Ist das ein Grund, dass der Verkäufer die Rücksendekosten trägt?

    • (1) 22.07.16 - 14:24

      Hallo ihr Lieben,

      ich habe schon meinen Freund Google gefragt, der gibt mir aber keine zufriedenstellende Antwort ;-)

      Wir haben über einen Verkäufer bei A***on zwei Keramiknäpfe bestellt. Die Größenangaben waren bzw. sind widersprüchlich. Nun kamen diese hier an und wir stellten fest, dass sie kleiner sind, als angegeben (angegeben war der Durchmesser mit 14,5 und 14,6 cm, tatsächlich sind es grade mal 14 cm). Wir also mitgeteilt, dass die angegebenen Maße nicht stimmen und wir deshalb vom Kauf zurücktreten. Als Antwort kam die Mitteilung, dass wir das natürlich können, die Rücksendekosten allerdings selbst zu tragen haben.

      Klar, die Rücksendekosten machen uns nicht arm und zur Not werden wir diese auch tragen, meine Frage aber ist nun, ob die Abweichung der angegebenen Maße ausreicht, um die gesendete Ware als "mangelhaft" anzusehen und so die Rücksendekosten doch auf den Verkäufer "abzuwälzen". Ist die Ware denn korrekt beschrieben, wenn die Maße unterschiedlich und widersprürlich angegeben sind (und dann noch nicht einmal mit den tatsächlichen Maßen übereinstimmt) #kratz? Oder ist eine Abweichung von 0,5 bzw. 0,6 cm als "Kleinigkeit" hinzunehmen?

      Schonmal vielen Dank und liebe Grüße

      Bibi #winke

      #kratz

      #gruebel

      #klatsch

    Hallo,

    ich würds bei Amazon probieren - also bei der Kundenhotline. Die sind SEEEHR kundenfreundlich. Hab neulich Geld für etwas erstattet bekommen, dass der Händler nicht mehr zurücknehmen musste, ebenso einen Kauf storniert, weil die Zustellung einfach nicht geklappt hat und es mir zu dumm war, dem Paketdienst hinterherzulaufen - das Paket ging dann retour und ich sollte die Rücksendung zahlen, hab ich verweigert mit dem Hinweis dass es nicht mein Problem ist, wenn der Verkäufer einen Paketdienst beauftragt, der unfähig ist... Ging alles ganz problemlos.

    • Ähm wie du hast ewas stoniert weil der Paketdienst es nicht zugestellt hat? Wie darf ich das den verstehen?

      Ich mein es kann ja mal passieren das man ein Paket/Päckchen bekommt und nicht da ist dann fährt/läuft man eben zum Abholort oder es wird erneut zu einem Termin gebracht.

      Oder lief da einiges schief? Das interessiert mich jetzt.

Hallo Bibi,

ihr müsst unterscheiden zwischen der Ausübung eines Rücktrittsrechts aufgrund eines Fernabsatzvertrags bzw weil es der Händler euch aus Kulanz 14-30 Tage einräumt und aber dem Vorliegen eines Sachmangels.

Bei ersterem tragt ihr die Kosten der Rücksendung, weil ein Widerruf nun mal diese Folge hat.

Ihr dürft bei einem Mangel nicht direkt vom Vertrag zurücktreten. Vielmehr muss der Verkäufer der Mangel angezeigt werden und dieser muss zwei Versuche erhalten, den Mangel zu beheben oder ein neues Produkt mit richtigen Eigenschaften zu liefern. Innerhalb dieses Prozesses trägt er dann auch die Kosten für die Nachbesserung: entweder den Verlust von zwei Töpfen weil ihr sie behalten/entsorgen sollt oder aber die entstandenen Kosten weil er sie zur Nachbesserung zurück wollte. Wenn er nicht nachbessern oder nachliefern kann, DANN dürft ihr vom Vertrag zurück treten und alle euch entstandenen Kosten übernimmt der Verkäufer...

Es kommt also darauf an, was ihr dem Verkäufer kommuniziert: Ausübung des gesetzlichen Widerrufsrecht oder aber Mängelanzeige mit Aufforderung zur Mangelbeseitigung (hier ja eher Neulieferung; er kann den Topf ja nicht vergrößern...)

LG

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