Wie macht man das wenn sich jemand einem aufdrängt?

    • (1) 28.02.17 - 18:33

      Hallo,

      ich bin da oft einfach zu nett und später ärgere ich mich über blöde Situationen.

      Ich meine jetzt keine Belästigung oder ähnliches, da weiß ich schon was ich zu sagen oder wie ich zu reagieren habe.

      Aber ich meine Situationen wie z.B. heute auf dem Umzug. Da kam ich mit jemanden ins Gespräch und danach nicht mehr los. Sobald ich einen Schritt nach rechts gemacht habe, er auch und ich mag es gar nicht, wenn jemand nicht einen gewissen Abstand halten kann und mich totquatscht #cool

      Hab mich dann mit ner anderen Mutter zusammen geschlossen und wir haben den Platz gewechselt.

      Also wie macht man das idealerweise, damit derjenige es auch begreift?!

      Danke für Tipps.

      Vg Miriam

      • Manche wollen es einfach nicht begreifen ;) Ich kenne solche Leute auch. Ich habe schon sowas gemacht wie: "Ach hallo, du hier?" und bin weggegangen aus dem Sichtfeld, obwohl ich niemanden wirklich gesehen habe XD

        Wenn auch demonstrativ weggucken und kaum beachten mehr Erfolg hatte half mir schon folgendes:

        "Rückst Du allen so dicht auf die Pelle?"
        "Tut mir ja leid, aber Du hast echt schlimmen Mundegeruch"
        "Ich find Dich ja ok aber mein Freund da drüben hat schon einen sehr roten Kopf"
        "Ich will hier gucken und nicht quatschen, kapiert?!"
        "Hau' endlich ab, Du nervst!" (Nachdem auch obige Versuche scheiterten).

        Ich bin da nicht mehr zimperlich, manche brauchen die verbale Keule, gerade mit +/- 2 Promille.

        LG, katzz

        Hallo,

        oh ja, das kenne ich auch. Und es gibt Situationen, da kommt man einfach schwer raus. Mein "Favorit" sind gemeinsame Abendessen mit Kollegen, und man selbst strandet am Ende des Tisches, zusammen mit der schlimmsten Laberbacke der Gruppe. #augen

        Meine Strategien - mal erfolgreich, mal nicht:

        - auf Toilette gehen und hoffen, dass sich ein anderer Platz ergibt, wenn man wiederkommt. Mit etwas Glück hat es dann jemand mitbekommen, macht diskret einen Platz frei und täuscht ein superwichtiges Gesprächsanliegen vor. #schein

        - ich werde einsilbig und gucke in der Gegen rum

        - ich gehe einfach. Das ist aber immer das letzte Mittel.

        Ob der andere das 'begreift', ist mir egal. Ich will nur meine Ruhe, ob nun mit oder ohne Erkenntnis auf der anderen Seite.

        Viele Grüße!

      • Ich bin ein wenig erstaunt über die bisherigen Antworten. Ist es wirklich so schwer, sich erwachsen und reif zu verhalten? Warum muss da in die Trickkiste gegriffen werden, warum muss man da persönlich und unsachlich werden (Mundgeruch...)?

        Ich sage einfach, was ich empfinde, in einem freundlichen, mindestens aber höflichen Tonfall.

        "Du, hör mal, mir ist das zu eng. Halt bitte etwas Abstand zu mir." oder etwas anderes, der Situation Angemessenes.

        Alle anderen hier genannten Verhaltensweisen kann ich mir nur durch die häufigen Kontakt zu Kindern im Kindergartenalter schlüssig erklären.

        • >>Alle anderen hier genannten Verhaltensweisen kann ich mir nur durch die häufigen Kontakt zu Kindern im Kindergartenalter schlüssig erklären<<
          quatsch. Gerade Kinder in diesem Alter sagen die Wahrheit und eiern nicht rum. Dieses Rumgeeiere bekommt man dann bei gebracht, wenn man aus dem Kindergartenalter raus ist.

        • (7) 01.03.17 - 12:32

          "Ich bin ein wenig erstaunt über die bisherigen Antworten. Ist es wirklich so schwer, sich erwachsen und reif zu verhalten? Warum muss da in die Trickkiste gegriffen werden, warum muss man da persönlich und unsachlich werden (Mundgeruch...)?"

          Viele haben eben beigebracht bekommen, dass man Menschen nicht vor den Kopf stösst. Daraus folgt, dass es schwierig wird, die eigenen Bedürfnisse so zu formulieren, ohne dass das Gegenüber verletzt reagiert. Ein "ich möchte mich jetzt nicht mehr weiter unterhalten" hat von uns sicher auch kaum jemand formuliert.

          Und gerade im Kindergarten bekommen die Knirpse oft schon beigebracht, dass man dem anderen Kind nicht sagt, dass es nicht mitspielen darf, weil man es doof findet.

