Haushalts Aufteilung.

    • (1) 26.02.16 - 22:22

      Einen schönen guten abend euch.

      Ich lese das hier immer wieder und bekomme es auch im bekannten Kreis mit.

      Das Männer im Haushalt nicht gerade die Helden sind.

      Ich möchte das nicht verallgemeinern mein Ex und ich haben immer geteilt. Auch mein jetziger Freund beteiligt sich wenn er hier ist. Klar in dem Fall kein putzen aber er spült auch mal das Geschirr etc.

      Aber das ist eigentlich nicht das worauf ich hinaus will.

      Ich frage mich eher woran liegt das?

      Ist es wirklich eine erziehungs Sache? Liegt es doch an der Rollenverteilung (Kinder teilzeitjob Haushalt)

      Oder lieg es Vlt an unserer Erziehung? Wurden wir doch unterbewusst dazu erzogen das Frau sich nunmal darum kümmert?

      Ich meine in der heutigen Zeit hat doch fast jeder mal alleine gelebt. Wie haben die Männer es denn da geschafft? Nehmen wir ihnen einfach zuviel aus der Hand?

      Würde mich interessieren was ihr darüber denkt.

      Lg

      Ps. Ich versuche nämlich aus meinem Sohn einen Mann zu machen bei dem dieses Thema bitte keine Rolle spielen soll. ;-)

      • Liegt wohl teilweise in der Erziehung, wenn Söhne Mütter haben, bei denen sie absolut nichts im Haushalt machen müssen -und am späteren Umgang wie Freundeskreis.
        Mein Sohn hat von klein auf alles gleich im Haushalt gelernt und machen müssen wie seine Schwester. Übrigens auch bei seiner Tagesmutter! Schon die Kleinen räumten den Tisch ab und halfen beim Spülen, auch mal was zusammenfegen usw. Als er mit seiner Freundin zusammenzog, konnte er von sämtlichen Haushaltsmaschinen(auch Nähmaschine) bedienen bis Einkaufsplanung, putzen einfach alles.

        Dass er nicht alles machen WOLLTE, steht auf einem anderen Blatt :-p Aber in der Pubertät wollen das beide Geschlechter ja nicht tun.
        Mein Mann war eine ganz andere Generation, da hatten die Männer in der Küche einfach nichts zu suchen :-p Nach seiner Scheidung lernte er sehr schnell einfache Gerichte zu kochen und sämtliche Haushaltsarbeiten, die er ja kannte, nun eben selber zu erledigen.
        Ungeschickt war er nicht und eine Waschmaschine ist auch kein Hexenwerk.
        Als ich ihn das erstemal besuchte, war ich echt erstaunt, wie piekfein seine Küche war - und wie lecker sein Gulasch oder Brathähnchen #verliebt
        Bring Deinem Sohn alles bei - auch kochen - Du machst nichts falsch. Und wenn er mal in einer Studentenbude lebt, kann er dann wenigstens nicht nur eine Raviolidose öffnen.
        LG Moni

        Hallo!
        Bei uns liegt es an der Rollenverteilung.
        Als mein Mann noch Student war, war ich arbeiten >> er hat das meiste im Haushalt gemacht
        Jetzt bin ich zuhause, er arbeitet >> ich mache das meiste.
        Wir machen unseren Kindern aber schon deutlich, das jeder alles machen kann ;)

        Hallo,

        ich glaube, Männer haben eine größere Toleranzgrenze, allerdings fallen haushaltliche Defizite auch immer auf die Frau zurück.

        Ganz viel ist aber Prägung, denke ich. Ich bin auf dem Dorf großgeworden, wo praktisch jeder jeden beobachtet hat und für meine Mutter wäre es undenkbar gewesen, dass über sie getrascht wird "da ist es nicht sauber" oder so. Daher gehört meine Mutter zu den Leuten, die einem wirklich den Teller unter der Nase wegziehen und alles immer sofort perfekt sein muss. Mit den abstrusesten Begründungen. Mein Vater ist nun um die 80, einige der Männer ihrer Freundinnen haben zu Hause derartig gesundheitliche Probleme entwickelt, dass der Notarzt kommen musste. Das ist nun die Panik meiner Mutter - man muss eines Tages den Notarzt rufen und die Fernsehzeitschrift ist nicht aufgeräumt, der Arzt (oder die Ärztin, in der Welt meiner Mama ist das ein Mann ;-)) soll nicht denken, dass er in einem nicht respektablen Haushalt gelandet ist.

