Was ist nur los mit euch? Vergesst ihr eure Vorbildfunktion?!

    • (1) 08.06.16 - 14:56

      Hallo liebe Urbianer (das klingt wie eine Sekte, aber egal)

      Mir ist in der letzten Zeit einiges aufgefallen, was mir Nackenschmerzen vom Kopfschütteln bereitet .....

      Ein Kind wird nicht versetzt, die Lehrer haben vorher das Gespräch gesucht, und da wird Klage erhoben.

      Auf dem Schulhof spielen zwei Kinder, eines wird geschubbst - es wird geraten, das Kind bei der Polizei wegen Körperverletzung anzuzeigen

      .... und so weiter.

      Viele solcher Fälle, immer mehr, immer krasser.

      Warum?

      Was leben wir da unseren Kindern vor? Was zeigen wir ihnen mit unserem Verhalten?

      Gleich Anwalt, Polizei, Klage.

      Früher gab es das nicht.

      Regelmäßig haben wir als Kinder uns gerauft, na und?

      Sind wir deswegen jetzt psychopathische Serienkiller geworden?

      Es gab auch mal ein Fünfer - sind eure Eltern dann zum Lehrer und haben ihm mit Anwalt gedroht?

      Nein, es gab Hausarrest, damit man mehr lernt.

      Im Kindergarten haben wir auch mal gehauen. Dann wurden wir abgemahnt, die Erzieher haben es unseren Eltern erzählt und dann gabs zu Hause nochmal ein Gespräch.

      Ich kenne keine Eltern, die dann der Erzieherin vorgeworfen haben, sie hätte ihren Job verfehlt ......

      und so weiter .....

      So lernten wir, dass WIR selber für unser Tun und Handeln verantwortlich sind und dass WIR die Konsequenzen zu tragen haben.

      Und heute? Dauernd werden die Kinder in den Himmel hochgelobt. Gibt es Ausrutscher, sind die Lehrer einfach nur unfähig und die Erzieher machen ihren Job nicht richtig.

      Nie liegt es an den Eltern und schon garnicht an dem tollen hochbegabten Wunderkind!

      Es sind immer die anderen schuldig für das Versagen an einem selbst oder am Kind, und wenn die anderen nicht schuld sind, so offensichtlich das auch ist, dann wird der Anwalt schon dafür sorgen, dass sie doch schuld sind.

      Was war, wenn wir mal richtig frech waren, vielleicht mal respektlos im Eifer des Gefechts? Dann gabs eins auf den Popo oder man musste einen Tag im Zimmer bleiben.

      Heute? Da wird dem Kind, welches Blödsinn angestellt hat, maximal noch in einer Stimmlage bestehend aus zwölfundzwanzig verschiedene Tonlagen vorgesäuselt : "Nein Jeremy-Pascal, das darfst du aber nicht. Du bist doch ein lieber Junge, sowas darfst du nicht machen ..... komm, ich kauf dir ein Eis!"

      Super.

      Und die Kinder .... sind heute freiwillig den ganzen Tag in der Bude.

      Wo sieht man noch schöne Strassenmalereien mit Kreide?

      Wie denn auch, wenn die Autos fahren wir die Irren

      Wo sieht man noch Spielplätze voller Kinder?

      Wie denn auch, denn Kinderlärm als Belästigung gilt, welche einen sogar die Miete mindern lassen darf.

      Wo sieht man noch Baumhäuser?

      Wie denn auch, wenn der Raum für Kinder immer mehr zugebaut wird, um überteuerte Luxuswohnungen für kinderlose Karrierepaare zu bauen.

      Versteht ihr, was ich meine?

      Es wird eine neue Generation Mensch herangezogen, die mir Angst macht.

      Verweichlicht. Lebensfremd.

      Wenn ich daran denke, dass Jeremy-Pascal sich mal irgendwann im Job behaupten soll ...?

      Welche Karriere ist denn da vorprogramiert ..... Wobei ..... vielleicht hat er ja Glück und sein Chef stammt auch aus dieser Generation.

      "Aber Herr Jeremy-Pascal, was haben sie sich dabei gedacht?"
      ..... "Nichts. Ich habe das Denken mit 10 Jahren verlernt, weil ich mir mein Gehirn mit Dauerberieselung durch Tablet, Smartphone,Fernseher und Co total zu Brei zermatscht habe und froh bin, dass es mir noch immer sagt, dass ich atmen muss und wann ich auf Klo gehen muss!" .....

