Kennt sich jemand mit Traumdeutung aus?

    • (1) 20.01.16 - 09:48

      Schönen guten Morgen euch allen.

      Habe da mal eine Frage.
      Ich träume sehr oft von Achterbahnen.
      Habe dazu im Internet schon einiges gefunden
      (Auf und ab im Leben, unerfüllte Wünsche usw...)

      Aber man kann ja immer nur einen Begriff eingeben, und nie den kompletten Traum deuten lassen. Und ich träume nun eben nicht "nur" von der Achterbahn ansich, da sind noch so viele Nebenfaktoren wenn man das so nennen kann....

      Z.b. habe ich bei diesen Träumen immer so ein ganz komisches mulmiges Gefühl im Bauch.
      Die Gegend wirkt komisch....misteriös aber auch irgendwie beängstigend. Dann sind die Achterbahnen meist rostig und sehen total alt und nicht mehr fahrtauglich aus. Trotzallem steige ich jedesmal ein, der Bügel geht runter....ich merke dann sofort es stimmt was nicht....möchte wieder raus, aber es ist jedesmal zu spät. Dennoch läuft die Fahrt meistens normal und sogar eher langweilig ab....es passiert nichts.

      Aber ab und zu passieren dann total übertriebene Sachen.....das Konstrukt auf dem ich fahe ist dann plötzlich total unlogisch gebaut....im Realen leben könnte man das dann so niemals benutzen/befahren und es hätte keine Stabilität und würde auseinander fallen. Oft ist es dann auch plötzlich ein anderes Fahrgeschäft das einen rumschleudert. Dann sitzt man da drin, hat nix woran man sich richtig festhalten kann....nur viel zu dicke Stahlrohre/Stangen die man notgedrungen irgendwie umklammern kann...und es entsteht Todesangst...

      Letztens habe ich von einem Fahrgeschäft geträumt, das eigentlich für Kinder gedacht ist.

      (Pferde die auf einer Schiene langsam entlang fahren und dabei ein wenig auf und ab wippen) ich setz mich also drauf....und es ging los. Alles ganz normal....doch plötzlich fährt das Teil mit mir aus dem Park hinaus, durch eine stinknormale Wohngegend....da vorbei und mitten über eine Landstraße und danach voll in die Pampa rein....und danach war der Traum zu ende.....was soll mir das sagen?

      Heute Nacht habe ich wieder von einer Achterbahn geträumt. Ein Wagon hatte 4 Sitze. 2 Vorne und 2 hinten. Zum ersten mal fuhr ich diesmal nicht allein. Meine Tochter war dabei. Ich steig also vorne ein...zieh den Bügel runter, und da man noch so gute zum anschnallen hatte, schnallte ich mich auch an. Plötzlich bemerkte ich, das meine Tochter nicht neben sondern hinter mir Platz genommen hatte, und mit dem Gurt kämpfte...und da sie es nicht hin bekam sofort hysterisch wurde, weil die Fahrt gleich los ging. Ich konnte ihr nicht mehr Helfen da ich selbst schon gesichert war.

      Den Gurt hat sie dann einfach provisorisch irgendwie zusammen geknotet, aber der Bügel war noch oben.....und schon ging die Fahrt los....ich hab geschrien wie am spieß, wollte wieder raus....aber es war zu spät....und jetzt kommt der Hammer: die Bahn fuhr einfach nur gerade aus (mit gaaaanz minimalen Kurven die man kaum gespührt hat) durch den Park und blieb dabei die ganze Zeit auf dem Boden....kein Hügel, nix, null.

      Zwischendurch hatte ich dann wieder das Gefühl garnicht mehr im Park zu sein.... und dann sind wir am Ende doch noch eine etwas stärkere Kurve gefahren, waren wieder mitten im Park, lichterketten, Musik, Getümmel und ein mega Tamtam...und sind einfach stehen geblieben und es ging nicht mehr vorwärts. Habe dann von meinem Platz aus ein paar Rutschen beobachtet (Röhrenrutschen wie man sie vorwiegend von Hallenbädern kennt) und mich im Traum an einen anderen Traum erinnert wo ich GENAU von diesen Rutschen schonmal geträumt habe!!! Das war so komisch!

      Ich hoffe es kann jemand etwas mit dem langen Text anfangen und mir sagen was das alles zu bedeuten hat, weil ich träume wirklich oft von Achterbahnen, Fahrgeschäften....auch vom Autofahren (habe noch keinen Führerschein)

      Vielleicht weis ja jemand was das alles bedeuten könnte. Danke schonmal.

