Dürfen Frauen Vollzeit arbeiten?

Ich frag das, weil mir hier immer wieder die gleichen Antworten negativ auffallen wenn eine Frau viel arbeitet, bzw die Arbeitszeit halt nicht familienfreundlich um spätestens 16.00 endet. Vollzeit ja....aber bitte nicht Bus Abends.
Dann kommt immer: warum Kinder?das arme Kind...wieviel Zeit hast du überhaupt noch, wann seht ihr Euch....
Und ich rede hier davon dass es nicht nur um Frauen geht die arbeiten müssen, sondern einfach wollen.
Selbst die,die das Geld brauchen, sollen sich doch bitte einschränken und andere Arbeitszeiten klar machen....
Ich finde jeder darf doch Familie und Beruf so gestalten wie er will...und auch seine Prioritäten entsprechend setzen.
Oder ist das ein Urbia Problem?

In meinem Umfeld bin ich noch nie gefragt worden warum ich mich erdreistet habe Kinder zu bekommen und unser Modell wird eher mit Respekt betrachtet.
Wie gesagt, anscheinend muss man ja eher Harz IV beantragen oder sein Geschäft aufgeben, wenn man Kinder hat. ..weil viel arbeiten und zu ist ja nicht.

Uh, endlich mal wer mit guten Ansichten.

Ich sehe es wie du. Jeder sollte sein Berufs- und Privatleben so gestalten, wie er möchte... Ohne sich dafür in irgend einer Weise rechtfertigen zu müssen. Das ist auch weniger ein Problem von urbia, sondern ein Internetphänomen. Die Anonymität des Internets macht viele zu Übermenschen. Hier hat doch eh jede einen stinkreichen Ehemann... Oder wird betrogen. ;-)

Mir fällt das auch verstärkt hier auf Urbia auf. Ich vermute, dass in erster Linie Frauen, die nicht oder wenig berufstätig sind, viel Zeit haben, um hier zu posten. Und das meine ich überhaupt nicht böse, ich (in Elternzeit) bin hier ja auch aktiv.

Damit erklärt sich hier der Überschuss meiner Meinung nach.

Ich lebe in einer Großstadt und mein direktes und weiteres Umfeld ist recht liberal und modern, da sind die Betreuungsmodelle auch deutlich flexibler (da bleiben sogar Väter bei ihren Kindern zuhause, uuh aaah...) als ich es hier aus dem Forum oder aus dem ländlichen Bereich, aus dem ich ursprünglich stamme, kenne.

Mein Mann und ich streben ein Modell an, in dem zumindest einer von uns (gerne auch er) in der Kindergartenzeit unserer Sprösslinge etwa ab 14h frei hat.

Aber ich weiß, dass das keine Bedingung für gute Elternschaft ist. Ich bin selbst bin mit einer sehr hart und viel arbeitenden Mutter (Unternehmerin, als ich klein war, hat sie gerade eine Firma aufgebaut) großgeworden - und sie war uns eine liebevolle, leidenschaftliche, aufmerksame und zu 100% zugewandte Mutter.

Neben meiner Mutter waren viele der stay-at-home-Mütter meiner Freunde eher mau. Physische Anwesenheit alleine macht das Kraut halt auch nicht fett.

Das sehe ich auch so , jeder so wie er es mag. Und ich finde es völlig legitim voll berufstätig und Mutter zu sein.

Entscheidend ist die Liebe zu seinem Kind / Kinder und die sinnvoll genutzte Zeit die man dann mit Ihnen verbringt.

Ich finde auch, dass das eine das andere nicht ausschließen muss.

Das gilt natürlich auch für die Elternzeit, es werden ja doch viele Mamis blöd angefeindet weil sie nach einem Jahr wieder arbeiten gehen müssen bzw wollen. Sowas gehört sich einfach nicht.

Eine Familie ist nur so stark , wie ihr Zusammenhalt / Liebe und Zuwendung. Und dies kann man weder mit Zeit noch mit Geld messen.

Ich finde beide modele ( Hausfrau oder Berufstätige Mama ) völlig ok solange man sich gegenseitig wahr nimmt und respektiert.

Lg. Jenia-79

Hallo,

natürlich kann hier jeder leben wie er mag. Für mich wäre es nichts und es passt auch nicht in unser Lebensmodell - Kind hin oder her.
Am liebsten wäre mir, mein Mann würde auch in Teilzeit gehen. Aber er ist ein Workaholic. Wenn er nicht arbeitet, stürzt er sich in seine privaten Projekte.

