Seit Unfall zwischendurch Panik

    • (1) 05.02.16 - 23:36

      Hey Urbia Gemeinde, ich wollte mal fragen ob es jemandem von Euch auch so erging.

      Vor 2 Tagen hatte ich einen "kleinen" Unfall. Habe den nicht mal verschuldet, mein Auto hat geparkt und ich wollte nur die Einkäufe vom Rücksitz holen, als ich auf einmal was ganz merkwürdiges an der Hüfte gemerkt habe (glaube ich; kann mich nicht zu 100% daran erinnern, nur an den Ruck). Nicht mal den Knall habe ich wirklich gehört. Wir wohnen in einer abknickenden Vorfahrtsstraße, allerdings ist wirklich genug Platz.

      Es war dunkel und ich habe ein dunkles Auto. Da ich die Straße hier ja kenne, war meine Tür bis zu meinen Kniekehlen ran gezogen. Soweit okay.

      "Witziger"weise ist es genau mein Fahrschulwagen samt Fahrlehrer gewesen, die mich da fast mit genommen hätten. Mein ehem. Fahrlehrer war kalkweiß im Gesicht, hat den Wagen fast gänzlich rum gerissen, ich weiß nicht genau WIE sowas passieren kann; denn wer fährt in einer abknickenden Straße einfach geradeaus??

      Ja, jedenfalls war das gewaltig knapp. Mein Freund dachte ich verasche ihn, weil ich lachend im Flur stand und meinte "Du glaubst ja nicht was grad passiert ist! Haha!"

      However. Die Polizei kam und die meinte ich war nicht schuld. Auto fährt noch, nachdem die Tür von meinem Freund gewaltsam wieder "eingerenkt" wurde. Sie steht allerdings wie ein kleiner Flügel ab.

      Ich bin auch direkt am nächsten Tag wieder gefahren. Das ist nicht das Problem.

      Aber zwischendurch bekomme ich ganz merkwürdige Panik. Richtig Panik. Kein mulmiges Gefühl. Herzrasen, Schweißausbrüche, Zittern und ich kann meiner Aktivität nicht mehr folgen. Ich weiß, das es damit zu tun hat. Aber ich komme mir komisch vor weil mir ja eigentlich gar nichts passiert ist. Ich war nah dran, ja, aber im Grunde habe ich keinen einzigen Kratzer. Finde es umso unverständlicher.

      Ging es mal wem ähnlich und geht das mit der Zeit weg?

      Langsam finde ich es doch unangenehm. Es ist mehrmals am Tag, so zwischen 7-10 Mal.

      LG

      • Ich finde ne Panikattake nach einem solchen beinahe Erlebnis nicht ungewöhnlich.

        Lass Deiner Psyche Zeit Es zu verarbeiten und nimm die Panik gelassen hin.

        Heißt, wenn das nächste Mal ne Panik kommt sag Dir: "Hallo Panik , da bist Du ja wieder. Na, muss der Stress wieder raus.
        Hallo Herz , hast Du gerade das Bedürfnis schneller zu schlagen , ok, mach mal.
        Hallo Kniee , na, gerade etwas wackelig? Na gut, solange ihr dafür sorgt , dass ich trotzdem auf Euch stehen kann, dann halte ich das Wackeln aus. Usw..."

        Damit sorgst Du dafür dass es kein Selbstläufer wird und Du Angst vor der Angst bekommst.

        Alles Gute

        Hallo,

        doch ja ist normal.

        Die Türe würde ich richten lassen an eurer Stelle damit sie wieder richtig abdichtet.

        Ich hatte vor Jahren einen sogar selbst verschuldeten Unfall der auch noch groß in Presse und TV kam. Jeder der mein Auto am Abschlepper hängen sah (Kennzeichen war nicht zu sehen) wusste direkt das ich das war :P

        Nach dem Unfall bekam ich Panik Attacken wenn ich auf der Autobahn nen LKW überholen wollte und so schlich ich Monatelang lieber auf der rechten Spur als zu Überholen auch wenn Platz war (Unfall war auf Landstraße und ich verlor Kontrolle weil ich weit rechts fuhr uns ins Bankett geriet). Ich bin dann irgendwann aus Verzweiflung in meine ehemalige Fahrschule hab mein Problem geschildert und hab nochmal Fahrstunden genommen und mit dem Fahrlehrer drüber gesprochen. Danach wurde es nach und nach besser.

        Deine Psyche braucht Zeit, hol dir mal Bachblüten da gibts Rescue Perlen für den Notfall und sprech ruhig mal mit deiner Fahrschule drüber. Sind Unfallfolgen die solltest auch ärztlich anmelden da dein Alltag derzeit ja doch eingeschränkt wird dadurch.

