Wenn Kollegen "blaumachen" ... wie reagieren?

    • (1) 16.12.15 - 21:51

      Guten Abend,

      mal eine Frage ... wie würdet auf das Folgende reagieren: Wir haben einen Auftrag, der muss die Woche noch fertig werden. Provisorische Deadline ist Montag. Wir arbeiten in einem Team. Eigentlich war alles gut und lief nach Plan. Da meldete sich am Montag eine Kollegin (Teilzeit) für die komplette Woche ab, weil ihr Kind krank war (da hat man ja solche "Pflegetage" oder wie auch immer das heißt). Wir haben kurz geflucht ... Aufgaben neu verteilt. Kann ja niemand was dafür.

      Eine Kollegin hat sogar noch einen Urlaubstag wieder zurückgegeben. Wir liegen gut in der Zeit ... allerdings habe ich gestern und heute jeweils ganz ordentlich Überstunden geschoben. Aber gut. Schätze wir werden Morgen Mittag fertig ... Freitag der Feinschliff und der Segen des Chefs. Aber wir ackern wirklich ganz ordentlich.

      Jetzt ruft mich gerade eine Kollegin (gleiche Abteilung, anderes Team) an und erzählt Folgendes: Sie hatte heute frei und geht in die Therme (ein gutes Stückchen Fahrt von hier ...) und trifft dort zufällig die Kollegin, die "kinderkrankenfrei" hat. Mit einer Freundin. :-[ Spricht sie auch an, dass wir ja alle ziemlich unter Stress sind ... meint unsere Kollegin, ja, Kind war Montag und Dienstag krank, heute hätte sie das Kind mal versuchsweise in den Kindergarten gebracht (der Kindergarten ist gute 30 Minuten Fahrt von der Therme, wäre es dem Kind schlecht gegangen, hätte man sie nicht mal telefonisch erreicht. Ehrlich, ich bin megasauer. Angeblich war sie so gestresst von dem kranken Kind, dass sie mal eine "Auszeit" brauchte.

      Was würdet ihr machen (ich denke, nach dem Treffen heute, wird sie Morgen oder spätestens am Freitag wieder in der Arbeit aufschlagen)? Sie ansprechen? Die Sache auf sich beruhen lassen weil ich nicht der Blockwart bin?

      GLG
      Miss Mary

      • Hallo,

        ich kann deinen Ärger verstehen, würde aber an deiner Stelle nichts dazu sagen. Was erhoffst du dir denn davon, wenn du sie ansprichst?

        Habt ihr Anspruch auf Lohnfortzahlung? Dann könntest du das wahrscheinlich eurem Arbeitgeber melden. Wenn nicht, zahlt die Krankenkasse Krankengeld, wenn sie bestätigt, dass sie der Arbeit ferngeblieben ist um das Kind zu betreuen. Das muss sie wohl mit sich ausmachen.

        Unser Kindergarten nimmt übrigens keine kranken Kinder an. Nach Krankheit muss man eine Gesundschreibung vorlegen. Das scheint im Kindergarten deiner Kollegin ja anders zu sein.

        LG

        • Hallo,

          "Nach Krankheit muss man eine Gesundschreibung vorlegen. Das scheint im Kindergarten deiner Kollegin ja anders zu sein."

          Das hängt von der Krankheit des Kindes ab, zumindest bei uns. Wenn ein Kind z.B. einen grippalen Infekt hat (Husten, Schnupfen, Fieber), dann braucht es keine Gesundschreibung, um wieder in den Kindergarten zu dürfen.

          Wie ich mit dieser Kollegin umgehen würde, weiß ich nicht, ehrlich gesagt. Finde das Verhalten ziemlich arschig, ob ich es ansprechen würde, käme auf unser sonstiges Verhältnis an.

          Viele Grüße!

          • Habt ihr es gut. Hier muss man nach jeder Krankheit eine Gesundschreibung abgeben. Wenn das Kind so krank ist, dass es nicht in den Kindergarten gehen kann, will der Träger sicher gehen, dass das Kind wieder fit und nicht mehr ansteckend ist. Ich glaube das ist dem geschuldet, dass manche Eltern ihren Kindern frühs ein Fieberzäpfchen geben und es in den Kindergarten bringen oder nach Fieber nicht mal einen Tag abwarten können, bis sie ihr Kinder wieder bringen.

