berufliche träume - und was daraus geworden ist

Die einen arbeiten in ihrem Traumberuf, die anderen haben einen ganz anderen Weg eingeschlagen - und sind trotzdem glücklich mit ihrer Arbeit. Wie ist es euch ergangen? Arbeitet ihr in eurem Traumberuf, seid ihr glücklich mit eurem Job?
Ein Tipp vom urbia Team

    • (1) 07.08.16 - 11:07

      hallo zusammen!

      es ist sonntag, ich habe zeit und genieße die ruhe und hänge gerade ein wenig meinen beruflichen lebensträumen nach :-)

      da dachte ich mir, ich frag mal in die runde, was so aus euren träumen geworden ist...

      übt ihr tatsächlich den beruf aus, den ihr euch gewünscht habt? wenn nicht, wieso nicht? wenn ja, seid ihr zufrieden mit der wahl? hättet ihr rückblickend etwas anders gemacht oder würdet ihr wieder denselben weg einschlagen?

      ich bin gespannt #freu

      liebe grüße
      hopsi + die wilden 2 1/2

      • Hallo
        Ich muss ehrlich sagen, ich hatte nie den einen Beruf den ich unbedingt machen wollte. Als Kind hab es zwar dies oder jenes aber das war jetzt nicht so ernsthaft ;-)
        Dann wurde ich mit 17 schwanger und meine eigentlichen Pläne musste ich dadurch verwerfen. Anstatt mich landesweit an sonst wie tollen Colleges zu bewerben musste ich das vor der Haustür nehmen.
        Da gab es dann tatsächlich etwas das mir auf Anhieb total zugesagt hat und das ist es dann auch geworden.
        Über diese Entscheidung bin ich immer noch total froh. Ich liebe meinen Job wirklich und freue mich darauf wieder einzusteigen.
        Ich denke im Nachhinein auch oft das es gut war das ich nicht auf eine bestimmte Sache extrem verbissen war. Gerade wenn man noch in der Schule ist und noch gar keinen richtigen Einblick in die Arbeitswelt hatte ist es denke ich nicht schlecht wenn man was das angeht etwas offen ist.
        Mittlerweile weiß ich natürlich auch welche anderen berufe mich interessieren würden, tauschen würde ich aber niemals wollen :-P

        LG

        (3) 07.08.16 - 14:06

        Hallo!

        Für mich war schon immer klar, ich möchte mit Kindern arbeiten. Konkreter wurde es dann im Laufe der Zeit... Erzieherin, aber nicht im Kindergarten, eher im Heimbereich.

        Ich habe dann eine Ausbildung zur Erzieherin für Jugend- und Heimerziehung gemacht.
        Danach habe ich in einem Wohnheim für geistig behinderte Kinder und Jugendliche gearbeitet, auf "meiner" Wohngruppe waren überwiegend verhaltensauffällige Kinder, Fremd- und Autoaggressiv. Da habe ich 16 Jahre gearbeitet.

        Jetzt habe ich kürzlich den Bereich gewechselt (selber Arbeitgeber), seitdem arbeite ich als pädagogische Fachkraft in einer Förderschule.
        Weniger Pflege, kein Schichtdienst.

        Auch wenn natürlich Tage dabei sind, wo ich lieber im Bett bleiben würde, kann ich ganz klar sagen, ich liebe meinen Job.

        Ich habe auch gerne auf der Wohngruppe gearbeitet, aber der Schichtdienst hat mich in der letzten Zeit fertig gemacht.

        Also ja, ich würde alles wieder genau so machen ????

        Lg, mokli

        Hallo,

        leider Nein.

        Ich musste/wollte von zu Hause weg. Ich brauchte Geld.

        Ich war eine Weile zufrieden, aber auch nur zufrieden.

        Ich hätte gern etwas anders gemacht und würde meinen Beruf natürlich nicht nochmal erlernen da er mich nicht glücklich macht.