        Hallo,

        ich finde das nicht ungewöhnlich. Gut, dass nichts schlimmeres passiert ist!

        Wichtig finde ich, dass Du aktiv wirst und Dich mit der ganzen Sache auseinandersetzt.
        Erstmal geh zur Fahrschule und sieh zu, dass der Schaden am Auto reguliert wird!

        Und DANN geh zu Deinem Hausarzt und schildere Deine Symptome.

        "Aber zwischendurch bekomme ich ganz merkwürdige Panik. Richtig Panik. Kein mulmiges Gefühl. Herzrasen, Schweißausbrüche, Zittern und ich kann meiner Aktivität nicht mehr folgen."

        Egal, ob Du das vernünftig und nachvollziehbar findest - diese Symptome sind da, sie schränken Dich ein, und Du solltest das angehen.

        Alles Gute!

      • (5) 06.02.16 - 13:50

        Ich finde das in nächster Zeit völlig normal, dein Körper ist jetzt auf "Alarm" programmiert.

        Ich hatte mal einen Unfall mit einem Zug (zum Glück war der echt langsam unterwegs), ich habe keine Ahnung wie lange es wirklich gedauert, aber jedesmal wenn ich danach im Auto einen Bahnübergang gekreuzt habe kam das durch. Das ging sogar so weit, das ich dieses quietschende Geräusch plötzlich im Ohr hatte und meinen Fahrer angebrüllt habe: Stop, ein ZUG! Vollbremsung inklusive, zum Glück war niemand hinter uns.

        Hatte ich schon erwähnt, das mich niemand wirklich gerne als Beifahrer dabei haben wollte#rofl.
        #winke

        Ganz normal. Der erste Schreck ist verflogen und deinem Unterbewusstsein ist jetzt klar geworden was da hätte passieren können.

        Ich habe noch keinen Unfall verschuldet, aber mir ist 2x einer hinten rein, einmal an ner roten Ampel (vor mir stand noch ein riesen LKW und mein Auto war knallrot also eher nicht so leicht zu übersehen), mein Auto vorne und hinten platt weil der mich noch gegen den LKW geschoben hat, ich konnte mich 2 Wochen kaum Bewegen dank HWS-Trauma. Beim 2. mal habe ich in einer auf der Straße eingezeichneten Parkfläche bei mir vor der Haustüre gehalten. Schön mit Blinken, langsam abbremsen.....der hinter mir war schon ein ganzes Stück weit hinter mir und ist hier aus dem Ort. Sprich kennt die Parklücke und hätte auch evtl erkennen können das da vor ihm das Auto ist das immer hier geparkt ist. Aber er meinte nachdem er mein Auto zum wirtschaftlichen Totalschaden verarbeitet hatte (wäre er mal gerade drauf, nein, versucht noch aus zu weichen und kracht hinten auf die Ecke, schiebt ihn vorne noch auf den hohen Bordstein so das auch noch was an der Achse war) und mir ne nette Beule verpasst hat (Stirn an Lenkrad, ich hatte mich gerade ab geschnallt) "Ich hab das gar nicht registriert das sie angehalten haben, ich war irgendwie in Gedanken".

        Seit dem, wenn ich irgendwo im fließenden Verkehr anhalten muss, Ampel, Rückstau beim Abbiegen, Parkfläche.....der Blick wechselt immer hin und her Rückspiegel, "was kommt von hinten, hat der gesehen das ich stehe" und Ampel oder Gegenverkehr...
        Und meine Kinder dürfen sich hier vor der Türe erst abschnallen wenn keiner mehr von hinten kommt. Mache ich auch so. Wäre der damals schneller gewesen oder ganz ungebremst in mich gekracht wäre es nicht mit ner Beule getan gewesen.

      • Hallo,

        ich finde deine Reaktion normal.
        Vor einigen Jahren (ca. 6?) hatte ich einen Unfall bei Glatteis.
        Mein Auto - Totalschaden, das Auto vom Unfallverursacher - Türgriff etwas eingedrückt.

        Ich bin am nächsten Tag auch wieder gefahren - mit einem Leihauto. Das ging auch. Auch danach mit meinem neuen Wagen. Aber ich war während der Fahrt nicht fähig mal den Radiosender umschalten. Ich war mehrere Monate wie gelähmt, "fest gebissen" ins Lenkrad, von jeder Seite Gefahren vermutend.

        Das hat sich dann aber wieder gelegt.

        Alles Liebe

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