dann sehe ich den Übeltäter direkt bei "der Arbeit"....... die dicke Katze vom Nachbar gegenüber #rofl

          Niemals hätte ich gedacht, dass eine Katze solche Haufen ablegen kann........:-D

        Scherben finde ich auch übel wegen der Verletzungsgefahr, aber wenn ich auf ein Bonbonpapier oder einen Zigarettenstummel trete, habe ich nichts Stinkendes am Schuh kleben!

        • Ja, das stimmt. Wie gesagt, ich heiße es absolut nicht gut, dass einige Hundehalter die Häufchen nicht wegmachen. Das ist aber die Minderheit und es ist unfair jeden mit Hund gleich zu verurteilen ... Ich wird schon blöd angekuckt, wenn ich mit meinen beiden irgendwo stehe und an dem Baum liegt ein offensichtlich altes Häufchen von nem anderen Hund ... da wird man gleich in die Kategorie "jaja, Sie sind sooo eine" reingepackt ... Dagegen scheint es immer noch normal zu sein, dass man als Mensch seinen Müll überall rumliegen lässt ... und auch wenn jetzt vielleicht Plastikstückchen o.ä. für uns Menschen nicht unbedingt schädlich sind, für manche Tiere - nicht nur Hunde - sind sie es ... Da denkt nur kaum einer drüber nach ...
          Außerdem liegen hier in der Stadt auch andere stinkende Dinge rum, in die man reintreten kann ... Mal ganz abgesehen von den Menschen, die ihre Urinspuren an jeden Elektrokasten, Baum und sogar bei uns im Büro an der Klingelanlage zum Parkhaus hinterlassen.
          Menschen vergessen, dass Verursacher JEDESMAL der Mensch ist! Egal, ob es um Hundekacke oder anderen Müll geht ...

        • Aber wenn dein Welpe oder Kleinkind sich bückt und schwubs Zigarettenstummel bespielt oder schneller als du reagieren kannst ein angelutschtes dreckiges Bonbon im Mund hat, ist das mindestens genauso widerlich wie ein stinkender Schuh.

          Lg

          Andrea

          • Kleinkinder hatte ich auf dem Gehweg in der Regel im Wagen oder an der Hand (die Große, weil sie es so wollte, die Kleine, weil sie sonst sofort auf die Straße gerannt wäre #schwitz), die hatten wenig Gelegenheit, Zigarettenstummel zu futtern.

            • Das geht natürlich auch, Laura hatte den Zigarettenstummel auf dem Spielplatz erwischt. Ich hab mich da zwar umgeguckt, aber scheinbar doch noch was übersehen. Glücklicherweise hat sie ihn nicht in den Mund genommen.

              Aber mein Hund hat als Junghund immer wiedermal ein Bonbon, Bonbonpapier oder ähnliches erwischt, Hundenase sei dank fand er die schneller als ich und auch an unübersichtlichen Stellen.

              Das ist auch fies, vor allem weil man sich nie sicher sein kann ob es nicht ein Giftköder ist.

              Lg

              Andrea

    Nach jahrelanger Erfahrung als Hundehalter/Besitzer kann ich Dir nur nahelegen, Dir die Einstellung anzugewöhnen, dass Du als Hundebesitzer IMMER das letzte Glied der Kette bist.

    Je weniger Du damit haderst, desto einfacher wird das Leben. Es gibt schlichtweg keine einzige Situation, die rechtfertigen würde, dass ein Hund im Recht ist und ein Mensch nicht.

    Natürlich darf das Rotzblag nicht ungefragt Deinen Hund streicheln, aber in der "Hierarchie" steht das unerzogene Rotzblag eben vor dem unerzogenen Hundi. So rein "Straftatmäßig" - wenn Du verstehst, was ich meine.

    Ist nicht immer einfach, aber ist halt so. Ich ärgere mich nicht mehr, sondern gehe Stress aus dem Weg.

    Bedeutet: keine Spaziergänge auf beliebten Joggingrouten oder gar in Innenstädten, Sonntags die üblichen Ausflugsziele mit Hund meiden, Menschenansammlungen sind tabu ... Ich lebe da eigentlich ganz gut mit *schulterzuck*

    In diesem Sinne: nicht ärgern - das ist es nicht wert, nech.

    LG

Hi,

wen ich weiß, das mein Hund andere Leute anspringt, dann nehme ICH Abstand. Die Mitmenschen können nicht wissen, das sie bei Dir mindestens 50 cm Abstand halten sollen/ müssen.

Und wenn Kinder nerven, dann sage ganz laut und deutlich, das der Hund beißt und das das Kind die Finger von lassen soll. Ebenso kann man mit Erwachsenen umgehen, die ungefragt streicheln.

