Angst

    • (1) 14.11.15 - 18:37

      Seit dem anschlag gestern in paris habe ich nur noch angst...
      Habe jetzt gesehen das die IS ein video an die merkel geschickt haben wo sie anschläge in deutschland ankündigen... ich trau mich jetzt kaum noch vor die tür.... oh mann :'-(

      • Mir geht es genauso

        Es ist mehr wahrscheinlich, dass du beim Fensterputzen von der Leiter fällst und dir das Genick brichst, als das du bei einem Terroranschlag getötest wirst.

        Hallo,

        es tut mir leid, aber ich habe nicht mehr Angst als vor 24 Stunden.

        Und man kann vor der Tür auch von einem Auto überfahren werden.

        Ich war während der ersten Intifada in Israel und hatte auch keine Angst.

        Das Einzige, was jetzt wichtig ist, dass sich die Welt zusammentut gegen den IS. Im Zweifel auch mit Bodentruppen, denn ich glaube, die Peshmerga und ein paar Luftschläge werden hier nicht mehr reichen.

        GLG

        • Ich glaube nicht, dass man diesen Wahnsinn durch noch mehr Gewalt beenden kann.
          Ich habe keine Ahnung wie, aber so bestimmt nicht. Das hat doch schon in Afghanistan nicht funktioniert.

          Wer blickt eigentlich überhaupt noch durch, wer in Syrien und im Irak gegen wen kämpft und wer von wem unterstützt wird. Auch die Taliban wurden zunächst von den USA massiv gefördert und jetzt wird man sie nicht mehr los, falls man das überhaupt will... Tja wenn man das mal auf die Gruppen dort überträgt. ...
          Und ich finde, man kann sich nicht einbilden, überall in der Welt Krieg zu führen und im eigenen Land nichts davon zu spüren zu bekommen! Man muss sich vielleicht mal fragen, warum Deutschland bisher von Anschlägen verschont blieb. Vielleicht auch, weil es bis jetzt noch nicht aktiv Krieg führt?

          Wie könnte man den IS besiegen? Ich finde da Todenhöfers Gedanken nicht schlecht; er sagt ja , man müsste die irakischen Sunniten stärken und wieder an der Macht beteiligen. Und um Himmels Willen nicht noch mehr Krieg und Gewalt in die Region tragen!

          • Hallo,

            so ganz stimmt das ja nicht.

            Auch wir hatten Truppen in Afghanistan und wir unterstützen die Gegner des IS mit Waffen und Know-how.

            Ich kann Dir nicht beantworten, warum wir bislang verschont geblieben sind. Vielleicht meinen die vom IS, der Grande Nation Angst einzujagen wäre im Moment die richtige Strategie.

            Und mehr Krieg und Gewalt kannst Du nicht in die Region tragen. Dort herrscht das reine Chaos, da werden Menschen und jahrtausendealte Kulturschätze hingemetzelt und die anderen, die nicht sterben, massiv unter Druck gesetzt.

            Glaubst Du im Ernst, der IS würde einfach aufhören, nur, weil der Westen sagt, wir geben auf?

            GLG

            • Doch ich glaube, wenn jetzt "alle zusammen halten" und noch mehr Bomben fallen, noch mehr Soldaten in die Gegend ziehen, noch mehr Menschen sterben, dann wird es mehr Hass, mehr Chaos, mehr Krieg geben.

              Ich nenne es nicht Aufgeben, wenn man aufhört, sich in Angelegenheiten souveräner Staaten (Irak z Bsp ) einzumischen. Jetzt ist es natürlich passiert und das Ergebnis (IS z Bsp ) ist da, aber ein Strategiewechsel wäre jetzt vielleicht angebracht.

              Wir wollen in der ganzen Welt bestimmen wie der Hase läuft und wundern uns, wenn manche sich wehren? (Ich meine nicht den "IS", der hat bei mir eine Sonderstellung an Abscheulichkeit...)

              Beim "IS" weiß ich es nicht sicher, aber die Taliban und Osama Bin Laden wurden definitiv von den USA zunächst (jedenfalls das ist sicher) gewollt und sehr unterstützt, und zwar eindeutig um wirtschaftliche Interessen durchzusetzen (Pipeline, Gas). Es hat nicht funktioniert (oder vielleicht ist der Jetztzustand, das was bestimmte Leute wollen, wer weiß...)

              Nach dem Irakkrieg wurden die Sunniten von den Schiiten extrem unterdrückt und nicht an der Regierung ihres Landes beteiligt.Dann kommt eine Gruppe, die ihnen Macht und Gerechtigkeit verspricht, ist doch nachvollziehbar, dass diese Gruppe dann einen gewissen Rückhalt erhält.

              Ich verabscheue dieses schnelle Rufen nach mehr Gewalt, nach Krieg und Tod! Und außerdem waren es die vielen vielen Toten, die der "Is" bisher auf dem Gewissen hat, wohl nicht wert, dass "alle zusammen halten", notfalls auch mit Bodentruppen?

              Es gibt so unendlich viel Ungerechtigkeit und unvorstellbare Grausamkeit auf der Welt, sollten da nicht überall Bodentruppen hin? Oder erst, wenn die Hausmuttis nicht mehr ungestört über den Weihnachtsmarkt bummeln können?

              Ach ja: ich weiß nicht, wann der "IS" aufhört, was konkret ihn zum Aufgeben zwingt, aber ich finde es extrem wichtig nach den Ursachen von Dingen zu suchen um dann zu überlegen, wie man sie beseitigt!

              Eine Ursache ist klar der Krieg. Deshalb also jetzt noch mehr Krieg?!

        Todenhöfers Ideen sind recht kurzsichtig. Wenn man die nächste religiöse Gruppierung stärkt, wird alles besser? Der Fehler wurde schon oft genug gemacht. Die Taliban wurden damals unterstützt, weil man Angst vor dem Kommunimus hatte. Dadurch haben sie Macht aufgebaut und später gegen ihre ehemaligen Unterstützer verwendet.

        Es gibt keine "guten" und "bösen" religiösen Gruppen, nicht ganz ohne Grund sind in den fortschrittlichsten Ländern Religion und Staat voneinander getrennt.

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