Rechtliche Frage - Autoverkauf

    • (1) 19.02.16 - 08:45

      Hallo zusammen,

      mir ist klar, dass hier keine Rechtanwälte herumschwirren, aber ich möchte einfach nur mal Meinungen hören.

      Wir haben folgendes Problem:

      Mein Mann hat vor 3 Jahren einen Oldtimer gekauft um ihn herzurichten. Durch unseren (fast zeitgleichen) Hausbau wurde daraus nie wirklich etwas und wir beschlossen, das Auto wieder zu verkaufen.
      Ein Käufer fand sich auch sehr schnell, er kam aus Hamburg, hat das Auto gekauft (Kaufvertrag) und angezahlt und verschwand dann erst mal für mehrere Wochen ins Ausland (wussten wir und es war ok, dass das Auto bei uns so lange stehen blieb).

      Nach dem Auslandsaufenthalt kam dann der Verkäufer mit 3 Kumpels und statt einer Begrüßung bekam mein Mann sofort den Vorwurf, dass anhand der Fotos etwas nicht mit dem Auto stimmen kann.

      Hätte man uns ja mal vor der langen Anreise mitteilen können, dann hätten wir gleich reagieren können!!!

      In der Kopie des Briefes, die der Verkäufer am Tag des Kaufes erhalten hat, konnte die Fahrgestellnummer nicht zum Modell passen. Mein Mann hat Opel-Mechaniker gelernt und selbst ihm ist das nicht aufgefallen, so genau haben wir uns den Brief nie angeschaut, da das Modell in Brief das selbe war, nur irgendwas ist da noch unterschiedlich bei manchen Baureihen - was auch immer ...

      Großer Schreck also für uns: der Brief gehörte nicht zu unserem Auto. Da der Verkäufer, von dem wir das Auto haben, das Auto selbst mit dem falschen Brief 14 Jahre vorher gekauft hat (seitdem stand das Auto nur abgemeldet in seiner Garage), dachten wir, dass das nichts mehr wird mit dem Originalbrief.

      Der Kaufvertrag wurde also rückabgewickelt und die Anzahlung selbstverständlich zurückgegeben.

      Wir hatten dann aber Glück und der Brief tauchte auf. Der 1. Besitzer hatte den Brief aus versehen vertauscht, er hatte mehrere dieser Fahrzeuge (Sammler).

      Nun der Hammer: gestern bekamen wir eine Email "unseres" alten Käufers (Auto wurde inzwischen mit richtigem Brief anderweitig verkauft) und er fordert nun Schadenersatz wg. Anreisekosten und dass ihm das Auto "durch die Lappen ging" in Höhe von 2.700 € #schock

      Sein Bruder wäre Anwalt und er hätte ein Recht darauf.

      Wir haben ihm nun angeboten - unter genauer Beschreibung der Sachlage (kein Betrug unsererseits wie uns vorgeworfen wurde), die Spritkosten zu tragen. Allerdings glauben wir nicht, dass er sich damit zufrieden geben wird.

      Mir ist jetzt ganz schlecht, was da noch kommt - was meint ihr? Hat er ein Recht auf Schadenersatz in der Höhe?

      Danke und LG
      sonntagskind

      • Ach ja, was mir noch einfällt: wir haben nach Auftauchen des originalen Briefes den Käufer angeschrieben, ob er noch Interesse hat, aber er hat sich nicht mehr gemeldet - deshalb wurde das Auto anderweitig verkauft.

        Hallo,

        das hilft dir nicht weiter, aber im ersten Moment dachte ich ganz trotzig, dass ich ihm ganz frech sagen würde, dass seine angeblichen Anreisekosten damit abgegolten sein sollten, dass ihr das Auto auch nach dem Verkauft für mehrere Wochen bei euch untergestellt habt. Er hatte ja auch nie den kompletten Kaufpreis gezahlt, sondern nur eine Anzahlung, oder?

        Viele Grüße,
        lilavogel

        • Ja nur eine Anzahlung von 100 € bei einem Kaufpreis von 3.600 €.
          Sagen wir mal so, damit würden wir ihm kommen, wenn er auf unseren Vorschlag mit der Benzinkostenübernahme nicht eingeht.

          Eigentlich ist er ja selbst Schuld dran, dass er 500 km fährt ohne VORHER die Bedenken, dass die Fahrgestellnummer (oder was auch immer) nicht zu dem Auto passen könnte.

