Wie kann ich an ein Beschäftigungsverbot gelangen?

    • (1) 01.10.16 - 11:06

      Hallo ihr Lieben!
      Ich versuche mich mal kurz zu fassen.
      Ich bin aktuell mit dem 2. Kind schwanger!
      Nun habe ich meist schon überall gelesen das neuerdings der Arbeitgeber ein BV ausstellt und da komme ich auch zu meinem Problem.
      Die letzten 2 Jahre musste ich den Kinderwunsch immer wieder aus gesundheitlichen Gründen aufschieben. Das lag daran das sie mich auf Arbeit ganz schön "kaputtgespielt" haben,vor allem auch psychisch. Bin auch weiterhin in Psychologischer Behandlung um aus der Stressfalle herauszukommen und mir Wege zeigen zu lassen das ich eben auch mal widerspreche und nicht alles mit mir machen lasse. Körperlich äußerte sich das damals in Herzrasen,Schweißausbrüchen,Schwindel,Übelkeit und ging soweit das ich nicht einmal mehr einkaufen fahren konnte und 2 Monate zu Hause bleiben musste.(Krankschreibung) Nun bin ich natürlich total glücklich das es geklappt hat und wir wieder Eltern werden. Nur ich denke mal das meine Chefin mir kein BV geben wird. Sie hat sich damals auch nicht an MUschu Gesetz gehalten,denn bei unserem 1. Kind bin ich bis zuletzt arbeiten gegangen. Musste Früh und Spätdienste machen etc. Ärztlich gesehen liegt momentan auch nix vor,wofür ich eins bekommen könnte. Arbeite als Erzieherin und habe die jüngste Gruppe,das heißt einige sind schon drei,aber der rest der Kinder ist noch zwei Jahre. Möchte allerdings in der Schwangerschaft auch nix riskieren,das irgendwas mit dem Baby passiert.
      Hoffe ihr versteht mich und sorry für den langen Text.#gruebel

      • (2) 01.10.16 - 11:15

        Deine Arbeitszeit darf zwischen 6 und 20 Uhr sein, da sind die meisten Früh- und Spätdienste mit drin.

        Ein bv wird vom Arbeitgeber nur ausgestellt, wenn er dir keinen schwangeren gerechten Arbeitsplatz anbieten kann. Wenn so keine Gefährdung vorliegt darfst du - wie fast alle schwangeren Frauen - bis zum Mutterschutz arbeiten.
        Versteh nicht ganz, warum du dich drüber ärgerst, dass du bis zu letzt arbeiten musstest, dass ist eigentlich normal.

        In deinem Fall könnte vielleicht dein Psychologe ein bv ausstellen? Ansonsten gibt es ja bei dir "keinen" Grund warum du zu hause bleiben solltest.

        (3) 01.10.16 - 13:52

        "Sie hat sich damals auch nicht an MUschu Gesetz gehalten,denn bei unserem 1. Kind bin ich bis zuletzt arbeiten gegangen."

        ------
        Das ist doch nicht schlimm. Ich hab sogar noch auf einige Wochen Mutterschutz verzichtet.

        Ein Wunder, dass die Weltbevölkerung steigt. Schwanger sein ist ja so gefährlich. Ein Wunder , dass überhaupt noch Kinder zur Welt kommen.

        Und zum Thema: ein BV aus psychischen Gründen käme in Betracht bei Dir.

          • (5) 01.10.16 - 17:04

            Ich gehe davon aus, dass "bis zuletzt" bis zum MuSchu bedeutet. Denn Kindergärten sind fast alle in staatlicher oder kirchlicher Betreuung, sodass eine Chefin nicht die Person ist , die entscheidet, wann wer in MuSchu geht. Und wenn die TE freiwillig verzichtet , kann sie es ja machen.

            • (6) 01.10.16 - 19:06

              hallo rinchen123! Wir sind nur ein eingetragener Verein und stützen uns selber,das heißt unseren Lohn beziehen wir von der Gemeinde. Werden also nicht nach Tarif bezahlt. Kann sein das mich einige hier auch Missverstehen anhand meiner Formulierungen. Mir geht es nur darum wenn ich merken sollte das es mir zu anstrengend wird und mit meiner Gruppe so nicht mehr arbeiten kann, wie es dann vielleicht zum BV kommen könnte,da ich befürchte das meine Chefin mir keins geben wird. Da Personalmangel usw.
              trotzdem danke für deine Antwort

              Bei uns endet das nämlich meist in Ausbeuterei als in Rücksichtnahme

              • Wenn es so weit kommt, gehst du zu deinem Arzt, der dich dann krank schreibt.

                Ansonsten würde ich dir raten, dich bei der Gewerkschaft anzumelden, damit du einen Rechtsschutz hast.

