Zieht man Unglück wirklich an?

    • (1) 24.03.16 - 11:42

      Ich habe das Gefühl, als wäre ich vom Pech verfolgt. Natürlich sehe ich alles Positive nebenbei noch, aber das ändert ja nichts daran, dass haufenweise Negatives passiert#cool

      Der Zahn muss genau dann gerichtet und die Klassenkassen genau dann gefüllt werden, wenn die Strom- und Nebenkostenabrechnungen kommen und gerade das Auto den Geist aufgibt (und das waren nicht alle aktuellen finanziellen Miseren...) usw. BAM!

      Und dann eben kleinere Dinge, um jetzt mal nur ein banales Bsp. zu nennen... Der selbe Saft kippt dreimal in Folge innerhalb weniger Stunden auf der selben Stelle offen um und ich darf erstmal putzen (und zwar immer dann wenn ich in Eile bin). Und sowas halt in grün und gelb. Jeden Tag neue Dinge die einen aufhalten und schlichtweg schief gehen.

      Was mache ich falsch? Ich gebe ja zu, dass ich mittlerweile nicht gerade optimistisch bin, aber das liegt ja eben an den ganzen negativen Begebenheiten. Irgendwie teufelskreismäßig. Wobei ich schwören könnte, dass die Probleme zuerst da waren#schein

      Hand auf´s Herz und davon abgesehen, ob nun das Huhn oder das Ei zuerst da war: Bringt es wirklich etwas positiv zu denken um positives zu erfahren? Klar bringt es grundsätzlich wenig(er) negativ zu denken, aber ich denke ihr wisst was ich meine. Ich denke mir schon: "Es wird ja eh schief gehen!" und "Es wird ja eh nicht klappen!", aber 1. aus Erfahrung#schein:-p und 2. denke ich andersrum auch oft positiv... Und dennoch passiert nichts#rofl Ich richte mich bspw. fest in eine Whg. ein, bekomme sie aber doch nicht usw. Muss ich mir wirklich verinnerlichen, dass bspw. der Saft ganz einfach nicht mehr umkippen wird, damit er das auch nicht tut? Dh., bringe ich den Saft wirklich nochmal zum Umkippen, nur weil ich mir in dem Moment des Umkippens denke: "War ja klar!"? Oder ist es einfach so, dass mich das Pech einfach liebt#zitter

      Was denkt ihr darüber und welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Welches Pech verfolgt euch und warum denkt ihr ist das so?

      Und zum Schluss ein Haufen #klee#klee#klee#klee#klee#klee#klee#klee#klee für alle:-)

      • #schwitz........

        Negative Glaubenssätze...es wird ja eh nichts, das klappt nicht...sind somit das Schlimmste, was man sich selbst antun kann, gern auch als selbstverwirklichende Prophezeiung bezeichnet.

        Du sagts es, Dein Unterbewußtsein glaubt es und tut alles dafür, dass es schief geht, denn daran glaub ihr ja beide, also darf auf keinen Fall das Gegenteil passieren.
        Siehe Deinen umkippenden Saft ;-)
        Natürlich kann auch so mal etwas umfallen, weil man es nicht sieht oder mit dem Arm runterreißt, aber Dein Saft ist ein sehr gutes Beispiel.

        Noch ein anderes Beispiel...Sommer Du isst Eis, hast ein schwarzes T-Shirt...alles lecker geschmeckt, nicht gekleckert...dann-oh Graus- Du hast ein weißes T-Shirt an...Mhm, ich darf nicht kleckern...und was passiert Du kleckerst.

        Übrigens ist es aus dem Grund sinniger, Kindern nicht zu sagen, dass sie nicht kleckern sollen...dann tun sie es auch nicht, ansonsten hat das Unterbewußtsein des Kindes soviel Stress damit nicht zu kleckern, dass genau das passiert.

        Allein schon Deine Frage, welches Pech verfolgt Euch? Das ist extrem negativ...mich verfolgt kein Pech.
        Denke positiv...und glaube daran, ansonsten funktioniert das nicht.

