Panikattacken.

    • (1) 18.11.15 - 15:44

      Hallo Ihr lieben Leute,

      ich wollte nun nicht bei Gesundheit posten, bin mir auch nicht ganz im klaren, ob ich hier richtig bin, zur Not bitte verschieben.

      Seit Jahrzehnten, habe ich folgende Symptome:

      Aus dem Nichts eine Innere Unruhe, Bludruck steigt, Luftnot, Leichtes Zittern, das Gefühl ich muss weg aus der Situation, udn es dauert bis ich mich beruhigt habe, danach ist mir kalt und wenn ich meinen Blutdruck messe, bin ich erstmal immer im erhöhten Bereich, wo ich normal immer um die 95-115/60-78 liege, was ja meist viel zu niedrig ist.

      Die Ärtze haben mich auf den Kopf gestellt, sogar 1 Woche KH-Aufenthalt, mal gehabt usw. aber es wurde immer gesagt Panikattacke.

      Versuche mittlerweile sie bewusst anzunehmen um so schneller wieder runterzukommen, was garnicht so leicht ist.Bin ich zu Hause, nehme ich mir ein Blatt Papier und schreibe irgendwelche Dinge auf, und merke wie es immer besser wird. Wennn ich dann meist merke das diese innerliche Unruhe besser wird, ist meist auch der Blutdruck wieder normal.

      Was der Auslöser ist, ist mir immernoch schleierhaft, was mir aber auffällt das der Monatszyklus meist in der Nähe ist.Sie kommen aus dem nichts, meist wenn es mir gutgeht.

      Ich wollte mal ganz offen fragen, wer von Euch leidet auch darunter und was macht Ihr um damit in der Situation klarzukommen? Habt Ihr irgendwelche Tricks und Tipps? Und wann treten sie bei Euch auf? Habt Ihr ein Muster?

      Ganz liebe Grüße

      Oompaloompas

      • Hallo,

        Zeitweise hab ich sowas, am schlimmsten nach der letzten Geburt.
        Mir wurde ne weile ein leichtes Antidepressivum verschrieben, was ich aber nicht genommen habe, hätte ich allerdings wenn der Zustand angehalten hätte.
        Tricks dagegen ist schwierig, wenn man nicht mal den konkreten Auslöser festmachen kann.
        Bei mir war es die anfängliche Herausforderung mit 3 Kindern und der dadurch entstandene Stress.
        Mir hat bei einer Attacke nur geholfen mir bewusst zu machen das ich nichts physisches habe und das meine Psyche mir grad nur einen Streich spielt. Ich konntemich dann auch immer recht schnell wieder fangen. Alles in allem denke ich aber das ich nicht wirklich schlimm dran war damit und wenn man eine heftigere Form hat sollte man das ärztlich oder therapeutisch abklären, um überhaupt erstmal den Auslöser auszumachen Und den zu beseitigen oder eben mittels Medikamente eingreifen.

        LG

        Hallo,

        mir hat eine Therapie und eine Behandlung meiner Schilddrüsenunterfunktion geholfen.

        GLG #klee

        Hallo Oompaloompas!

        Meine spontane Idee beim Lesen war die Schilddrüse. Würde die genau untersucht bzgl Überfunktion und Hashimoto? An genau diesen Symptomen kann ich bei mir immer erkennen, wenn die Schilddrüse wieder in die Überfunktion gerutscht ist.

        Alles Gute!

        Uhu

      • Ich habe mit Ausdauersport gute Erfahrungen gemacht.

        Hallo,

        ich kenne das leider auch sehr gut. Ich bekomme Panikattacken in Phasen, in denen ich dauerhaft sehr gestresst bin. Am schlimmsten war es in meiner Schwangerschaft, da hatte ich gleich mehrere Attacken (normalerweise liegen einige Monate dazwischen oder auch Jahre).