      "Herr Jeremy - Pascal, das ist garnicht schlimm.Morgen klappt das vielleicht ja besser. Hier ein paar Euros, machen sie Feierabend für heute und kaufen sich ein Eis!"

      ...... Oh man ..... ich werde auswandern! Das Elend möchte ich nicht mit ansehen.

      • Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.

        SOKRATES um 468 v.Chr.

        • (3) 08.06.16 - 18:02

          Hallo,

          den Sokrates zitiere ich auch immer, wenn mir jemand mit dem Früher-war-alles-besser-spruch kommt. Meine Eltern möchte ich nicht als Vorbild hinstellen, die wurden aber in der Hitlerjugend zu der Willenskraft gedrillt, mit der sie nach dem Krieg das Land wieder aufgebaut haben.

          Fakt ist, dass sich jede Generation sich in dem Umfeld durchzusetzen lernt, in dem sie aufgewachsen ist, und in jeder Generation haben die Eltern versucht, ihre Kinder so gut wie möglich auf das künftige Leben vorzubereiten. Dass die Jugend heutzutage verweichlicht ist, halte ich für übertrieben, sie hat sicherlich andere Stärken und Schwächen als die Jugend der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Ob die Fähigkeit, ein Baumhaus zu bauen, im Leben wichtiger ist als die Fähigkeit, ein Handy einzurichten, wage ich aber zu bezweifeln. Vieles "früher" besser gewesen sein soll, ist auch ein Mythos, oder wie ein Zeitgenosse einmal sagte: "ich wunderes mich immer wieder wie aus einer beschissenen Gegenwart eine glorreiche Vergangenheit wird."

          Vielleicht verachten unsere Kinder oder Enkelkinder einmal dafür, dass wir die "tolle DDR" für ein tolles Auto oder einen großen Fernseher "weggeworfen" haben .....

          LG

      (4) 08.06.16 - 15:33

      -------ch werde auswandern! Das Elend möchte ich nicht mit ansehen. ---

      Wohin denn? Wo ist denn alles besser?

      Ja, früher war alles besser ...... das erzählt jede Generation. Und Serienkiller gab es auch schon vor 100 Jahren.
      Bekloppte gibts auch schon immer......., Nur bekommt man das heute mehr mit, weil sie alle im Internet schreiben.

    • Als ich noch Kind war habe ich gar keine Möglichkeit gehabt zu beobachten wie es in anderen Familien läuft. Woher weißt du denn dass früher keine Eltern mit den Lehrern diskutiert haben? Bin mir sicher das war früher ebenso häufig wie heute.

      Die Zeit schreitet halt vorran und auf der Strasse mit Kreise malen Kinder ab einem gewissen Alter halt nicht mehr. Und 50 Jahre vor deiner Kindheit haben die Kinder noch Holzreifen mit einem Stock getrieben die Strasse runterrollen lassen. Keiner hat da zu "Deiner" Zeit gejammert warum das nun kein Kind mehr macht, sondern warum diese statt dessen mit Kreide auf der Strasse malen.
      Noch einige Jahre vor deiner Schulzeit haben die Kinder mit dem Rohstock was auf die Finger bekommen wenn sie in der Schule unartig waren.
      Kinderlärm ist nunmal lästig, ich habe selber zwei Kinder und lebe in einer Siedlung mit vielen Kindern, einer davon schreit stundenlang "Wihuuuuwihuuuuwihuuuu" und brettert mit Plastikrädern die Strasse lang. DAS NERVT...aber nicht das Kind, sondern die Eltern die auf der anderen Hausseite die Ruhe genießen während die Nachbarschaft sich ins Haus zurückziehen muss.

      Will sagen, nicht die Kinder nerven sondern UNSERE Generation Eltern die den Kindern nicht ein klein wenig Rücksichtsnahme beibringt. Meine Kinder zum Beispiel rennen nicht schreiend die Strasse auf und ab, sie wissen dass wir hier nicht alleine leben,.

