Anhänger von Hamer. Wie steht ihr dazu?

    • (1) 31.05.16 - 13:46

      Hallo!

      Ich möchte gerne wissen wie ihr mit einer Familienhilfe umgehen würdet, die offiziell Anhängerin von Hamer ist?! Zum kurzen Einlesen.

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ryke_Geerd_Hamer

      Sie ist seit einigen Wochen da und unterstützt mich wegen einer Thrombose, die ich in der Schwangerschaft bekommen habe. Es gab schon manche Momente, in denen ich fast explodiert bin, weil sie doch sehr extrem ist. Heute habe ich mir dann einen Vortrag zu der neuen germanischen Medizin anhören dürfen. Ich bin ein höflicher Mensch und habe es mir angehört und mir meinen Teil gedacht und auch gesagt, was ich dazu denke. Hinterher stieß ich dann bei Recherche eben auf eine Art "Sekte". Erklärt auch das Extreme und ziemlich seltsame Denken in manchen Dingen.

      Sie ist eine extrem nette Frau. Aber meine epilepsiekranke Tochter werde ich wohl nicht alleine bei ihr lassen... Sie braucht dringend schulmedizinische Hilfe, wenn sie aus einem Krampf nicht raus kommt. Auch die kleine Maus lasse ich nicht mehr alleine mit ihr zum Spielplatz. Das ist mir extrem suspekt... Da bin ich lieber übervorsichtig.

      Das ist ja auch meine Ermessensfrage. Aber was ist, wenn sie fragt, warum... Sie wird wohl kaum verstehen, dass ich Hamer für einen Vollpfosten halte und mir Sorgen mache, dass schulmedizinische Hilfe verweigert werden könnte. Ich will nichts unterstellen aber sie hat schon eine Geschichte erzählt mit krampfendem Kind in einer Familie, wo sie nicht los gefahren ist. Meinen Blutverdünner nehme ich natürlich auch weiter. Davon riet sie mir ab und nannte mir eine Pflanze usw.

      Ich will ihr nicht vor den Kopf stoßen. Wie gesagt. Sie ist nett. Aber da muss ich ganz klare Grenzen ziehen...

      Ich habe das Thema extra nicht in Medizin gesetzt, da es für mich persönlich rein gar nichts mit Medizin zu tun hat, sondern wirklich heftig gefährlich ist...

      Wer hat Erfahrung. Was sagt ihr dazu?

      Liebe Grüße

      Ninly

      • Hallo,

        kann man nicht eine andere Familienhelferin "beantragen" oder austauschen?
        Kenne mich damit nun nicht so aus.

        Ich selber hätte keine Lust auf jemand, der mich nur ansatzweise mit irgendwelchen Ideologien oder Religiösitäten nerven würde.

        Wenn du kein Vertrauen hast in Bezug auf dein Kind, bringt das Ganze eh nichts.

        Jemand nicht vor den Kopf stoßen wollen, ist ja ganz nett, bringt dir aber in deiner Situation nichts. Das ist nur falsche Rücksichtnahme.

        Ich bin jemand der da ganz geradeaus sagt, was Sache ist - komisch beliebt macht einen das nicht bei jedem.

        ...und ja ich würde ihr sagen, das sie die Lehrer eines Gestörten glaubt, wenn sie meint, das vor mir propagieren zu müssen. das kann sie in in ihrer eigenen kleinen Welt gern machen, aber nicht an ihrem Arbeitsplatz.

        Bei mir wäre die schon lange raus geflogen, wenn sie das nicht verinnerlicht hätte. Aber ich bin auch nicht unnötig freundlich, wenn man mich mit derartigen kruden Lehrern bombadiert.

