Knapp 1.000 Euro Finderlohn - geizig?!

    • (1) 09.12.16 - 19:24

      Hallo ihrs,

      ich bin gerade über einen Focus Artikel gestolpert, den ich ziemlich befremdlich finde:

      http://www.focus.de/regional/baden-wuerttemberg/gundelfingen-bei-freiburg-schueler-finden-30-000-euro-als-dank-gibts-eine-tafel-schokolade_id_6318023.html?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=facebook-netmoms&fbc=facebook-netmoms&ts=201612091504

      Zur Story: Fünf Schüler haben 30.000 Euro gefunden und bei der Polizei abgegeben. Der "Verlierer" meldete sich einige Tage später, war überglücklich und gab den Kindern den gesetzlichen Finderlohn von 910 Euro (insgesamt) + eine Tafel Schokolade pro Kind.

      Daraus macht der Focus einen Bashing Artikel, der Mann sei "geizig" und "peinlich", weil er "nur" den gesetzlichen Finderlohn gegeben hat... #kratz

      Ganz ehrlich, find ich krass. 30.000 Euro sind nicht die Welt an Ersparnis. Oft sind Leute, die so viel Geld mit sich rumschleppen nicht "steinreich", sondern eher schrullig. ("Ich zahle das Auto nur in bar, das Autohaus könnte ja zwischen Überweisung und Abholung Insolvenz anmelden"... oder so)

      Und 910 Euro sind ne Menge Holz für einen Gang zur Polizei.

      Ganz ehrlich, ICH käme mir sogar komisch vor, wenn ich von einem Privatmann (von dem ich nicht weiß, wie lange er für die 30.000 Euro gespart hat) nen knappen Tausi nehmen würde für so etwas selbstverständliches wie "Ich begehe keinen Diebstahl, nur weil ich es könnte"

      Ich finds natürlich auch nicht verwerflich, das anzunehmen, aber ich frage mich: Wo sind wir eigentlich, wenn da von "Geiz" gesprochen wird?!

      Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Kinder das ähnlich sehen. Und finde den Artikel auch deshalb doof, weil die ehrlichen Kinder beim Lesen eine seltsame Lehre über ihre lobenswerte Tat ziehen könnten.

      Aber ich bin sehr gespannt, wie ihr das seht!

      LG

      • (2) 09.12.16 - 20:37

        Hi!

        Der Artikel ist bescheuert. Ich finde den gierigen Ton darin richtig unangenehm.

        Aber ich finde es gar nicht schrullig mehrere 10tausend mit sich rumzuschleppen, um ein Auto bar zu bezahlen. Das empfinde ich als übliche Vorgehensweise beim Autokauf.

        Grüsse

        serdes

        • (3) 09.12.16 - 20:42

          Ja?

          Aus welchem Grund zahlst du das Auto in bar?

          Ich würde 1000 Tode sterben mit so viel Geld in der Tasche und würds deshalb immer überweisen. ;-)

          LG

          • (4) 09.12.16 - 21:02

            Weil man soviel Geld nicht mit der EC-Karte bezahlen kann, Stichwort Tageslimite:-D

            Dann gibts noch Vorauskasse oder per Rechnung, das ist dann Vertrauenssache. Zahlst du vor Abholung oder danach?

            Wie auch immer, ich habe noch keinen Autohändler kennengelernt, der nicht bar wollte....(ist hier wie mit den Viehhändlern:-)) Natürlich offiziell, mit Quittung, Mehrwertsteuer etc.

            Ja, beim ersten Mal wars seltsam, aber man gewöhnt sich daran.

            • (5) 09.12.16 - 21:12

              Ich hab bisher nur bei alteingesessenen Autohäusern gekauft, da hab ich das Geld überwiesen und am nächsten Tag den Wagen abgeholt. So groß war mein Vertrauen dann doch. ;-)

              (6) 10.12.16 - 09:55

              Huhu,

              Ich habe noch nie ein Auto in bar bezahlt, ich habe das Geld immer überwiesen.
              Ich habe ja bereits mit dem Händler einen Kaufvertrag unterzeichnet, da kann ich doch ohne Probleme das Geld überweisen, da wir beide an den Vertrag gebunden sind. Ich habe aber bisher auch immer in großen Autohäusern gekauft und nicht bei reinen Gebrauchtwagenhändlern.