      Anderes Thema....früher hatte man kein Internet...hätte man vor 30 Jahren schon Internetforen gehabt, dann hätten unsere Eltern da auch schon ihr Leid geklagt. Du darfst auch nicht vergessen dass diejenigen bei denen alles rund läuft nicht schreiben. Somit liest man immer nur das Gejammer und meint, dass die ganze Welt nur am jammern ist.

      Wander aus, am besten in die Wüste;-)

      Übrigens, wenn es Dich beruhigt: bei uns in der Straße malen die Kinder ständig auf der Straße und spielen auf der Straße Fußball, wenn ein Auto kommt, gehen sie auf die Seite.

    • (7) 08.06.16 - 20:02

      Noch nicht einmal mittelmäßig ...

      Weißt du, als ich Kind war hat sich niemand dafür interessiert dass ich von einer schweren Alkoholikerin groß gezogen wurde, daheim verkloppt und misshandelt wurde und oft hungrig durch die Gegend lief weils nichts zu essen gab im heimischen Brotschrank.

      Als ich Kind war, hat mein Grundschullehrer mir seinen Schlüsselbund an den Kopf geworfen und mir schmerzhaft die Ohren verdreht weil ich im Unterricht nicht aufmerksam war. Dabei war ich nur müde weil ich bis spät nachts vor verschlossener Türe hockte und niemand mein Klopfen hörte.

      Als ich Kind war gab es keinen Schulverein der irgendwie geholfen hätte, mal an einer der Klassenfahrten teilzunehmen die für mich unerschwinglich waren.

      Als ich Kind war, sind Schüler den Lehrern oft komplett ausgeliefert gewesen weil die Lehrer halt "immer Recht" hatten.

      Als ich Kind war, hat Titus aus der Neunten von uns Fünftklässlern regelmäßig unser gesammeltes Pfandgeld erpresst...weil kein Erwachsener hingeschaut hat.

      Als ich Kind war hab ich mir mit sechs Jahren das Becken gebroche weil ich ein Baumhaus gebaut habe hne davon was zu verstehen...Bücher aus der Bibliothek konnte ich nicht ausleihen ohne Ausleihausweis und Internet um mal eben zu googlen worauf man achten muss, gab es noch nicht.

      Ob früher alles besser war oder nicht...auch eine Frage der Perspektive.

      • Ich bin immer erschüttert, wenn ich von deiner Kindheit lese :-(

        Schön, dass du es geschafft hast und deinen Kindern ganz was anderes vorlebst! Großes Respekt!

        LG,
        Natalia

        • Von dem Beckenbruch abgesehen, haben Ähnliches fast alle Kinder meiner Generation erlebt. Lehrer, die Mädels an den Haaren gerissen haben, Lehrer, die mit Bambusstöcken einem auf die Hände geschlagen haben usw. Und das Jugendamt war lediglich ein Droh-Argument, geholfen hätte es einem eh nicht.
          Prügelnde Eltern und vieles andere kennen etliche meiner Schulfreunde wie ich auch. Es war eben so und die Nachbarn schauten auch weg. Aber wir haben alle miteinander unsere Kinder anders aufgezogen. Deswegen unterstütze ich die These auch nicht, dass geschlagene Kinder auch schlagende Eltern werden.
          Viele Kinder machte dieses Aufwachsen auch ungeheuer wütend und sehr durchsetzungsfähig, mich auch. Ich hab schon mit 10 einen Schulkameraden, der mich laufend verarschte, in die blecherne Mülltonne gesteckt und so lange von außen draufgeschlagen, bis ihm drinnen die Ohren wegfielen. #schein Über meine anschließende Strafe schweige ich lieber :-) aber - ich hatte Ruhe vor dem Kerl. Half mehr als ein tiefenpsychologisches Gespräch. Heute ist der Betreffende Inhaber einer Firma und wir grinsen über das Ganze bei Treffen heute noch. Muss nicht immer alles lebenslange pathologisch auffallende Folgen haben.
          LG Moni

          • Ich kenne das gar nicht aus meiner Kindheit :-(

            Was war ich für eine Privilegierte. Meine Eltern waren alles andere als reich, aber uns hat an nichts gefehlt.

            Ich weiß also nicht, was bedeutet mit Hunger in die Schule zu gehen, von Lehrern/Eltern geschlagen zu werden oder von Mitschüler erpresst zu werden.