        LG

      • (5) 07.08.16 - 14:56

        einen Traumberuf hatte ich nie. Eher so: weiß nicht recht, was ich will. Habe dann nach der Realschule eine Ausbildung als Erzieherin gemacht, weil ich damals noch dachte, ich möchte mit Kindern arbeiten. Nach der Ausbildung (war 1985 fertig) stand ich vor einer "Erzieherschwemme", damals drängte alles in die Sozialberufe. Also habe ich in einem Krankenhaus als Hilfspflegerin angefangen, war die einzige Alternative zur Arbeitslosigkeit. Da ich zu den geburtenstärksten Jahrgängen (1965) zähle, war die Konkurrenz damals groß. Überraschenderweise hat mir die Klinikarbeit dann so gut gefallen, dass ich 1988 beschloss, Krankenschwester zu werden. Hätte ich mir vorher nie vorstellen können. Von 1988 bis 1991 machte ich als die Krankenpflegeausbildung. Danach war ich über ein Jahr bei schwerst körperbehinderten (dauerbeatmet) Jugendlichen. Und schließlich landete ich in der Altenpflege, wo ich heute, nach 20 Jahren immer noch arbeite.
        Ich machs gerne trotz aller Probleme und des extrem schlechten Rufes der Altenpflege.
        Gar nicht vorstellen könnte ich mir Büroarbeit,/Buchhaltung .

        Handwerksberufe stelle ich mir hochinteressant vor, aber dafür bin ich zu ungeschickt.

        (6) 07.08.16 - 16:21

        Hallo!

        Ich befinde mich noch im Studium. Zum einen studiere ich meinen Traumberuf (Pfarramt) und zum anderen Lehramt. Lehramt ist nun in den letzten Zügen und ich werde auch wohl als Lehrerin nach der Elternzeit losgehen. Pfarramt mache ich dennoch im langsameren Tempo zu Ende. Ich hoffe, dass meine Lebensumstände irgendwann erlauben, dass ich als Pfarrerin tätig werde. Momentan ist es mit unserer schwerbehinderten Tochter, die 24 Stunden am Tag Pflege benötigt, nicht vereinbar. Auch wenn sie im kiga und ab nächstes Jahr in der Schule betreut wird.

        Lehramt ist auch ok. Nicht mein Traum. Aber ich kann mit Kindern gut und habe auch Talent zum Unterrichten. Werde also keine grottige Lehrerin. Nur mein Traumberuf ist es leider nicht.

        Im Leben kommt eh alles anders. Wer weiß, was in den nächsten Jahren noch passiert. :-)

        Was waren denn deine Träume und wo bist du gelandet?

        Liebe Grüße

        Ninly

        • (7) 10.08.16 - 11:28

          Huhu!

          Mein Traumjob war wohl Polizistin. Nachdem es früher aber nur zu einem mittelprächtigen Realschulabschluss reichte, war ich froh, dass ich eine Lehrstelle in einer Kanzlei bekam. Während der Ausbildung war aber schon klar, dass das von meinem Traumjob weit entfernt war. Deshalb setzte ich mich hin und holte mein Abi nach und wurde auch prompt bei der Polizei genommen .

          Es war schrecklich. Alles, was ich mir von dem Beruf erhoffte trat nicht ein und dann heiratete ich während des Studiums und plötzlich war alles, was ich mir wünschte ein Baby. Nach der Geburt meiner Tochter war klar, dass ich unter keinen Umständen zurück gehen würde.

          Ich landete also wieder in einer Kanzlei. Nach der Geburt der kleinen konnte ich durch Zufall ein Praktikum im Kindergarten machen und fühlte das erste Mal im leben etwas wie Wehmut als ich ging.

          Nun bin ich allerdings wieder schwanger und frage mich, inwiefern es das wert ist. Es wäre viel Aufwand nötig, damit ich die Erzieherausbildung machen könnte. Es würde noch lange dauern und ich wäre etwa 40, wenn ich fertig wäre. Sind das Träume wert? Für einen Job? Ich weiß es nicht....

          Liebe Grüße
          Hopsi

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            (9) 15.08.16 - 22:39

            Ja und unbedingt! Die Lieblingserzieherin meiner Kinder ist mit knapp 41 mit der Ausbildung fertig gewesen. Sie hat selbst zwei Kinder und Erzieherin war immer ihr Traum (erste Ausbildung war Burokauffrau). Sie ist soo toll mit den Kindern.
            Wenn ich manche Erzieher/innen sehe, denke ich oft oh je, Beruf verfehlt.
            Gerade im sozialen Bereich muss man meiner Meinung nach für den Job "geboren sein"
            LG #winke

      (10) 07.08.16 - 17:03

      Ich wollte schon ganz früh Erzieherin werden. Ich habe mich immer um andere gekümmert ;-)

      Das bin ich auch geworden und nach der Ausbildung wollte ich dann noch zusätzlich Leitung werden. Ich habe meinen Fachwirt gemacht, wurde Leitung und merkte, dass ist nicht das, was ich will. Ich war gut in meinem Job, sehr gut sogar, aber es war nicht mehr das, was ich ursprünglich machen wollte: mit Kindern arbeiten. Ich saß viel im Büro. Das war nichts für mich und ich wurde unzufrieden.
      Jedoch war ich froh, dass gemacht zu haben, sonst wüsste ich nun die "einfachere" Arbeit nicht zu schätzen.