        Lg und gute Besserung

        • Danke für deine Antwort!
          Ich habe ihr schon gesagt, dass ich davon nichts halte und ich ganz sicher keine Thrombose habe, weil Körper oder Seele nicht im Einklang sind. Die ist schulmedizinisch vielfach erklärbar. Ohne den Blutverdünner hätte ich vermutlich eine Lungenembolie gehabt und wäre schon tot... Das sagte mein Mann ihr ganz deutlich. Wir sollen uns einlesen und wären dann bestimmt begeistert, sagte sie. Heft liegt auf dem Sofa.
          Wobei ich zugebe, dass mein Hals größer und größer wird und ich vermutlich irgendwann tatsächlich explodiere.
          Lieber wäre mir aber, wenn ich es höflich so formulieren könnte, dass sie es versteht und gut ist.
          Scheiße ist natürlich, dass ich ihr bezüglich meiner Kinder nicht mehr vertraue. Aber im Haushalt hilft sie mir gut. Kocht auch immer lecker und ist von den drein, die da waren, die netteste.
          Ich schraube die Hilfe schon von 5 auf 2 mal die Woche runter und hoffe dass ich in 4 Wochen wieder komplett alleine kann.

          • Hallo,

            dann hilft nur gnadenlos ignorieren, wenn sie mit dem Thema anfängt.
            Ich würde weder über die Ursachen meiner Erkrankung diskutieren, noch mich für eine Behandlung rechtfertigen.

            Das ist der Moment, wo man ihr klar machen muss, das sie sich um ihre Arbeit kümmern soll und um nichts anderes.

            Habe mich mal eingelesen.....das mit dem Karies...#rofl

            Was es nicht alles gibt. #winke

    (7) 31.05.16 - 14:15

    Diese Frau ist indiskutabel.

    Ich halte das für fahrlässig, eine Person, die so eine Gesinnung lebt, im gesundheitlichen/medizinischen Bereich einzusetzen.

    Gruss
    agostea

    Eine Haushaltshilfe ist doch in keinem gesundheitlichen und schon gar nicht in einem medizinischen Bereich eingesetzt!
    Sie hat doch mit der medizinischen Versorgung rein gar nichts zu tun!

    Man kann ihr klar sagen sie soll sich um den Staublappen, die Töpfe und den Staubsauger kümmern und fertig.
    Und den Job den sie machen soll macht sie doch offensichtlich gut.

    Ich denke die TE sollte ihre Grenze deutlich aufzeigen.

    • Huhu,

      du hast aber schon den Beitrag der TE ordentlich gelesen?

      Es geht nicht um eine reine Haushaltshilfe die ein bisschen putzt und kocht, es geht um eine FAMILIENHILFE, die auch die Kinder betreuen soll und auch mit ihnen alleine bleiben können sollte.

      Eben diese FAMILIENHILFE hat der TE, Mutter einer an Epilepsi erkrankten Tochter mit starken Krampfanfällen, erzählt das sie bereits ein Kind mit Krampfanfall NICHT zum Arzt gefahren hat, sondern ( ganz ihrem "Guru" folgend) abgewartet hat, was bei einem stark krampfenden Epilepsipatienten ohne weiteres zu großen Folgeschäden und/oder zum Tode führen kann.

      Die Grenzen einer Familienhilfe wären es eben Kinder auch alleine zu betreuen ( z.B. während Arztbesuchen der Patientin und/oder ambulanter Rehamaßnahmen und bei fehlender Mobilität des Elternteils durchaus auch mal raus an die Luft mit den Kindern etc.)

      Den Staubwedel schwingen kann sie ganz sicher, dafür ist es vollkommen egal welcher Gesinnung sie ist.
      Hier geht es aber um aktive Betreuung von Kindern, worunter eines erheblich erkrankt ist.

      Ganz ehrllich wenn dir jemand erzählt "also ich hab das Kind ja nicht zum Arzt gebracht als es einen Anfall hatte" dann vertraust du diesem Menschen dein, an der gleichen Krankheit erkranktes, Kind an? Alle Achtung.

      Sie darf gerne glauben und leben was sie möchte, das streitet hier niemand ab, aber zur Betreuung von Kinder, speziell erkrankten Kindern, ist sie NICHT geeignet mit dieser Vorgeschichte.

      Gruß

      Andrea

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