            Das führt allerdings auch dazu, dass manche ihre Kinder nicht krankmelden, sondern einfach "Urlaub" machen. Habe ich auch schon gemacht als ich ohnehin zu Hause war und keinen Bedarf für einen Arztbesuch gesehen habe. Wenn man arbeiten geht, muss man ja aber sowieso zum Arzt, damit man zu Hause bleiben kann. Unsere Kinderärztin gibt uns dann auch gleich die Gesundschreibung für den Kindergarten mit.

            Ich kann diese Vorgehensweise verstehen, sehe aber auch Nachteile. Mancher Kinderarzt verdient sich an den Gesundschreibungen eine goldene Nase. Da kostet so ein Werbezettel mit Unterschrift der Arzthelferin mal eben 2,50€. Wer infektanfällige Kinder hat, wird da im Herbst und Winter beinahe arm. Unsere Ärztin lässt sich die Zettel nicht bezahlen und unterschreibt auch selbst, aber das scheint hier eher die Ausnahme zu sein...

            LG

      Ich würde kein Fass aufmachen, sie aber wohl fragen, ob sie sich denn gut erholt hat, mit dem Hinweis, dass du einen Tag Therme jetzt auch nötig hättest nach der ganzen Mehrarbeit.

      Ändern kannst du sowieso nichts und schlechte Stimmung im Team nutzt am Ende auch niemandem etwas. Auch, wenn dieses Verhalten natürlich unter aller Kanone ist. Gibt eben so Leute, die maximal wissen, wie man Teamgeist schreibt.

      Auf jeden Fall wünsche ich dir, dass du trotz des Stresses und Ärgers eine schöne Vorweihnachtszeit hast. :-)

      Hallo,

      ich kriege bei solchen Leuten echt die Wut. Ich würde sie direkt darauf ansprechen. Wenn ihr Kind fit genug ist den Kindergarten "zu versuchen" hätte sie ihren Arsch zur Arbeit schleppen müssen. Schon klasse, der Arzt gibt ihr das Attest für eine Woche und sie bringt das Kind in die Kita und macht auf Wellness. Da waren für 2015 wohl noch Tage übrig die sonst verfallen wären.

      Die Stimmung wäre mir scheißegal, solche Schmarotzer und Kollegenschweine gehören nicht gedeckt! Und selbst wenn man sie nicht beim Vorgesetzten anscheißt würde ich sie das deutlich spüren lassen, was ich davon halte. Die hätte bei mir richtig Spaß!!

      LG

    Hallo

    So ne Kollegin hatte ich letztes Jahr auch. Die brauchte in den Ferien unbedingt Urlaub da sie genau für eine Woche keine Kinderbetreuung hatte. Ok ich habe dann auf zwei Tage Urlaub verzichtet und andere Kollegen auf freie Tage. Dann passiert folgendes. Die postet bei Facebook Bilder aus Berlin mit ihrem neuen Partner und ihr ex Bilder von den Kindern hier aus einem Tierpark. Ich kenne ihren ex zwar nicht aber wenn die dann so doof ist und die Bilder kommentiert selber schuld das das raus kam.#klatsch

    Dann hätte ich mit meiner Tochter einen späten Termin im spz zum EEG. Ab 17 Uhr da sie in der Ganztagsschule ist. Musste ich absagen da Madame keine Kinderbetreuung hatte. Hatte sie wohl weil jeder das wusste das sie ihre Kinder lieber von hinten sieht als von vorne. Wer schon am letzten Schultag laut über den Schulhof brüllt ja geil gleich habe ich 6 Wochen kinderfrei.

    Da war ich echt sauer weil hier ging es um die Gesundheit meiner Tochter. :-[

    Ich habe meinen Unmut auch meinem Chef mitgeteilt weil sowas geht nicht.

    Lg

    (9) 17.12.15 - 08:44

    Hallo,

    ich kann deine Wut voll verstehen. Ich würde ihr auf jeden Fall zu verstehen geben, wie ich ihr Verhalten finde. Und eventuell es auch dem Chef erzählen. Solche Leute machen das immer wieder, wenn sie einmal damit durchkommen. Wir haben solche Kollegen leider auch.

    Zumal es ja schon an Betrug grenzt, denn die Kollegin lässt sich von ihrer Krankenkasse Kinderkrankengeld zahlen, obwohl sie das Kind gar nicht betreut sondern Wellness macht. Da hat man fast Lust bei der Krankenkasse anzurufen.

