Adoption

    • (1) 14.05.16 - 21:31

      Mich beschäftigt das Thema, da ich ein Kind zur Adoption frei gegeben habe und meine Schwester den Weg gegangen ist, ein Kind zu adoptieren.

      Meine Tochter ist gerade schwanger und möchte das Kind nicht selbst groß ziehen.
      Was denkt ihr darüber?

      Ist es eine moralisch bessere Entscheidung ein Kind auszutragen und dann weg zu gehen im Gegensatz zu einer Abtreibung?
      Ich denke heute noch ab und zu daran was wohl aus meinem.Kind geworden ist, wie es ihm geht, ob es ein gutes Zu Hause hatte und ein glückliches Leben führt.
      Diese Gedanken empfinde ich nicht als Last, sondern ich denke es ist normal dass man daran denkt denn es ist ja eine offene Frage, die niemals beantwortet werden wird.
      Ich habe nie daran gezweifelt das Richtige getan zu haben.
      Mein kleiner Neffe ist adoptiert und weiß das auch.
      Noch ist das kein Thema für ihn, aber meine Schwester wird ihn unterstützen wenn er seine leiblichen Eltern finden möchte.

      Ich denke es ist schwer für andere, die nie in der Situation waren, zu verstehen warum man diesen Schritt als Mutter macht.
      Insbesondere wenn man schon KInder hat, die man selbst aufzieht.
      Habt ihr persönliche Erfahrung mit dem Thema Adoption?

      Gerne würde ich mich mit anderen Eltern darüber austauschen, wie ihr zum Thema steht .

      • Was mich etwas irritiert.

        Du hast ein Kind weggegeben und deine Tochter plant das jetzt ebenfalls.

        Eigentlich ist das doch ein seltenes Ereignis.

        Beeinflusst du deine Tochter?

        Und warum hat es mit der Vergütung nicht geklappt?

        Weshalb ist z.B. die Pille danach ein größeres Problem als die Adoption?

        • Nein.
          Ich habe sie nicht beeinflusst.

          Sie kam ganz von alleine damit an.
          Bei mir gab es damals noch keine Pille danach und ich wollte ich das Kind auch behalten.
          Außerdem hab ich erst im 4. Monat bemerkt dass ich schwanger bin.
          Aber als das Kind dann da War und ich in der Realität angekommen bin wurde mir klar, dass ich es nicht schaffe, auch noch für dieses Kind zu sorgen .
          Daher habe ich dann das Jugendamt kontaktiert , alle möglichen Szenarien durch gespielt und den Kleinen mit 4 Monaten abgegeben.
          Wie meine Tochter verhütet und ob das Kind geplant war, weiß ich nicht.

          Mir steht es nicht zu sie das zu fragen.
          Auch die Frage nach der Pille danach finde ich übertriffig.
          Sie ist erwachsen.

          Und warum die Pille danach nehmen wenn man nicht mal im Traum daran denkt dass was passiert sein könnte.
          Sie hat anfangs auch überlegt das Kind zu behalten aber nun ist Ohr klar geworden dass sie es nicht schaffen wird.
          Sie ist noch sehr jung, hat keine Berufsausbildung und keinen Partner.
          Sie lebt in einem kleinen Zimmer in einer WG und hält sich mit Kellnern und Putzen über Wasser.
          Sie hat einen Entzug hinter sich und nimmt immer noch starke Medikamente...leider hat sie auch schon versucht dich das Leben zu nehmen.

          Und dann ein Kind????

      Moin,

      ich bin selbst Adoptivkind, bin mit 1,5 Jahren zu meinen Eltern gekommen.
      Ich wusste das quasi "von Anfang an". Meine Eltern sind auch immer offen damit umgegangen.
      "Sehnsucht" nach meiner leiblichen Familie hatte ich nie wirklich. Einiges ist bekannt, wonach ich, wenn ich dort geblieben wäre, sicher nicht das erreich hätte, was ich eben erreicht habe. Meine "Mutter" war 16, mein "Vater" wollte nichts mit mir zu tun haben, meine "Großeltern" waren Alkoholiker.

