Faulheit

    • (1) 03.01.17 - 12:25

      Hallo ihr lieben.

      Ich habe ein Problem und kann mir selbst gerade nicht in den Ar*** treten.

      Momentan läuft es bei mir auf der arbeit schrecklich, wir sind seit Monaten unterbesetzt und ich arbeite täglich bis zu 10 Stunden, 5 mal die Woche. Ich komme somit in der Woche auf 40-50 Stunden.

      Mein Haushalt bleibt komplett liegen.

      Ich habe einfach keine kraft irgendetwas zu tun.
      Ich habe noch keine Kinder, aber einen Mann und zwei Katzen. Mein Mann hilft mir wo er nur kann, arbeitet jedoch auch sehr viel.

      Ich meiner Wohnung sieht es aus wie in der Hölle, wenn jetzt spontan Besuch kommen würde, ich würde nicht einmal die Türe öffnen.

      Ich habe heute einen freien Tag, (da ich auch samstags arbeite) und ich habe vor zu putzen. Aber ich weiss jetzt schon, dass ich auf der couch vor mich hin vegetieren werde bis es irgendwann 18 uhr ist, und dann nur schnell Staubsauge.

      Wie macht ihr das?

      WANN macht ihr das denn ihr auch voll zeit arbeitet?

      Und wie soll ich das bloß hingekommen, wenn ich erst Kinder habe? Was werde ich denn für eine Mutter sein wenn ich nicht in der Lage bin die Wohnung sauber zu halten? Ich kann mich selbst nicht mehr leiden wenn ich mich hier umschaue.

      Ich wäre dankbar für Erfahrungen von anderen Frauen, die vielleicht in der selben Situation sind/waren.

      • Eigentlich kann doch gar nicht viel anfallen, wenn ihr beide fast den ganzen Tag außer Haus seit. Vielleicht wäre eine Haushaltshilfe eine Idee für dich.

        • "Viel anfallen" ist relativ. Es ist wirklich nicht mega viel, ich koche jeden tag nach der Arbeit, weil uch auf der arbeit meistens keine zeit habe zu essen. Eine spülmaschine habe ich nicht, so bleiben die Teller gerne mal liegen weil ich danach zu kaputt bin. Und die Katzen machen eine Menge Dreck. Überall haare und die verstreuten mir den Sand vom Katzenklo in der ganzen Wohnung. Es ist tatsächlich nicht so mega viel was anfällt, wenn ich mich dazu aufraffen könnte jeden tag etwas zu machen, dann wäre das halb so wild. Aber wenn das alles tagelang liegen bleibt wird es immer mehr und mehr. Machst du jeden Tag den Haushalt? Oder teilst du es auf?

          • Ich mache jeden tag ein bisschen. Küche wird täglich nach dem Frühstück gefegt, ablagern nach jeder Benutzung abgewischt und Kleinkram täglich aufgeräumt. Ich bin aber auch in einer ganz anderen Situation als du. Ich arbeite Teilzeit, mein Mann vollzeit, wir haben ein 4 jähriges Kind und eine Katze. Aber täglich ein bisschen machen erspart viel Arbeit.

        • Wie wäre es mit einer spülmaschine? Ist doch eigentlich Standart.

          Und ansonsten. Hast du ein haus oder eine Wohnung? Ich denke du solltest dir in jedem Fall vornehmen jeden Tag oder jeden zweiten Tag nach der Arbeit schnell durch zu saugen? Bei einer Wohnung geht das doch ratz fatz. Eine grundreinigung sollte man tatsächlich trotz Arbeit schaffen. Vielleicht nimmst du dir z. B. Speziell vor "Dienstag das bad putzen" du musst dann nur diszipliniert sein. In 15 min ist es geputzt.

    Hallo Debbie,

    ich glaube in deinem/eurem Fall hilft nur Selbstdisziplin. Heißt im Klartext - die Couch sieht dich erst wenn das Grobe erledigt ist.

    Alleine die Katzenhaare und das Katzenstreu würde mich mega anekeln. Und ich habe selbst ein Haustier, einen Hund. Schon wegen ihm sauge ich täglich, wenn er sehr haart auch zweimal. Und wir sind auch nur am Nachmittag/Abend da.

    Zudem habe ich ein Kind, ab Mai zwei und arbeite Vollzeit. Allerdings habe ich so humane Arbeitszeiten, dass ich um 14.15h Feierabend habe, dann den Kleinen von der Kita hole und um spätestens halb vier zuhause bin.