                Früh- und Spätdienste im Kindergarten sind ansonsten nichts, was man als Schwangere nicht machen dürfte.

            Na ja, ich würde mich nicht darauf verlassen.

            In meiner ersten Schwangerschaft hätte ich innerhalb von zwei Monaten 100 Überstunden. Auch als ich krank war, habe ich noch gearbeitet.

            Meine Chefin wusste, dass ich diese Überstunden nicht hätte machen dürfen. Da die Arbeit gemacht werden müsste und ich allein war, war ihr das egal, dass ich regelmäßig von morgens 8 bis abends 20 Uhr da saß. Vertretung hätte ich keine. Eine Woche vor meinem Mutterschutz fiel ihr ein, dass ich ja noch jemanden einarbeiten solle.

            Wäre in der Zeit unmöglich gewesen. Da fing sie dann an noch mehr Druck zu machen.

    (11) 01.10.16 - 14:48

    Hallo.

    Erstmal ist es natürlich mies, wenn man psychisch fertig gemacht wird.

    Allerdings verstehe ich auch dich nicht wirklich.

    Das du bis zur Geburt arbeitest ist ja deine eigene Schuld.
    Dein Arbeitgeber hat sich an die Gesetze zu halten und kann dich nicht zwingen trotz Mutterschutz arbeiten zu kommen.

    Wie lief das denn, also wie muss ich mir das vorstellen?

    Wieso bist du denn dann noch hingegangen? Also normal wäre es dann einfach nicht mehr zu kommen, vorab mit dem Hinweis, dass man dann ab morgen im Mutterschutz ist.

    "Nur ich denke mal das meine Chefin mir kein BV geben wird. Sie hat sich damals auch nicht an MUschu Gesetz gehalten,"

    Warum sollte deine Chefin dir ein BV geben? Und was hat das mit dem Mutterschutz zu tun? Der beinhaltet doch kein BV weil man nicht mehr arbeiten möchte.

    Ich schreibe möchte, weil du ja wie du selbst schreibst wieder normal am Leben teilnimmst auch wenn du noch in psycholog. Behandlung bist.

    Lass deinen Arbeitsplatz nach Mutterschutz-Richtlinien prüfen und mach das was du noch darfst.

    "Ärztlich gesehen liegt momentan auch nix vor,wofür ich eins bekommen könnte."
    Da hast du es doch. Heißt also du möchtest nicht mehr arbeiten. Also nimm Urlaub.

    Beschäftigungsverbote scheinen irgendwie Mode zu werden, ärgerlich für die die mit Krankenkassenbeiträgen mit dafür aufkommen müssen.

    VG !

    • (12) 01.10.16 - 19:13

      Hallo! Wahrscheinlich habe ich mich verkehrt ausgedrückt. beim ersten bin ich ich ganz normal bis zur gesetzlichen Zeit gegangen und hatte dann Mutterschutz.

      Es geht darum das wir personell eh immer unterbesetzt arbeiten und nur ein kleiner eingetragener Verein sind.

      Mir geht es auch nicht darum sofort zu hause zu bleiben,sondern in dem Fall wen ich merke das mir alles zuviel ist oder zu anstrengend. Meine Chefin kann mir alternativ aber auch nix anderes anbieten. Und im Gesetz steht auch arbeiten die langes Stehen, Gehen und Bücken sowie in Berührung mit Körperflüssigkeiten usw. Und als Erzieherin mit einer kleinen Kindergrupppe ist das nun mal so.

      Mir gehts wirklich nur darum wo ich dann eins bekommen könnte bei vorangeschrittener Schwangerschaft,falls irgendwas ist. Und mit der Informationspflicht zwecks ansteckender Krankheiten hapert es bei uns gewaltig eh da mal ein Aushang kommt.

      will dann nur kein Risiko eingehen!!

(13) 01.10.16 - 14:54

Wenn du wickelkinder hast, mußt du beim Betriebsarzt testen , ob du gegen zytomegalie immun bist .
dir meisten sind das nicht und dann bist du sofort weg.

Wenn du weiter arbeitest, dann arbeite dieses mal nur bis zum Mutterschutz. Da bist du ja selbst schuld, wenn du das mitmachst.

Ansonsten keine Kinder tragen und einfach bissle aufpassen

  • (14) 01.10.16 - 14:57

    Ich würde wetten, dass "bis zuletzt" bedeuten soll, bis zum MuSchu

    • (15) 01.10.16 - 15:00

      Dann würde aber nicht passen, dass die Ärztin sich nicht an das Mutterschutzgesetz gehalten hätte. Welcher Kindergarten hat denn vor 6 und nach 20 Uhr irgendwelche Früh- oder Spätdienste?

      Da sind die doch alle zu...

      • Nicht Ärztin meinte ich Arbeitgeberin.