      Dementsprechend bin ich die ersten 1,5 Jahre bei meiner "Tante" aufgewachsen, bis endlich alle sich auf eine Adoption einigen konnte.

      Im Umkehrschluss, wenn meine "Mutter" abgetrieben hätte, wäre ich garnicht da...
      Ich stehe daher auch einer Abtreibung ablehnend gegenüber, wobei es auch für mich Ausnahmen gibt (z.B. Schwangerschaft durch Vergewaltigung).

      Für beie Entscheidungen, Adoption oder Abbruch, musst man sehr stark sein, denn sie werden dich dein Leben lang begleiten, ebenso wie es auch ein ausgetragenes Kind tut!
      Es werden immer die Gedanken kommen "was wäre wenn", das lässt sich gar nicht vermeiden.

      Dir und deiner Tochter alles gut, viel Kraft für die Entscheidung!

      Grüße,

      Wibbi

    • guten morgen!

      wie alt ist denn deine tochter? ich denke, dass ein normaler teenager von 15 oder 16 nicht überblicken kann, was es bedeutet, ein kind auszutragen und sich dann emotional soweit davon zu lösen, dass man es zur adoption freigeben kann. in dieser situation würde ich eher zu einer abtreibung raten als dazu, das kind den sozialen, psychischen und physischen folgen dieser schwangerschaft auszusetzen. moralisch gesehen mag die adoption der feinere weg sein, doch ich kann da nur von mir reden und ich wäre daran als junger mensch zerbrochen.

      sollte es sich bei deiner tochter um eine erwachsene frau handeln, muss sie das natürlich selbst einschätzen können. wenn da gesundheitlich nichts dagegen spricht, wäre eine adoption eine gangbare lösung für beide seiten. zum einen für deine tochter und zum anderen für eine familie, die sich ein baby wünscht, was ja auch nicht so üblich ist, dass man ein kind unmittelbar nach der geburt in eine neue familie eingliedern darf.

      ich finde es schön, dass jemand, der selbst nicht imstande ist, seine mindestansprüche an das leben mit einem kind zu erfüllen, jemand anderem die chance gibt, mit eben diesem kind eine glückliche familie zu werden. es gibt ja nunmal wirklich zahllose menschen, die selbst keine kinder bekommen können. dass man sich die frage stellt, was aus dem kind geworden ist, ist denke ich, unvermeidbar. es ist und bleibt eben ein bestandteil des eigenen lebens. daher kommt es natürlich darauf an, wie man selbst mit der situation umzugehen vermag.

      ich selbst könnte es nicht. weder abtreiben, noch ein kind zur adoption freigeben. es würde mir das herz brechen und ich würde das gefühl mit mir tragen, das falsche getan zu haben. allerdings habe ich auch das gefühl, dass meine lebensumstände nicht so schlimm sein können, dass ein weiteres kind unerwünscht oder nicht schaffbar wäre. ich weiß nicht, was passieren müsste, damit ich mich von meinem kind trenne. vermutlich unheilbare krankheit auf meiner seite oder der komplette soziale zusammenbruch.

      soo, das ist nun lang geworden.

      alles gute, dass deine tochter eine entscheidung trifft, mit der sie dann auch wirklich leben kann #klee
      hopsi + die wilden 2 1/2

      (6) 15.05.16 - 09:24

      -Meine Tochter ist gerade schwanger und möchte das Kind nicht selbst groß ziehen.
      Was denkt ihr darüber?---

      Das wird doch dieses Kind sicher auch einen Platz bei Deiner Schwester finden können.

      Ich würde meiner Tochter niemals raten, ein Kind zur Adoption frei zu geben. Lieber würde ich das Kind dann aufnehmen.

      • Ich habe ihr zu gar nichts geraten.

        Wie kommst du darauf.

        Sie hat das ganz für sich entschieden.

