"Legendäre" Aktionen

Kennt ihr das? Einfach mal den Alltag sein lassen, sich etwas richtig Tolles ausdenken und einfach machen. Als Jugendliche haben wir so etwas vielleicht noch gemacht, aber als Erwachsene?
Ein Tipp vom urbia Team

    • (1) 26.04.16 - 12:10

      Hallo,

      was habt ihr schon für ungewöhnliche Aktionen gemacht?

      Vor ein paar Jahren habe ich mal bedauert, dass man als Erwachsener ja gar nicht mehr so tolle Sachen spielen könne wie Völkerball, Tunnelfangen, Sitzfangen etc.

      Daraus ergab sich dann, dass wir im erweiterten Freundeskreis zu Silvester eine Turnhalle buchten und mit ca 20 Erwachsenen stundenlang spaßsportelten:
      Völkerball, Brennball, Sitzfangen, Mattenrutschen usw.

      Das hat so dermaßen Spaß gemacht. Nach Mitternacht sind wir dann reihenweise auf der Couch eingepennt:-)

      LG

      • (2) 26.04.16 - 14:15

        Warum kann man solche Sachen als Erwachsener nicht mehr machen?

        Warum muss man eine Turnhalle Mieten?

        Es gibt Parks, Sportplätze, Wiesen, und und und

        • (3) 26.04.16 - 14:21

          Wenn ich jetzt spontan mein Telefonbuch durchtelefonieren würde, bezweifele ich, eine entsprechende Anzahl von Leuten nit Zeit und Lust zusammen zu kriegen. Als Silvesteraktion klappte das damals. Und zu diesem Termin wäre es draussen zu kalt und zu dunkel gewesen;-)

          Ausserdem durften wir dank Connection kostenlos in die Halle.

      Huhu,

      ich bin in jungen Jahren mal mitten in der Nacht von Freunden geweckt worden. Sie habenmich eingeladen und dann sind wir nach Paris gefahren, haben dort gefrühstückt, sind ein wenig spazieren gegangen und wieder nach Hause gefahren. Die Aktion war anstrengend, aber total klasse.

      Ein anderes Mal war ich mit einer guten Freundin in Belgien auf einer Beachparty. Es war nichts los und um halb 1 entschlossen wir uns nach Hause zu fahren. Wir kamen an einer Autobahnauffahrt vorbei und ich sagte so "guck, hier gehts zur Nordsee"... kurzes Schweigen, ein Seitenblick und ohne weitere Worte sind wir tanken gefahren und ab auf die Autobahn. 255 KM in Rekordzeit gefahren, tief in der Nacht mit LKW Fahrverbot da Wochenende, rauf auf den Strandparkplatz, 1 Stündchen gepennt und dann auf der Promenade herrlich gefrühstückt, einen wunderschönen Tag verbracht und abends totmüde nach Hause gefahren. Das ist jetzt 15 Jahre her, aber wir erzählen immer noch gerne davon.

      Lg

      Andrea

    Völkerball und Brennball hab ich als Kind schon gehasst.

Mein Mann und ich wollten 1998 wegen des Kosovo-Konflikts von einer Reise zu seinen Eltern absehen und im Allgäu Urlaub machen. Irgendwie hat es uns dann aber gepackt und wir sind halt 'weiter gefahren'. Meine Schwiegereltern wohnen ja nunmal auf dem Balkan und auf unserer normalen Route konnten wir schwer fahren. Also sind wir nach Italien gefahren, bis runter nach Brindisi, haben uns auf einer (Auto-)Fähre nach Griechenland eingebucht und sind dann über Griechenland nach Mazedonien gefahren.

