Heiraten - noch immer erstrebenswert?

    • (1) 08.07.16 - 21:23

      Hallo zusammen,

      Die Frage steht oben und ich stelle sie mir aus aktuellem Anlass.

      Mein Mann und ich leben schon lange ohne Trauschein zusammen, ich bin Mitte 40, er 50.
      Jetzg kam er aus heiterem Himmel mit einem Heiratsantrag um die Ecke und da ich nicht freudig ja gesagt habe, ist seitdem dicke Luft.

      Er findet es komisch, dass ich zögere, dabei war meine Aussage , ich schon seit 25 Jahren vertrete durchaus mein Ernst, nämlich dass ich es überflüssig finde und dem Akt an sich nichts abgewinnen kann.
      Was soll sich dadurch ändern, dass ich in einem Büro der Stadtverwaltung , mit ein paar Blumen und ein paar Stühlen drin, was dann " Trauzimmer" heißt , nach ein paar warmen Worten des Standesbeamten, irgendeinen Wisch unterschreiben, der dann besagt, dass ich seine Frau bin
      Das bin ich doch seit 25 Jahren.
      Wie mache ich ihm das klar, ohne ihn zu verletzen, dass ich wirklich nicht heiraten will.
      Einfach weil es mir nichts gibt.
      Oder soll ich es ihm zu liebe tun?
      War es euch wichtig zu heiraten und wenn ja warum?
      Und wenn ihr nicht verheiratet seid, würdet ihr gerne oder habt ihr das auch immer offen abgelehnt?

      • ich bin 28 und seit fast 2 jahren verheiratet. mir war das wichtig. eine hochzeit hebt eine beziehung noch mal in ernstere sphären. sich danach zu trennen ist nicht so einfach. man überlegt es sich einfach besser. außerdem wollte ich offizell sagen dürfen "mein mann" ^^ das ist wohl nur so ein romantischer aspekt. weniger romantisch sind die rechtlichen dinge. als ehepartner hat man zb anrecht auf hinterbliebenenrente, erbe usw. wenn man sich gemeinsam ein leben aufbaut/aufgebaut hat, finde ich das wichtig.
        ehepartner dürfen auch zb im krankheitsfall sämtliche informationen erhalten und problemlos besuche abstatten. (war bei uns schon wichtig, weil mein sohn als frühchen kam. wären wir nicht verheiratet gewesen, hätte mein mann nix über seinen zustand erfahren während ich noch im op war!)

        ich würde durchdrehen, wenn mein mann nen unfall hätte und im koma läge und ich nicht zu ihm dürfte! (meine persönliche horrorvostellung!)

        klar, den "akt" der hochzeit kann man zelebrieren, muss man aber nicht. wir waren auch nur alleine beim standesamt ;-)
        aber ja, ich finde heiraten wichtig, weil man dann offiziell eine familie ist und die daraus resultierenden rechtlichen vorteile genießt.

        • Wir haben drei Kinder zusammen und mein Mann und ich haben gemeinsames Sorgerecht.
          Auch als die Kinder mal im KH waren , hatte er keine Probleme sein Kind zu sehen.
          Die von dir beschriebenen Nachteile wenn man nicht verheiratet ist, haben wir so nie kennen gelernt und ich lag nach einer Herzklappen Op auch auf Intensiv und er durfte zu mir und bekam auch Auskunft .
          Die Kinder erben eh, wrnn ein Elternteil stirbt.
          Außerdem haben wir firch PatientenVerfügung, Vorsorgevollmacht und Testament eh allws schriftlich nieder gelegt.
          In medizinischen Frage hat meine Schwester dss letzre Wort, genauso ich bei ihr,obwohl sud verheiratet ist. Ich hsbe die in der Vorsorgevollmacht als berechtigte Person eingesetzt.

          Mein Geld braucht mein Mann nicht wenn ich sterbe, er hat selbst genug.
          Das Haus gehört mir und würde auf die Kinder übergehen.
          Eie gesagt ich bin 45 und habe keine der von dir beschriebenen Nachteile erlebt.
          Das lässt sich alles notariell festlegen, wenn es einem wichtig ist. So haben wir alles was uns essentiell erschien, geregelt.

          Von daher, es gibt keinen objektiven Grund der dafür spricht, es gibt nur den subjektiven Wunsch der Person , die die es für sich will oder als vorteilhaft beurteilt .
          Ich sehe weder den Vorteil für mich, noch habe ich den Wunsch es zu tun.
          All die Argumente die du dafür gebracht hast, sehe ich als unwichtig an.
          Ich habe in 25 Jahren Partnerschaft noch keinen einzigen Nachteil gehabt weil ich nicht verheiratet war.

          • Hi

            Vielleicht wünscht es sich dein Partner einfach und wenn es dir eh egal ist machst es halt einfach für ihn. Vielleicht ist das so für ihn nochmal ein schönes Zeichen.

            Vorteile gibt es nur wenn er mehr verdient dann könnt ihr mehr steuerliche Vorteile rausholen.

            Auch ein Vorteil ( mal nüchtern gesehen) ist das man als verheiratete nach dem Tod des Partner / in weniger Erbschaftssteuer zahlt. Als verheiratete hat man glaub 500000 frei als unverheiratet 20000.

