Fasten - meine Erfahrung

    • (1) 02.02.17 - 10:42

      Hallo meine Lieben,

      also bald ist es so weit. Nach Karneval fängt die Fastenzeit an. Eigentlich ein guter Anlass um sich mit dem Thema Fasten mal zu befassen. Ich kann es jedem nur empfehlen.

      Leider hält sich auch unter Ärzten das Gerücht hartnäckig, fasten sei ungesund. Dabei ist Fasten die älterste Heilmethode seit Menschengedenken.

      Nun, ich muss sagen, ich war auch skeptisch, aber verzweifelt genug um mich darauf einzulassen. Ich leide seit meinem 17. Lebensjahr Psoriasis. Das ist eine Autoimmunerkrankung, die sich in Form von Schuppenflächte bemerkbar macht. Der Verlauf war zu nächst mild. Betroffen waren meine Kopfhaut und meine Ellebogen. Mal mehr mal weniger. Völlig symtomfrei war ich dann in der Schwangerschaft. Die Schuppenflächte verschwand ganz einfach binnen weniger Tage!!! Ich war natürlich sehr froh aber auch so verwundert darüber, dass sich die Haut binnen von 10 oder 12 Tagen so schnell gegenerieren konnte. Leider überdauerte der Zustand die Schwangerschaft nicht, sonder wurde sobald meine kleine Maus da war viel schlimmer als vorher. Die Schuppenflächte breitete sich am ganzen Körper aus, juckte und brannte und ich war völlig verzweifelt. Ich bekam Kortisonsalben verschrieben und als diese nicht mehr halfen bekam ich Kortisoninfusionen, die zwar etwas halfen, dafür aber auch viele Nebenwirkungen hatten. Ich rannte von Arzt zu Arzt, aber keiner konnte mir helfen. Irgendwann sprach mich eine Bekannte darauf an und fragte, ob ich es mal mit Fasten versucht hätte? Ich belächelte das damals etwas. Als wenn es so einfach wäre. Wenn das funktionieren würde, dann hätte mich sicher schon einer der vielen Ärzte, bei denen ich war, darauf aufmerksam gemacht. Ich habe mich dann nicht weiter damit beschäftigt. Durch Zufall sah ich dann eine Sendung bei Arte mit dem Titel "Fasten und Heilen - Altes Wissen neue Forschung". Ich muss sagen, dass mich die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die in der Sendung vorgestellt wurden total überraschten und ich begann zu recherchieren. Nach dem ich mich gründlich über die Vorgänge im Köper, die während des Fastens stattfinden, informiert habe, sprach ich meinen Arzt darauf an. Er war wenig überzeugt und stand dem skeptisch gegenüber, willigte aber ein mich während meines Fastenversuchs medizinisch zu begleiten.

      Ich nahm mir vor 14 Tage zu fasten. Daraus wurden dann 21 Tage, weil es mir so gut ging. Mein Arzt war nicht begeistert, dass ich weitermachen wollte, aber medizinisch gab es keinen Grund. Mein Blutdruck und meine Blutwerte waren bestens. Die Leberwerte hatten sich sogar verbessert. Die Schuppenflächte verbesserte sich in dieser Zeit deutlich, aber auch sonst fühlte ich mich besser den je! Ich war fit, brauchte weniger Schlaf und mein Gemüt war aufgehellt. Ja, tatsächlich fühlte ich mich glücklich und befreit. Einige Wochen nach der Fastenkur verschlechterte sich meine Schuppenflächte wieder und ich war enttäuscht. Ich grübelte darüber nach, wie ich diesen Zustand aufrechterhalten kann und bin dann auf das Thema intermittieredes Fasten gestoßen. Was soviel heißt wie Interwallfasten. Also startet ich einen neuen Versuch. Ich fastete 7 Tage und ab dann an zwei Tagen pro Woche. Das mache ich jetzt seit nunmehr als einem Jahr. Ich mache alle 3 Monate eine 7-10 tägige Fastenkur und dazwischen faste ich ein bis zwei Tage pro Woche. Und was soll ich sagen.... von der Schuppenflächte ist nichts zu sehen.

      Aber fasten ist nicht nur dann gut, wenn man an einer Krankheit leidet. Fasten ist Urlaub für Körper und Geist. Es beugt Krankheiten vor, stabilisiert den Hormonhaushalt, wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus, stärkt das Immunsystem und hält jung und vital. Es senkt den IGF-Wert im Körper (ein erhöhter IGF-Wert steht im Zusammenhang mit vielen Krebserkrankungen). Darüber hinaus reagiert der Köper auf das Insulin wieder sensibler, was für Diabetiker von Vorteil ist.