Heute würde ich das im Leben nicht mehr machen. Wir waren ewig unterwegs, hatten jede Menge Schwierigkeiten, vom Risiko mal ganz zu schweigen. Aber damals haben wir uns über sowas keine Gedanken gemacht. Jetzt verstehe ich auch, weshalb mein Schwiegervater damals meinte, wir wären wohl total irre und mehr sauer war, als er sich gefreut hat. Naja, wir waren insgesamt eine Woche mit Hin- und Rückfahrt beschäftigt und hatte eine Woche, die wir dort verbringen konnten. Alles in allem ... unsere Kinder sagen immerhin, dass sie uns sowas gar nicht zugetraut hätten. :-p

Ach, ja, ich erinnere mich an diese Aktion:
Meine Freundin und ich fanden früher schon irische Musik toll und was läge da näher, als einfach mal 4 Wochen nach Irland zu fahren mit dem Interrail- und Ferry-Ticket. Da war ich 18 und meine Freundin 17...also so 1990 denke ich.
Geld hatten wir auf der Post-Spar-Buch und waren sicher, damit auch in Irland Geld abheben zu können.
Also ab in den Zug, dann mit der Fähre (natütlich ohne Kabine, nur aug Liegesesseln) in 21 Stunden nach Cork.
Außer unseren absoluten Ahnungslosigkeit lief alles gut.
Nur: die Zugverbindungen innerhalb Irland waren (und sind) recht dürftig...selten und man kommt nicht überall hin, dafür gab es ein gutes Bussystem. Das war uns aber zu teuer, also haben wir erst mal beschlossen, zu laufen und wild zu campne, das war damals noch erlaubt in Irland.
Ganz toll war ein Strand, an dem wir unser (kleines Iglu-)Zelt aufschlugen.
Wir passten gerade so zu zweit und mit Rucksäcken rein.
In der Nacht zog ein Sturm auf und rüttelte unser Zelt, bog die Zeltstangen nach innen...es regnete rein...einzige Rettung war das (zum Glück recht neu gebaute) Toilettenhäuschen am Strand, in das wir im strömenden Regen Sack und Pack verfrachteten und uns dann in der Behindertenkabine so gut es ging häuslich einrichteten um den Rest der Nacht zu verbringen. Davon gibts sogar noch Fotos...
Es hat auch nicht gestunken oder so, da hatten wir echt Glück.
Als wir weitergelaufen sind, kam es immer öfter vor, dass neben uns Autos hielten mit und wir gefragt wurden :"Are you lost?" und ob man unsirgendwohin mitnehmen sollten.
Zuerst nachten wir noch : Trampen? Wir? Nieee!!! aber irgendwann knickten wir ein und letztendlich sind wir nur noch getrampt durch Irland. Ohne schlechte Erfahrungen, außer das die meissten Autos vollgestopft waren mit irischen Kindern :)
Dann war irgendwann das Geld alle...also Post gesucht und : Böse Überraschung: In der Republik Irland gibts damit kein Geld, wir müssen damit entweder nach Nord-Irland oder nach England...na toll.
Dublin war nah, also dachten wir, wir könnten ja auch unser Interrail- und Ferry-Ticket nutzen und eben nach Wales fahren und dort Geld abheben.
Eine unbequeme Nach verbrachten wir in der Wartehalle...es gab kein Geld mehr fürs Hostel...und am nächsten Tag hoben wir in Bangor unser gesamtes Urlaubsgelb ab und gingen, bis die nächste Fähre für, erst mal ins Kino ("der Rosenkrieg").
Das Geld lagerten wir den Rest des Urlaubs ganz unten in unseren Schlafsäcken...
Das Zelt nutzten wir auch nur noch selten, es war einfach zu kalt und zu eng, dafür gab es aber ein gut ausgebautes Netz an Independent Hostels, in denen man günstig und ohne viel Comfort in Mehrbettzimmern schlafen konnte.

Da haben wir so viele Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt...und rückblickend wünsche ich meinen Kindern auch solche Urlaube. Kein Handy (wir haben ca. 1mal die Woche zu Hause angerufen) und viel Spaß und einfach eigene Erahrungen machen und Schwierigkeiten alleine meistern.
Wir sind in den folgenden Jahren noch 3mal zusammen durch Irland getrampt und diese Urlaube waren einfach genial!#winke
Ich bin jetzt noch mit einer Bekanntschaft von damals in Kontakt! :)

Grüße von
sternchen#stern

  • Are you lost?