Mich füllt meine Familie und mein Teilzeitjob aus, aber nicht jeder ist da so wie ich.

Anfänglich wollte ich nicht wieder arbeiten gehen und konnte mir das nicht vorstellen, aber umso länger ich zu Hause war umso mehr sehnte ich mich mal nach Ruhe, in der ich produktiv sein konnte. Jetzt habe ich das auf Arbeit und es tut mir gut. Natürlich blutet mir das Herz, wenn ich meinen Sohn beim Tagesvater abgebe. Ich bezweifle, dass irgendeiner vollzeitarbeitenden Mutter es leicht fällt ihr Kind abzugeben.

Lass die Leute einfach machen. Wenn es für sie so passt,dann ist das so. Ändern kann ein Außenstehender ohnehin nichts. Wozu auch?

LG Py #winke

Hallo,

ich gehe auch Vollzeit arbeiten. Allerdings werde ich ab nächstes Jahr reduzieren. Wären meine kinder groß, würde ich das nicht tun. Ich sehe nur einfach, dass neben meinem Willen, berufstätig zu sein, auch noch der Wille meiner Kinder ist. Und mein Großer (9) äußert derzeit mehrfach, dass er es schade findet, dass wir nicht mehr Zeit füreinander haben. Ich verlasse vor ihm das Haus (ca. 20 Minuten) und ich komme ca 3 Stunden nach ihm nach hause (durch den Fahrtweg). Hinzu kommen 3x Fußballtraining und einmal Spiel pro Woche von ihm, in der wir auch nicht aktiv Zeit miteinander verbringen, auch wenn ich regelmäßig zu schaue.
versteh mich nicht falsch: Er ist sehr selbstständig, ist ein sehr guter Schüler. Aber er ist eben oft allein. Und wenn ich bedenke, dass es nicht mehr lang dauert, bis er tatsächlich auch allein sein will, ziehe ich lieber die Notbremse und reduziere meine Arbeitszeit, wie ich es vor meinem Jobwechsel bereits hatte.
Für mich muss keine Frau zu hause bleiben. Als Mutter hat man das Recht, berufstätig zu sein. Man hat aber auch die Pflicht, die Kinder zu fragen, wie es ihnen damit geht. Selbst wenn man es dann nicht ändern kann (weil man es sich finanziell nicht leisten kann), so weiß man aber, wie es den kindern damit geht und ist sensibilisiert.

vg, m.

Hallo!

Ich sehe das wie du, auch wenn ich gerade "nur" halbtags" arbeite.
Das mit der Arbeitszeit hier bei urbia ist wie mit der Anzahl Kinder ;-)

Mein Leben, meine Entscheidung!

LG
sonntagskind

Hallo!

Jeder muss sein Leben so gestalten, wie es am besten passt.
Ich persönlich könnte mir nicht vorstellen, Vollzeit zu arbeiten und meine Kinder fremdbetreuen zu lassen.
Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich gar nicht so viel verdienen würde, um mir das leisten zu können :-)

Ich finde es nicht schlimm, wenn die Frau Vollzeit arbeitet und der Mann dann für die Kinder da ist.
Wenn beide viel arbeiten und die Kinder dann den ganzen Tag im Kindergarten, Hort, Krippe, Tagesmutter oder Kindermädchen betreut sind, kann ich das zwar nicht so ganz nach vollziehen, aber wenn die Familie damit glücklich ist...

Ich habe neulich mal eine Reportage gesehen, da hatte die Familie 4 Kinder und beide Eltern waren in Führungspositionen.
Die haben gesagt, dass ein ganzes Nettogehalt für die Kinderbetreuung weg geht...
Wäre auch nicht so meins, aber jedem das Seine.

Naja, ich habe ehr das Gefühl das es anderesrum ist. Müter sollen 6 Wochen nach der Geburt Vollzeit arbeiten und der Firma immer Zuverfügung stehen.

Und die Mütter machen es mit Begeisterung mit.

Seit ich in einer Kinderkrippe gearbeitet habe, sehe ich das etwas anders:
Manche Kinder waren da von 7-17 Uhr. Dann wurden sie abeholt und gingen um 18.30 wieder ins Bett.
Was hat man denn da von seinem Kind?
Manche Kinder wollten abends auch gar nicht heim, da die Krippe ihr "zuHause " war und dann waren die Eltern traurig und konnten gar nicht verstehen, warum die Kinder keine Freudensprünge machen, wenn sie abgeholt werden.

Wenn Frauen arbeiten wollen, können sie das doch auch erstmal halbtags.

