Pfefferspray? Habt ihr irgendwas dabei?

    • (1) 03.12.15 - 13:25

      Hallo,

      Würde mich mal interessieren. Meine Nichte hat sich eben eines bestellt. Sie ist vom Dorf zum studieren in die Stadt gezogen und wurde nun schon öfter am Bahnhof angepöbelt. Sie sagt ihr wäre wohler wenn sie was dabei hat.

      Wie ist das bei euch? Habt ihr was dabei für den Fall der Fälle?

      Lg

      • Ich habe mein Pfefferspray auch dabei. Aber auch immer meinen Schlüsselbund griffbereit. Was denkst du, wie man jemanden das Gesicht zerkratzen oder in die Augen stechen kann mit einem Wohnungsschlüssel.

        Heute würde ich jedoch das Pfefferspray gegen ein billiges Körperspray (meinetwegen auch Haarspray) tauschen. Pfeffersprays fallen unter das Waffengesetz. Und wenn du damit jemanden verletzt und keinen kleinen Waffenschein hast, kann das auch eine Anzeige nach sich ziehen (z.B. Verstoß gegen das Waffengesetz, ferner auch (versuchte) Körperverletzung). Bloß mal so als Tipp. Ein Täter kann in Deutschland halt auch ganz schnell zum Opfer werden. ;-)

        Wie Ninifee schon sagte:

        http://www.jurarat.de/ist-das-pfefferspray-deutschland-zulaessig

        Ich hab nichts dabei, wenn ich unterwegs bin.

        Hallo,

        nein, ich habe kein Pfefferspray.

        Früher hatte ich mal so ein kleines Haarspray mit. Wenn man das jemandem direkt in die Augen sprüht, hat man denselben Effekt, nämlich kurzzeitige Ablenkung.

        Wenn es tatsächlich eine große Bedrohung gäbe, würde ich mir entweder einen Bodyguard oder eine eigene Waffe zulegen (und ja ich kann damit umgehen seit ich Kind bin).

        GLG

      • Jede Waffe kann sehr schnell gegen das Opfer selber verwendet werden.

        Der Täter hat schliesslich eine Absicht und dadurch schon mehr Übersicht über die Situation.

        Die Wahrscheinlichkeit, dass das Opfer falsch reagiert und sich unter Umständen mit der eigenen Waffe selber verletzt, ist gegeben.

        Ich würde der Nichte einen Selbstverteidigungskurs empfehlen, worauf sie bei Bedarf auch aufbauen kann.

        Ich habe selber als junge Frau in einer Metropole gelebt. Wichtig sind halt die allgemeinen Sicherheitsratschläge:
        1) Nicht abgelenkt sein: Musik aus, nicht telefonieren. Wissen, was um sie herum vorgeht.

        2) Deutliche, selbstbewusste Körpersprache: Kopf hoch, gerade Körperhaltung
        3) Man kann zur falschen Zeit am falschen Ort sein: beleuchtete Strecken mit Verkehr bzw. mehr Menschen bevorzugen, dunkle, abgelegene Gassen vermeiden
        4) Wenn man das Gefühl hat, dass etwas nicht stimmt, dann eine Person ansprechen, wenn möglich auch ein Mitglied der Security oder Polizei wenn vorhanden.

        5) Nicht schlendern, warten, zügig zum Ziel gehen - wenn man verfolgt wird, das Ziel ändern zu einem öffentlichen Platz/ Polizeistation/ Krankenhaus...
        6) Wenn etwas nicht stimmt, agieren, nicht abwarten: weggehen, notfalls wegrennen, um Hilfe schreien ("Feuer!")... da ist ein Selbstverteidigungskurs eben gut, weil man lernt, welche Möglichkeiten man hat und wie und wann man sie anwendet.
        7) Better safe than sorry: wenn ein Mann in einer dunklen Ecke im Parkhaus eines Einkaufszentrums nicht aufstehen kann, darf man durchaus umkehren und Hilfe holen, falls man ein ungutes Gefühl hat.

        8) Auf das Bauchgefühl hören

        Es gibt einiger mehr... deshalb würde ich wirklich einen Kurs und Lektüre empfehlen.

