Einsame Senioren

    • (1) 20.11.16 - 18:14

      Hallo zusammen!

      Ich bin schon länger auf der Suche nach einer aktiven Ehrenamtlichen Tätigkeit, die nicht allzu viel Zeit in Anspruch nimmt.
      Nach mehreren nicht funktionierenden Plänen, wollte ich nun einsamen Senioren Briefe oder Karten schicken.

      Oftmals kommt ja ein Aufruf bei Facebook oder ähnlichem, wo ich dann gerne mitmache, aber kennt jemand zufällig eine Seite, bei der man auch ohne private Aufrufe an Menschen kommt, denen man eine Freude machen kann?

      Vielen Dank und einen schönen Sonntag euch.

      • Du könntest auch in Seniorenheimen nachfragen ob sie nicht jemanden brauchen der mit einsamen Senioren, die nie oder wenig Besuch bekommen spazieren fahren wollen. Oder Spiele spielen usw. Ich musste schon öfter Sozialstunden in Seniorenheimen machen und da war es oft sehr traurig und deprimierend wie alleine die meisten den ganzen Tag waren. Ohne persönliche Besuche oder jemand der sich um sie kümmert. Nur die immer gestressten Pflegekräfte die außer die hygienische und gesundheitliche Pflege keine Zeit für mehr hatten.

        • Danke dir für deine Antwort!

          Das habe ich bereits mal gemacht, bis dieser Mensch leider verstarb. Aber ich möchte das gerne dann auch "richtig" machen und konnte dort feststellen, dass mir die Zeit oft fehlt, um mich ordentlich dahin setzen zu können, ohne in Zeitnot durch andere Sachen zu kommen (was auch unschön für die Menschen ist)

          Liebe Grüße

      (4) 20.11.16 - 19:15

      Geh ins nächste Seniorenheim, setze Dich zu den Leuten in den Aufenthaltsraum und lese eine Stunde die Zeitung vor. Glaub mir, Du wirst in viele dankbare Augen sehen.
      In Altenheimen wartet man auf Menschen die sowas machen.

      Briefe oder Karten von fremden Menschen ohne Gesicht dazu? ´Das finde ich seltsam.

    "Ich bin schon länger auf der Suche nach einer aktiven Ehrenamtlichen Tätigkeit, die nicht allzu viel Zeit in Anspruch nimmt."

    Ich ahne, dass du es gut meinst, aber das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Ein Ehrenamt, das keine Zeit benötigt, gibt es nicht. Zeit ist das einzige, das bei einem Ehrenamt eingebracht werden sollte. Außerdem kostet das Schreiben eines Briefes mindestens ebenso viel Ziet und Mühe wie ein persönliches Gespräch.

    Alte, einsame Menschen gibt es genug. Wenn diese Menschen die Fähigkeit hätten, einfach so zu kommunzieren, auf welchem Weg auch immer, wären sie sicher weniger einsam. Die meisten sind aber dement, können nicht gut sehen oder hören, schreiben wird schwieriger, Sinn erfassend lesen auch. Ihnen fehlt das persönliche Gegenüber und nicht ab und zu eine Karte von einem unbekannten Menschen.

    Wenn du sich ehrenamtlich engagieren willst, dann mach das. Wenn du dich nicht traust und/oder keine Zeit dazu hast, ist das okay. Briefe oder Karten an alte Leute zu schreiben, um das eigene Gewissen zu erleichtern, ist dagegen eher so suboptimal.

    LG

    • Ich danke dir für deine Antwort!

      Ich kann auch deine Gedanken sehr nachvollziehen, allerdings wird genau so eine Aktion hier bei mir in der Gegend angeboten, nur leider hab ich die falsche Religion, um teilnehmen zu dürfen...

      Daher dachte ich, es gibt andere Organisationen, die das ebenfalls machen und denen meine Religion egal ist.

      Mein Gewissen muss ich allerdings nicht erleichtern, da ich bereits sehr viel ehrenamtlich mache.

      Liebe Grüße

      • Wenn du aufgrund deiner Religion nicht teilnehmen darfst, dann ist es die falsche Organisation. ;-)

        Wenn du schon ehrenamtlich tätig bist, dann lass das mit den Seniorenbriefen. Echt. Das hilft keinem. Die, die zurück schreiben können, sind ganz sicher nicht schrecklich bedürftig. Das wäre dann eine Brieffreundschaft und kein Ehrenamt.

        Die anderen erreichst du nicht mit Briefen oder Karten.

        • Das habe ich mir auch gedacht :)

          Hmm, auf Antworten oder dergleichen spekuliere ich auch nicht. Hatte die Hoffnung, bzw. den Gedanken, dass die Menschen etwas Freude erleben, etwas, worüber sie sich freuen. Ich kann es schwer erklären.

          Liebe Grüße

Hallo,

auch ich finde die Idee mit den Briefen höchst befremdlich. Was mich aber dennoch interessieren würde, was hättest du geschrieben, Wetter bla bla oder deine Lebensgeschichte? Selbst wenn die älteren Menschen eine Pflegkraft finden, die ihnen deinen Brief, den Brief einer Wildfremden, vorliest, könnten sie höchstwahrscheinlich nichts damit anfangen. Ganz im Gegenteil, die geistig fitten könnten sogar auf eine Betrugsmasche tippen, ähnlich "Enkeltrick". So wie, erst mal Kontakt aufnehmen und Reaktion abwarten, dann zuschlagen.

Gruß

Heike

  • Hallo,

    ich danke auch dir für deine Antwort!

    Ich gehe auf deine Frage ein, da ich den Rest schon beantwortet habe.
    Gute Frage... das hätte ich mir wohl spontan überlegt. Bei der Institution, durch die ich erst darauf aufmerksam wurde, ging es um Oster und Weihnachts und Geburtstagspost.

    Eventuell noch aus dem Urlaub. Da ergibt sich die Frage natürlich und ebenfalls die Intention.

    Liebe Grüße

Da ich dem Seniorenalter wesentlich näher bin als Du, sage ich Dir klipp und klar, dass Deine Briefe keine gute Idee sind. Wenn ich im Heim von jemand Fremdem so einen Brief kriegen würde, dächte ich mir erstmal, was will die? Wenn sie mir eine Freude machen will, dann soll sie vorbeikommen, mit mir einen Tee trinken und mit mir reden.
Und eine Religion, die sowas verbietet, was ist denn das für eine jämmerliche Institution? Praktizierte Nächstenliebe verbieten? Mit welchem Bibelvers wird denn das verboten?
Da werde ich ziemlich grimmig, wenn ich sowas lese.
Bei uns gibt es eine Organisation, in der sogenannte "Zeitverschenker" tätig sind. Die gehen zu einsamen oder ans Zuhause gebundenen Menschen und reden mit denen, lesen vor und alles mögliche. DAS ist eine tolle Idee - Deine Briefe leider nicht.
LG Moni

  • <<<<Und eine Religion, die sowas verbietet, was ist denn das für eine jämmerliche Institution? Praktizierte Nächstenliebe verbieten? Mit welchem Bibelvers wird denn das verboten?>>>>>

    Du, das gibts öfters als man denkt. Ich wollte bei den Mal****rn ehrenamtlich in der Dementenbetreuung arbeiten (mit Aufwandsentschädigung) und wurde abgelehnt weil ich konfessionslos bin! Zu Betreuende dürfen jegliche Religion haben.

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