            Ein Glückspilz war ich!

            LG

            • Du bist Jahrgang 73? Ich bin Jahrgang 1954 - ist schon ein Mords-Unterschied.
              Meine Kinder sind so alt wie Du und kennen das auch nicht :-)
              Ich hätte jeden Lehrer eigenhändig abgemurkst, der sich an meinem Kind vergriffen hätte.
              LG Moni

              • Meine Mutter kannte das alles auch nicht. Sie hatte da auch echt Glück!

                Aber der Sueddeutsche ist eher mein Jahrgang als deiner. Deswegen meine Erschütterung!

                LG,
                Natalia

                (14) 09.06.16 - 18:26

                <<<Ich hätte jeden Lehrer eigenhändig abgemurkst, der sich an meinem Kind vergriffen hätte.<<

                Das glaube ich dir.:-)
                Ich hätte eher seine Personalakte ziemlich versaut.#schein

                Bei uns gab es Schläge in der Schule, Köpfe zusammenschlagen, Klassenbuch auf den Kopf schlagen und ausrasten des Lehrers, bis zum Stuhl an die Wand werfen.
                Die Eltern haben sich damals nicht getraut, etwas gegen diesen Lehrer zu unternehmen.
                Bis es meinem Vater zu viel wurde.
                Das Ende vom Lied: der Lehrer lies sich ein halbes Jahr krankschreiben und mein Vater erhielt deshalb einen vorwurfsvollen Brief vom Schulleiter.
                Den Brief habe ich noch.

                • (15) 09.06.16 - 22:55

                  Jaaa das Klassenbuch hatte ich auch mal auf dem Kopf - aaaaber - das war schon in der Realschule und ich hab's ihm dann weggenommen und an die Wand geklatscht. Bin dann aber sofort zum Direx und hab die Entgleisung des Vikars gemeldet, war zu der Zeit Klassensprecherin.
                  Das war der Letzte, der meinem Jahrgang was angetan hat - ab da schlugen wir zurück.
                  1968 lässt grüßen #cool
                  Gottseidank lebte ich in einer Stadt, wenn auch kleinen, aber da waren die Eltern nicht ganz so feige wie auf dem Dorf. Aber als wir größer waren, wehrten wir uns selber - und sogar recht wirksam :-p
                  LG Moni

          (16) 09.06.16 - 16:50

          >>>haben Ähnliches fast alle Kinder meiner Generation erlebt. <<<

          Kann ich nicht bestätigen.
          Von der Grundschule (damals noch Volksschule) bis zur weiterführendn Schule habe ich nie erlebt, dass Lehrer geschlagen haben oder sonst wie übergriffig geworden sind.
          Ich bin in einem Arbeiterviertel aufgewachsen, prügelnde Eltern habe ich nicht kennengelernt.

          (17) 10.06.16 - 20:51

          Nicht zu vergessen die Tage im Kohlenkeller, die mein Vater wartend verbringen musste - bis sein Vater Zeit hatte, sich um ihn zu "kümmern". Nach dem Prinzip: Wer sein Kind liebt, züchtigt es.

      Muss man nicht erschüttert sein, Natty...wenn man so aufwächst und es nicht anders kennt dann kommt einem das ziemlich normal vor. Bis man was anderes kennen lernt...

      Aber warum ich sowas überhaupt erzähle ist: aufpassen. Hinschauen. Sich einmischen wann immer Kinder um ihre Rechte gebracht, geschlagen der vernachlässigt werden. Immer. Und lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

      Einfach weil ich weiß wie es sich anfühlt wenn man glaubt, dass es in der großen Welt da draußen einfach niemanden gibt für den man wichtig ist, der für einen eintreten würde. Das ist das eigentliche Scheißgefühl - nicht hungrig ins Bett, Latschen auf den nackten Arsch oder ne Nacht im Kohlenkeller. Sondern das Gefühl, allein zu sein.

      • :-)

        Ich weiß sehr gut, was du meinst. Mir ging das genau andersrum. Ich dachte, diese heile Familie, die ich erlebt habe (die aber im Endeffekt alles andere als heile war und auf eine Lüge basierte), wäre bei allen Kindern so.