So sehe ich das, aber wegen mir kann es jeder so machen wie er will, aber ich muß es ja nicht gut finden.

lg

Mir fällt eigentlich vermehrt auf, daß Frauen weniger arbeiten wollen, aber gleich mal von 40 h auf 20 oder weniger. Das kann ich leider nicht nachvollziehen. Ich habe mich für eine 30 h Woche entschieden, würde aber auch aufstocken, wenn nötig, mein Mann hat teilweise eine 50-60 h Woche, darum die Entscheidung meinerseits.
Und natürlich sollte jeder sein Leben selbst planen und in die Hand nehmen und jeder sollte sich um sein eigenes Leben kümmern #pro

LG

Hallo,

Meinetwegen kann eine Mutter soviel arbeiten, wie sie es will. Es gibt ja noch einen Vater und wenn sich beide absprechen sollte dies kein Problem sein, das einer für das Kind da ist.

Mein Mann und meine Ansichten passen sehr gut zusammen und deswegen sind wir beide auch am Nachmittag daheim. Wnn ein Kind etwas möchte, sind wir da.

Bei Eurem Modell scheint ja der Vater da zu sein.
Ich finde übrigends gut das du Modell geschrieben hast, Familie nenne ich euer Model leider nicht.

Lg

Mit dieser Nummer tingelst du doch -unter wechselndem Label - schon seit Jahren durch Urbia...

Wenn man dann etwas mehr von deinem "Familienleben" zu lesen bekommt, wirds einfach nur gruselig.

Ich glaube nicht, daß das bisschen billige Bestätigung, das du hier bekommen kannst, dir bei dem hilft, was dich um treibt.

LG Helga

schlaflos?

Was kümmert es dich was andere zu deinem Lebensmodell denken?
Hast du Zweifel?

Ich finde jeder muss den Preis seiner Entscheidungen eh selber zahlen.
Von daher... Ist es mir völlig schnuppe, für welches Lebensmodell sich andere entscheiden:

Karna

Sagen wir es so: die wenigsten Eltern sind perfekt und in den meisten Beziehungen hat es Schwächen, unerwiderte Bedürfnisse und die Schwierigkeit, dass zwei unterschiedliche Persönlichkeiten sich miteinander arrangieren (müssen), wie es auch bei z.B. Geschwistern der Fall ist. Das spitzt sich in der Pubertät zu und legt sich normalerweise bei reflektierten, erwachsenen Kindern wieder, die dann fähig sind, ihre Eltern auch als Menschen zu sehen und nicht als ewige Mutter bzw. Vater, die anno dazumal einen Fehler gemacht haben. Manche Eltern-Kinder-Beziehungen haben es da einfacher als andere.

Deshalb finde ich es in Ordnung, wenn eine Frau (bei Männern ist der gesellschaftliche Druck nicht so extrem hoch), auch bewusst Entscheidungen angeht, die der idealisierten Idee der Gesellschaft widerspricht und für sich eine Balance zwischen ihrem Wohl und dem Kindeswohl findet.

Nachdem ich das gesagt habe, bleibt aber noch etwas anderes: Kinder brauchen Bezugspersonen. Natürlich finden sie diese auch in Grosseltern oder externe Betreuungspersonen. In den meisten Fälle hinterlässt aber die Abwesenheit der Eltern (Vater und Mutter) als Bezugsperson Spuren. Das kann aufgefangen werden, ist natürlich auch abhängig vom Umfeld und dem Kind selber, aber eine fehlende Beziehung zu einem oder beiden Elternteilen hat oft Einfluss auf andere Bereiche des Lebens, selbst wenn oberflächlich alle Bedürfnisse versorgt sind.

Und ich denke, diese Verantwortung gehört zum Kindeswohl und macht den Balanceakt auch unabhängig von der Gesellschaft für Mutter und Vater schwierig.

Das andere Kinder notwendigerweise damit klarkommen müssen, weil z.B. in einer Familie beide Elternteile Vollzeit arbeiten müssen, macht es nicht erstrebenswert.

Ich mache übrigens keinen Geschlechterunterschied. Jede Frau hat genauso das Recht sich selber beruflich zu verwirklichen, wie ihr Mann. Darüber gibt es gar nichts zu diskutieren.

"Ich finde jeder darf doch Familie und Beruf so gestalten wie er will...und auch seine Prioritäten entsprechend setzen."

Nein, das finde ich nicht.
In dem Moment, in dem ich mich für Kinder entscheide, muss mir klar sein, dass meine Prioritäten bis auf Weiteres hinten anstehen. Mit Kind muss man zurückstecken, sein Leben anpassen, ansonsten wird man seinem Kind nicht gerecht.