        Meine Mutter will sich aber gar nicht helfen lassen. Meine Eltern hatten so eine klassische Familienaufteilung - sie war als Hausfrau daheim, mein Vater ging arbeiten. Als mein Vater in Rente ging, hat sie ihn ein Jahr aus der Küche geworfen, dass er nicht mal ausversehen einen Teller abtrocknet. #rofl Haushaltstechnisch ist mein Vater heute ein Pflegefall. Er war das letzte Mal 1981 beim Einkaufen (da war meine Mutter im Wochenbett), kann nicht mal ein Ei weichkochen, hat keine Ahnung, wie die Spülmaschine funktioniert und ich glaube ich, dass er nach dem Anschließen der Waschmaschine (was sein Job war) den Waschkeller je wieder betreten hat.

        Mein Bruder musste früher auch nicht mithelfen, zur Mithilfe im Haushalt wird auch nur meine Tochter, nicht aber meine Söhne herangezogen. Meine Mutter hat nun auch Schwierigkeiten mit der Vorstellung, dass mein Bruder und seine Frau jeweils 50% arbeiten und sich die Hausarbeit teilen (meine Schwägerin hat das meinem Bruder sehr zügig beigebracht) #schein. Das mein armer Mann Kartoffeln schälen muss #schein findet sie auch schlimm, für sie wäre es normaler, wenn ich das Mittagessen noch irgendwie hinbekomme, obwohl ich gerade die bin, die Vollzeit arbeitet. Auch, dass er die Kinder wickelte, war für sie schwierig.

        Mein Mann kommt glücklicherweise aus anderen Strukturen und hilft selbstverständlich mit (bzw. seit ich mehr arbeite als er, macht er das meiste im Haushalt). Bei unseren Söhnen achten wir darauf, dass sie so ein Rollenbild gar nicht übernehmen. Ich hoffe, dass uns das gelingt. ;-)

        GLG
        Miss Mary

      • Hallo

        Mein Mann wurde so erzogen dass Kids wenig oder gar nicht helfen im Haushalt, und Männer da schon gar nichts machen.
        Als er mal alleine lebte (es war nur ein Jahr) hat er sein winziges Zimmer auch ordentlich verwüstet und hat so ziemlich gar nichts auf die Reihe gekriegt da.

        Aufräumen und Geschirr spülen und Wäsche waschen waren für ihn lästige Dinge die er ewig aufschob.

        Heute bin ich für alles zuständig. Wir leben am angenehmsten wenn jeder seinen Gewohnheiten nachgeht. Er ist ja tüchtig vollzeit berufstätig sodass ich mich nicht aufrege.

        Mein Vater ist ähnlich erzogen und obwohl meine Mutter und er heute beide voll berufstätig sind, macht er zu Hause nur sehr wenig, eigentlich fast nichts.

        Ich vertrete eigentlich aufgrund dessen was ich immer beobachtet habe auch die These, dass Frauen im Haushalt führen besser sind und dafür eher geeignet.

        LG

          • Ob es zukünftige Schwiegertöchter geben kann?
            Noch habe ich ja keinen Sohn.
            Wie das so abläuft, wie Jungs so sind und was die Erziehung angeht, da kann ich wegen mangelnder Erfahrung halt noch nichts zu sagen.
            Grundsätzlich würde ich aber nicht 3 Töchter bitten dochmal den Müll rauszubringen oder den Tisch mit ab zu decken, während zum Sohn nichts gesagt wird.
            Der würde hier zu Hause ebenfalls natürlich dazu angehalten sein Zimmer aufzuräumen, oder oder...

        >>>Ich vertrete eigentlich aufgrund dessen was ich immer beobachtet habe auch die These, dass Frauen im Haushalt führen besser sind und dafür eher geeignet.<<<

        Sagt die, die auch der Meinung ist, dass Homosexualität "heilbar" ist.

    Ich stelle eine Unselbständigkeit im Haushalt heute bei Jungs und Mädels fest.

    Und das liegt mit Sicherheit daran das gerade die Mütter den Kindern zu viel abnehmen.