        Übrigens eine sensationelle und auch Preis ausgezeichnet Doku zu unserem Unterbewußtsein ist hier. Geht 2 x 45 min, aber ist genial, um uns selbst besser zu verstehen:

        https://www.youtube.com/watch?v=SNvmBqKSttA

        https://www.youtube.com/watch?v=OVJRlqK5Gww

        ich finde, lunalanu hat dir sehr gut geantwortet.

        Dieses "war ja klar" denk ich mir auch manch mal, wenn etwas schief geht. Dabei hab ich abers Grinsen im Gesicht.
        Negative Dingen fallen dir mehr auf, als positive.
        Achte einen Tag lang mal nur auf die "guten" Dinge. Das sind mehr, als du denkst und sonst nie wahr nimmst.

        Steh ich bei Lidl an der Kasse in der Schlange ists natürlich die Kasse, an der es am längsten dauert;-)
        So etwas fällt einem aber nur auf, wenns so ist. Dass man viel öfter die schnelle Kasse erwischt, hat man gar nicht auf dem Schirm.

        Immer nur das negative, weil unpassend. Wärs nicht unpassend, wärs ja auch nicht negativ.

        Los, ab jetzt siehst du die positiven Dinge!

      • Hallo,

        ich glaube, es ist eine Mischung aus pessimistischer Grundhaltung (die sich durch die Missgeschicke verstärkt - Teufelskreis Nr. 1), Stress, der sich durch die Missgeschicke aufbaut und verstärkt und dadurch zu noch mehr Mist führt (Stichpunkt verschütteter Saft - Teufelkreis 2) und so einer Art selbsterfüllende Prophezeihung. Man erwartet das Schlimmste - und das tritt dann auch ein, weil man unbewusst auch wirklich alles dafür getan hat. Das heißt nicht, dass Du schuld daran bist, dass Dir so Dinge passieren, aber häufig geht der Eindruck, dass man vom Pech verfolgt ist, mit der Haltung einher, "dass es ja eh nichts bringt". Verstehst Du, wie ich das meine...? #gruebel

        Will sagen: positives Denken bringt was, aber nicht auf der esoterischen Schiene, man verändert nicht sein Schicksal, sondern man bewertet die Dinge anders. Und ist weniger unsicher, hektisch und fahrig und dadurch passieren kleinere Missgeschicke (verschütteter Saft, vergessener Schirm, verpasster Bus, Flecken auf weißen Blusen) nicht so schnell.

        Ich persönlich bin nicht vom Pech verfolgt, aber vom Chaos. Wo ich bin, herrscht ziemlich sicher ziemliches Durcheinander, wobei ich auf die Menschen, mit denen ich zusammen arbeite und mit denen ich befreundet bin, äußerst organisiert, ruhig und gelassen wirke, so sagt man mir.

        Was mir da hilft? Heitere Gelassenheit und eine ordentliche Portion Selbstironie angesichts des drohenden Weltuntergangs. Klappt nicht immer, aber ziemlich oft. :-D

        Viele Grüße!

        Weißt du, wer vom Pech verfolgt ist? Familien, wo eine schlimme Krankheit nach der anderen einkehrt. Deswegen komme mal runter von deinem Depri-Trip.

        Ich war auch mal eine recht negativ eingestellte Person. Aber irgendwann habe ich begriffen, dass es mir gar nicht schlecht geht. Ich habe auch Monate, da kann ich nur tengeln. Dafür lege ich die Monate davor Geld zur Seite.

        Und ja, in meinem Fall hat positives Denken immer geholfen. Ich weiß auch nicht, wie das immer funktioniert (hat) - ich bin weder religiös noch ein Gutmensch. Aber vielleicht findet es jemand gut, dass ich in allem Schlechte auch das Positive sehe und mich selbst immer wieder aus dem Dreck gezogen habe.

        Ich habe übrigens einen Mann, der ähnlich ist wie du und mich regelmäßig zur Weißglut wegen Pillepalle-Mist bringt. Wisch den Saft auf, mach weiter und philosophiere nicht über Glück und Unglück. Das ist doch Zeitverschwendung ...

        • "Weißt du, wer vom Pech verfolgt ist? Familien, wo eine schlimme Krankheit nach der anderen einkehrt. Deswegen komme mal runter von deinem Depri-Trip."