Und kindgerecht ist sicherlich nicht, wenn ein Kind ständig bis spätabends fremdbetreut wird und seine Eltern nur kurz sieht, wenn überhaut. Wann soll so ein normales Familienleben stattfinden?
Ganz böse gesagt, wenn ich mir einen Hund zulege, überlege ich doch auch vorher ob mir das zeitlich passt oder nicht, ob ich dem Hund ein artgerechtes Leben bieten kann, oder nicht.

Natürlich müssen alle irgendwie ihr Geld verdienen und manchmal geht es halt nicht anders. Dann müssen sich die Kinder eben auch mal alleine fertigmachen, oder werden von einem Babysitter in den Abendstunden betreut. Solange das nicht tagtäglich der Fall ist, ist das sicher kein Problem. Aber ständig sollte das nicht der Fall sein, schon gar nicht ohne Notwendigkeit.
Ob nun Mutter oder Vater das Kind betreuen, spielt hier gar keine Rolle. Das ist kein geschlechterspezifisches Problem. Man muss sich halt absprechen.

Ich möchte dich nicht verurteilen, aber ein paar Fragen hätte ich zu deinem Lebensmodell schon.

1.) Wenn du Vollzeit beschäftigt bist und Kinder hast, wo sind die dann?

- Kita?
-Tagesmutter?
- Ganztagsschule?
- Eltern/Schwiegereltern?
- Nachbarn?
- Freundin?
- ggf Ehemann ( Hausmann, arbeitslos? ) ?

2.) Sind deine Kinder damit zufrieden und glücklich?

3.) War dieses Lebensmodell von Anfang an so geplant, bevor ihr Kinder hattet?

Bedingt gebe ich dir Recht, dass man sein Leben so gestalten soll, wie man es will, mal Extremsituationen ausgenommen. Und Hartz IV zu einem Job ist niemals eine Alternative.

Urbia hat einige Probleme...

Gruß
no-monk

Irgendwie hast du doch ein Problem oder warum fängst du immer wieder damit an? Anscheinend hast du es auch nicht verstanden, dass es nicht darum geht, dass du keine Zeit und wie du selber sogar sagst keine Lust auf deine Kinder hast, sondern dein Mann ebenso. Die Kinderbetreuung übernehmen Eltern und Fremde. Und hier geht es nicht um Urbia oder ein gesellschaftliches Problem sondern es geht um Verantwortung.

hi,

du hast doch anscheinend eh keine große lust auf die gesellschaft deiner kinder, von daher war es für dich doch eher eine erleichterung, dass du bis abends weg konntest http://www.urbia.de/forum/12-familienleben/4647041-ich-brauche-frei/30869287
manche mütter WOLLEN zeit mit ihren kindern verbringen!

lg

Das kann dir doch scheiss egal sein.

Deine Kinder spielen doch eh keine tragende Rolle in deinem Leben.

Was kümmert dich also die Ansicht der anderen? Die haben Mehrheitlich hier eine andere Auffassung, als du.

Gruss
agostea

Hallo,

jeder muß das für sich und seine Familie endscheiden , für mich wäre das nichts.

Bei meiner ersten Tochter bin ich Vollzeit arbeiten gegangen und erlich für mich war das nichts da meine Tochter und das Familien Leben zu kurz gekommen ist muß aber dazu sagen das es bei uns in der Firma Schichtdienst gibt.

Meine Stundenzahl habe ich Reduziert und gehe nur noch 60% habe jetzt aber auch vier Kinder ;-) im Moment bin ich in Elternzeit.

Allerdings weiß ich von zwei Müttern bei uns auf Arbeit die Vollzeit arbeiten gehen das sie ständig nur jammern was für Stress, sehe meine Tochter kaum noch etc. und wir Fragen uns alle, muss man Vollzeit arbeiten gehen wenn man nur noch unter Strom steht ???? Beide haben auch Partner die arbeiten gehen.

Die anderen Mütter bei uns in der Firma gehen alle 60 oder 40 Prozent arbeiten.

Lg

Jeder soll das machen, was er für richtig hält.
Die " one fits all" Lösung gibt es nicht, hat es nie gegeben, wird es nie geben. Dafür sind die Menschen und ihre Lebenssituationen und - vorstellungen zu unterschiedlich.
Und: Ja, ich stelle mir die Frage, wann Kinder ihre Eltern sehen, wenn diese Vollzeit bis spät in den Abend arbeiten. Das hat aber weniger etwas mit der Geschlechterrolle als mit dem Bezug zu den Eltern zu tun. Ich würde nicht wollen, daß meine Kinder zum allergrößten Teil fremdbetreut werden. Warum? Ganz einfach deshalb, weil ich davon ausgehe, daß die eigenen Eltern ein anderes ( und eben nicht professionelles ) Verhältnis zu ihren Kindern haben. Eine noch so nette Tagesmutter ist emotional anders an ein Kind gebunden als die Eltern.