        Und meine Schwester will nicht noch ein Kind.
        Sie hat das eine und ist damit komplett ausgelastet.

        Da ist kein Kinderwunsch mehr bei ihr.

        • (8) 15.05.16 - 11:05

          --------------Ich habe ihr zu gar nichts geraten.

          Wie kommst du darauf.------------------

          Wo habe ich geschrieben, dass DU Deiner Tochter dazu geraten hast?

          Was willst Du hier mit Deiner Geschichte?

          Hören wie vernünftig das doch alles ist, mehrere Kinder zur Adoption frei zu geben, während Deine Schwester ein fremdes Kind adoptiert?
          Klingt etwas absurd, dass nun dieses..... angebliche..... Kind Deiner Tochter, keinen Platz in Eurer Familie finden darf.

    Hallo narcotica,

    in meinen Augen ist es einer Mutter hoch anzurechnen wenn sie feststellt das sie ihrem Kind nicht das bieten kann was es brauch es dann zur Adoption freizugeben.

    Ich weiß oft wird mit Unverständnis darauf reagiert, aber wiederum werden auf der anderen Seite Frauen verurteilt die sich für einen Abbruch entscheidenden. In meinen Augen steht es auch niemand zu darüber zu urteilen.

    Es ist auch sehr gut das dein kleiner Neffe weiß das er adoptiert ist. Damit geht deine Schwester vielen Problemen aus dem Weg.

    Fg blaue-Rose

    Hochgradig unwahrscheinliches Szenario. Und dann noch von einem Frischling.

    Mich nervt das inzwischen hier schon gewaltig.

    • ja, ist im moment hier ein bisschen schwierig, finde ich auch. ich versuche schon nicht pauschal alle frischlinge über einen kamm zu scheren, aber langsam wird es echt schwer.

      na ja, bald haben sich die damen im schwangerschaftsforum eh gegenseitig die augen ausgehackt und das forum in schutt und asche gelegt #rofl ;-)

      lächeln und weitermachen #freu

      lg

      (12) 15.05.16 - 17:06

      An der Geschichte stimmt etwas nicht, zur verwirrt....ich gebe Dir vollkommen Recht!

      LG #winke

Dein Nick: Nacitica
Deine Tochter: Hat einen Entzug gemacht
Ist schwanger
und du hast auch ein Kind abgegeben

Deine Schwester hat adoptiert

schreibe doch deine Geschichten glaubwürdiger

Troll Dich

  • Was ich schreibe mag dir vielleicht unwahrscheinlich vorkommen, aber warum hälst du mir vor das ausgedacht zu haben?
    Nicht jeder hat ein durchschnittliches Leben mit wohlgeratenen Kindern, Reihenhaus mit Hund und Garten .
    Ich habe die Kinder allein groß gezogen, die Väter wollte ich nicht dauerhaft in meinem Leben.

    Die Kinder wollte ich aber unbedingt und auch das was ich zur Adoption frei gegeben habe war willkommen, aber ich hatte nicht die Voraussetzungen es zu behalten.

    Meine Tochter ist früh auf die schiefe Bahn geraten und kommt nur mit Mühe wieder da raus.

    Ein Stück weit hat die sich ihr Leben schon verbaut.

    Ich konnte meinen Kindern keine wohlbehütete Kindheit bieten.
    Musste rund um die Uhr arbeiten und wir sind dauernd umgezogen.

    Nicht jeder Lebenslauf ist geradlinig, meiner war holprig und voller Probleme.

    Wenn das außerhalb deines Vorstellungsvermögens liegt,ist das dein Problem.

    Ich habe genug erlebt und gesehen, du bist wahrscheinlich in deiner heilen Welt nie mit Gewalt, Drogen, vernachlässigten Kindern, Alkohol und Schlägen konfrontiert worden. Ich habe sogar zwischendurch auf der Straße gelebt oder in Mutter Kind Einrichtungen.
    Sei einfach dankbar und froh wenn du das alles nicht erlebt hast.

    Mein Alltag sah und sieht anders aus.

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