        Ich weiß, wie ich ab einem bestimmten Alter kapierte, dass ich bloß einen riesen Glück gehabt habe. Und, wie du gut weißt, opfert sich meine Mutter nach wie vor für Ihre Kinder, egal was für Fehler wir machen.

        Das ist einen sehr wichtigen Auftrag an allen Erwachsenen! Meine Augen sind offen.

        LG,
        Natalia

Ich bin gerade ganz entsetzt was du durchmachen musstest.
Mein aufrichtiges Mitgefühl. Es tut mir wirklich leid.
Das ist sowas von grausam und traurig.
Ich hoffe dass du eine Therapie gemacht hast und mit all den Sachen abschließen konntest.

  • Weißt du, das klingt im Nachhinein immer viel schlimmer als es sich in dem Moment oft angefühlt hat.
    Ok, das ist jetzt auch sehr relativiert...aber so MItleid ausgesprochen zu bekommen ist irgendwie auch seltsam.

    Ich habe mehrere Therapien hinter mir und keine Ahnung ob das jemals abgeschlossen ist und ob alles "nur" mit meiner Kindheit zusammen hängt.

    Aber was ich sagen will ist: ich habe meine Mutter trotzdem immer geliebt undich weiß, dass sie trotz allem versucht hat, ihr Bestes zu geben. Irgendwie. Ging halt oft in die Hose aber sie hat's selbst nie besser gelernt.

    • Ich wollte mit meiner Bestürzung und meinem Mitleid nicht herablassend wirken oder dich in Verlegenheit bringen.

      Ich finde es sehr großmütig von dir wie du über deine Mutter reden kannst und wie du heute zu ihr stehst.
      Was alles schief gelaufen ist lag wohl aber auch nicht nur an ihr.

      Meine Mutter trägt ihrer Mutter bis heute nach wie schlimm doch ihre Kindheit war und was sie alles falsch gemacht hat. Sie lässt kein gutes Haar an ihr.
      Meine Großmutter wird 90...
      Das finde ich sehr tragisch.
      Dabei geht es "noch nicht mal" um Misshandlungen.

      >>Ging halt oft in die Hose aber sie hat's selbst nie besser gelernt.<<
      ja, so denke ich von meiner Mutter auch. Ich hab auch diverse Sitzungen im Kohlenkeller absolviert.

      Heute weiss ich, dass ich ein richtiger Wildfang war und sie mich irgend wie aus bremsen musste.

      Ich trage meiner Mutter nichts nach.

      Seit ich "erwachsen" bin ist sie ein ganz anderer Mensch, so, als ob sie seit dem ein leichteres Leben hat

Aha...ist das so?

Vielleicht änderst du mal deinen Fokus, dann mußt du nicht auswandern.

Man findet was man sucht.

Ich selber habe Kinder die unterschiedlicher nicht sein können und die haben Lehrer die so unterschiedlich zu meinen Kindern "passen".
Bei den Lehrern meiner "Grundschüler" kann ich mich gepflegt rausnehmen.
Wir kennen ihre "Marschrichtung" und sie haben unsere Unterstützung.
Dennoch sind sie Menschen und ihnen unterlaufen Fehler, weil sie eben nicht immer alles sehen können, weil ihnen auch manches an Information fehlt um sich ein Bild zu machen.
(gerade am Anfang)
Da muss man kommunizieren können, gerade dann wenn man Kinder hat die zu Hause nichts erzählen und wenn das Kind fast so weit ist "in den Brunnen zu fallen"
oder wenn es zu Hause "Bauchweh" oder schlaflos ist....

IUnsere Lehrer bitten ganz klar um Anrufe unsererseits, damit eben nicht irgendwelcher Frust entstehen kann, der bei einer kurzen Anfrage ganz schnell beseitigt werden könnte.

Ich persönlich kenne die Kinder die du beschreibst, aber auch die die du nicht beschreibst und ganz ehrlich ....die Kinder die du beschreibst hat es schon immer gegeben. Nur wurden sie aus anderen Gründen (als PC usw) so unselbständig.
Früher nannten wir sie Muttersöhnchen.....

Also keine Angst ich kenne Kinder denen ich bedenkenlos die Zukunft in die Hände legen kann, und hier sind sicher auch User(innen ) dabei die auch solche Kinder kennen.

Mußt also keine Angst haben :-)

LG
Karna

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