    Du musst dich aufraffen. Ich koche täglich. Der Abwasch von z. B. Töpfen oder Kochlöffeln u.ä. wird gleich nach dem Kochen erledigt. Das Geschirr nach dem Essen wandert in den Geschirrspüler. Auf jeden Fall eine Erleichterung. Passt er in eure Küche? Dann spart nicht daran ;-)
    Ich setze mich nach Feierabend auch kurz mit meinem Sohn an den Tisch oder die Couch, wir snacken eine Kleinigkeit dann beginnt er zu spielen und ich mache schnell das Grobe. Schnell saugen, kurz den Geschirrspüler ausräumen oder eine Waschmaschine an. Manchmal flitze ich kurz durch das Haus und räume einzelne Sachen weg, die mein Freund oder auch mein Sohn gern liegen lassen oder putze nebenbei schnell Klo oder Waschbecken. Wäsche hänge ich nebenbei auf.

    Mein Manko ist dann die getrocknete Wäsche. Aber auch da heißt "Aufraffen" das Zauberwort. Ich Bügel oder Falte Wäsche entweder einen Abend in der Woche während eine Serie oder ein Film läuft oder kurz am Sonntagmorgen wenn die Männer noch schlafen und ich schon wach liege. Lästig und doof, aber muss ja weg und ich freue mich wenn der Korb (kurz :-p) wieder leer ist.

    Wenn du täglich ein bisschen machst und am Ball bleibst, ist das Ganze eigentlich auch fix erledigt. Zeit zum Spielen mit meinem Kind habe ich dann auch noch, bevor wir am Abend gemeinsam Kochen und essen.

    Es gibt nur zwei Alternativen: entweder du suchst dir eine Putzfrau oder du musst Disziplin lernen.

    Liebe Grüsse

    • Hallo, ich danke dir für deine Antwort. Warst du schon immer so, oder musstest du das auch erst "lernen"? Ich muss da echt was ändern, ich meine, andere Menschen arbeiten auch verdammt viel und schaffen das alles trotzdem, und das sogar mit Kindern. Das kann so echt nicht weiter gehen, wir wollen bald Nachwuchs und ich habe mir geschworen erst ein kind zu bekommen wenn ich in der Lage bin das alles zu stemmen.

      • Ich war schon immer eher ordentlich. Aber je größer die Wohnung/das Haus wurden und spätestens mit Hund und Kind und Job muss man sich dann organisieren.

        Als wir noch in unserer Wohnung gelebt haben, nur mit Hund lag ich auch deutlich öfter auf der Couch. Aber Ordnung ohne das es steril wirkt ist mir schon wichtig.

        Für mich ist es auch eine Art von Gemütlichkeit. In Unordnung oder Schmutz fühle ich mich einfach nicht so wohl.

        Du schaffst das. Einfach nach der Arbeit den Staubsauger in die Hand nehmen und schnell durchsaugen, dann noch fix der Abwasch und dann ist doch schon eine Grundlage da. Und gleich Abwaschen spart ja auch wieder Zeit. Besser als nach 2 oder 3 Tagen vor einem Berg zu stehen. Da würde ich auch kapitulieren #zitter

        Hallo,

        ich musste es erst lernen - und das habe ich erst, nachdem ein Kind da war ;-) wir haben noch einen landwirtschaftlichen Betrieb dazu, ist also schon ne Nummer.

        Ganz ehrlich, das erste wäre für mich an

        Deiner Stelle ein Geschirrspüler - das ist heute kein Luxus mehr. Ich persönlich Träume ja von einem Saugroboter, die Teile sollen wirklich gut funktionieren. Ansonsten einmal am Tag schnell durchsaugen, das dauert keine 5 Minuten.

        Und/Oder ihr sucht euch ne Haushaltshilfe, die einmal die Woche Grundreinigung macht, das hilft auch immens.

        Was mir im Augenblick sehr hilft, ist dass meine Schwiegermutter mit die Wäsche zusammen legt. Hätte ich mir früher nie vorstellen können, es hilft aber über seinen Schatten zu springen ;-)

Ich kenne es! Wohne aber alleine... was auch ganz gut so ist. Mir geht es genauso.

Bin mit Weiterbildung und Pflegepferden Montag bis Donnerstag ca. 7 Uhr bis 21.30 Uhr ausser Haus, Freitag nicht ganz so lange, dafür am Samstag von 6 Uhr bis 15/16 Uhr und am Sonntag wieder am Stall für ein paar Stunden.

