Auffahrunfall mit zwei Kleinkindern an Board

    • (1) 22.10.16 - 20:43

      Guten Abend,

      ich hatte vor einer Woche einen Autounfall mit meinen beiden Kleinkindern an Board (4 und 6 Jahre). Und ist ein Auto hinten rein gefahren und die Rückseite meines Autos ist inkl. Anhängerkupplungsvorrichtung (unter dem Auto) total beschädigt.

      Nach dem Unfall bin ich mit den Kindern in die Kinderklinik gefahren (ca 20 Uhr), und dort haben wir bis Mitternacht warten müssen, und um 1 Uhr waren wir erst wieder zuhause. Fahrtzeit 50 Minuten hin und 50 Minuten zurück.

      Kann ich hierfür eine Aufwandsentschädigung geltend machen bzw wenn ja wie? Für die Kinder und auch für mich war das eine Tortur.

      Die Unfallverursacherin hat übrigens noch nicht einmal nachgefragt, wie es den Kindern geht.

      Liebe Grüße...

      • Wenn du eine Rechtsschutz hast unbedingt zum Anwalt. Ich hatte vor ein paar Jahren einen ähnlichen Unfall und es sind aufgrund haarrisse teile am Auto ein paar Wochen später kaputt gegangen. Ohne Anwalt hätte ich mit der gegnerischen Versicherung nie eine Lösung gefunden. Je nachdem ob die Kinder etwas haben Schmerzensgeld. Je nach Sitz auch einen neuen Kindersitz. Maxi cosi sind z.B. Je nach Unfall auszutauschen. Da kann dir aber nur ein Fachmann sagen wie es bei euch aussieht.

        Wenn geht es dir und den Kindern?

        • Danke der Nachfrage!!! Bei den Kindern wurde in der Kinderklinik zu diesem Zeitpunkt nichts festgestellt, und ich hoffe sehr, dass auch nichts mehr folgt... Ich habe im Nacken leichte Schmerzen und es zieht etwas in die Schultern, war aber noch nicht zum Arzt...

          Da ja bei den Kindern (zum Glück) nichts festgestellt wurde, würde ich kein Schmerzensgeld für sie fordern, sondern eine Art Aufwandsentschädigung.

          Ich lasse die Reparatur über mein Autohaus abwickeln, diese haben mir auch dringend zu einem Anwalt geraten, da haben die sich nun auch darum gekümmert...

          Was ist bei Deinem Auto später noch kaputt gegangen durch die Haarrisse?

            • Schlimm, dass man selbst so einen Ärger hat obwohl man selbst nicht der Verursacher war.In meinem Fall wurde die Mutter der Unfallverursacherin noch richtig frech....

          (6) 23.10.16 - 22:53

          Aufwandsentschädigung für die Wartezeit im Krankenhaus?????
          Wenn das Kind/die Kinder sich zuhause beim Spielen verletzt hätten, hättest du dann auch Entschädigung für die Wartezeit gewollt??? In Notaufnahmen ist es halt nun mal so, dass wirkliche NOTfälle vorgezogen werden und nicht ganz so schlimme Notfälle eben warten müssen. Ich wäre nach einem Unfall einfach froh, dass meinen Kindern nichts passiert ist.
          Sorry aber für mich klingt das so nach Geld rausschinden wollen .
          Dass das Verhalten der Unfallverursacherin unschön ist, ok....................

    Waren die Kinder denn verletzt?

    Du bekommst eine Kostenpauschale zwischen 20-30 € je nachdem wo der Unfall passierte ( bzw. die konkreten Kosten die du nachweisen müsstest). Zeitaufwand bekommst du regelmäßig nicht erstattet ( nur Verdienstausfall etc.).

    Wenn es sich um einen klassischen Auffahrunfall ohne Mitschuld deinerseits handelt, muss die Anwaltskosten der Gegner bzw. deassen Versicherung zahlen. Dann solltest du auch ohne Rechtsschutz zum Anwalt gehen.

    • Zum Glück waren die Kinder nicht verletzt. Aber sie mussten 5 Stunden in der Kinderklinik warten (inkl.Hin- und Rückfahrt). Ich natürlich ebenso. Kann man so etwas geltend machen?

