Überflüssige Ratschläge von Apothekerinnen

    • (1) 07.06.16 - 13:38

      Wie ich es HASSE- mein Sohn kriegt Medikinet. Abgesehen davon was für ein unglaublicher Bohei mit diesen Rezepten veranstaltet wird krieg ich sehr oft in der Apotheke von einer sehr bemühten PTA kostenlose Lebensweisheiten(Muss Ihr Sohn das nehmen? usw,) Genauso geht es mir, da ich in bestimmten Situationen unter Panikattacken leide, schreibt mir mein Neurologe ab und dann ein beruhigendes Medikament auf- wie oft habe ich in der Apotheke schon gehört: Das ist aber stark, müssen Sie das nehmen, wir hätten auch eine pflanzliche Alternative! MAAAAANNNNN, ich bzw mein Kind haben schon Gründe warum wir das Zeug nehmen müssen- dafür gehen wir auch zum Arzt. Und dann will ich nichts hören und mich auch nicht rechtfertigen wieso weshalb warum...
      Eine Fleischfachverkäuferin sagt ja auch nicht zum Kunden, wenn der sich ein Pfund Leberwurst kauft- NAAAA, Sie sind ja eh schon zu dick, bitte nehmen Sie doch lieber die Putenbrust!

      Ich überlege mir ernsthaft, mich jetzt mal in einer Apotheke zu beschweren. Grade die blöden Ratschläge das Ritalin betreffend machen mich stinksauer. Ich werde den Leidensweg meines Kindes bis zu Medikation bestimmt nicht vor der Apothekerin rechtfertigen.
      Ist das Euch auch schon mal passiert? Dumme ungefragte Ratschläge in einer Apotheke:-[

      • Ich finde, du steigerst dich da in etwas hinein.

        Und prinzipiell finde ich es gut, wenn Apotheker Hinweise geben. Schließlich geht es anders als bei der Fleischerei-Fachverkäuferin noch viel direkter um die Gesundheit der Patienten und meinem Empfinden nach wird in Deutschland gesundheitstechnisch häufig gerne mit Kanonen auf Spatzen geschossen: Kopfschmerztabletten, Antibiotika etc. gehen hier tonnenweise über die Ladentheke, wo den Leuten häufig besser geholfen wäre, wenn sie einfach mehr Wasser trinken würden (bei Kopfschmerzen) oder sich einfach mal ein paar Tage auskurieren würden (statt AB einzuwerfen). Und nein, ich verteufle weder Kopfschmerztabletten noch ABs, nehme beides häufig auch zu leichtfertig, finde es aber dennoch richtig, wenn mich da jemand drauf hinweist, dass es Alternativen gibt.

        Ich selbst hatte Panikanfälle und habe sie mit anderen Dingen als Psychopharmaka viel effektiver (langfristiger) in den Griff bekommen. Das nur am Rande...

        Sich über die Frau zu beschweren, finde ich völlig daneben. Sag ihr doch einfach, dass du dir die Entscheidung mit dem Ritalin/den Psychopharmka etc. gut überlegt hast und diesen Weg gehen möchtest und gut ist....

        #winke Die Alltagsprinzessin

      Dann bestell es in einer online Apotheke.
      Rezept hinschicken, Paket bekommen, fertig.

    Ich gehe immer in die gleichen 3 Apotheken und da arbeiten auch immer die gleichen Damen und nein so was hab ich von denen noch nie gehört außer wenn ich mal wieder meine Allergiemedis hole: du weißt ja wie es geht oder schau her der Inhalator ist neu funktioniert so und so....

    Ich trab da auch rein und lass mich beraten wenn ich was brauch die sind alle sehr nett und ich hab schon so einige Sachen verschrieben bekommen die echte Hammer waren gerade was Schmerzmittel angeht und ich war immer froh wenn da noch eine Information kam was mir zusätzlich oder anstatt helfen kann

    Hallo!

    Apotheken haben eine Beratungspflicht und müssen die Patienten über die verabreichten Medikamente aufklären. Bist du schon einmal vom Arzt über die ganze Litanei an Nebenwirkungen eines Medikamentes aufgeklärt worden? Ich ehrlich gesagt nicht, und die meisten Ärzte, die ich kenne, kennen gerade einmal die gängigsten Nebenwirkungen (von denen sie aber nichts sagen). Meiner Meinung nach ist es eigentlich Pflicht des Arztes, über Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie aufzuklären, das steht sogar im Patientenrechtegesetzt. Irgendwie scheinen aber die wenigsten Ärzte das auch auf Medikamente zu beziehen, von daher finde ich es gut und richtig, wenn in der Apotheke bei starken Medikamenten gewarnt wird und auch Alternativen aufgezeigt werden.

    Und du kannst es dir vielleicht nicht vorstellen: Es gibt tatsächlich Ärzte, die gleich und sofort irgendwelche Hammer aufschreiben ohne den Patienten zu sagen, was sie da eigentlich nehmen sollen.

    Klar, wenn man ein Medikament regelmäßig nehmen muss, können diese Belehrungen nervig sein, aber das kannst du nur vermeiden, wenn du immer in die gleiche Apotheke gehst oder aber Online bestellst. Bei einer "Stammapotheke" hast du halt den Vorteil einer guten Beratung bei Bedarf ohne Komentare bei Dauermedikation.

    LG

    beratungspflicht besteht nicht bei medikamenten, die vom arzt verschrieben wurden. allerhöchstens, in welcher dosis diese einzunehmen sind.

Top Diskussionen anzeigen