Schulsekretärin - eigenes Kind an eigener Schule?

    • (1) 18.02.16 - 19:29

      Ich bin Schulsekretärin an einem Gymnasium.
      Heute hatte ich ein Gespräch mit unserem Erprobungsstufenkoordinator und er hat mich gefragt, ob ich unseren Sohn später auch dort in der Schule anmelde, falls er eine Gymnasialempfehlung bekommen sollte?

      Nun habe ich darüber nachgedacht und komme auf keinen grünen Nenner. Es ist aber auch eine Überlegung die noch keine Auswirkung hat, denn bis wir eine Entscheidung für die weiterführende Schule treffen müssen läuft noch viel Wasser den Rhein runter.

      Trotzdem bin ich auf Meinungen gespannt.

      Es ist ein gutes Gymnasium. Die Räumlichkeiten, die Lehrer, der Unterricht, das Schulkonzept,.. Ich bin wirklich überzeugt von der Schule zumal ich ja auch die Interna mitbekomme.

      Es ist aber nicht direkt bei uns im Vorort sondern ca. 30 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln entfernt. Die Anbindung ist aber prima. Zudem könnte ich ihn ja auch zumindest morgens mitnehmen.
      Wahrscheinlich wird keiner seiner Freunde dort angemeldet werden, da es ja doch eher die Regel ist, dass die Kinder in die nächsten Schulen gehen.

      Und dann ist da natürlich der Punkt, dass ich die Sekretärin bin.
      Ist es nicht irgendwie doof der Sohn der Sekretärin zu sein? Ich mein, ich würde alles SOFORT erfahren, wenn was vorfällt. Käme er sich nicht irgendwie beobachtet vor? Natürlich würde ich auch viel über die anderen Kinder in seiner Klasse wissen. Sobald was vorfällt, das über den Tisch der Schulleitung geht, habe ich Kenntnis davon. Klar halte ich meine Verschiegenheitspflicht ein und würde davon nichts erzählen, aber wie würden das die anderen Eltern aufnehmen?

      Würde dann nicht auch gemunkelt werden, dass er bevorzugt wird oder so?

      Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen meinen eigenen Sohn auf "meiner" Schule zu haben.

      Andersrum wäre es natürlich auch praktisch dass ich SOFORT erfahren würde wenn was ist. Da könnte ich dann auch umgehend eingreifen. Ich würde immer wissen wie es um ihn in der Schule steht und müsste nicht auf Elternsprechtage warten.

      Was meint ihr? Würdet ihr euren Sohn an eurer "eigenen" Schule anmelden?

      Wie gesagt - alles nur Überlegungen ins blaue hinein,

      • Hallo!
        Ich sehe da überhaupt keine Probleme.
        Auf unserem Gymnasium hatten viele Lehrer ihre Kinder in der Parallelklasse, das wurde als normal angesehen.
        Du hältst wenn es darauf an kommt die Klappe (was du ohnehin schon geschrieben hast) und gut ist.
        LG

        Erstmal klingt das alles sehr positiv und praktisch. Ich finde es auch nochmal anders, ob jemand Lehrer/in an derselben Schule ist, oder Sekretärin.

        Aber die wichtigste Person vergisst Du vielleicht: Dein Sohn sollte das natürlich auch toll finden. ;-)

        Hallo,

        wenn mein Sohn das möchte, dann ja. Aber ich glaube nicht, dass er eine Schule vorzieht, auf die keiner seiner Freunde geht. und da es vermutlich auch andere gute Alternativen gibt, würde er vermutlich nicht auf diese/"meine" Schule gehen.

        vg, m.

      Wie sollte er denn bevorzugt werden?

    Hallo
    Das war an der Realschule meiner Tochter so, eine Bekannte ist als Sekretärin an die Schule gewechselt als 2 ihre Töchter dort schon waren.
    Überhaupt kein Problem, es wusste zwar quasi jeder das es die Mutter ist aber da sie "Mutter sein" und "Arbeit" gut trennen konnte war es für keinen ein Problem.
    Und als Sekretärin hast du doch mit der Benotung ohnehin nichts zu tun, solange die Lehrer "normal" sind denke ich nicht das es da irgendwie einen Nach- oder Vorteil gibt.

    LG

    Ich kenn einige Lehrerinnen deren Kinder auf die Schule gehen wo sie unterichten.
    Sogar die Tochter des Konrektors besucht die "eigene" Schule!
    Ich sehe da kein Problem, zumal du ja nicht unterrichtest sondern, ist nicht böse gemeint, nur die Sekretärin bist.
    Dass Lehrer da vielleicht Gewissensbisse haben weil sie vielleicht ihre eigenen Kinder unterrichten sehe ich hingegen ein!

    Mona

    Bei uns ist es so, dass unsere Kinder natürlich versuchen mit ihren Freunden in eine Schule zu gehen und ggf in eine Klasse.