    Liebe Grüße

    Bei uns ist es so, dass das Kind nach einem Infekt einen Tag fieberfrei sein muss, bevor es wieder zur KiTa kann. Wie das bei Kindern manchmal so ist - es geht ihnen extrem schnell ziemlich schlecht und dann sind sie genauso plötzlich wieder fit. Trotzdem muss man dann vielleicht noch einen Tag mit dem gesunden Kind zu Hause bleiben oder aber nach einer Krankheit erstmal probieren, ob das Kind dem KiTa-Alltag standhält.

    Ich finde es allerdings mehr als unverschämt und einen eindeutigen Missbrauch von Kind-krank-Tagen (10 pro Jahr, 20 bei Alleinerziehenden), dass die Kollegin saunieren geht, wo sie für die KiTa nicht einmal telefonisch erreichbar ist. Dass sie den KiTa-Tag "probiert" war hier anscheinend eine klare Ausrede.

    Jemanden beim Vorgesetzten anzuschwärzen, halte ich trotzdem nicht für den richtigen Weg. Es kommt dabei aber auch sehr stark auf die Beziehung zum Vorgesetzten an. In kleineren Betrieben ist es ja durchaus möglich, dass man sich auf eine sehr persönlichen Ebene begegnet, da geht das vielleicht eher.

    Allerdings hätte die Kollegin in meinem Team ab ihrer Rückkehr keine Freude mehr. Ich würde sie deutlich spüren lassen, was ich von ihrem Verhalten halte. War sie denn wenigstens so schlau, einen Tag später wieder zu kommen oder blieb sie tatsächlich die ganze Woche zu Hause???

    • <<<Ich finde es allerdings mehr als unverschämt und einen eindeutigen Missbrauch von Kind-krank-Tagen (10 pro Jahr, 20 bei Alleinerziehenden), dass die Kollegin saunieren geht, wo sie für die KiTa nicht einmal telefonisch erreichbar ist. Dass sie den KiTa-Tag "probiert" war hier anscheinend eine klare Ausrede.>>>

      Genauso sehe ich das auch. Es ist schlichtweg Betrug. Sie wird dafür bezahlt, wenn auch von der KK, dass sie ihr Kind im Krankheitsfall betreut. Wo ist bitte das Kind krank, wenn es in die Kita gehen kann. Sie entscheidet über den Arzt hinweg, dass ihr Kind wieder kitatauglich ist, obwohl der Arzt wahrscheinlich nicht umsonst eine Woche meint. Somit missbraucht sie die Krankentage für das Kind. Auch verstehe ich die Einrichtung nicht.

      Ich würde es bei ihr ansprechen, wenn sie wieder da ist. Das geht gar nicht und ist unkollegial.

Hallo,

naja, ich wäre natürlich auch sauer, aber wenn sie denn heute auf Arbeit gekommen ist, dann ist es schon noch OK. Sie wusste ja nicht ob sie ihr Kind wieder abholen muss.

Ansprechen würde ich es vermutlich, Therme ist schon ein bissl krass. Wenn ein Anruf kommen würde, ist man nicht mal eben fix im Kindergarten.

LG

Hallo,

in solchen Situationen bin ich eiskalt. Ich hätte die Kollegin auf jeden Fall angesprochen und zwar dahingehend, dass sie bei der Karnkenkasse nur zwei Kind-krank-Tage abrechnet und für die restlichen drei Tage Urlaub nimmt. Und da die ja sicher der Chef genehmigen muss, wird das Ganze ein Nachspiel haben. Was wäre gewesen, wenn noch jemand plötzlich und echt krank wird und ihr den Auftrag nicht geschafft hättet?

Viele Grüße

Heike

Hallo,

ich kann Deinen Ärger voll und ganz verstehen. Nur darf sie kein "Kindkrank" machen, wenn das Kind im Kiga ist, sprich, so, wie sie das Kind wieder abgegeben hat, hätte sie auch wieder zur Arbeit erscheinen müssen.
Ich würde meine Unmut ihr gegenüber schon zum Ausdruck bringen, das ist dreist. Ich würde auch den AG informieren, solche AN braucht kein Unternehmen.

LG

Und? Ist sie da?
Bin neugierig was du gemacht hast ... #schein

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