      Übrigens ist mein Arzt, nach meinem Erfolg vom Fasten überzeugt und hat selbst schon Fastenkuren hinter sich.

      Hier noch zwei Links zum Thema.

      https://www.youtube.com/watch?v=v0H3r7dpxls

      https://www.youtube.com/watch?v=epMRBGKtllY

      • Eine Umstellung der Ernährung ist wesentlich sinnvoller.

        • Das habe ich alles schon hinter mir. Keine Ernährungsumstellung hat bei mir irgendwas merklich bewirkt.

          • Fasten soll dem Körper Giftstoffe entziehen, die dieser im Lauf der Zeit mit der Nahrung aufnimmt.

            Wenn das fasten bei Dir also wirklich in dieser Form "anschlägt" hat das damit zu tun, dass in diesem Zeitraum dem Körper keine neuen Giftstoffe zugeführt werden, die diese Hautreaktionen bei Dir hervorrufen.

            In der modernen Zeit sind in unserer Nahrung immer mehr Zusatzstoffe, die da drin eigentlich nichts verloren haben....darum gibt es auch immer mehr Leute, die Allergien entwickeln, die sich u.a. auch in Hauterkrankungen manifestieren.

            Insofern bin ich mir SEHR sicher, dass Du bei der Umstellung der Ernährung nicht wirklich sorgfältig "gearbeitet" hast....ansonsten würde nämlich auch der temporäre Verzicht auf Nahrung rein gar nichts bringen.

            Auch Stress ist ein ganz großer Faktor, und evtl. ist für Dich diese "Fastenzeit" einfach auch eine Zeit, in der Du alles ein wenig langsamer- und bewusster tust.....aber auch das hat letztendlich nicht wirklich etwas mit der verminderten Nahrungsaufnahme zu tun.

            Wenn es Dir gut tut......kein Thema: Prima für Dich.....als allgemeine Empfehlung (auch mit kleinem Warnhinweis, dass bestimmte Zielgruppen dafür nicht "geeignet sind") halte ich das allerdings für kompletten Unsinn, solange nicht auf bestimmte Begleitumstände geachtet wird, und man das Augenmerk auf das "Komplettpaket" richtet.

            • (5) 03.02.17 - 09:16

              " Wenn das fasten bei Dir also wirklich in dieser Form "anschlägt" hat das damit zu tun, dass in diesem Zeitraum dem Körper keine neuen Giftstoffe zugeführt werden, die diese Hautreaktionen bei Dir hervorrufen."

              Nein, die Wirkung des Fastens beruht auf anderen Faktoren.

              " In der modernen Zeit sind in unserer Nahrung immer mehr Zusatzstoffe, die da drin eigentlich nichts verloren haben....darum gibt es auch immer mehr Leute, die Allergien entwickeln, die sich u.a. auch in Hauterkrankungen manifestieren."

              Hier bin ich ganz bei dir und ich halte es langfristig für wichtig die Ernährung umzustellen. Das ist aber keine Alternative zum Fasten. Viel mehr ersetzt das Eine, das Andere nicht.

              " Wenn es Dir gut tut......kein Thema: Prima für Dich.....als allgemeine Empfehlung (auch mit kleinem Warnhinweis, dass bestimmte Zielgruppen dafür nicht "geeignet sind") halte ich das allerdings für kompletten Unsinn, solange nicht auf bestimmte Begleitumstände geachtet wird, und man das Augenmerk auf das "Komplettpaket" richtet. "

              Du hältst es für kompletten Blödsinn, weil du dich mit dem Thema nicht richtig befasst hast. Es gibt zahlreiche Studien, die zeigen, dass Fasten sich langfristig positiv auf das Herz-Kreislauf-System, Diabetes, Autoimmunerkrankungen, Demenz, Wundheilung und sogar unterstützend bei der Krebstherapie in Verbindung mit ein Chemotherapie auswirkt.

              Ich würde hier eine allgemeine Empfehlung fürs Fasten aussprechen nur in ganz seltenen Fällen, sollte man vom Fasten abraten.

              • (6) 03.02.17 - 10:35

                Huhu Frea,

                wie ich schon mehrfach geschrieben habe, will ich niemandem reinreden oder etwas schlecht machen, nur meine eigenen Zweifel äussern.