          Huh, habe ich behauptet depri zu sein#schock Muss mir wohl entgangen sein. Aber gut, dass du mich über meinen psychischen Zustand informiert hast#schein

          Dir auch: Ich hatte auch schon derbe Schicksalsschläge, aber solch Dinge sind hier eben nicht das Thema. "Sowas" ist meiner Meinung nach nämlich nicht einfach "Pech"! Ebenso wenig wie einem Terroranschlag zu Opfer fallen. Vergleiche Äpfel mit Birnen nicht. Hier geht es um ganz banale Pechsträhnen. Darf man sich denn gar nicht mehr aufregen, bzw. Pech haben, weil die Welt auf der anderen Seite "untergeht"? Bescheuert, sorry.

          Wenn ich mich über verschütteten Saft auskotze, könnte es ja schlimmer sein, weil ich gesund bin. Obwohl ich hier wohlgemerkt das Thema Saft extra schon in meinem Posting als banal bezeichnet habe... Wird mir ein Bein amputiert und beklage ich mich, könnte es schlimmer sein, weil es hätten auch zwei Beine sein können usw. Aber ich bringe solche Dinge hier definitiv nicht als Vergleich auf, weil ich, nochmals betont solche Dinge nicht einfach nur als banales Pech betrachte.

          Und das Thema wie weit man sich Pech, oder eben Glück einreden kann, ist ein menschliches Thema und meiner Meinung nach recht interessant. Aber heut zu Tage müssen wir ja alles politisch betrachen...#cool#augen

          P.S.: Ich werde jetzt auf Grund meiner hier diagnostizierten Depression einen Psychologen aufsuchen und ihn um einen baldmöglichen Termin bitten, weil ich mir, (wie ich dachte) ganz menschlich auch mal denke "Es war ja klar!" nach dem mein Saft schon wieder umgekippt ist#schwitz#rofl

          • Hach ja, ich kenn das, ist für mich so'n Totschlag-Argument.

            "Sei still, anderen geht's noch schlechter. DIE haben WIRKLICHE Probleme"

            (9) 24.03.16 - 23:15

            Klar darfst Du Dich auch mal aufregen über die kleinen Stresssituationen und Pannen, die einen anscheinend genau dann ereilen, wenn es ja gerade so gar nicht passt - muss ja auch mal raus:-p

            Andererseits denke ich mir immer:

            Was bringt es mir, mich jetzt aufzuregen? Wird es dadurch besser? - NEIN.
            Ich habe nur ein Mal 100% Energie am Tag zu vergeben (ist nicht von mir, habe ich abgekupfert, passt aber so gut;-))...wenn ich die für Kleinigkeiten verpulvere, habe ich keine mehr für die wirklich wichtigen Dinge vom Tag übrig...und wer will das schon#sonne?

            Jetzt neulich meinte doch glatt mein Sohn zu mir, als ich von der Nachtschicht kam, die Kids abgeholt hatte und dann etwas verärgert in der noch sehr benutzt aussehenden Küche vom Vortag stand, weil ich den Kids Vesper machen wollte:
            "Mama, stress dich mal nicht. Wenn Du gestresst bist, dann bist Du unausstehlich#rofl!" Und dann kam noch irgendwas unter dem Motto, er und sein Bruder könnten schon noch etwas warten...

            Was habe ich doch für einen tollen Sohn, dachte ich da bei mir - und der Stress verpuffte augenblicklich#verliebt...

            LG

            a79

      nein, man zieht das Unglück nicht an. Genauso wenig, wie man immer an der falschen Kasse steht. Alles eine Frage der Wahrnehmung...
      Sorry, aber für so einen Pipifax wie bei dir fehlt mir gerade jegliches Verständnis.
      Ich war in den letzten 2 Jahren sicher nicht der größte Glückspilz auf Erden, aber ich glaube trotzdem nicht dass ich ein Pechvogel bin.

      wenn ich mir Brüssel anschaue, weiß ich was echtes Pech ist: Zur falschen Zeit am falschen Ort.

      • "wenn ich mir Brüssel anschaue, weiß ich was echtes Pech ist: Zur falschen Zeit am falschen Ort. Sorry, aber für so einen Pipifax wie bei dir fehlt mir gerade jegliches Verständnis."