      Die Kostenpauschale von lächerlichen 25 EUR rechne ich da nicht mit ein, das kann ich auch nicht ernst nehmen...

      • "Zum Glück waren die Kinder nicht verletzt. Aber sie mussten 5 Stunden in der Kinderklinik warten (inkl.Hin- und Rückfahrt). Ich natürlich ebenso. Kann man so etwas geltend machen?

        Die Kostenpauschale von lächerlichen 25 EUR rechne ich da nicht mit ein, das kann ich auch nicht ernst nehmen..."

        Ich verstehe nicht ganz, wofür du entschädigt werden möchtest und wie hoch die Entschädigung deiner Meinung nach sein soll?

        Für die lange Wartezeit im Krankenhaus kann die Unfallverursacherin nichts. Und einen Unfall führt i.d.R. auch niemand mit Absicht herbei...

        Ich will dir nix, habe aber ein bisschen Eindruck, dass du Kohle rausschlagen willst. Schmerzensgeld kommt nicht in Frage, also überlegt man sich was anderes?

    Ich musste mich am folgenden Tag wegen des Unfalls und wegen Beobachtung ob Folgeschäden bei den Kindern auftreten Kindkrank melden, kann ich das denn geltend machen?

    • Hallo!
      Na dann seid ihr ja mit dem Schrecken davon gekommen, von diesem erholt ihr euch (besonders die Kids) hoffentlich noch.
      Du kannst den Zeitaufwand beim Arzt nicht geltend machen. War ja sicher nicht in der Arbeitszeit und somit Arbeitsausfall. Es gibt für diesen sicher ärgerlichen "Umstand" keine Aufwandsentschädigung. Du könntest diesbezüglich aber einfach mal die Fahrtkosten (0,30 €/km) geltend machen.
      Die Kostenpauschale i. H. v. 25 € bekommst du sowieso.
      Bei einem Anwalt bist du mit dieser Geschichte am besten aufgehoben, wieso dieser von der Werkstatt beauftragt wurde (?) verstehe ich nicht. Du solltest auf jeden Fall selbst mit ihm sprechen, die Werkstatt reicht da sicher nur ihren Kostenvoranschlag ein.
      Der Anwalt weiß was er alles geltend machen kann. In jedem Fall auch die beiden Kindersitze (existieren hier noch die Quittungen?).
      Ach ja, wegen dem Kindkranktag: Hier kannst du m. E. den Differenzbetrag der dir hierfür vom Lohn abgezogen wird geltend machen.
      Alles gute euch!
      Gruß

      • Nur zu den Kindersitzen:
        Ich hatte vor ein paar Jahren einmal einen nicht selbst verursachten Unfall, bei dem zwar keine Kinder, wohl aber deren Sitze an Board waren. Der eine Kindersitz war von Kiddy, die tauschen im Falle eines Unfalles kostenfrei aus, sofern ein Polizeibericht oder ein Gutachten vorliegt. Der andere Kindersitz musste von uns neu gekauft werden, war ne Römer Babyschale mit Isofix-basis - Kosten zusammen ca. 250€. Von der Versicherung wurde - trotz Rechnung - nur eine Pauschale von 100€ erstattet (wir hätten wohl auch hier irgend ein Gutachten gebraucht, was wir aber nicht hatten). Ich würde darum auf jeden Fall die Sitze zum Hersteller schicken und mir von denen eine Bestätigung geben lassen, dass sie ausgetauscht werden müssen (vielleicht ist das auch ohne Einschicken machbar, überprüft werden die ohnehin nicht mehr, einfach mal anrufen).
        Aber es hängt auch vieles von der Versicherung ab. Diese war ziemlich bescheuert. Die behaupten heute noch, sie hätten den vollen Schaden beglichen, obwohl ich 2000€ aus eigener Tasche ans Autohaus gezahlt habe #kratz. Auf die Schreiben vom Anwalt haben die einfach nicht mehr reagiert, nachdem sie gezahlt haben. Da ich aber zu dem Zeitpunkt nicht rechtsschutzversichert war, hat der Anwalt von einer Klage abgeraten.

