Erbausschlagung!?!? Bin überfragt?!?!

    • (1) 08.04.16 - 12:54

      Meine Oma ist verstorben am 15.3.2016 habe ich von dritten erfahren da ich mit ihr kein gutes Verhältnis hatte. ich bin nicht erstrangig erbberechtigt, sondern da gibt es noch ein Sohn meiner Oma.

      Meine Mutter (Tochter meiner Oma) lebt seit 2010 nicht mehr. Weitere Kinder hatte sie nicht.
      Wie ist das mit dem ausschlagen des Erbes?
      Muss ich warten bis mein Onkel ausgeschlagen hat und ich angeschrieben werde vom Nachlassgericht.
      Meine Oma lebte in einen Pflegeheim.

      Weil ich weiß gar nicht was auf mich zu kommt Schulden oder Nachlass??? Ect.....

      • Hallo.
        Mein Beileid.
        Also ich kann dir von mir berichten. Mein Vater ist vor knapp 2 Jahren verstorben, da wir seit 1987 keinen Kontakt hatten wurde ich auch erst später darüber informiert. Ich hatte ab dem Zeitpunkt der Info glaube ich 8 Wochen Zeit um bei Gericht das Erbe auszuschließen. Wir sind dann komplett zu 4 inklusive Ehepartner und Kindern zum Gericht und wir mussten alle Unterschreiben, auch für die noch minderjährigen Kinder. Haben dafür dann gute 50€ bezahlt und konnten gehen. Du musst dafür dein Personalausweis bzw Geburtsurkunde mitbringen. Alles andere hat das Gericht, sprich Sterbeurkunde und die Namen und Adressen aller in Frage kommenden Erben. Uns wurde dann einige Fragen gestellt und fertig waren wir.
        Ich hoffe, ich konnte dir damit helfen.
        Lg Christine

        • Ja bei bei meiner Mutter ging das damals auch so. Das weiß ich ja aber es ist a meine Oma. Und zuerst ist der Sohn meiner Oma dran. Und dann dachte ich das ich eventuell erst Bescheid bekommen muss das er ausgeschlagen hat. Ich weiß ja nicht mal ob es erbmasse oder Schulden gibt.

          • Hi,

            das ist so nicht richtig!

            Dadurch, dass Deine Mutter nicht mehr lebt, trittst du beim Erbe an ihre Stelle. Also bist Du genauso erstrangig erbberechtigt wie Dein Onkel.

            Und da Du Kenntnis vom Tod Deiner Oma hast, würde ich schnellstens beim Gericht vorstellig werden und das Erbe ausschlagen (wenn du das willst). Es kann nämlich sein, dass Du sonst Fristen verpasst, falls jemand sagt "aber ich habe ihr das doch am tag X schon erzählt".

            Gruß
            Kim

    Hallo,

    selbstverständlich bist Du erstrangig erbberechtigt. Du trittst das Erbe Deiner Mutter an.

    D.h. sowohl Dein Onkel, als auch Du werdet vom Nachlassgericht benachrichtigt.

    Außer es gibt vielleicht noch ein Testament.

    GLG

  • Hallo!
    Wenn du ausschlagen möchtest musst du das innerhalb von 6 Wochen nach deiner Kenntnis des Erbfalls tun. Kenntnis hast du ja bereits, einer Aufforderung o. Ä. des Nachlassgerichts bedarf es nicht. Ob du trotzdem eine bekommst weiß ich nicht.
    Und nach gesetzlicher Erbfolge erbst du auch direkt, da deine Mutter bereits verstorben ist. Hast du noch Geschwister? Dann erbt ihr den Teil deiner Mutter zu gleichen Teilen.
    Wenn du alleine nicht zurecht kommst wäre ein Notar dein Ansprechpartner.
    Alles gute und LG

    Hallo, du kannst einfach beim Nachlassgericht anrufen und dich erkundigen, ob es Schulden oder Vermögen zu erben gibt und ungefähr in welcher Höhe. Dann kannst du immer noch entscheiden. LG

    "ich bin nicht erstrangig erbberechtigt, sondern da gibt es noch ein Sohn meiner Oma."

    "Meine Mutter (Tochter meiner Oma) lebt seit 2010 nicht mehr. Weitere Kinder hatte sie nicht."

    Doch, du bist erstrangig erbberechtigt, denn du trittst automatisch an die Stelle deiner Mutter.

    Ab Kenntnis des Todes deiner Oma (und die hast du ja bereits) bleiben dir sechs Wochen Zeit, das Erbe auszuschlagen. Solltest du Kinder haben, müsste für die auch mit ausgeschlagen werden...

    Die Frage ist nur, warum willst du ausschlagen, wenn du gar nicht weißt, ob vielleicht Erbmasse vorhanden ist?

    Hallo!

    Du musst zügig zum zuständigen Nachlassgericht oder jedem Notar Deiner Wahl und das Erbe ausschlagen. Dafür brauchst Du keine weiteren Papiere, nur Deinen Personalausweis und den Namen, letzte bekannte Adresse soweit Dir bekannt und Geburtsdatum der Oma.

    Innerhalb von sechs Wochen ab dem Zeitpunkt, zu dem Du vom Tod der Oma erfahren hast, um Verwicklungen zu vermeiden würde ich ggf. lieber schon diese oder nächste Woche gehen.

    Das kostet eine Gebühr, und Du bist auf der sicheren Seite. Bei Verwandten die im Pflegeheim waren dürfte von eventuellen Ersparnissen kaum was übrig sein, eher nur Schulden.

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