        Ich hatte auch schon derbe Schicksalsschläge, aber solch Dinge sind hier eben nicht das Thema. "Sowas" ist meiner Meinung nach nämlich nicht einfach "Pech"! Ebenso wenig wie einem Terroranschlag zu Opfer fallen. Vergleiche Äpfel mit Birnen nicht. Hier geht es um ganz banale Pechsträhnen. Darf man sich denn gar nicht mehr aufregen, bzw. Pech haben, weil die Welt auf der anderen Seite "untergeht"? Bescheuert, sorry.

        Wenn ich mich über verschütteten Saft auskotze, könnte es ja schlimmer sein, weil ich gesund bin. Obwohl ich hier wohlgemerkt das Thema Saft extra schon in meinem Posting als banal bezeichnet habe... Wird mir ein Bein amputiert und beklage ich mich, könnte es schlimmer sein, weil es hätten auch zwei Beine sein können usw. Aber ich bringe solche Dinge hier definitiv nicht als Vergleich auf, weil ich, nochmals betont solche Dinge nicht einfach nur als banales Pech betrachte.

        Und das Thema wie weit man sich Pech, oder eben Glück einreden kann, ist ein menschliches Thema und meiner Meinung nach recht interessant. Aber heut zu Tage müssen wir ja alles politisch betrachen...#cool#augen

    (12) 24.03.16 - 14:55

    Hallo

    natürlich gibt es Phasen, in denen fast gleichzeitig mehrere Haushaltsgeräte oder Autos kaputt gehen, überraschende Ausgaben sich häufen u.s.w.
    Andererseits würde ich mich nie in einer Wohnung fest gedanklich einrichten, die ich noch nicht 100% habe.
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung----irgendwie so.
    Ich rede mir nichts ein, so krampfhaft einen auf positiv oder negativ machen bringt nichts.
    Im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass ich mehr Glück als Pech habe.
    Alles andere ist doch meist Zufall.

    L.G.

    • (13) 24.03.16 - 16:01

      "natürlich gibt es Phasen, in denen fast gleichzeitig mehrere Haushaltsgeräte oder Autos kaputt gehen, überraschende Ausgaben sich häufen u.s.w."

      Jaaa, genau das meine ich. Auf Haushaltsgerät 1 folgen gleich 2, 3, 4 und 5. Es scheint eine Art Kettenreaktion zu geben#schwitz:-) Das kam oft vor und wirklich zeitgleich.

      • (14) 25.03.16 - 15:36

        Was daran liegt, dass man sie damals wohl auch ungefähr zeitgleich gekauft hat.
        Keine höhere Macht am Werk, sondern Kalkulation der Hersteller. Und die ist halt leider oft gleicht :p

(15) 24.03.16 - 15:14

Hallo!

Ich denke, das ganze hat auch damit zu tun, wie man solche kleinen Ereignisse in sein Leben einbaut.

Die meisten Rechnungen erwarte ich ja und als neulich die Waschmaschine starb, war das doof, aber absehbar. Doof war, dass wir 10 Tage gar keine hatten. Schön war dann als die Neue kam und jetzt wäscht und wäscht und wäscht und die Berge in der Wanne ganz schnell dahin schmolzen. Genau wie mein leiser Ärger über die vorher wachsenden Berge.

Ich zähle doch nicht, wie oft mir das Glas umkippt! Ich sage vielleicht mal kurz "Sch.....!", hole den Lappen, mache das weg und dann ist der Drops gelutscht. Beim nächsten Mal weiß ich gar nicht mehr, wann das letzte Mal war. Ein schlechte Gedächtnis hilft viel beim Glücklichsein!

Das (alte) Auto musste kürzlich zum TÜV. Ich habe mit allem gerechnet und mich dann umso mehr gefreut, dass ich wohl Geld dafür ausgeben musste, aber längst nicht so viel wie erwartet. Du würdest jetzt schreiben, dass da auch schon wieder Geld - neben der Waschmaschine-verschluckt wurde, ich freue mich, dass es nicht mehr war. Ich freue mich auch immer noch, dass wir die Waschmaschine so preiswert geschossen haben. :-p

Wie man mit den wirklich unglücklichen Dingen im Leben umgeht, zeigt sich erst, wenn sie da sind. Umgekippter Saft und kaputte Maschinen gehören aber einfach nicht zu den richtig schlimmen Dingen.

LG

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