              Gebrauchtwagenkäufe von privat im vierstelligen Bereich sind etwas anderes. Da würde ich auch bar zahlen / verlangen. Da läuft zu viel Schmu.

              LG

              Hanna

            • <<<<Weil man soviel Geld nicht mit der EC-Karte bezahlen kann, Stichwort Tageslimite:-D<<<

              Doch, kann man. Dazu genügt ein Anruf bei der Bank und das Limit wird auf die gewünschte Summe erhöht. (hab ich schon mehrfach gemacht)

              <<<Wie auch immer, ich habe noch keinen Autohändler kennengelernt, der nicht bar wollte....(ist hier wie mit den Viehhändlern:-)) Natürlich offiziell, mit Quittung, Mehrwertsteuer etc.<<<<

              Wenn man Autos beim Afghanen/Inder/Chinesen/Araber umme Ecke kauft, kann das durchaus sein, dass nur Bargeld gern genommen wird. Und ich denke, dass dort sehr sehr gern am Finanzamt herum gemauschelt wird. Wohnst du im Ausland? Wenn ja, dann kannst du es absolut nicht mit Deutschland vergleichen.

              Jedes seriöse Autohaus nimmt dagegen das Geld lieber unbar entgegen. Es ist absolut unüblich, große Summen (10.000 Euro aufwärts) in bar zu begleichen.

              Zumal die Banken auch stutzig werden, wenn der Bankkunde mal eben 30.000 Euro vom Konto abhebt. Da wird auch gern mal das Finanzamt informiert. Die prüfen dann, was mit dem Geld passiert ist. (die Cousine von meinem Mann arbeitet bei der Sparkasse)

              • Ich habe sie so verstanden, dass ihre Autohäuser nicht NUR, sondern AUCH bar genommen haben. ;-)

                Meine Mutter hat irgendwann mal eine Reportage gesehen über ein Autohaus, das am Tag vor der Insolvenz noch Kaufverträge abgeschlossen hat. Dann haben die Kunden überwiesen und konnten ihr Auto nie abholen.

                Seitdem liegt sie mir auch immer in den Ohren, ich müsse mein Auto uuunbedingt bar bezahlen bei Abholung. :-p

                Egal, wie groß und alteingesessen das Autohaus ist.

                • Bankeinzug ist die Lösung ;-).

                  Da kann das Geld innerhalb von einigen Wochen ganz bequem zurückgeholt werden.

                  Wir haben unsere Autos immer erst abgeholt und dann bezahlt. Kennen kein Autohaus, wo es anders gehandhabt wurde. Wir haben unsere Autos aber auch immer bei Markenhändlern gekauft, nie bei markenunabhängigen Händlern.

                  • Sorry, aber wie viele Autohäuser kennst du?

                    Wir haben ein Autohaus in der Familie und da gibt es niemals erst das Auto und dann das Geld, völliger Humbug. Und Barzahlung ist in der Autobranche nicht unüblich.

                    Und ja, wir sind auch ein Markenhändler!

                    lg

                    • VW, Ford, Subaru, BMW, Mercedes und Audi.

                      Wenn wir uns Autos kaufen, dann wird der Kaufvertrag unterschrieben. Dann lässt das Autohaus die Autos auf unsere Namen zu und wir holen es ab. Dann wird die Bank angerufen (meist noch im Autohaus), damit die das Geld sofort ans Autohaus anweisen.

                      Wie zahlen denn eure Kunden, wenn sie einen Neuwagen bei euch kaufen? Legen die euch 40.000 Euro bar auf die Theke?

                      Die Regierung will demnächst Barzahlungen auf 5000 Euro begrenzen. Dann MUSS jeder andere Zahlungsmöglichkeiten akzeptieren. Bar fällt dann ja weg.