    Ich lach mich scheckig:-)

    Ui, da wart hr ja echt jung!
    So locker meine Eltern immer waren, sowas hätten sie mir nicht erlaubt.

    • Hallo,
      das finde ich im Nachhinein auch erstaunlich...und auch gleich für 4 Wochen...aber es ging ja zum Glück alles gut!

      Ich durfte auch einmal nach Paris zu meiner Urlaubsliebe fahren. Er war Marokkaner und im Nachhinein bin ich sicher, dass er in dem spanischen Urlaubsort Drogen vertickt hat, sonst hätte er sich diesen bequemen Lebensstil gar nicht leisten können.
      In Paris wohnte er alledings mit seinen Schwestern in einer kleinen Concierge-Wohnung und die haben alle für meinen Aufenthalt eine andere Bleibe gesucht, das war mir so unangenehm...aber als dann geklärt war, dass ich ihn nicht heiraten würde war das Interesse an mir schnell erlahmt und ich bin nach 3 Nächten wieder nach Hause gefahren:-)
      Ob ich das meiner Tochter erlauben würde, glaube ich eigentlich nicht...
      Grüße,
      sternchen#stern

Huhu,

meinen 25. Geburtstag habe ich auch so verbracht. Mit Topf schlagen, Blinde Kuh, Schokokusswettessen, Stopptanz usw. Ein Kindergeburtstag, wie in den 90ern. Alle haben sich köstlich amüsiert.

Meine schönsten Erlebnisse begannen alle mit dem gleichen Satz meiner Mutter "Das kannst Du doch nicht machen!". Doch, ich kann :-p

Ich bin spontan mit dem Rad nach Dänemark gefahren, weil ich ein Hot Dog wollte. Bin zum Heide Park, nur um zu gucken, ob der schon auf hat (hatte er). Ich bin mit dem Zug gefahren, eigentlich wollte ich nach Prag, unterwegs stellte ich dann fest, dass Dresden schöner ist, also stieg ich da aus.

Spontanität ist mein 2. Vorname ;-)

Als alleinerziehende Mama klappt es nicht mehr so gut. Aber dieses Jahr ist Hagrid alt genug um mit zukommen. Im Sommer hat der Kindergarten 3 Wochen zu, mal gucken wohin der Wind uns trägt. Angedacht ist zwar so grob die Richtung Irland, aber man kann ja nie wissen #winke

Lg

Eigentlich hab ich schon viel Verrücktes gemacht...als junges Mädchen im Winter mit einer Clique Freunde an einen See gefahren und - als Mutprobe, auch reingestiegen (für sage und schreibe 100 Mark!) .
Später mal nachts um 22.00 Uhr mit ein paar Leuten fast 100 km gefahren, um eine neu eröffnete Sexbar zu besichtigen - morgens wieder zurück, dann haben wir alle bei mir Spiegeleier gefuttert.:-)
Eine Nacht mit Rockern verbracht, einfach nur so, um mal zu sehen, was dort abgeht ;-)
obwohl mich vorher sämtliche Bekannte für verrückt erklärten.
Bin an einem Tag fast 1000 km (hin und zurück -nach Wuppertal) gefahren, nur um das vollkommen überraschte Gesicht meines Lieblings-Exchefs zu sehen, der dort eine besondere dienstliche Veranstaltung hatte - ich war der absolute Überraschungsgast seiner Frau....DAS Gesicht von ihm und seine Reaktion machte alle Strapazen wett - sogar die 6 Stunden Stau bei Gießen auf dem Rückweg:-D

Und ein paar andere Aktionen sind leider nicht für die Öffentlichkeit bestimmt#cool
LG Moni

(15) 29.04.16 - 11:11

Hört sich wirklich cool an die Aktion mit der Turnhalle, ich bezweifle nur das ich wirklich genug Leute zusammen kriegen würde, dass sich das lohnen würde. :D

Top Diskussionen anzeigen