Ab wann bei Halloween von Haus zu Haus ziehen

    • (1) 18.09.15 - 07:51

      Hallo Zusammen,

      meine Tohcter ist 3 Jahre, 4 Monate. Ich hatte in diesem Jahr noch nicht vor mit ihr von Haustür zu Haustür zu ziehen, wie es sich in unserem ort eingebürgrt hat. Erstens mag ich das nicht, weil ich keine Notwendigkeit sehe massenhaft Süßkram Heim zu schleppen und zu vertilgen und zweitens wollte ich damit erst beginnen, wenn sie den Wunsch von allein äußert. Eine Bekannte kann das nun so gar nicht verstehen, weil sie meint ich nehme meiner Tochter damit die Chance an diesem "Spaß" teilzuhaben und sich im Kindergarten mit den anderen Kindern darüber austauschen zu können.
      Wie seht ihr das und ab welchem Alter sind Eure Kinder da mit gelaufen, falls es auch bei Euch üblich ist?

      • Huhu,

        Halloween ist bei uns gar nicht verbreitet im Kindergartenalter, vermutlich wg. des gruseligen Themas. So oder so gibt es bei uns keine Kinder, die an Halloween an der Tür klingeln, bei uns ist dies Brauch an St. Martin. Nach dem Laternenumzug singen die Kinder in ihrer Nachbarschaft an der Tür und bekommen dafür Süßigkeiten.

        An Halloween werden bei vielen ab ca. 8 Jahre Grusel-Partys gefeiert, aber die Kinder ziehen nicht von Haus zu Haus.

        LG

        Hanna

        • Ach, da beneide ich Dich glatt. Mir geht das einfach nur auf den keks. Vor allem, weil die teilweise bis 21:00 abends klingeln. Da schläft mein Kind in der Regel und wird immer wieder wach durch die Klingelei.
          Noch dazu stehen dann oft Teenager vor der Tür bei denen ich mich frage, ob die wirklich Süßkram oder eher eine Packung Kippen möchten.

            • Das haben wir wirklich gemacht vor zwei Jahren als Mausi noch so klein war und tierische Probleme mit dem Schlafen hatte. Das Ende vom Lied: Überall Zahnpasta an der Haustür, Hundesch..... im Briefkasten und Eier auf dem Fensterbrett.
              Das ist in meinen Augen eine Frechheit. Manche Menschen sind vielleicht einfach im Urlaub.

              • In was für einer Assigegend wohnst Du denn?#schock#zitter

                Da werden Häuser von Menschen mit Exkrementen beschmiert, wenn Sie die Tür nicht aufmachen oder eben nicht da sind?
                Da würde ich aber die Polizei einschlaten wg Sachbeschädigung. Das ist nicht lustig!

                • Tja, das ist ja der Witz an der Sache..........es ist eine gute Mittelstandsgegend mit ausschließlich Einfamilienhäusern weit draußen auf dem Land.
                  Wir waren auch sehr geschockt. Ich hab schon überlegt unsere Bärenhündin dieses Jahr neben der Haustür anzuleinen #cool

                  • Respektive würde ich eine Fake Überwachungskamera anbringen, kostet ´n paar Euro, aber schreckt ab, natürlich mit dem Hinweis, dass das Grundstück Videoüberwacht wird. ;-)

                    Ward ihr denn als Einzige betroffen? Ich hätte es trotzdem zur Anzeige gebracht.

                    • Hey, das ich da noch nicht selbst drauf gekommen bin. Wir haben zwei echte Kameras auf dem hinteren Grundstück. Davon sollten wir eine vorne anbringen, um zu sehen, wer die Übeltäter sind.
                      Ich weiß nicht, ob eine Anzeige etwas genützt hätte. Wie hätte die Polizei denn rausfinden sollen, wer es war?

                      • Es geht eher darum, dass die Polizei vermehrt Streife fährt, wenn in einer gewissen Gegend vermehrt Hinweise auf Sachbeschädigungen kommen, deswegen auch anzeigen, wenn man den Täter nicht ermitteln kann.
                        Sind zum Beispiel in der Halloween Nacht mehrere Häuser betroffen, kann man die Polizei auch bitten, einmal mehr Streife zu fahren, da ja im letzten Jahr bereits Häuser beschädigt wurden.

                (11) 18.09.15 - 17:06

                Ich bin Polizistin am Rande des Ruhrgebiets.

                Was meinst du, wie verhasst uns dieser dämliche, sinnlose "Hirnlosenfeiertag" ist, der wieder einmal nur einen weiteren Anlass bietet, sich zu besaufen und dann auch noch ein Freibrief zur Randale zu sein scheint.

                Und ja, Eier fliegen stets un besseren Stadtvierteln, in den Gegenden wie du sie nennst, ist das ja gar nicht so störend, und als Jugendlicher idR entsprechenden Milieus machst du dir ja nicht die eigene Heimat kaputt.

                Übrigens fällt nichts der genannten Dinge unter Sachbeschädigung, sofern keine Substanzverletzung vorliegt. Eine Anzeige wird also noch nicht einmal aufgenommen.