          • >>Viele haben eben beigebracht bekommen, dass man Menschen nicht vor den Kopf stösst. Daraus folgt, dass es schwierig wird, die eigenen Bedürfnisse so zu formulieren, ohne dass das Gegenüber verletzt reagiert.<<
            na ja, wenn du deinem Gegenüber sagt, dass es Mundgeruch hat, dann ist es durch aus möglich, dass du dein Gegenüber verletzt reagiert.

          (14) 01.03.17 - 13:06

          Ich halte es für eine wohlfeile Ausrede, "niemanden verletzen zu wollen".

          Man muss nicht ehrlich und aufrichtig unbequeme Situationen meistern und darf sich dafür noch auf die Schultern klopfen, weil man ja so sensibel ist.

          Ehrlich: Wenn sich mir jemand aufdrängt, dann oft aus Einsamkeit. Ja, da kann ich dann so tun als würde ich gerade angerufen oder mich sonstwie wegstehlen. Oder aber ich sage, wie ich das empfinde. Manchmal sind es unsympathische Menschen, die sich aufdrängen, manchmal aber auch einfach welche, die an sich sympathisch sein könnten, wenn sie nicht das Maß verloren hätten.

          Da können ein paar klare Worte helfen. Weglaufen hilft nur dem, der wegläuft.

          • (15) 01.03.17 - 14:04

            Mache ich ebenso, ich bin recht direkt und wenn mich jemand richtig übel nervt, dann auch bewusst verletzend, wenn normale Hinweise nicht mehr reichen. Es geht nur darum, dass gerade in der letzten Generation noch galt, dass man stets freundlich zu sein hatte. Und viele Menschen deswegen heute noch solche Fragen stellen, wie die TE, weil sie eben nicht wissen, wie man so etwas löst.

        (16) 01.03.17 - 17:57

        Hallo.

        >>> Viele haben eben beigebracht bekommen, dass man Menschen nicht vor den Kopf stösst. Daraus folgt, dass es schwierig wird, die eigenen Bedürfnisse so zu formulieren, ohne dass das Gegenüber verletzt reagiert. <<<

        Wenn jemand so wenig Benehmen und Anstand wie solche Menschen hat, die einem derart auf die Pelle rücken, ist es aber mehr als legitim, ihnen vor den Kopf zu stoßen... ihr Benehmen stößt mir ja sozusagen zuerst vor den Kopf.

        Und so eine Situation betreffend wurde einem dann nicht beigebracht, dass man andere nicht vor den Kopf stößt, sondern falsche Rücksichtnahme, Duckmäuserei und dass die eigenen Empfindungen und Gefühle nichts wert sind.

        LG

        • (17) 01.03.17 - 18:04

          Ja, so meinte ich das. Es wird aber als Boshaftigkeit und Unfreundlichkeit ausgelegt, wenn der Schwätzer zu hören bekommt, dass er nervt. Weil er hat ja nichts falsch gemacht, er wollte sich ja nur nett unterhalten.

    Hast recht. So ist es am einfachsten #aha

    Warum Ausreden erfinden.

    Leider bin ich in so einem Moment oft blockiert und mag jemanden nicht vor den Kopf stoßen.

    Wie hier schon gesagt wurde, liegt wohl an der falschen Erziehung und übertriebener Rücksichtnahme!

    (21) 01.03.17 - 17:59

    Hallo.

    >>> Ich bin ein wenig erstaunt über die bisherigen Antworten. Ist es wirklich so schwer, sich erwachsen und reif zu verhalten? Warum muss da in die Trickkiste gegriffen werden, warum muss man da persönlich und unsachlich werden <<<

    Ganz Deiner Meinung.

    LG

    (22) 02.03.17 - 12:34

    ""Du, hör mal, mir ist das zu eng. Halt bitte etwas Abstand zu mir." oder etwas anderes, der Situation Angemessenes."

    Das geht aber nicht immer. Ich fühle mich mal mit angesprochen und mir begegnet dieses Phänomen (auf die Pelle rücken und nicht aufhören zu reden) im Universitätsumfeld. Restaurantbesuche. Empfänge. Kaffeepausen bei Konferenzen. Ganz ohne Kindergarten.

    Soll ich im Restaurant sagen, "Du, hör mal, Du redest mir einfach zu viel, ich setze mich mal um, wenn's recht ist" ?! Sicher nicht. Das regelt man so diskret wie es eben möglich ist, ohne jemanden vor den Kopf zu stoßen und direkt mit seinen Macken zu konfrontieren.

    Das mit dem Mundgeruch finde ich auch unpassend, keine Frage. Aber ZU ehrlich muss man auch nicht sein. Das werte ich im Übrigen nicht als Tricks.