      Nun freue ich mich darauf, nach meiner Elternzeit wieder das machen zu dürfen, was mir Spaß macht :-)

      (11) 07.08.16 - 17:37

      Interessante Frage... :)
      Generell bin ich ohnehin weniger der "was wäre wenn" - Typ, aber bezogen auf den Beruf kann ich mir auch wirklich nichts anderes vorstellen als das, was ich jetzt bin (Pastorin).

      Auch wenn es nicht immer leicht ist, mache ich meinen Beruf von Herzen gerne. Es ist so schön, vielen Menschen zu begegnen, ihre Geschichten zu erfahren und hier und da etwas zurückgeben.
      Ja, ich würde genau den gleichen Weg nochmal wählen (gut, das Durchrasseln durchs erste Examen müsste nicht nochmal sein :D - aber wer weiß, wozu es gut war ;))!

      (12) 07.08.16 - 20:47

      Ich wollte mit 16 von einem Tag auf den anderen Sportlehrerin werden und etwas später kam der Traum noch dazu, dass ich Musiker werden möchte. Heute bin ich Sportlehrerin und an Wochenenden rocke ich auf Deutschlands Bühnen. :)

      (13) 08.08.16 - 15:18

      Hallo,

      ich wollte Kindergärtnerin werden (DDR Zeit). Damals mussten die Bewerbungsunterlagen in der Schule abgegeben werden und die haben die dann wo auch immer hin geschickt.

      In meinem Fall zu spät. Meine Bewerbung wurde nicht berücksichtigt. Man hat mir dann Lehrer für die Oberstufe angeboten. Das wollte ich nicht. (Damals wäre ich vor einer Klasse

      pupertierender Jugendlicher gnadenlos untergegangen).

      Dann habe ich FA für Schreibtechnik gelernt.

      Heute arbeite ich in einem Großhandel im Innendienst-Verkauf. Macht mir Spaß, Kollegen, Chef alles passt. Aber meine Traumberuf: nein.

      Unmittelbar nach meiner Ausbildung bekam ich meinen Sohn und war alleinerziehend. Dann kam die Wende. Meine damalige Firma wurde abgewickelt. Neue Arbeit fand sich schnell. Damals fehlte mir das Geld und der Mut zu einer Umschulung. Leider fanden auch meine Eltern meine Idee nicht gut. So blieb ich im Büro.

      Sozialpädagoge, das wäre meins gewesen.

      Aber nun ist es zu spät.

      Schöne Grüße

      Auch ich habe jetzt nicht meinen Traumberuf....ich wollte so gerne Tauchlehrerin werden. Habe auch schon einige Zeit auf Lanzarote gearbeitet auf einer Tauchbasis. Hatte da meine kleine Wohnung, meinen Job, tolle Kollegen, viel Spaß. Dann kam aber mein Kind. Und ich wusste auch dass es nun nicht mehr um mich geht.

      Bald kam das zweite Kind und ich bin mit meinem Mann quer durch Deutschland in unsere neue Heimat gezogen.

      Jetzt arbeite ich an der Kasse und finde meinen Job auch super! Kein Vergleich zur Tauchbasis aber das ist auch gut so.

      Bin mit Herz und Seele dabei, wieder liebe Kolleginnen und alles ist prima.

      Wäre meine Tochter nicht gekommen würde ich wohl mittlerweile 15 Jahre fest verwurzelt auf den Kanaren leben.....

      Mona

      (15) 10.08.16 - 09:41

      Interessante Frage... ich wusste eigentlich ganz lange gar nicht, was ich mal machen will. Ich hab mich dann auf einer Ferienfreizeit davon inspirieren lassen, dass die Teamer (Leiter) dort Erzieher waren und beschlossen, dass ich auch Erzieherin werden will, weil man da so tolle Urlaubsfreizeiten machen kann ;-). Meinen Eltern zuliebe habe ich nach dem Vorpraktikum dann aber doch ein Studium begonnen, damit das Abi nicht ganz umsonst war. Nach vier Semestern Sozialarbeit war aber im Praxissemester schnell klar, dass ich damit nicht glücklich bin, und ich hab mich auf eine komplett andere Schiene begeben. Ich habe ein Studium zur Internationalen Direktionsassistentin gemacht und arbeite jetzt bereits seit über zwanzig Jahren als Sekretärin. Fühle mich sehr wohl in dem Job, obwohl ich mir in meiner Jugend nie vorstellen konnte, mal im Büro zu arbeiten.