        (17) 01.10.16 - 15:12

        Ja, aber die sind alle in kirchlichen oder staatlichen Trägerschaften. Niemand wird da irgendwen zwingen bis zum Schluss zu arbeiten. Das ist völlig außerhalb jeder Lebenserfahrung. Vielleicht hat sie es freiwillig gemacht. Das ist dann aber ihre Entscheidung.
        Und ich glaube, sie weiß nicht, dass man als Schwangere noch bis 20 Uhr bzw. in Schichten arbeiten darf.

        Frühdienst ist der frühe Dienst, je nach Öffnungszeit 6:30 oder eben 7 Uhr. Es gibt ganz wenige Kindergärten, die 24 Stunden geöffnet haben, aber wie von der TE beschriebene kleine Vereine machen das eher nicht.

        Die Te hat später noch geschrieben, sie musste das letzte Mal bis zum Beginn des Mutterschutzes bleiben.

        Ich verstehe nicht ganz, was genau sie nun möchte. Ich vermute, der Psychologe könnte ihr da weiter helfen.

(19) 01.10.16 - 17:12

Ähm,
warum solltest Du ein BV bekommen? Du bist "nur" schwanger und nicht krank. Sollten natürlich irgendwelche Komplikationen vorliegen, ist das natürlich etwas anderes. Aber ich glaube, viele denken, das BV ist sowas wie zusätzlicher Urlaub auf Kosten anderer.

Und dass man bis zu Beginn des Mutterschutzes (das verstehe ich unter "bis zuletzt arbeiten geganen") zzgl. evtl. Resturlaub und Überstunden arbeitet, ist doch eigentlich normal, oder?

LG
Martina75

  • (20) 01.10.16 - 19:00

    Hallo Martina!

    Es hat ja auch nix damit zu tun das ich als Urlaub haben möchte und weiß das ich nur schwanger bin. Es geht nur darum das bei uns auf Arbeit viele Richtlinien nicht eingehalten werden und ich mich sowie das Kind nicht unnötig gefährden möchte falls mal irgendwas ist. Und ich dann nicht weiß ob meine chefin mir eins geben würde,weil die froh ist wenn alle sich zu ihren Zwecken dumm und dämlich arbeiten.

    • (21) 01.10.16 - 19:14

      Also hast du jetzt beim ersten Kind bis zum normalen MuSchu gearbeitet? Oder wirklich auf Zwang bis zur Geburt?

      • (22) 01.10.16 - 19:17

        Nein beim ersten ganz legal bis zum Muschu

        • (23) 01.10.16 - 19:20

          Und wie hast Du dann diesen Satz gemeint:

          " Sie hat sich damals auch nicht an MUschu Gesetz gehalten,denn bei unserem 1. Kind bin ich bis zuletzt arbeiten gegangen. Musste Früh und Spätdienste machen etc. "

          • (24) 01.10.16 - 19:45

            Mir hat damals ne Freundin gesagt das ich hätte nicht alleine arbeiten dürfen und keine Spät und Frühdienste hätte machen dürfen. Falls was passiert wäre ich hab ja schließlich die Verantwortung für die Kinder.

            Hätte wohl auch keine Überstunden machen dürfen und auch nicht immer an den Versammlungen nach der Arbeit teilnehmen müssen.

            Hab ja so auch keine Ahnung davon was alles erlaubt ist und was nicht. Bei caritas und Awo kriegen alle Erzieherin sofort eins weiß ich was ich auch nicht in Ordnung finde.

            Will ja auch nicht sofort zuhause bleiben,aber Sachen wie Tragen, Heben,ständiges Bücken, Stehen und sitzen soll wohl auch nicht sein oder Lärm. Und adserfordert meine Arbeit nun alles. Und falls ich mich nicht mehr in der Lage fühle das alles auszuhalten wollte ich mal wissen wie man dann vieleicht an ein BV ran käme

            • Ja, da haben wir es. Melde dich bei einer Gewerkschaft an. Ich rate zu Verdi, mach dich schlau, was es noch gibt bei dir in der Nähe. Vergleiche, wer was anbietet an Leistungen, melde dich fix an, damit du rechtzeitig die Rechtsberatung über die Gewerkschaft nutzen kannst.

              Die werden dir erklären, was rechtens ist und was nicht. Deine Freundin weiss vielleicht auch nicht alles ganz genau, die Gewerkschaft sehr wohl. Das kostet ein wenig Geld im Monat, lohnt sich aber, weil sie dich unterstützen, dem Arbeitgeber gegenüber.

              Mach dir nicht so viele Gedanken. Wenn du dich schlecht fühlst, gehst du zum Arzt, der beurteilt dann gegebenenfalls mit dir gemeinsam, was und wie du arbeiten kannst.

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