        Ich habe die gleichen Symptome, die du auch beschreibst: es kommt scheinbar aus dem Nichts... normalerweise aus einem ruhigen Zustand heraus (vor dem Schlafengehen, abends auf dem Sofa, etc.), meine Atmung wird flacher, mein Puls schneller (und der Blutdruck wahrscheinlich auch, hab ich noch nicht gemessen). Mir fällt das auf und ich "horche" darauf, ich kriege Angst, es schnürt mir die Luft ab. Ich kann nur noch ganz flach atmen, beginne zu zittern und bekomme Schweißausbrüche. Meistens fange ich dann an, wie eine Irre in der Wohnung herumzutigern, ich habe den Drang, davonzulaufen, zu rennen. Mir geht es körperlich richtig schlecht und ich habe Todesangst. Das dauert einige Zeit, normalerweise Minuten, in denen ich wirklich schlimme Angst habe, ich habe Angst, dass mein Herz stehen bleibt, oder ich keine Luft mehr bekomme und ersticke. Ich versuche mich zu beruhigen und mir klar zu machen, dass es eine Panikattacke ist, aber wenn es bereits so weit kam, funktioniert das nicht mehr. Es fühlt sich zu real an, ich glaube zu WISSEN, dass ich jetzt sterbe.

        Bzw. in der Schwangerschaft hatte ich keine Angst um mich, sondern um mein Baby. Und ich hatte ähnliche Attacken auch schon vor Prüfungen, da hatte ich keine Angst zu sterben, aber eben vor der Prüfung.
        Wenn ich das so erzähle, dann hört es sich wohl gar nicht so schlimm an. Aber es sind die furchtbarsten Ängste, die man ausstehen kann, glaube ich. Es ist ja nicht rational, aber es ist einfach eine furchtbare, riesengroße TODESANGST!

        Es klingt irgendwann langsam wieder ab, aber das sind die schrecklichsten Minuten überhaupt... danach bin ich erschöpft und mir ist kalt.

        Ein richtiges Muster konnte ich noch nicht feststellen... ich glaube, es sind Situationen, in denen ich das Gefühl habe, ich, bzw. mein Körper muss um jeden Preis funktionieren. Irgendwann wird wohl der Druck zu hoch, keine Ahnung... Welche psychologischen Ursachen dem zu Grunde liegen, weiß ich auch nicht.

        Was mir hilft, ist, zu versuchen, mich nicht auf meinen Körper zu konzentrieren, sondern auf meine Umwelt. Ich habe ja Angst, dass ich gleich keine Luft mehr bekomme, denn es fühlt sich so an, aber wenn ich die ganze Zeit meinen Blick nach Außen richte, fällt mir auf, dass sich nichts verändert. Das müsste es aber, wenn ich tatsächlich nicht genug Luft bekäme. Ich versuche, nicht in mich hineinzuhorchen, sondern eben das Gegenteil davon.

        Und wie du schon schreibst, die Panikattacke bewusst anzunehmen, hilft auch. Als sich fallen zu lassen. Das ist aber nicht so einfach.

        Mehr Tipps habe ich leider auch nicht. Hast du mal an eine Therapie gedacht? Glaubst du, dass es psychische Ursachen gibt?

      • Wenn medizinisch schon alles abgeklärt ist (Schilddrüse?) und du das Gefühl hast es hängt mit dem Zyklus zusammen, kannst du evl. mal deine Hormone per Speicheltest(!) überprüfen lassen....Progesteron, Östrogen, evl. DHEA, Cortisol. (Evl. übernimmt die Kasse die Kosten.) Diese Hormone haben mehr Einfluss auf das Wohlbefinden als die meisten wissen. Sollte dort ein Mangel oder Ungleichgewicht vorliegen, sind diese leicht zu substituieren. Aber bitte nicht selbst herumexperimentieren sondern einen Arzt/Gyn aufsuchen der sich damit auskennt!
        Alles Gute
        Rudyline

        Hört sich blöd an aber geh mal zum Zahnarzt!
        Mein Mann hatte so ziemlich das selbe und er knirscht!
        CMD Ist die Diagnose!

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