                Die von Dir erwähnten Studien in allen Ehren, aber ich habe noch keine Studie finden können, in der wirklich eindeutig evtl. eingetretene Verbesserungen des Allgemeinzustandes rein (!) auf das Fasten zurückgeführt werden konnten, sondern auf eine allgemeine Umstellung der Lebensweise...und zwar in positiver Hinsicht.

                Das Thema "Heilfasten" war übrigens erst vor einigen Wochen bei uns im Haus Thema einer Seminar- und Diskussionsrunde, mit Vertretern aus dem Gesundheitswesen, von Industrie über Heilpraktiker, Ärzte, Apotheker und die (ach so verhasste) Pharmabranche.

                Vor der Tagung hielt ich Heilfasten für kompletten Bullshit.....mittlerweile bin ich nur noch skeptisch (!). Selbst die Fachleute haben aber deutlich ausgeführt, dass es ein Zusammenspiel ist, und eben NICHT NUR rein auf das Fasten zurück zu führen ist, wenn sich der Proband ansonsten nicht auch anderweitig "am Riemen reisst".

                In den Beiträgen hier wird "Fasten" von einigen ja fast mit religiösem Eifer angesehen, aber dennoch nur sehr einseitig beleuchtet.

                So wie das hier zT. dargestellt wird, ist es aber dann ähnlich zu sehen wie wenn jemand meditiert....dies als das Maß aller Dinge ansieht, sich aber nur von Fastfood ernährt, und denkt er lebt gesund. Darum ist meditieren nicht schlecht.....aber das andere eben schon.

                Und somit ist das reine Fasten eben auch nur ein Mosaikstein.

                Ich wünsche Dir einen schönen Tag. :-)

                • (7) 04.02.17 - 18:21

                  Lieber Tomm,

                  natürlich gibt es Studien, die in denen die Wirkung des Fastens auf molikularer und biochemischer Ebene untersucht wurde. Das was während des Fastens im Köper passiert ist bestens dokumentiert. Sicherlich ist das Fasten kein Allheilmittel gegen sämtliche Krankheiten. Fasten ist viel mehr eine Auszeit für den Körper, in der er sich regenerieren kann. Das reicht natürlich nicht aus, um eine dauerhafte Verbesserung der Gesundheit zu erhalten, gerade wenn man an chronischen Krankheiten leidet. In dem Fall gebe ich dir vollkommen recht. Da ist das Fasten nur ein Mosaik von vielen.

                  Trotzdem ist Fasten auch für gesunde Menschen sinnvoll und gesundheitsfördernd. Ich faste nun seit mehr als 7 Jahren regelmäßig ein bis zwei Mal im Jahr, manchmal auch mehr, wenn ich mich schlapp, müde und ausgelaugt fühle. Ich betrachte das als eine Art Ausmisten. Ist wie in meiner Wohnung. Ich bin nicht die ordentlichste, aber so drei bis vier Mal im Jahr packt es mich und ich entrümple.

                  Den von dir erwähnten religiösen Eifer, konnte ich in keinem der Beiträge herauslesen. Meine persönliche Erfahrung ist eine andere. Sobald ich den Leute sage, dass ich faste, bekomme ich ständig dumme und unqualifizierte Kommentare und Spott zu hören.

                  " So wie das hier zT. dargestellt wird, ist es aber dann ähnlich zu sehen wie wenn jemand meditiert....dies als das Maß aller Dinge ansieht, sich aber nur von Fastfood ernährt, und denkt er lebt gesund. Darum ist meditieren nicht schlecht.....aber das andere eben schon."

                  Ich weiß nicht, ob man meditieren und fasten gleichsetzten kann. Mit Meditation habe ich keine Erfahrung. Aber gerade wenn man einen ungesunden Lebenstil führt, tut es dem Körper gut, eine Auszeit zu nehmen. Am besten noch bevor Krankheiten entstehen. Sicher wäre es keine schlechte Idee seine Lebens- und Essgewohnheiten zu überdenken, aber wenn man schon ungesund lebt, dann ist regelmäßiges Fasten umso wichtiger.

          Es ist so einfach. Einfach ein klein wenig weniger Energie am Tag zuführen wie der Körper braucht und schon nimmt man ab.

          Ich habe das mit weight watchers geschafft... Im 10 Monaten 32 Kilo.

          Und halte das seit zwei Jahren... Man muss halt dabei blejben.

    Ich sehe es ähnlich wie Seelenspiegel. Vielleicht liegt dein gutes Körpergefühl wirklich daran, dass du bestimmte Lebensmittel während des Fastens weglässt.