            Vielleicht sprichst du nochmal mit ihm warum es ihn so wichtig auf einmal ist. :-)

            Lg

            • Ich überlege auch, ob ich ihm den Gefallen tun sollte.
              Aber: ist es eine gute Idee aus Gefälligkeit zu heiraten?
              Liebe ist für mich auch kein hinreichender Grund.
              Partnerschaft und heiraten sind für mich zwei getrennte Dinge.
              Ich verdiene genau so viel wie mein Mann und die Erbschaftssteuer juckt mich nicht.
              Was will ich mit der Kohle wenn mein Mann stirbt? Wir haben alles geregelt und sind finanziell komplett unabhängig voneinander.

              Ich werde nochmal mit ihm sprechen und mir seine Gründe anhören und ihm auch meine Einstellung dazu nochmal klar machen.

              Dann entscheiden wir endgültig.

              • >>Aber: ist es eine gute Idee aus Gefälligkeit zu heiraten?<<
                Wenn Du Deinen Partner lieben würdest, würdest Du über so einen gequirlten Mist nicht mal ansatzweise nachdenken. Deine Beiträge werden schon wieder provozierender, von daher kann man Deine Story eh nicht für voll nehmen #augen

          Hallo

          ........... zusammen und mein Mann und ich...........

          Er ist nicht Dein Mann nur dein Partner :-)

          Er möchte vielleicht einfach das Du seine Frau bist.

          Es gibt Paare die "heiraten" nach 25 Jahren nochmal als besonderes Zeichen Ihrer Liebe zueinander

          • Lies mal meine anderen Beiträge, dann weißt du was Sache ist und warum ich denke dass das gar nichts mit Liebesbeweis zu tun hat wenn man einen Vertrag unterschrieben hat.
            Es gibt nichts Unromantischeres.
            Mein Mann muss dich dafür eine andere suchen.
            Ich sehe das im Gegenteil als verzweifelten Versuch jemanden an sich zu binden.

            Aber man kann niemand an sich binden, der sich nicht binden will.
            Meine Freundin hat schon vier mal geheiratet, das ist schon fast ein Hobby.
            Jetzt gerade lässt sie sich wieder scheiden um den nächsten zu heiraten.

            Ich finde das lächerlich. Und wie gesagt heiraten und Liebe dss passt nicht zusammen.

            Mein Mann kann tun was immer er will.
            Ich liebe ihn aber ich liebe 5 andere Männer genauso, teilweise noch mehr.

            Warum soll ich dann ihn heiraten, wenn mir an Exklusivitöt nichrs liegt?
            Wir wären längst nicht mehr zusammen, wenn wir als Paar nur uns gehabt hätten.
            Ein Mensch kann mir nie das geben was ich brauche um glücklich zu sein.
            Da würde ich vor Langeweile ersticken.

            Wir haben auch nicht immer zusammen gewohnt, er wohnt teilweise monatelang in seiner Wohnung und wir sehen uns oft wochenlang nicht.
            Die Kinder sind dann mal bei mir und mal bei ihm.
            Sie lernen dann auch seine anderen Frauen kennen und haben auch noch zwei Geschwister.
            Ich hoffe sehr dass das mit dem Heiraten nur ein Scherz war.
            Er macht damit alles kaputt, ich vertraue ihm nicht mehr.

            • Wieso nennst Du ihn "Deinen Mann" ?

              • >>>Wieso nennst Du ihn "Deinen Mann" ?<<<

                Ist doch eigentlich egal, wie sie ihn nennt, oder?

                >>>Heiraten - noch immer erstrebenswert?<<<

                Das ist der Titel dieses Threads, meiner Meinung nach vollkommen irreführend. Die TE wollte nur eine Plattform, um kund zu tun, wie sie lebt und das alles andere nicht "ehrlich" ist.
                Dazu ein paar krude Behauptungen:

                "Ich sehe das [Heiraten] im Gegenteil als verzweifelten Versuch jemanden an sich zu binden."
                "Und wie gesagt heiraten und Liebe dss passt nicht zusammen."

                Ich vermute, sie kommt sich wahnsinnig toll vor und will sich von dem "Normalo-Volk" abheben. Einen anderen Sinn kann ich in ihrem Geschreibe nicht erkennen.

                • Bzgl. ihrer exhibitionistischen Art, sich zu präsentieren, gebe ich Dir absolut Recht.

                  Und gerade in ihrem Fall ist es meiner Meinung nach schon seltsam, warum sie ausgerechnet diesen einen ihrer Lebensmodellpartner als "ihren Mann" bezeichnet. Das klingt eher wie Hohn.

                  Das liegt daran, dass an der Story eh nichts stimmt.
                  Sich etwas auszudenken ist gar nicht so einfach. Man muss schon bei einer Linie bleiben. Bisher hat das hier keiner geschafft, der es mit der Wahrheit nicht so genau genommen hat.

                  Aber egal, hat ja Unterhaltungscharakter... #ole

            was du beschreibst, ist eine offene beziehung, eine art kommune. das ist DEINE form der liebe und das ist ja auch o.k.
            aber für MICH und auch andere ist das eben nicht die form von liebe und beziehung.
            ich bin jetzt seit 15 jahren glücklich verheiratet und wir haben 3 kinder. ich brauch keine 5 männer, mir reicht mein einer ;-) ich urteile nicht über deine art zu leben, also wäre es nett, wenn du auch nicht so abfällig über ehe und monogamie sprechen würdest.
            leben und leben lassen.

            Ich finde auch, dass du sehr abwertend über Monogamie sprichst.
            Mir wäre deine Art zu leben zB. viel viel zu anstrengend und das würde mir absolut nichts geben. Ich wäre nicht glücklich in dieser Art Beziehung(en). Und das ist auch ok.
            Aber das du alles, was nicht deiner Lebensart entspricht, so abwertest, finde ich nicht in Ordnung.

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