                      • Ich hab auch schon deutlich mehr als 40.000 € bar auf den Tisch gelegt beim Autokauf. Aber ganz ehrlich: ich habe schon mehrere Autos gekauft und noch nie habe ich ein Auto mitgenommen und erst später bezahlt. Und noch nie habe ich gehört, dass man da sitzt und die Bank anruft. Was für eine Bank ist das denn, die per Anruf mal eben 40.000€ überweist? Das mag auf dem Lamd funktionieren aber in der Stadt kennt man den Banker nicht. Oder wenn man ohnehin bei onlinebanken ist funktioniert das noch viel weniger.

                        Du beschreibst Dinge, die die Ausnahme sind.

              "Zumal die Banken auch stutzig werden, wenn der Bankkunde mal eben 30.000 Euro vom Konto abhebt. Da wird auch gern mal das Finanzamt informiert. Die prüfen dann, was mit dem Geld passiert ist. (die Cousine von meinem Mann arbeitet bei der Sparkasse)"

              Aha und wie prüft das Finanzamt das?
              Ich würde noch nie gefragt, was mit meinem Geld gemacht habe, wenn ich große Summen angehoben habe. Soweit kommt das noch, dass die BANK stutzig wird. Es ist MEIN Geld und wenn ich Lust hab 30.000€ ZB zu verbrennen mach ich das. Und sobald mich die Bank fragen würde, was ich mit dem Geld vorhabe, würde ich wechseln.

              Die sollen mein Geld aufbewahren. Der Rest darf denen egal sein.

              Aber wie gesagt: ich habe noch nie gehört, dass das Finanzamt nachgefragt hat.

              "Jedes seriöse Autohaus nimmt dagegen das Geld lieber unbar entgegen. Es ist absolut unüblich, große Summen (10.000 Euro aufwärts) in bar zu begleichen."

              Ich habe alle Autos (auch die über 10.000€) in bar bezahlt. Bei etablierten Autohäusern. Das letzte im Juni dieses Jahres.

              • <<<Aha und wie prüft das Finanzamt das?<<<<

                Dann darfst du Quittungen vorlegen. Tust du dies nicht, wird ne Steuerprüfung fällig. Dann wird alles auseinander genommen und geprüft. Kannst du es nicht belegen, wird ne ordentliche Steuernachzahlung fällig.
                Du kannst gern die Bank wechseln. Alle handhaben das so. (die binden dir das auch nicht auf die Nase, du bekommst es erst mit, wenn das Finanzamt auf dich zu kommt) Vielleicht hattest du bis jetzt Glück. Wenn alle Jubeljahre mal ne größere Summe abgehoben wird, wird es niemanden interessieren. Hat der Bankberater aber Langeweile oder mal nen schlechten Tag, kann er dich damit auch ordentlich in die Pfanne hauen.

                • Quittung von was? Und Steuernachzahlung? Was soll ich denn versteuern? Das was auf der Bank liegt ist bereits versteuert. Sorry aber das ist Unsinn was Du schreibst. Was interessiert es das Amt was ich mit dem versteuerten Geld mache? Ich kann es schließlich auch verbrennen. Es ist ja meins. Und dafür muss ich auch keine Steuern nachzahlen.

                  Das was Du schreibst ist einfach komplett unlogisch und Du hast das was falsch verstanden: "Einzahlungen" in bar können ein Problem werden. Abheben ist aber völlig irrelevant da bereits vorhanden und versteuert.

                  Oder was glaubst Du wie das ausgeht:
                  Amt : "wo sind die 30.000€?"
                  Ich: "geht euch nix an! Ist mein Einkommen gewesen und ordentlich versteuert. Was ich damit gemacht hab sag ich nicht."
                  Und dann? Auf welcher Rechtsgrundlage soll ich jetzt welche Steuern nachzahlen?

                  bzw nach welcher Rechtsgrundlage besteht hier ein Auskunftsrecht?

Top Diskussionen anzeigen