DU bist der Hundebesitzer und Kleinkinder machen Fehler.....DU mußt hier auf Deinen Hund aufpassen, denn rechtlich wirst Du ein Problem bekommen wenn er beißt. Und wenn Du das Kind vom Hund wegziehen musst, wenn es nicht hört.

Wir haben selber ein Hund und ja, man muss für andere mitdenken, ( und für deren Dummheit in Haftung treten) damit ja nichts passiert.

lisa

  • "
    wen ich weiß, das mein Hund andere Leute anspringt, dann nehme ICH Abstand. Die Mitmenschen können nicht wissen, das sie bei Dir mindestens 50 cm Abstand halten sollen/ müssen."

    Witzbold.
    Soll sie sich in Luft auflösen, wenn anderen Menschen nicht den nötigen Anstand haben, einen halben Meter Platz um andere Lebewesen zu lassen?
    Sie geht nicht dicht auf andere zu oder beklagt sich über solche Vorfälle aufgrund Platzmangel, sondern das passiert (mir auch immer wieder) genau anders herum genau da, wo jede Menge Platz ist.
    Das ist genau so dickfellig und eklig wie es mich stört, in der Schlange an einer Supermarktkasse den Atem wilfremder Leute zu spüren und zu riechen...

Wir könnten ein Buch schreiben mit dem, was uns bezüglich unserer Arbeitshunde zugetragen wird. Gott sei Dank sind es viele, viele positive Begegnungen, auch in von Menschen dominierten und öffentlichen Umgebungen, aber leider auch negative.

Die meisten haben damit zu tun, dass Menschen Grenzen überschreiten und den Hund anfassen, ohne sich zu erkundigen. Unsere Hunde sind gut sozialisiert, aber die Tiergefahr bleibt.

Eine ähnliche Situation wie deine habe ich auch schon beobachtet: in einer ruhigen (!) Ecke (!!) eines Einkaufszentrums wurden verschiedene Übungen gemacht (Das betreffende Einkaufszentrum ist informiert und es handelt sich auch nicht um das erste Mal). Eine davon beinhaltete, dass der Halter des Hundes sich etwas entfernt und der Hund liegen bleibt. Der Ausbilder der Gruppe blieb in der Nähe des Hundes.

Eine Mutter meinte mit ihrem Kind konkret zum Hund gehen zu müssen und ihr Kind ihn streicheln zu lassen. Der Ausbilder hat sie ermahnt den Hund in Ruhe zu lassen - auch Tiere haben ein Recht darauf und es stört die Konzentration. Sie hat dies zweimal ignoriert, bis der Ausbilder die Nase voll hatte und eine Ansage machte. Darauf meinte sie auch, dass ihr Kind das Recht habe den Hund anzufassen. Da fragt man sich auch...

Der Ausbilder hat daraufhin die Übung abgebrochen und sich mit der Gruppe von der Frau entfernt, die sich dann über die unerzogenen, latent aggressiven Hunde beim Sicherheitsdienst beschwert hat.

Der hat diese einerseits schon gekannt und als er zur Gruppe stiess, konnte er nur mit dem Kopf schütteln, als er die Hundemeute im Alter von 3 bis 9 Monaten dösend vor den Füssen ihrer jeweiligen Halter vorfand und sich kein Stück an anderen Leuten störend.

Ich denke, man muss Tieren auch im Alltag ein Stück weit ihren Raum zugestehen, auch ihre Individualdistanz. Leider fehlt oftmals der Respekt.

Gleichzeitig können wenige rücksichtslose Hundehalter den Ruf zerstören, was sehr Schade ist.

Das gilt auch für Katzen- oder Pferdehalter: wir achten beim Ausritt auch auf die Regeln und ein angemessenes Auftreten, Grüssen ist Ehrensache. Dafür erwarten wir ebenso Respekt und ein bisschen gesunden Menschenverstand.

  • Hallo,
    ich bin keine Hundebesitzerin, aber Mutter zweier Kleinkinder, die Tiere lieben. Aber niemals würde ich meine Kinder fremde Hunde anfassen/streicheln lassen, auch wenn mein Sohn es gern würde. Ich erkläre ihm dann, dass nicht jeder Hund mag, dass man ihn streichelt.
    Wenn der Besitzer das Okay gibt, dann bin ich aber auch noch ängstlich.
    Ich kann aber auch nicht verstehen, dass sich Menschen/Mütter einfach das Recht rausnehmen fremde Hunde zu streicheln. Hätte dann wahrscheinlich geantwortet, dass der Hund auch das Recht hat, dann zuzubeißen.
    LG.

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