    Hast du das mal hinterfragt? Gerade auf Weizenprodukte reagieren viele Menschen heutzutage "allergisch", weil der Weizen genetisch verändert wurde. Oder überhaupt alle Produkte, die während ihres Wachstums chemisch behandelt wurden oder Fertigessen, können bei manchen Menschen zu einer Überempfindlichkeit führen. Ich denke auch an zuviel Salz, Glutamat, E-Stoffe, Zucker.

    Ansonsten finde ich Fasten gar nicht schlecht. Aber für die meisten Menschen, die mehr als 20 Stunden die Woche arbeiten gehen und sich vielleicht noch intensiv um Kinder kümmern müssen, ist das wahrscheinlich nichts. Kann man echt nur im Urlaub machen ...

    (12) 02.02.17 - 13:03

    Ich habe letztens Visite auf NDR gesehen, da kam auch das Thema Intervallfasten. Damit hatten in dem Bericht auch einige Menschen sehr gute Erfahrungen gemacht.

    Ich faste schon seit vielen Jahren regelmäßig und habe damit auch nur gute Erfahrungen gemacht. Mein Hausarzt bietet auch regelmäßig kontrollierte Fastenkuren an.

    • Hallo,

      ich frage dich jetzt mal als Fasten-Erfahrene.
      Ich habe noch keine Erfahrungen mit dem Fasten, würde aber das Intervallfasten gern einmal probieren. Ein bereits pensionierter ehemaliger Arbeitskollege von mir praktiziert das selbst und hat mir davon berichtet.

      Nun ist es ja so, dass ich einen Vollzeit-Job habe, zwar im Büro aber trotzdem. Kann man auch fasten, wenn man ganz normal seiner Arbeit nachgeht? Was führt man dem Körper in der Fastenzeit zu? Wasser, Tee, Säfte? Sollte man sich vorher vom Hausarzt untersuchen lassen?

      Ich persönlilch hab da ehrlich gesagt Bedenken, dass mein Kreislauf irgendwann spinnt, da ich mit niedrigem Blutdruck zu kämpfen habe.

      Kannst mich auch gern über PN anschreiben.

      LG

      Nici

      • (14) 03.02.17 - 19:32

        Ich habe auch sehr niedrigen Blutdruck, mir macht fasten überhaupt nichts aus.
        Ich trinke tatsächlich ausschließlich Wasser und Tee.
        Ich mache Fastentage sogar sehr gerne während der Arbeitszeit, weil ich eh kaum Gelegenheit habe währenddessen zu essen und es mir ziemlich leicht fällt, da ich den ganzen Tag abgelenkt bin.

        Vielleicht findest Du den Beitrag über das Intervallfasten bei NDR "Visite" noch, Das ist noch nicht lange her, dass das kam.
        Da wurde vorgeschlagen, entweder in der Woche 5 Tage essen, zwei Tage fasten.

        Oder auch täglich 16 Stunden fasten. Je nachdem wann man dann aufsteht und schlafen geht, muss man das an seine Zeiten anpassen und ab einer bestimmten Uhrzeit nichts mehr essen.

        Es gibt auch Fastenkuren nach Buchinger, die man in Hotels machen kann. Eine Bekannte von mir fährt seit Jahren zu solch einer Kur und ist total begeistert.
        Allerdings mag ich persönlich Heilfastenkuren nicht, in denen man zu Anfang abführt. DAS geht nämlich wirklich auf den Kreislauf.

(15) 02.02.17 - 17:07

Hallo rote-haare,

dein Post stößt ja wohl auf wenig Gegenliebe. Willkommen im Club.

Wie du gelesen hast, strotzen die meisten, die geantwortet haben nur so voll Gesundheit und Vitalität.
Die brauchen kein Fasten.

Google mal nach Arnold Ehret. Interessanter Mann. Lies mal seine Publikationen und geb erst mal nichts darauf was Wikigingsbumms über diesen Mann schreibt.

Ich habe "sein Fasten" bereits vor ca. 5 Jahren begonnen. Ergebnis = Fit wie ein Turnschuh.
Ehret hat, im Gegensatz zu den Leuten die nur irgendwas gehörtes zitieren und dann publizieren, alles an sich selbst ausprobiert.
Seine Publikationen kosten nichts (PDF).
Viel Spaß beim Fasten.

  • (16) 02.02.17 - 18:03

    Aus einer Abhandlung über Arnold Ehret:

    "Den Erkenntnissen der modernen Ernährungswissenschaft zufolge sind Arnold Ehrets Vorstellungen vom Stoffwechsel veraltet oder sogar gänzlich falsch!"

