Erinnerungen?

Ab wann setzen ungefähr eure bewussten Erinnerungen ein?

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    • (1) 17.10.15 - 07:16

      Hallo,

      ich lese oft, dass sich hier einige an die Zeit in der Grundschule gut erinnern können. Oder gar an den Kindergarten. Ich kann das nicht. Daher fände ich es interessant wie das bei Euch so ist.

      LG

      • (2) 17.10.15 - 07:32

        Ich kann mich nur an ...... sehr wenige.....einzelne Dinge aus Kindergarten und Grundschule erinnern.

        Und eher unwichtige Situationen, An meine Einschulung zum Beispiel erinnere ich mich gar nicht.
        An mein erstes Schuljahr auch nicht wirklich.

        Hallo,

        wir sind umgezogen, als ich 4 war.

        Ab diesem Zeitpunkt habe ich sehr gute Erinnerungen. Vorher ist es nur bruchstückhaft/ganz besondere Ereignisse betreffend.

        LG

        Auch wenn das von den allermeisten angezweifelt wird (und die Forschung auch besagt, dass man sich erst an Dinge aus dem dritten Lebensjahr erinnern kann): Meine früheste Erinnerung stammt aus einer Zeit, als ich höchstens 24 Monate alt gewesen sein kann. Es gab weder Bilder noch Erzählungen dazu, da es sich um eine Alltagssituation gehandelt hat (für mich allerdings schrecklich und damit wohl so einprägsam, weil meine kleine Schwester wie am Spieß geschrien hat), die aber eben nur bis zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt so stattgefunden haben kann.

        An die Zeit ganz knapp vor meinem zweiten Geburtstag habe ich noch eine weitere Erinnerung, dazu gibt es ein Foto, das aber erst kurz nach meiner Erinnerung aufgenommen wurde. Aber ich denke, das hat dazu beigetragen, dass ich mir den Vorfall üerhaupt gemerkt habe. Aus meinem dritten Lebensjahr habe ich mehrere Erinnerungen.

        Vielleicht liegt es daran, dass ich extrem früh zu sprechen begonne habe (bin dafür erst mit 17 Monaten gelaufen #schein).

        Dass sich jemand an seine Grundschulzeit nicht erinnern kann, ist für mich fast unvorstellbar! #schock Ich wünschte, ich könnte so einiges vergessen... ;-)

        • Das befürchte ich manchmal. Meine Familie ist schon speziell. Wer weiß warum alles weg ist? Heute leide ich unter Depressionen und einer Essstörung. Gründe dafür könnten in der Kindheit liegen. Ich erinnere mich nicht an Busstrecke, Klassenraum oder Mitschüler. Ob oder was ich spielen mochte. Nicht wie meine Eltern waren. Keine Feste.... nichts :-(

          Ich hatte allerdings auch in der 4. Klasse einen schweren Autounfall. Vielleicht ist da auch was durcheinander gekommen. Ich bin mit ca 70 km/h angefahren worden und lag wohl länger im KH. Das weiß ich aber auch nur aus Erzählungen.

          Das erste bewusste Erinnerung, ist der Geruch der Mensa in Klasse 5. Da erinnere ich mich auch an ein paar wenige Mitschüler. An einen Kinobesuch....

          Aber es bestätigt meinen Eindruck, dass mehr Erinnerungen üblich sind.

          LG

          • Ach das tut mir leid, vor allem weil es dich beschäftigt.

            Ich weiß nicht, ob es dich tröstet, aber meine Kindheit hatte auch Belastungen (manches würde ich lieber nicht mehr wissen, einige Erinnerungen quälen mich), mit Depressionen habe ich im Erwachsenenalter auch zu kämpfen.

            Bin keine Expertin, aber vermutlich hat es wirklich mit dem Autounfall zu tun? Das klingt ja schon sehr heftig, das hätte sicher noch tragischer enden können.

            Ich hoffe, es gibt viele liebe Menschen, die die fehlenden Erinnerungen mit Erzählungen und Fotos ein wenig kompensieren können. #blume

          • Die menschliche Psyche ist in der Lage, Dinge vergessen zu machen, die schwer oder nicht mehr auszuhalten sind.

            Dass könnte bei dir der Fall sein - ich bin kein Psychologe, aber vielleicht kommt die Erinnerung wieder, wenn es bei dir längere Zeit in ruhigen Bahnen läuft.

            So war es zumindest bei mir.

            LG
            Nele

        Mir geht's wie dir :) hab auch sehr früh gesprochen, dafür aber erst spät gelaufen. Und meine früheste Erinnerung ist kurz nach meinem zweiten Geburtstag, als meine Schwester geboren wurde und ich mit meinem Papa im Supermarkt war. Da sagte er, dass wir jetzt was als Dankeschön für die Leute im Krankenhaus kaufen. An die zeit wo meine Schwester als kleines Baby viel geschrien hat (sie War krank als Baby und ein schreikind) erinnere ich mich auch noch gut und mit Schrecken. Ich vermute auch, dass es damit zusammenhängt, dass ich noch heute kein bzw nur schwer babygeschrei hören kann, auch bei meiner Tochter macht es mich total fertig, wenn sie weint und sich nicht beruhigen lässt.