      Als meine Mutter an Krebs erkrankte, entdecke ich bei mir ein großes Interesse an der Medizin, hab seitdem sehr viel gelesen und mich einige Male rückblickend geärgert, dass ich so faul und desorientiert war in der Jugend - heute bin ich sicher, ein Medizinstudium wäre was für mich gewesen.

      Aber so, wie es ist, ist es auch gut.

      Ich hab Germanistik und Anglistik studiert und wollte immer gerne "was mit Medien machen". Ich hab dann im Verlag ein Praktikum gemacht, fand das Lektorat aber zu schnarchig, bin nach London gezogen und bin in der Printproduktion gelandet. Ich habe mittlerweile einen leitenden Job in Digital und Print und bin sehr zufrieden. Ich arbeite in einem entspannten Unternehmen, hab gute Arbeitszeiten, Verdienst ist gut und die Kollegen sind nett.

      Seit ein paar Jahren habe ich allerdings den Traum Hebamme zu werden. Meine Schwiegermutter war selbst 40 Jahre lang Hebamme und ich beneide sie um ihren Job. Ich hab mich schon erkundigt und prinzipiell waere es machbar, noch mal umzuschwenken. Jetzt erwarten wir allerdings das zweite Kind, das ist kein guter Zeitpunkt fuer mich, was neues anzufangen. Aber vielleicht in ein paar Jahren, wenn die Kinder etwas aelter sind und Einsaetze in der Nacht leichter waeren.

      (17) 15.08.16 - 23:00

      Hallo
      Als Kind hatte ich ganz andere Träume als Jugendliche :-) Echt lustig.
      Dann als Jugendliche hatte ich ein paar realistische Ideen und ein paar Ideen die generell eher unter "Wunschgedanke" gefallen sind #schein
      Letztendlich ist es dann eine der realistischen Ideen geworden, und zwar Physiotherapeutin um genau zu sein.
      Im Nachhinein bin ich froh das ich Physio geworden bin.
      Ich habe dadurch den wichtigsten Menschen in meinem Leben kennen gelernt, viele andere tolle Menschen und auch die Erfahrungen die ich dadurch machen durfte sind unbezahlbar.

      Liebe Grüße

      (18) 15.08.16 - 23:49

      Hallo hopsi :-)

      mit 14 / 15 Jahren wusste ich zwar, was ich gern werden möchte, allerdings war mir klar, dass sich diese Wünsche und Träume nicht verwirklichen lassen würden - damals in der DDR.

      Mein Traum war es kurioserweise schon von Kindheit an, als selbstständige / freiberufliche Sekretärin arbeiten zu können. "So etwas" gab es bei uns in der DDR jedoch nicht, zumindest nicht als Hauptberuf. Ein Schreibbüro für "nebenbei" war aber möglich und das habe ich nach meiner Berufsausbildung (Facharbeiter für Schreibtechnik) tatsächlich auch gemacht.

      Ja, und dann kam zum Glück die "Wende" 1989 und die Dt. Wiedervereinigung 1990. Und damit taten sich für mich beruflich ganz neue Möglichkeiten auf:

      Zunächst habe ich noch einige Jahre im Angestellten-Verhältnis gearbeitet, um weiter Berufserfahrungen zu sammeln. Und im Jahr 1998 ging ich dann in die Selbstständigkeit. Ich gründete einen Büroservice und war tatsächlich dann als selbstständige Sekretärin tätig. Parallel dazu entwickelte sich eine Tätigkeit als freiberufliche Dozentin - ein weiteres Ideal von mir, von dem ich allerdings nie gedacht hätte, dass das für mich mal möglich werden würde.

      Ja, und seitdem ich Mama bin - also seit rund 16 Jahren - bin ich nur noch "nebenberuflich" selbstständig und habe mich inzwischen auf Projekte im Vertrieb / Marketing "eingeschossen". Ab und zu übernehme ich noch immer gern Seminare. Zurück in die Vollzeit-Selbstständigkeit möchte ich aus familiären Gründen nicht. Mir genügt die nebenberufliche Selbstständigkeit in Kombination mit einer Festanstellung.

      Und deshalb mein Fazit:

      Ja, ich habe meine Träume verwirklichen können und zwar viel mehr und viel besser, als ich es jemals erdacht und erträumt habe. Und ich würde meinen Weg genauso wieder gehen wollen, wenn ich noch einmal vor den einzelnen Entscheidungen stehen würde :-).

      Liebe Grüße
      briefe68 (Daniela)

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