Hinzu kommt, daß ich Zeit mit meinen Kindern verbringen MÖCHTE und für mich festgestellt habe, daß wenn ich zuviel arbeite, es sich negativ auf unser " Familienkonstrukt" und die Kinder auswirkt. Ich arbeite also dann, wenn mein Mann nicht arbeitet und umgekehrt oder die Kinder in Kindergarten und Schule sind.
Ich weiß jetzt allerdings auch nicht, weshalb sich Berufstätige immer selbst beklatschen müssen. Sie arbeiten anders, aber nicht zwingend mehr, weil bestimmte Arbeiten entfallen oder delegiert werden. Und das Argument, daß Zuhause verblödet, kann ich auch nicht nachvollziehen.

Ersetze den Begriff " Frauen" durch " Mütter mit kleinen Kindern".

Ich habe meine Arbeitszeit aktuell auf 25 Stunden wöchentlich reduziert- mein Sohn ist 2. Eine 40 Stunden Woche, gerne noch mit Überstunden könnte ich mir derzeit nicht vorstellen, weil ich dann nur noch sehr wenig Zeit mit meinem Sohn verbringen würde.

Das bedeutet ja nicht, dass ich nie wieder Vollzeit arbeiten werde- ein 3 Jähriges Kind braucht halt noch mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung von Mama wie ein 10 Jähriges.

Bei der Eingewöhnung in der Krippe habe ich damals bemerkt, dass die Kinder dort zu wenig Aufmerksamkeit und individuelle Zuwendung bekommen. Ich hatte ständig lauter fremde Kinder auf meinem Schoß- eben weil die Kleinen nach der Aufmerksamkeit von Erwachsenen gierten. Das ist für 6 Stunden täglich OK- ich bin ja nachmittags für die Bedürfnisse meines Sohnes verfügbar. Eine längere Betreuungszeit ist momentan noch nicht mit den Bedürfnissen meines Kindes zu vereinbaren.

Das bedeutet ja nicht, dass ich Mütter verurteile die Vollzeit arbeiten gehen. Manche müssen ja auch Vollzeit arbeiten, aus finanzieller Notwendigkeit oder weil es mit starken beruflichen Einbußen verbunden wäre die Arbeitszeit zu reduzieren.

Allerdings ist es tatsächlich so, dass ich es nicht nachvollziehbar finde warum man Kinder plant wenn man eigentlich wenig Lust darauf hat Zeit mit Ihnen zu verbringen. Wenn man Vollzeit arbeiten geht, weil man lieber 8 Stunden im Büro sitzt als mit seinem Kind zu spielen. Wenn man am Wochenende tausend andere Dinge plant und erledigt, sich seinen Hobbys widmet ect. und dann auch noch am liebsten alleine in den Urlaub fährt.

Da frage ich mich dann allerdings wirklich, warum Kinder? Wäre das Leben ohne Kinder dann nicht wesentlich entspannter?

Was heißt dürfen? #gruebel Sie dürfen alles...die Frage ist nur zu welchem Preis #gruebel Und ob man bereit ist diesen Preis zu zahlen, ganz einfach.

Selbst die,die das Geld brauchen, sollen sich doch bitte einschränken und andere Arbeitszeiten klar machen....

Tja, das dachte ich mir auch schon. Weil ja auch die Arbeitszeiten nach Wunsch sofort von allen Chefs erfüllt werden.....Außerdem - wer gibt den Mamas das Geld, damit es reicht? Urbianerinnen? Sicher nicht. Und dass das für Kinder auch nicht schön ist, wenn die Eltern immer nur "nein" sagen müssen bei Wünschen - das geht denen auch nicht auf.
Hauptsache, man ist den ganzen oder mindestens halben Tag daheim - dann ist man "automatisch" auch eine gute Mutter. So ein Käse....
Ach ja, solche "guten Mütter" findet man dann mit Fragestellungen "was steht mir alles an Leistungen zu, mir reicht das Geld nicht..." oder ähnlich #klatsch
Muss doch wirklich jede Familie selber wissen und entscheiden, wie sie es macht bzw. machen will.
LG Moni