          Allerdings haben wir ihm gestern bereits eine Antwort geschickt und da haben wir angegeben, dass er bedenken soll, dass das Auto ja die ganze Zeit kostenfrei bei uns stand. Das könnte er gegen uns verwenden, so von wegen, dass das ja so vereinbart war.

          Ach keine Ahnung, ist echt blöd die Situation. Für alle Beteiligten.

            • Das Gesetz sagt doch explizit, dass der Rücktritt Schadensersatzansprüche nicht ausschließt.

              Könntest du als die Rechtsgrundlage nennen, dass man Schadenersatzansprüche vor dem Rücktritt anmelden muss? Das Gesetz verlangt dies doch gerade nicht.

              • Der Wagen wurde vor 3 Jahren verkauft und jetzt werden Schadensansprüche gestellt?
                Etwas spät, oder?

                • Nein nein, den Wagen haben wir vor 2 Jahren GEkauft und im Juli VERkauft. Das Auto stand dann genau 62 tage noch bei uns. Im September wurde der Vertrag ja dann rückabgewickelt.
                  Im November hat uns der Käufer angeblich schon was zur Schadenersatzforderung geschrieben. Wir haben nichts bekommen.
                  Und dann eben jetzt wieder. Aber nicht vom Anwalt, hat er ja nur "erwähnt" ;-)

                  • Ah ok...ich dachte der kommt jetzt nach 3 Jahren mit Schadenersatzansprüchen um die Kurve.

                    • Das ist dir wichtig. Dass du aber etwas komplett falsches behauptest wie: "Schadensersatzansprüche muss man vorher anmelden" ist für dich irrelevant und keines Wortes würdig?

                      Willst du, dass man deinen Informationen glaubt egal ob diese stimmen? Und das soll einem Fragesteller helfen?

                      Ich verstehe diese Intension von dir nicht. Es muss doch in deinem eigenen Interesse sein zu prüfen, ob das was du gesagt hast richtig ist. Und dir ist das anscheinend vollkommen egal. Man kann doch mal daneben liegen. Weshalb muss man dann aber Vogel Strauss spielen?

                      • Entschuldige mal, wenn ich hier nicht über Antworten (Glocke) infomiert werde, brauchst Du mich nicht anpupen von wegen ich würde nicht antworten!

                        Wie du den anderen Antworten entnehmen kannst, bin ich davon ausgegangen, dass der Verkauf über 3 Jahre her ist, und dann einen Schadenersatz für Fahrkosten einzufordern ist Schwachsinn. Es handelt sich um einen "Schaden" den der Käufer-wenn überhaupt- direkt hatte. Dieser Schaden ist nicht erst nach der Zeit entstanden.
                        Und laut RA muss man diese Ansprüche direkt anmelden, um Erfolg zu haben.

                        Meine Aussage bezog sich auf den geschilderten Fall und nicht pauschal auf alle Kaufverträge.

                        • Du hattest wie folgt auf den geschilderten Fall geantwortet:

                          "Schreib ihm gar nichts mehr!! Ihr seid (beide Seiten) vom Kaufvertrag zurückgetreten und fertig.
                          Schadensersatzansprüche muss er davor anmelden."

                          Wo steht da etwas davon, dass du von Verjährung ausgegangen bist, weil du glaubtest drei Jahre wären ins Land gegangen?

                          Du hattest doch klipp und klar gesagt, dass der "Käufer" VOR dem Rücktritt vom Vertrag Schadensersatzansprüche anmelden muss.

                          Es wäre also nett, zu dieser Äußerung Stellung zu beziehen. Es hat dnämlich den Anschein, dass du dem Problem bewusst ausweichen willst. Nur weil die Auskunft wohlmöglich falsch war, was nicht sein darf?

                          Und wie siehst du die Sache jetzt?

                          Bestehst du immer noch auf die Pflicht den Schadensersatz vor dem Rücktritt anzukündigen?

                          Deine Antwort steht ja noch aus.

                          Ich weiß jetzt nicht, ob du wieder nicht über eingehende Antworten informiert wirst oder wie von mir vermutet an deiner falschen Aussage festhalten willst.

                          Könntest du mir einen Tip geben, ob dich meine Anfrage erreicht hat. Mehr nicht.

                          Dann weiß ich wenigstens wohin der Hase läuft.

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