      Gruß Kunigunde

      • Immer wiederkehrende Träume sind ein Zeichen dafür, dass Dein Unterbewußtsein etwas nicht komplett verarbeitet hat. Es hängt quasi in der Verarbeitung fest und versucht die Verarbeitung immer wieder neu zu starten, scheitert aber wohl offensichtlich.
        Das hat nichts mit irgendwelchen Deutungen zu tun, Du trägst halt was mit Dir rum, was nicht verarbeitet ist.

        Wenn es Dich zu sehr belastet, kannst Du mal ein EMDR/Wingwave Coaching machen, da kann man soetwas sehr gut auflösen.

        Hallo Kunigunde,
        spontan ist mir dazu eine Frage an Dich eingefallen, die du dir mal stellen kannst.
        Vertraust du dem Leben?

        Denk mal darüber nach.
        Liebe Grüße
        Ashaka

        • Hallo.

          Wie kommst du gerade auf diese Frage?

          Aber wenn ich die jetzt spontan beantworten müsste.....würd ich eher nein sagen....bin schon extrem oft enttäuscht worden in meinem Leben was Freunde und sogar Familie betrifft....von daher trau ich eigentlich keinem mehr....also könnte man zusammenfassend eigentlich echt sagen, ich traue dem Leben nicht wirklich.

          Was bedeutet das jetzt aber im Zusammenhang mit meinen Träumen?

      Hallo Kunigunde,
      Sorry, ich hatte vorhin nicht genügend Zeit, näher auf deine Träume einzugehen.
      Also...
      Ich vermute, die grundsätzliche Kernaussagen deiner ganzen Träume hat etwas mit dem Vertrauen zu tun, Vertrauen zu dir selbst, Vertrauen zu anderen Menschen, hauptsächlich mit dem Vertrauen ins/zum Leben.
      In deinen Achterbahnteäumen geht es ja hauptsächlich darum, daß du dich dort ausgeliefert fühlst, keine Konteolle hast. So ist es im Leben auch: du weißt nicht, ob du dir vertrauen kannst. Einerseits möchtest du gerne (du steigst ja trotzdem immer wieder in die Fahrgeschäfte ein), hast dann aber doch Angst, ob es richtig war, dir zu Vertrauen. Andererseits ist es auch das Vertrauen ins Leben. Du weißt, nichts im Leben ist wirklich sicher, gar nichts. Damit muß Mensch leben. Du möchtest dem Leben Vertrauen, hast dann aber Angst, dich völlig darauf einzulassen. Du steigst in die Achterbahn (=Leben), hast aber Angst davor, ob du dich darauf wirklich einlassen willst, weil, dem Leben Vertrauen heißt auch, die Kontrolle aufzugeben und anzunehmen, was auch immer da kommen mag. Du hast ja dann auch Angst, wenn die Fahrt losgeht. Im ersten geschilderten Traum (Pampa) stellst du dann fest, daß nichts Schlimmes geschieht. Warum auch? Das Leben trägt dich. Du hast immer wieder Angstzuständen Vertrauen und gehst vom schlimmsten aus. Selbstinstallation dem Traum mit deinem Kind (nicht wirklich gesichert usw.) zeigt dir das Fahrgeschäft (Leben) Hey, hab Vertrauen.

      Ich denke, deine Seele will dich auf genau diese Themenschwerpunkte aufmerksam machen.

      Fragen wären:
      Vertraust du dem Leben?
      Vertraue ich wirklich?
      Wieso habe ich Angst zu Vertrauen?
      Welchen Stellenwert hat Sicherheit für mich?
      Woraus meine ich, Sicherheit beziehen zu können?
      Fühle ich mich sicher und geborgen im Leben?
      Fühle ich mich vom Leben getragen? Jederzeit?
      Ich denke, dies sind genug Fragen, um mal eingehender darüber nachzudenken. Sei kritisch, sei ehrlich mit dir selbst. vielleicht offenbart sich hier ein wichtiges Lernthema für dich.

      Ich drücke dich und hoffe, ich konnte dich ein wenig unterstützen.
      Alles Liebe.
      Ashaka

      • (6) 22.01.16 - 21:52

        Sorry, ich muss zwei Sätze korrigieren, blöde Autokorrektur!

        Ich meintekeine Angstzustände, sondern Angst zu Vertrauen und keine Selbstinstallation, sondern Selbst in dem Traum.

      • Vielen lieben Dank für diese Liebe und ausführliche Antwort. Das bringt mich echt zum nachdenken. Aus dieser Perspektive hab ichs auch noch nie betrachtet. Da könnt echt was dran sein....

        Danke, gruß Kunigunde <3

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