Ich verstehe nach wie vor nicht, wie man mit so wenig Zeit Zuhause, die sowieso hauptsächlich mit Schlafen verbracht wird, den Haushalt nicht im Griff hat. Ich meine, theoretisch kann ich gar keine Unordnung machen - meine Wohnung erzählt mir eine andere Geschichte. #heul

Meistens gibt es bei mir ein-, zweimal im Monat einen Putztag, aber mir persönlich ist es auch zu wenig, ganz ehrlich. Nur bin ich wiederum zu wenig zu Hause, als ob es mich wirklich stören würde.

Selbstdisziplin ist sicherlich wichtiger Faktor. Für meine Mutter ist es Gewohnheit alles wegzuräumen, sie ist sehr ordentlich. Für mich nicht, meine oberste Priorität ist es auf dem Sofa zu lesen, wenn ich schonmal eine Stunde Ruhe habe - und da ist es halt jedes Mal Überwindung.

Ausserdem lese ich gerade "Better Than Before" von Gretchen Rubin. Ich lasse dich wissen, ob es hilft. :-D

  • Danke für deine Antwort. Ich finde es Wahnsinn wie andere Frauen das alles schaffen, und habe echt den größten Respekt davor. Und die haben teilweise sogar Kinder.. Ich muss mich echt ändern, das ist mir richtig peinlich.

    • Also ehrlich gesagt bin ich ein wenig irritiert. Du hast keine Kinder, dein Mann und du arbeitet normal Vollzeit (keine Selbständigkeit in der Gastronomie oder so), ihr seid den ganzen Tag nicht da und könnt kaum Chaos schaffen und du schaffst den Haushalt nicht?

      Ich bin wirklich nicht die ordentlichste, aber spontaner Besuch wäre hier niemals ein Problem.

      Ich arbeite Vollzeit, habe zwei kleine Kinder, Mann arbeitet im Ausland und ich habe null Hilfe.

      Meine Tipps wären: wenn du nachhause kommst, auf keinen Fall hinsetzen, sonst kann man sich nimmer aufraffen. Ich mach es so, dass ich die Kinder abhole, heimkomme und dann wird erstmal einmal durch die Wohnung gehuscht und alles an seinen Platz gestellt. Dann schmeiß ich ne Wäsche an und mache das Essen warm, welches ich am Vorabend koche. Danach wird schnell gesaugt und wenn nötig staubgewischt.

      Wenn die Kinder dann im Bett sind, bügele ich und koche das Essen für den nächsten Tag. Ich mache immer alles unter der Woche, damit ich am Wochenende ganz viel Zeit für meine Kinder habe. Am Wochenende wird maximal einmal gesaugt, weil meine süßen schon mal krümeln und ich will da nicht reintreten und den dreck durch die ganze Wohnung schleppen. Ich mache jeden Abend eine Kleinigkeit: Bad aufräumen, nächsten Tag Kleiderschränke aufräumen, dann mal durchwischen usw.

      Wenn ich koche räume ich parallel auf und Pack alles in die Spülmaschine. Wenn es sich stapelt, verliert man die Lust und den überblick.

      Alles nur eine Frage der Organisation.

      • Hallo batu, danke für deine Antwort. Ich arbeite voll zeit als stellvertretende filialleiterin im Einzelhandel, uns bin in der Gastronomie selbstständig (eiscafe) allerdings leitet mein Bruder und einige Angestellte den Betrieb und ich mache die Papiere und putze 3 mal die Woche den Laden.

        In der nächsten Woche arbeite ich täglich von 12-21.30, auch am Samstag. Dafür habe ich mitwoch frei. Ich werde also montag früh, mitwoch und Sonntag den Laden putzen gehen. Nach der Arbeit (ab 22 uhr) habe ich keine kraft mehr für meinen Haushalt, ich koche nur schnell, esse, und Falle dann ins Bett. das heißt ich muss das Vormittags irgendwie organisieren. Meistens versuche ich dann mitwoch und Sonntag nach dem laden putzen, auch Zuhause noch was zu tun. Allerdings fühle ich mich so ausgelaugt und kaputt weil ich einfach keinen richtigen freien tag habe dass ich dann keine Lust mehr habe irgendwas zu tun. Deshalb frage ich hier wie andere das so organisieren, aber ich habe schon viele Tips erhalten, und werde einiges ändern und umorganisieren.

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