        LG

        • Ich glaube man kann die Sitze auch beim TÜV anschauen lassen.
          Aber "einfach so" nimmt man es ja nicht hin dass die Versicherung knapp 2.000 € weniger reguliert. Vor allem nicht wenn der Sachverhalt unstreitig ist...

          • Ich hatte selbst einen Unfall mit Sitzen an Board. Bei Römer bekam ich die Auskunft, dass sie diese Tests nicht mehr durchführen. Der ADAC konnte mir nicht weiterhelfen, TÜV, Dekra und GTÜ bekam ich die Auskunft, dass sie diese Überprüfung an ein Unternehmen weiterleiten würden, die Kosten lägen aber bei ca. 500€. Da man als Geschädigter aber auch eine Schadensminderungspflicht hat, hab ich von einer Überprüfung abgesehen. Und für diese Informationen hab ich stundenlange Gespräche führen müssen.

            LG

            • Achso, danke für die Info :-).
              Und weshalb wurde der Rest nicht reguliert?

              • Ganu genau hab ich das nicht mehr auf dem Plan. Die haben den Kindersitz als "Kleiderschaden" deklariert und dafür ihre Pauschale von 100€ angesetzt, Ich hatte natürlich die Belege vom Kindersitz eingereicht. Es gab aber bei der Regulierung noch mehr Probleme, von daher war der fehlende Betrag beim Kindersitz mein geringstes Problem ;-)

                LG

    (17) 22.10.16 - 22:36

    Was willst Du denn dann geltend machen? Das kann Dein AG geltend machen. Er muss ja Deinen Lohn zahlen. Du hast ja keinen Verdienstausfall, oder doch?

    • (18) 23.10.16 - 20:37

      Klar hat man bei kindkrank einen Verdienstausfall. Nämlich die Differenz zwischen dem was die KK zahlt und dem was man bekommen hätte... ist nur die Frage ob man wegen der paar Euro ein Fass aufmachen will...

      • (19) 23.10.16 - 23:12

        Da es sich um nur einen Tag handelte, bin ich jetzt einfach von dem Anspruch aus § 616 BGB ausgegangen und nicht vom Krankengeld. (Man kann den Anspruch aus § 616 BGB auch ausschließen Individualvertraglich, aber viele AG wissen das nicht, so dass eine Ausschlussklausel fehlt).

Hallo

bin etwas geschockt wirklich, klar ist es ärgerlich das die Dame nicht fragt oder man lange warten muss, aber sei doch mal wirklich dankbar das nix passiert ist wo man geld brauchen kann oder benötigt, wäre dir lieber das deine Kinder so verletzt sind das du Schadensersatz bekommst?

Ich denke nicht das du was bekommst, für warte zeit das wäre ja mal was......Und wenn du dir zu fein bist, frag Papa Oma Opa ob sie die Kinder beobachten dann kannst du normla weitermachen

Denk daran, dass du zwei neue Kindersitze brauchst. Die müssen nach solchen Belastungen ersetzt werden.
Auch das muss die gegnerische Versicherung zahlen.

Alles Gute

  • "Denk daran, dass du zwei neue Kindersitze brauchst. Die müssen nach solchen Belastungen ersetzt werden."

    Nun, woher weißt du denn wie hoch die Belastung war? Ich sehe in der Unfallbeschreibung nichts was auf etwas derartiges hinweist.

    • Die TE schreibt, dass das komplette Heck des Autos kaputt ist und dass sie selbst Nackenschmerzen hat. Da kann man davon ausgehen, dass die Aufprallgeschwindigkeit schneller als 10 km/h war. Und Hersteller empfehlen ab einer Aufprallgeschwindigkeit von 10km/h die Sitze auszutauschen.

      LG

Hallo,

dann wünsch ich dir viel Glück. Mein Sohn hatte letztes Jahr einen Auffahrunfall, er hat wg einer Katze gebremst und die hinter ihm ist ihm draufgefahren. Katze ist leider zu klein, der Schaden wurde vor Gericht mit 50/50 beurteilt, dh wir sind auf unserem Schaden quasi sitzengeblieben, weil der bei beiden ähnlich hoch war.

LG Claudia

Hi,

warum bist du überhaupt zum Krankenhaus gefahren?

LG

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