    Meine Tochter erzählte mir, dass bei der letzten Klassenfahrt einige Mitschüler ihr Bett nicht beziehen konnten.
    Das waren wohl tatsächlich dann Jungs.

    Aber die stellen sich dann auch doof an.
    Und haben die Mädels gefragt ob die das machen

    Haben die natürlich nicht.
    Meine Tochter meinte nur dass sie das peinlich findet und gerne bei einem Bett mit geholfen hätte, aber es ihnen komplett abnehmen, Nein.

    Auch viele Mädchen können weder kochen noch putzen.
    Die Kinder gehen zur Schule und werden nachmittags von Mutti zu diversen Hobbys kutschiert.
    Dabei könnte man auch nachmittags mit den Kindern zusammen putzen, kochen und aufräumen wenn man denn schon nicht arbeitet.
    Viele Kinder sind systematisch zur Unselbständigkeit erzogen.

    Hallo

    meine Schwiegermutter war die typische Hausfrau und sowohl mein Mann als auch sein Bruder brauchten im Haushalt nie mit anfassen. Meine Schwägerin sehr wohl, aber längst nicht so viel wie ich selbst. Meine Mutter war aber auch chronisch krank, so dass ich von Kindheit an immer mithelfen musste, war halt so.
    Haushalt ist für mich ein notwendiges Übel, dass ich als "Nurhausfrau" noch besser im Griff haben könnte.
    Es ist sauber und bis auf ein "Rumpelzimmer" auch ordentlich, aber in manchen Dingen leide ich schlicht und einfach an Aufschieberitis...

    Unser Sohn (26) hat leider die Aufschieberitis von mir geerbt, aber er kocht leidenschaftlich gern und viel mit seiner Freundin und für sie. Backen ist (noch) nicht so seins.
    Aber er hält seine eigene Wohnung im Souterrain selbst sauber (auch wenn ich meine, es könnte sauberer sein). Macht neben seiner Arbeit Samstags den Haushalt, putzen, saugen, Betten beziehen - halt alles was anfällt.
    Außer Wäsche waschen - er gibt sie mir sortiert in den Wäschekeller, was daran liegt, dass er keine eigene Waschmaschine hat. Aber das ist nicht schlimm, ist ja nicht so viel was anfällt.

    Eine meiner Vorschreiberinnen sagte, dass auch immer mehr jungen Frauen vieles nicht mehr können. Ja, ich bin auch der Meinung, dass den Kindern heutzutage viel zu viel aus der Hand genommen wird.
    Unsere Tochter hat mit ihrem Freund einen eigenen Haushalt und sie sagte damals, wenn wir ihr helfen wollen würden, dann sollten wir ihnen bitte eine Waschmaschine schenken, denn sie wolle wirklich eigenständig sein...
    Wenn es auch manchmal auf Grund von Arbeitszeiten so ist, dass ich ihr ein "Care-Paket" mitgebe, so ist sie doch in der Lage, allein alles unter einen Hut zu bekommen und ziemlich regelmäßige Mahlzeiten zu zubereiten. Sie arbeitet als Kinderkrankenschwester im Dreischichtsystem.

    Auch ihr Freund macht sehr viel im Haushalt, putzt, wäscht, kocht sehr gut, so dass sie sich die Arbeit gut aufteilen.

    Von Freundinnen unserer Tochter weiß ich, dass die nicht mal Kartoffeln kochen können, geschweige denn eine komplette Mahlzeit.
    Kuchen backen geht nur dank Fertigmischungen - selbst nach Rezept backen oder gar umrechnen ist entweder zu aufwändig oder sie können es einfach nicht.. Sie können Pizza aus Fertigteig herstellen, aber ein Schnitzel braten ist ein Buch mit 7 Siegeln...
    Das finde ich traurig.

    Unsere Kinder hatten auch ihre kleinen Aufgaben, z.B. für Getränke sorgen, Müll rausbringen, Waschbecken und Toilette gründlich reinigen einmal wöchentlich, Wäsche in den Waschkeller bringen, Zimmer aufräumen.
    Nicht alles wird von Anfang an gut gemacht werden - es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber wenn man sie lobt und vor allem die Arbeit so akzeptiert, wie sie getan wurde, wird das immer besser.
    Nichts ist schlimmer als wenn man als Mutter oder Vater das dann nochmal macht, weil die Kinder das ja nicht richtig gemacht haben... Man kann Tipps geben, oder einen Handgriff noch mal zeigen oder optimieren, aber niemals hinterher gehen oder nochmal machen.