        Wir haben von der Universität auch Alarme bekommen: ein Ruck und das Ding machte einen Höllenlärm!

      Nein, habe ich nicht. Ich lebe seit gut 10 Jahren in der Großstadt und muss sagen, dass ich mich hier - gerade nachts - deutlich sicherer fühle als vorher in der Kleinstadt.

      Diese Stadt schläft nie, man ist niemals allein auf der Straße. Am Bahnhof schon gleich gar nicht.

      Der Nichte würde ich empfehlen, das Pfefferspray stecken zu lassen (Gründe wurden ja schon genannt) und mich ninnifees Idee mit dem Schlüssel anschließen.

      Viele Grüße!

      Huhu,

      Wenn ich ohne Auto alleine im Dunkeln unterwegs bin, habe ich grundsätzlich meinen Hund dabei.

      Lg

      Andrea

      Ich halte den von margaery beschrieben Alarm für sehr zweckmäßig, gibt es online zu kaufen. An 140 Dezibel hat man viel Freude....
      Wenn Pfefferspray, dann ausdrücklich "Hundeabwehrspray" kaufen. Das ist durchaus erlaubt, wenn man schon schlechte Erfahrungen mit Hunden machte.... Und, der Sprühstrahl geht weiter und ist stabiler. Tip habe ich von einer Hundeausbilderin.
      Pfeffersprayfläschchen mit Schutzkappe drauf ist ....naja....bis ich das aus der Handtasche gepfriemelt habe, ist es zu spät.
      Es gibt Sprays mit Panikverschluß, die gehen los, wenn sie sollen - und nicht in der Handtasche.
      Übrigens: Letztendlich wäre es mir sowas von egal, wenn ich angezeigt würde, wenn ich mich wehren musste!!!! Hauptsache, der andere hat verloren und nicht ich!
      LG Moni

      PS: Wenn man sich ein Abwehrmittel zulegt, sollte man sich auch genau damit beschäftigen.......vorher!

      Hallo,

      ja, ich hab Pfefferspray dabei - eigentlich zur Hundeabwehr ;-). Ich weiß aber nicht, ob ich es nutzen würde, man braucht ja nur falsch im Wind zu stehen und dann bekommt man die Ladung selber ab.

      Ich verlass mich eher auf mich selber - ich kann Karate und mach immer wieder Selbstverteidigungskurse mit :-p

      LG Claudia

      (13) 04.12.15 - 08:23

      Hallo,

      ich habe ein Pfefferspray dabei (mit Panikverschluss). Gekauft habe ich es wg. der Hunde beim Joggen im Wald, da ich schon öfters angegriffen wurde.

      Mittlerweile trage ich es immer bei mir. Ob in meiner Handtasche im Alltag oder beim Laufen im Wald. Benutzt habe ich es noch nicht. Aber ich würde es mit Sicherheit, wenn mein Leben in Gefahr wäre.

      LG

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      Nein, ich hatte im Zweifel den Schlüsselbund gut aufgeteilt zwischen meinen Fingern (überall schauten die Spitzen hervor), alles andere ist Blödsinn, meine ich. Bis ich ein Pfefferspray einsatzbereit und die Windrichtung überprüft habe, hat der Angreifer meinen Arm auf meinen Rücken gedreht und das Spray liegt am Boden.
      Ich bin nicht Agent 007 und auch keine Frau mit schwarzem Gürtel.

      Aber ich sehe es wie Scully. ich habe keine Angst (nur im Wald, und da geht es um Zombies und sonstige Monster, da hilft kein Schlüssel und kein Spray...) und bin kein Opfertyp. Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass mir unter Menschen nicht viel passiert. Ich werde ausserdem bei bedrohlichen Situationen eher wütend als ängstlich - das kann auch zum Verhängnis werden, aber bisher habe ich aggressive Menschen mit meinem Verhalten eher verschreckt als sie dazu eingeladen, mich anzugreifen.
      Mit der Einstellung bin ich Nachts als Studentin sorglos allein durch meinen Kiez Kreuzberg und durch den Rest Berlins gestiefelt und so bewege ich mich auch heute noch als wieder gewordenes Landei sicher durch Großstädte

      -

      nur in den Wald muss Nachts jemand mitkommen. #schrei

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