Gott ist nicht tot.

    • (1) 18.02.16 - 00:36

      Hallo ihr lieben,

      Wie sieht es bei euch aus? Glaubt ihr an Gott?
      Welche Erfahrungen habt ihr mit ihm gemacht?

      Schreibt das was euch einfällt und wie ihr zu dem Glauben steht ..??

      An was ich glaube, nenne ich nicht bei einem Namen.

      Es ist das Gefühl, zu leben. Zu lieben. Zu atmen.

      Schwer in Worte zu fassen.

      Ich glaube nicht an einen alten Mann, der einen Sohn als Erlöser auf die Erde gesandt hat.

      Ich glaube an Bäume, Berge, Ozeane.

      Ich glaube an die Atmosphäre, den Sturm, die Kraft der Sonne, an die Luft zu atmen.

      Dann an die Menschheit, an das Leben, an die Liebe, an die Kunst.

      Darin ruht mein "Glaube".

      Was aber in meinen Augen nix mit Esotherik zu tun hat.:-)

      L G

      White

      Nein

      Nein.

      Hallo,

      manchmal habe ich mit Gott so meine Schwierigkeiten gehabt.

      Aber in letzter Zeit habe ich sehr oft gebetet, nicht nur in der Kirche (bin selbst evangelisch, bete aber auch in katholischen Kirchen, weil da, wie ich empfinde, eine ganz besondere Atmosphäre herrscht), sondern auch zu Hause.

      Nicht nur zu Gott. Und es hat mir schon in manchen persönlich sehr schwierigen Phasen geholfen.

      Aber, das muss jeder mit sich selbst ausmachen.

      GLG

      Nein, nicht mehr

      Gruß

      Andrea

      Huhu Rose,

      Ich habe mich die letzten Monate recht intensiv mit dem Thema Religion und Glaube auseinander gesetzt.

      Ich bin in meiner Kindheit (streng) atheistisch erzogen wurden. Alles was mit Gott, Bibel und Kirche zu tun hat ist eine Lüge um Geld zu machen. Das ist einfach ein riesiger Schwindel, an dem dumme Menschen glauben, wenn sie mit ihrem Leben nicht klar kommen.

      Als ich älter wurde, fing ich an das alles zu hinterfragen und habe mich mit verschieden Religionen beschäftigt. Ich habe die Bibel, den Koran und die Thora gelesen, ich wollte verstehen, was Gläubige in ihnen finden. Zudem habe ich mich mit verschiedensten Priester, Pfarren, Rabbis und Imanen gesprochen.

      Und konnte nie eine richtige Antwort finden. Ich habe einfach nicht verstanden, warum Menschen daran glauben, warum ihnen ihr Glaube so viel Kraft gibt.

      Dann hatte ich ein Gespräch mit meiner Uroma. Sie ist (oder war) gläubige Jüdin und war sogar in verschiedenen Konzentrationslagern. Ich habe sie gefragt, warum sie noch an "ihren" Gott glaubt, obwohl der ihr so viel Kummer und Schmerz bereitet hat.

      Ihre Antwort hat mich überrascht. Sie hat mir erklärt, dass es keinen Gott gibt, das woran sie glaubt, wird von vielen als "Gott" benannt, aber sie nennt es einfach "Glaube". Und auf meine Frage, woran sie glaubt, musste sie schmunzeln. Sie meinte, sie glaubt an mich, an sich, an euch, an alles. "Gott" ist ein anderes Wort für Liebe. In jedem von uns steckt etwas göttliches, weil wir in der Lage sind zu lieben und Liebe zu empfangen. Wenn sie betet, betet sie nicht zu einem Gott, sondern zu sich selbst und dafür, dass die Liebe ihrer Mitmenschen stark genug ist um sie durch düstere Zeiten zu begleiten.

      Bisher war das für mich die logischste Erklärung. "Gott" ist der Grund warum wir lieben können.

      Wenn ein neues leben entsteht, in dem Moment, wo eine Eizelle und eine Spermium miteinander verschmelzen, hat der Zellhaufen noch nichts greifbares, die Eltern wissen nicht einmal, dass es ihn gibt. Bald darauf zieht eine Seele in dem Körper ein und macht ihn zu einem Menschen, mit Gefühlen, Charakter und Eigenheiten. Dieser "Vorgang" ist für meine Uroma das göttliche, jedes Mal ein neues Wunder.

      Um deine Frage zu beantworten, nein, Ich glaube nicht an einen "Gott", der im Himmel sitzt und auf uns aufpasst. Nein, ich glaube nicht, dass irgendwann ein "Erlöser" kommt und uns rettet. Und nein, ich glaube an keine Kirche, kein Gottes Buch und auch an keine Religion.

      Aber Ja, Ich bin der Meinung, dass um uns herum mehr passiert, als wir uns jemals vorstellen könnten.

      Liebste Grüße

      Mrs. Norris, die ihren Gott nicht mehr finden braucht, weil sie das große Wunder in ihren Kindern gefunden hat.

      • Hallo

        Du hast gerade in Worte gefasst, was ich tief in mir spüre, aber nie ausdrücken konnte, nie die richtigen Worte dafür fand...
        Was Du beschreibst, kommt meinem "Glauben" am nächsten.

        Ich gehe zwar ab und an in die Kirche, war früher dort auch ziemlich aktiv, aber Gott war für mich, zusammen mit Jesus, immer eine höhere Macht, der irgendjemand irgendeinen Namen verpasst hat.

        Aber ob er Wunder vollbracht hat, ob all das geschehen ist und auf wahren Dingen basiert, was in der Bibel steht, da ist mein kirchlicher Glaube nicht stark genug ...

        Deine Uroma hätte ich gerne kennen gelernt - eine sehr weise Frau.

        Liebe Grüße
        doucefrance

        Ein wunderbarer Beitrag , der ausdrückt, was ich ganz ähnlich formulieren würde.#pro#pro

        L.G.

        "Mrs. Norris, die ihren Gott nicht mehr finden braucht, weil sie das große Wunder in ihren Kindern gefunden hat. "

        Was für ein unsäglicher, dummer, zeitgeistiger Kitsch.

        Dann wollen wir mal hoffen, dass das große Wunder nicht bald schon ein paar böse, böse Zellen zu viel hat - soll ja vorkommen.

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