    Das konnte mein Vater nämlich gut und ich habe es gehasst - fühlte mich dann oft degradiert und später dachte ich oft: "dann mach es doch einfach selbst, wenn es Dir nicht gut genug ist"...

    LG

    • noch vergessen

      trotz der "Antihaushaltserziehung" meiner Schwiegermutter sind mein Mann als auch mein Schwager sehr in die Haushaltsarbeit integriert - mein Schwager noch mehr als mein Mann, denn seine Frau geht auch arbeiten (Leitungsposten).

      LG

Hallo,

ich würde sagen das ist Erziehungssache! Denn sein wir mal ehrlich bei wem war es so das die Eltern sich das wirklich getauscht bzw. aufgeteilt haben? Ich werde 27 und bei mir im Freundeskreis war es immer so Papa geht arbeiten und Mama macht den Haushalt. Meine Eltern waren da immer die Ausnahme. Denn die teilen sich das wirklich auf auch heute noch.

Die Eltern meines Mannes teilen auch nichts auf. Ok Getränke kauft mein Schwiegervater und ja er wischt auch durchaus mal durch aber dann ist Schwiegermutter außer gefecht.

Mein Mann ist allerdings das gegenteil eben weil er seinen Vater als Vorbild hatte und nicht möchte das ich alles allein mache.

(13) 27.02.16 - 11:15

Mein Vater war schlimm....... der machte nix und schmierte sich nichtmal selbst ein Brötchen. Ganz gruselig......... der wäre vorm vollen Kühlschrank verhungert und erfroren dazu, weil sogar die Kleidung meine Mutter rauslegte.

Das lag einzig und allein an meiner Mutter.
Sein Vater und seine Brüder waren bzw. sind nämlich genau das Gegenteil, so dass die Erziehung sicher keine Rolle spielte.

Hallo,

ich glaube, es hat viel mit dem zu tun, was "Mann" aus seiner Kinderzeit kennt.

Wenn er immer nur gesehen hat, dass Mama sich um alles kümmert, was Kinder und Haushalt betrifft, dann wird er kaum von selbst auf die Idee kommen, dass er sich da einbringen könnte.

Und wir als Frauen unterstützen das, sofern wir genau das aus der Kinderzeit kennen.

Beispiel meine Geschwister und meine Cousins und Cousinen: Bei allen waren die Mütter zum Großteil zu Hause und wenn sie das nicht waren, dann gab es Haushälterin und Kindermädchen.

Sie leben dieses Modell auch. Meine Schwägerin ist Hausfrau, meine Schwester, meine Cousinen sind teilweise Hausfrau, zum Teil arbeiten sie.

Hauptverdiener ist der Mann. Wenn die Frau aufgrund ihrer Tätigkeit sich nicht um Haushalt und Kinder kümmern kann (oder will), sucht man sich halt Ersatz.

Und wenn ich so meine Neffen höre, wollen sie genau dieses Modell wieder leben. Im Haushalt einbringen oder gar um die Kinder kümmern, um Gottes Willen nein.

Mein Mann hat auch - lange bevor wir uns kannten - eine Haushälterin eingestellt, nämlich zu dem Zeitpunkt, als seine Mutter gestorben ist.

GLG

Huhu,

woran das bei anderen liegt, kann ich dir nicht sagen, bei uns ist es schlicht Arbeitsteilung.

Ich bin Hausfrau, der Haushalt ist dementsprechend mein Job und ich liebe diesen Job.

Mein Mann war gut 2 Jahre lang alleinerziehend, mit Vollzeitberuf und eigenem Haus. Ihm ist nichts fremd im Haushalt und wenn ich mal ausfalle übernimmt er alles was notwendig ist.

Mein Sohn ist fast 15 und obwohl wir ihm diese unmoderne Rollenverteilung seit 12 Hahren vorleben ist er recht selbstständig im Haushalt, hält seine Etage alleine in Ordnung und sauber, übernimmt Aufgaben, hilft wo Hilfe gefragt ist.

Lg

Andrea

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