    Ein weiter Absatz beginnt mit den Worten:

    "Ehrets Diätrezepte gelten heute als sehr einseitig und – übermäßig eingesetzt – sogar gesundheitsgefährdend."

    Ich gebe zu, dass ich den aufgestellten Thesen eines Mannes sehr skeptisch gegenüber stehe, wenn er von tatsächlicher Medizin (noch nicht mal moderner Medizin, sondern ganz allgemein !) weniger Ahnung hat, als es heutzutage eigentlich bei jedem Laien der Fall ist, selbst wenn man seine "Fakten" sehr wohlwollend betrachtet.

    Ich wiederhole aber nochmals ausdrücklich, dass ich hier niemandem seinen "way of life" schlecht reden will. Jeder kann und soll selbst für sich entscheiden, ganz besonders wenn es einem dabei gut geht, und man sich sauwohl fühlt.

    Es muss aber dann auch im Gegenzug ok sein, wenn man diese Meinung nicht teilt, und evtl. sogar bedenklich findet, und dieses dann zum Ausdruck bringt.

    Insofern erlaube ich mir sogar zu sagen, dass Deine Antwort sehr überheblich auf mich wirkt.

    • (17) 02.02.17 - 19:58

      Du beurteilst bzw. verurteilst Dinge die du nur vom lesen her kennst.
      Du kannst nicht von eigenen Erfahrungen berichten.
      Masst dir aber gleichzeitig an, irgendetwas "wohlwollend" betrachten zu wollen.
      Sorry, daß wirkt auf mich auch überheblich.

Schuppenflechte

(20) 02.02.17 - 22:12

Dein Beitrag in allen Ehren, aber du wirst damit auf taube Ohren stoßen. Es ist in den Köpfen der Menschen einfach zu sehr verankert, dass Fasten ungesund ist. Diese Erfahrung habe ich in meinem Umfeld auch gemacht. Ich faste regelmäßig seit Jahren und mir geht es wunderbar.

Auch das ganze Halbwissen zu diesem Thema ist weitverbreitet. Selbst in vielen Ratgebern ist die Rede von Entgiftung und Entschlakung. Was völliger Blödsinn ist. Die Wirkung des Fastens beruht auf vielen Mechanismen. Eine davon ist die hohe Ausschüttung des körpereigenen Cortisols, das entzündungshemmend wirkt. Aus diesem Grund hilft Fasten ja so gut bei Rheuma und anderen entzündungsbedingten Krankheiten. Das Entscheidenste beim Fasten ist aber wohl die Autophagie. Autophagie ist ein unglaublich wichtiger physiologischer Prozess, der für ein Gleichgewicht zwischen Produktion neuer und dem Abbau alter Zellbestandteile notwendig ist. Der Prozess sorgt dafür, dass kaputte Zellbestandteile abgebaut und recycled werden. Heißt nichts anderes, als dass der Körper sich selbst verdaut. Das führt langfristig natürlich zu Muskelschwund, Organversagen und schlussendlich zum Hungertod. Glücklicherweise dauert das lange bis dahin und der Körper beginnt zunächst damit defekte und alte Körperzellen zu verdauen, während gesunde Zellen verschont bleiben. Gleichzeitig wird während des Fastens die Zellteilung gehemmt und geschädigte Zellen werden, wenn möglich repariert. Ergebnis nach einer Fastenkur ist, dass man mehr jüngere Zellen hat, die sich im Anschluss schnell vermehren. Selbst Stammzellen lassen sich durch das Fasten erneuern und das Immunsystem wird gestärkt. Da geschädigte Zellen recycled werden, wirkt regelmäßiges Fasten krebsvorbeugend. All das ist nicht durch gesunde Ernährung zu erreichen, sondern nur durch Kalorienreduktion bzw. Fasten.

Dazu gibt es natürlich einige renomierte wissenschaftliche Studien. Z.B. von Dr. Valter Longo von und Dr. Michalsen von der Charite Berlin. Leider sind solche Studien selten, da es an der Finanzierung mangelt. Mit Fasten kann die Pharma leider kein Geld verdienen.

Hallo,

ich hatte auch mal mit dem Fasten angefangen.
Damals hatte mich eine Bekannte darauf gebracht, die auch so begeistert davon war.

Bei mir entwickelte sich daraus eine handfeste Eßstörung und ich fand mich irgendwann in einer Klinik wieder.

Nur um auch mal eine andere Seite der Medaille hier aufzuführen.

Nun mögen Einige sagen...aber eine Magersucht begründet sich doch nicht in einer Fastenkur.
Das war aber für mich damals der Einstieg dazu.

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