                Mir tun die "Opfer" dieses sog. Feiertages sehr leid, und meine Kinder werden sich an diesem Nonsense nicht im geringsten beteiligen, solange ich ein Mitspracherecht habe.

                • Du würdest als Polizistin dich weigern eine Strafanzeige i.V.m. einem Strafantrag wegen Hundescheiße im Briefkasten aufzunehmen?

                  Und das vollständig selbständig ohne Rücksprache mit der Amtsanwaltschaft bzw. Staatsanwaltschaft?

                  Dazu bist du befugt?

                  Was wäre wenn dir jemand als Polizistin vorsätzlich Bier über dein Hemd schütten würde?

                  • Eine Sachbeschädigung setzt Substanzverletzung voraus. Hundekacke macht den Briefkasten dreckig und nicht kaputt. Das ist ärgerlich und ätzend, keine Frage und ich bin da ganz auf Seiten der Geschädigten, aber so wird das rechtlich nunmal gehandhabt.

                    Bier über dem Hemd ist vermutlich ähnlich, es sei denn, eine besondere Materialie wird dadurch beschädigt, dann ist es eine Sachbeschädigung.

                    In den meißten Fällen ufert so etwas natürlich in Straftaten aus. Ich persönlich würde darauf nicht eingehen und die Örtlichkeit verlassen, oder den Störer der Veranstaltung verweisen lassen, wenn möglich.

                    Und ja, ich habe bereits schlimmeres erlebt. Dienstlich werde ich gelegentlich angegriffen, bespuckt und ich wurde bereits ins Gesicht geschlagen. Und nein, darauf folgten aus verschiedenen Gründen keine Vergeltungsschläge. Dass das moralisch sehr unbefriedigend ist, steht vermutlich ausser Frage. Ich mache diesen Beruf auch kange nicht mehr gerne.

                    Grüße

                    • Zunächst interessiert mich noch, ob du tatsächlich die Aufnahme der Anzeige verweigern würdest.

                      M.E. überschreitest du dann nämlich deine Kompetenzen.

                      Und bedarf es wirklich immer einer Substanzverletzung?

                      Was ist mit 303 Absatz 2 StGB?

                      M.E. hängt es sehr stark vom Einzelfall ab. Je nach Reinigungsaufwand kommt auch bei Beschmutzungen eine Sachbeschädigung in Betracht.

                      Hundescheiße im Briefkasten werte ich als Sachbeschädigung.

                      Das beschmutzte Hemd mit Bier sieht das OLG Frankfurt als eine solche.

                      https://books.google.de/books?id=yLyFSSyEq1sC&pg=PA42&lpg=PA42&dq=olg+frankfurt+sachbesch%C3%A4digung+bier&source=bl&ots=9Dcz-JMl4E&sig=A1JQL3dO9Rp3TJLQ3ivIaaVSNa4&hl=de&sa=X&ved=0CCAQ6AEwAmoVChMI8KjeldeJyAIVBFcaCh3ypwGQ#v=onepage&q=olg%20frankfurt%20sachbesch%C3%A4digung%20bier&f=false

                      • Hallo,

                        ja, ich nehme dann keine Anzeige auf, und nein, bisher habe ich nicht die Rückmeldung erhalten, damit polizeiliche Kompetenzen zu überschreiten.

                        Der Fall, dass jmd wg Bier überschüttens eine Anzeige erstatten möchte, ist mir noch nicht begegnet, aber meine Einschätzung wäre trotz des Einzelurteils so. Meine Entscheidungen müssen auch nicht immer richtig sein. Dennoch heißt das dann nicht sofort, dass ich rechtswidrig handele. Denn wie die Rechtssprechung immer wieder zeigt, gibt es kaum mehr ein eindeutiges Richtig oder Falsch. Also handele ich weiterhin so, wie ich es im Staatsexamen und auch in der Praxis gelernt habe, nach bestem Wissen. Übrigens war meine Prüfungsnote im Strafrecht mit Abstand am besten;-)

                        Ich sehe Absatz 2 nicht als erfüllt. Als erheblichen Reinigungsaufwand würde ich dann eher die Erforderlichkeit einer professionellen Fassadenreinigung einstufen, oder einen stundenlangen privaten Reinigungseinsatz. Auch das ist gängige Praxis zumindest in unserer Behörde.

                        Das ist bei Kot im Briefkasten nunmal nicht der Fall. Es ist normal, die eigenen kotverschmierten Kinder, Eltern, Haustiere zu "reinigen". Die Tasache, dass es sich um fremden Kot handelt, macht es doch nur subjektiv schlimmer, daher bleibe ich bei meiner Sachbeurteilung, während du vermutlich bei deiner Sachbeurteilung bleibst.

                        Wo ist deiner Meinung nach der Unterschied zum kotverschmierten Schuh? Im Vorsatz? Reicht eine billigende Inkaufnahme der "Sachbeschädigung" fremder Schuhe zur Tatbestandserfüllung aus odr nicht?

                        LG

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