    ABER wenn sie hören , dass sie ggf eine andere Klasse besuchen als ihre Freunde , wird es eine ganz andere Hausnummer.
    Zumal die Freunde oft nicht eine Schulform besuchen (Gym, IGS, Realschule)
    Dann ist auch noch die Frage bei uns, ob man in der favorisierte Schule aufgenommen wird.
    Für uns war es immer ausschlaggebend ob das Konzept zu unserem Kind paßt.
    Auch welchen Ruf die Schule hat. Freunde finden die Kinder da auch und die Freunde in der Umgebung bleiben in der Regel ( zumindest hier bei uns), weil man sich in der Freizeit sieht und was zusammen unternimmt.
    So kommt es auch , dass unsere Kinder einen längeren Weg zur Schule haben und wir demnächst ggf Schulgeld zahlen werden.

    Wenn Junior so wissensdurstig bleibt und es leistungsmäßig schaffen würde, wird er das Gymnasium besuchen welches sein ältester Bruder besucht hat. Auch da wird man ihn schon kennen und seinem Bruder "zuordnen " und vielleicht wird dann sein Freund wieder mit ihm in eine Schule gehen. In der Grundschule hat sie ein Auswahlverfahren getrennt :-(, aber die Freundschaft blieb bisher bestehen.

    Ich würde mein Kind in der "eigenen " Schule anmelden, wenn es die Schule mit dem besseren Ruf ist!

    Karna

    Hallo!

    Ich bin zwar keine Schulsekretärin, sondern 'nur' die 'Putze', aber meine beiden Söhne sind auf der Schule gewesen, bei der ich beschäftigt bin.

    Wir hatten vorab die Vereinbarung getroffen, daß wir uns in der Schule nicht kennen (müssen). Ist also einer meiner Söhne an mir vorbei gegangen und hat nichts gesagt oder mich angesehen, war das vollkommen in Ordnung.

    Ebenso habe ich keinem Lehrer usw. erzählt, wer meine Söhne sind, das haben sie erst beim ersten Elternabend erfahren. Auch war es tabu, die Lehrer zwischendurch zu fragen, wie es läuft. Einzig beim Elterneinzelgespräch habe ich angeboten, mich in der Schule zu kontaktieren, sollte etwas wichtiges sein. Aber das war nie nötig und wie gesagt, dann habe ich mich auch zurückgehalten.

    Ich habe einiges aus der Klasse mitbekommen, aber es niemals ausgenutzt. Natürlich habe ich zu Hause mal nachgefragt, aber was mir erzählt wurde, habe ich für mich behalten.

    Wichtig ist, daß Du professionell mit der Situation umgehst. Natürlich ist es verlockend bei Problemen sofort einzugreifen, aber da solltest Du lernen, Dich zurückzuhalten. Zumal es Lehrer gibt, die das auch nicht sonderlich schätzen.

    Überlege Dir auch, ob Du jedem erzählst, wer Dein Sohn ist. Zum einen kann es Neid/Unsicherheit unter seinen Mitschülern wecken und zum anderen kann es unter (manchen) Lehrern wirken, als ob Du auf eine Bevorzugung aus bin und das kann ganz schnell ins Gegenteil umschlagen.

    Ich bin mit dieser Taktik sehr gut gefahren.

    Viele Grüße
    Trollmama

    P.s.: Zuerst war es meinem Sohn etwas unangenehm, daß Muttern an der Schule ist, aber er hat auch gemerkt, daß es durchaus Vorteile hat. Besonders dann, wenn er am Freitag ein Buch in seinem Schließfach vergessen hatte, was er über das Wochenende aber dringend gebraucht hat. Und wer hat dann den Schlüssel um reinzukommen? Richtig! ;-)

    An sich klingen zumindest deine Angaben zur Schule äußerst positiv und ich würde mein Kind sicher nicht auf eine "schlechtere" Schule schicken, weil ich an der "guten" Schule arbeite.

    Allerdings vergisst du neben all deinen Überlegungen die Wichtigste: Deinen Sohn.

    Wenn er schon das Alter fürs Gymnasium hat, dann kannst du ihn doch sicher auch fragen, ob er auf diese Schule gehen möchte, obwohl du dort arbeitest.

    >> Andersrum wäre es natürlich auch praktisch dass ich SOFORT erfahren würde wenn was ist. <<
    An dieser Stelle sehe ich aber auch eine Gefahr. Im Schulalltag passieren sicherlich viele Dinge, die Eltern nicht immer gutheißen würden, die sie aber auch nicht immer gleich erfahren. Wenn du deinen Sohn dann wegen jeder "Kleinigkeit" zur Rede stellst, würde ich das nicht so besonders gut finden.

    (15) 19.02.16 - 09:10

    Hallo,

    wir hatten an unserem Gymnasium Lehrerinnen, die ihre Töchter ganz bewusst an "ihrer" Schule angemeldet haben.

    Nur wurde halt darauf geachtet, dass die Töchter nicht in eine Klasse kamen, die von ihren Müttern unterrichtet wurden.

    Bei einer Sekretärin würde ich gar keine Bedenken haben. Wenn Dir die Schule zusagt, ist es doch gar keine Frage.

    GLG

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