    (9) 17.10.15 - 11:00

    Ich kann mich auch sehr weit zurück erinnen, an Dinge lange vor der Kindergartenzeit.

    Bei der ältersten Erinnerung muss ich so knapp 2 gewesen sein.

    (10) 17.10.15 - 12:16

    Ab meinem dritten Geburtstag. Damals musste ich ins Krankenhaus. An Einzelheiten davon kann ich mich noch erinnern.

    Aus meiner Kindergartenzeit habe ich auch noch viele Erinnerungen.

    Ich kann mich noch an zwei Situationen erinnern, bei denen ich im Buggy gesessen habe, da war ich wahrscheinlich max. 2 Jahre alt. Auch kann ich mich noch dran erinnern, wie ich mal mit meinem Hochstuhl umgefallen bin - da muss ich ebenfalls noch sehr klein gewesen sein.

    Ab dem Kindergarten werden die Erinnerungen dann immer dichter. Da kann ich mich noch an sehr viel erinnern. Bei der Grundschule ist es auch so, ich weiß noch, neben wen ich beim Schnuppertag saß, wie die Einschulung war, viele Situationen im Unterricht und den Pausen, unsere Ausflüge und die Klassenfahrt...

    Ich fand das irgendwie immer normal und finde es merkwürdig, wenn bei anderen die Erinnerungen gar nicht vorhanden sind.

    lg

    Meine früheste Erinnerung ist von vor meinem zweiten Geburtstag. Es ist keine Schöne Erinnerung. Diese prägen sich wohl auch schon ein, bevor man sich normalerweise erinnern kann. Ich kann mich an sehr viele Dinge aus meiner Kindergarten zeit erinnern. Und an die Zeit danach auch. Ich erinnere mich aber auch gerne und vergesse so weniger.

    An einzelne Situationen erinnere ich mich, da muss ich unter 3 Jahren gewesen sein - alles andere würde mit dem damaligen Wohnort und den entsprechenden Bezugspersonen nicht übereingestimmt.

    Sehr gut erinnere ich mich an die Zeit ab 4 Jahren. Es ist eine schöne Übung, sich immer wieder ein paar Dinge in Erinnerung zu rufen.

    :-)

    • Ich würde gerne üben. Aber es ist nichts da. Dinge aus der weiterführenden Schule sind abrufbar. Es gibt manchmal Ängste an Orten meiner Kindheit, die kann ich nicht erklären (mir macht z.B. die Scheune des Nachbarn unheimliche Angst, ebenso kann ich nicht ohne Herzrasen den Heizungsraum meiner Eltern betreten usw).

      Wenn ich so die Abstimmung sehe, dann überlege ich wirklich ob ich nicht doch noch eine Einzeltherapie anstreben soll. In meiner Gruppe ist die Vergangenheit ein großes Thema, es fällt aber nicht auf wenn ich mich enthalte. Oder halt erzähle was ich aus Erzählungen weiß. Na ja, es gibt ja auch die Angst das Vergessenes besser vergessen bleibt. Es hat sich sicherlich nicht umsonst so weit eingeigelt #zitter.

      • Ja, das musst du abwägen, tosse. Geht es dir damit oder geht es dir generell so schlecht, dass du denkst, eine Einzeltherapie, die dich in deine Vergangenheit bringt, gibt dir die Möglichkeit einer Verbesserung?
        Denn du kannst Recht haben. Manches, was der Kopf vergessen hat, sollte vielleicht auch besser vergessen bleiben.
        Denk ein wenig drüber nach. Wenn es dir nur darum geht, dass andere sich mehr erinnern als du, dann ist das eben so. Wenn du aber wissen willst, warum du bestimmte Ängste hast, wenn du darunter leidest, dass du Dinge nicht mehr weisst, aber spürst, da ist noch etwas Verborgenes, dann bietet es sich vielleicht an, dem nachzugehen.

        Nur, nicht immer tut Therapie gut. Meistens tut sie ziemlich weh, was danach gut sein kann, oder aber auch nicht.

        Ach, ich schreibe verworren. Tut mir leid. :-)

        Mir persönlich tut auch das schmerzhafte aus meiner Vergangenheit überwiegend gut, ich erinnere mich und relativiere es dann. Manche Dinge arbeite ich auf, auch mit meinen Eltern zusammen (mühsam, wirklich mühsam), andere Dinge lasse ich so stehen, wie sie sind.

        Es ist in deinem Fall ein genaues Abwägen, was du denkst verkraften zu können oder herausfinden zu wollen. Und was das Ziel dessen ist. Und, das kann auch sein, vielleicht ist gar nix schlimmes passiert, sondern du hast dich als Zweijährige nur vor einem zuschlagenden Scheunentor erschrocken und warst mal versehentlich im Heizungskeller eingesperrt. ich fürchte mich noch immer vor dem Keller meines Papas, weil ich als Kind geträumt habe, Graf Zahl aus der Sesmstrasse jagt mich die Kellertreppe hoch, als ich eine Konserve herauf holen sollte... ;-) Ohne Scherz. Die Erinnerung an den Albtraum begleitet mich noch heute im Haus meines Papas. Und es war nur ein Traum.

        Also, schau was draus wird.

        Dir alles Gute,

        White

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