    • (23) 02.03.17 - 15:16

      Da habe ich nochmal einen anderen Trick, der meistens funktioniert. Wenn mir jemand einen Knopf an die Backe sabbelt und ich nicht ausweichen oder fliehen kann, dann versuche ich, das Gespräch zu steuern. Wenn ich schon ertragen muss, dass ich vollgetextet werde, dann will ich wenigstens über ein Thema sprechen, dass ich aushalten kann. :-p

      • (24) 02.03.17 - 15:21

        Guter Plan. #pro

        Das Problem bei beruflichen Veranstaltung o.g. Art ist allerdings oft die verschwendete Lebenszeit. Denn oft möchte (oder muss!) man mit jemand anders sprechen, Kontakte knüpfen usw. - kann man aber nicht, weil: siehe oben.

        Wobei man da auch einfach sagen kann "Entschuldige mich kurz (#schein), ich muss da drüben jemanden begrüßen."

(25) 01.03.17 - 15:12

Hallo,

das habe ich mir abgewöhnt.

Denn ich war auch immer zu höflich.

Die Wende kam, das mir und meinen Kindern einer stundenlang über die gesamte Kirmes nach lief und als dieser noch eine Erbsensuppe erwarb und dann entsprechend viele Löffel mitbrachte, musste ich schon arg an mich halten.

Also würden wir alle mit dem Honk aus einem Napf essen.#schock#zitter#nanana

Ich traf dann den Vater eines Schulkameraden meines Sohnes und dann hatte ich zwei Honks hinter mir her laufen. Dann sind wir erstmal heim, weil das war nicht weit und Honk 1 lief mir bis zu meiner Haustüre nach.

Der dachte wohl er darf mit rein (der verfolgte nun keine eindeutigen Absichten, aber er ist ein komischer Kautz und kaum einer will was mit ihm zu tun haben - ist aber auch nicht mein Problem) und ich habe mich verabschiedet.

Leider ging er zurück zum Rummel......da mussten wir erstmal warten.

Ich weiß das der früher nicht mal weg gegangen ist, wenn andere Kinder den mit Steinen beworfen haben. Nicht das jemand denkt, das der gemobbt wurde - er war nicht ohne.
Seine Mutter musste den jeden Abend suchen gehen, weil der nicht heim kam, ging an der Schule, später Sonderschule vorbei, wollte nicht arbeiten und wohnte später in einem alten Hühnerstall, weil seine eigenen Eltern ihn nicht im Haus haben wollten.

Meinen Hund habe ich auch mal abgeleint, als der ihn mit Böllern bewarf. Das gute Tier war zu 100 % abrufbar und da Schäferhunde gern mal Rücken haben, wollte ich nicht das der den Spacko übern Jägerzaun nachhechtet.....dann hätte meine Asta den auch erwischt.

Mein armer armer aufgebrachter Hund....da ist es doch kein Wunder das ich mit so einem Idioten auch Jahre später nichts zu tun haben wollte

Danach habe ich mir geschworen, das ich nie mehr in so eine Situation käme, denn ein "Hör mal ich will mit meinen Kindern allein über die Kirmes gehen" wurde nicht akzeptiert.

Wäre er abermals aufgetaucht, hätte ich einen der zahlreichen Polizeibeamten gebeten, ihm klar zu machen, das er sich "weg machen" soll #schein und ggf. darauf hin gewiesen, das derjenige (hat er mir gezeigt) ein Messer auf eine Veranstaltung mit genommen habe.

Da er einmal im Regen an der nicht überdachten Bushaltestelle stand und ich dann einfach vorbei fuhr - mit einem Bulli mit reichlich freien Sitzplätzen hat er es nun wohl begriffen.

Ist aber so der Typ der irgendwann durchdreht und Amok läuft.

Das ist schon viele Jahre her und seitdem ist Schluss mit falsch verstandenen Rücksichtnahme, weil mancher begreift es erst, wenn man mehr als deutlich wird.

Selbstredend sind mir auch selten mal Leute etwas auf die Pelle gerückt, die ich nett fand.
Aber ich bin auch nur ein Mensch und da geht es halt nach Gusto und Sympathie.

Leider scheine ich auch noch irgendwie knuffig zu sein oder eine Art Fühlmich.....seit Jahren wollen mich Leute drücken oder stellen sich sehr nah an mich ran...oder noch näher mit Körperkontakt.....wenn mein Vermieter mit mir redet stupst der mich immer mit zwei Fingern mind. einmal im Gespräch an der Schulter an.

Aber um wieder zum Thema zu kommen....man muss seine Bedürfnisse oder Wünsche klar und deutlich rüber bringen. Gelingt dies nicht beim ersten mal, dann direkter.

Ich mag auch in der Regel einen Wohlfühlabstanz, bzw. meine Distanzzone - 30 cm sind mir oft schon zu nah und ich griffel nomalerweise auch niemanden einfach so an.

Ausnahme sind meine Hobbykumpel.....da geht es meist etwas distanzloser zu, was auch in Ordnung ist
Man sollte da auf sein Bauchgefühl achten. Fühlt man sich unwohl, hat das Gegenüber dies ohne wenn und aber zu akzeptieren.

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