Mietpreise... nur mal so

    • (1) 15.03.17 - 16:06

      Hi,

      weils mich aufgrund eines Artikels bezüglich Mietpreisbremse interessiert hat, habe ich mal die durchschnittlichen Mietpreise pro qm in meinem Wohnort gegoogelt. Hat mich sonst nicht so weiter beschäftigt, weil wir schon vor längerer Zeit gebaut haben und da sahen die Preise noch ein wenig anders aus.

      In 2016 für ein 30 qm Zimmer durchschnittlich 15,40 Euro/qm!! Ab 60 qm dann 11,45 Euro/qm.
      Grundstückspreise durchschnittlich bei 690 Euro/qm, (600 qm-Grundstücksfl. >~ 870 Euro).

      Gut, bin froh, nicht in München zu wohnen#schwitz. Aber ich frage mich echt, wie das weitergehen soll?

      Wie schauts bei euch so aus?

      VG
      Gael

      Ja, die Mieten steigen weiterhin und werden immer unbezahlbarer. Daran wird sich auch nichts ändern. Klar, denn die Mieteinnahmen werden versteuert, somit kannst Du Dir vorstellen, dass

      niemand den Ast absägt auf dem er sitzt. Es gibt genügend Möglichkeiten die angebliche Mietpreisbremse zu umgehen. Gib mal bei Tante googel zum Beispiel ein, "die Lüge der Mitpreisbremse" oder so etwas in der Art.

    Hallo!

    Ehrlich gesagt, weiß ich auch nicht, wie bei uns die Preise pro qm sind. Wir leben im geerbten Eigenheim und sind dafür aus meiner Heimatstadt her gezogen.

    Allerdings sind die Preise hier wirklich noch extrem moderat, im Vergleich zu Großstädten.

    Allerdings schon teurer, als in meiner 30 km entferten Heimatstadt.
    Dort haben wir bis Sommer 2015 zur Miete gelebt und für eine 84qm Wohnung im Zweifamilienhaus mit Dachbodennutzung, Keller, Autostellplatz und Gartennutzung 400€ kalt gezahlt. Das war etwas weniger als ortsüblich, aber so viel teurer leben andere dort auch nicht.

    Als ich mit 19 ausgezogen bin (2004) habe ich für meine 57qm Wohnung (ebenfalls Zweiparteienhaus, Stellplatz, Keller, Garten) 320€ kalt gezahlt. Dafür bin ich jeden Tag fast 80km nach Köln gependelt. Trotz der Spritpreise war es immer noch deutlich günstiger, als dort zu wohnen, selbst damals schon.
    Mich hätten aber auch keine zehn Pferde in die Stadt bekommen.

    Ich bin ganz ehrlich: Für mich ist ein Großteil dieses Mietpreisproblems hausgemacht.
    Die Leute sind an der Entwicklung auch ein Stück weit selbst schuld. Alles drängt in die Städte. Das wird irgendwann eng und teuer.
    Im Gegenzug stirbt die Infrakstruktur auf dem Land. Es gehen noch mehr Arbeitsplätze verloren. Noch mehr Leute drängen in die Städte. Und es wird noch teurer...

    Das ist eine Spirale, die es zu durchbrechen gilt. Würden wieder mehr Leute aufs Land ziehen, wäre das Problem kleiner. Für beide Seiten. Stadt und Land!

    LG

    • Für mich persönlich käme es nicht in Frage auf dem Land zu wohnen. Ich finde das unökonomisch.
      Es ergibt einfach für mich keinen Sinn für alle Wege aufs Auto angewiesen zu sein und ewig viel Zeit beim herumkutschen zu verschwenden. Zumal das auch noch einen ökologischen Aspekt hat.
      Was wir durch unsere Wohnortwahl an Zeit sparen würde sogar eine höhere Miete rechtfertigen. Mein Mann hat 5 min Fußweg zur Arbeit... die Zeit die er dadurch mit seinen Kindern verbringen kann ist auf jeden Fall einiges wert.

      Ich will sagen - ganz so einfach ist es mit deinem Aufruf zur Rebesiedelung der ländlichen Gebiete nicht.

      Zumal das auf Städte wie München z.B. überhaupt nicht zutrifft. Das Münchner Umland ist bestens erschlossen. Wohnraum auf dem Land im Ballungsraum (und der ist in München groß) ist ebenso wahnsinnig teuer.

Wie das weitergehen wird? Die Preise in den "begehrten" Vierteln (urban bis superurban) in der Innenstadt und den Randgebieten werden weiter steigen, bis das "münchner Niveau" sich, je nach Stadt, durchgesetzt hat. Das hat dann halt zur Folge, dass eine Vielzahl von Einwohnern echte Probleme bei der Wohungssuche bekommen werden, sich in bestimmte niederpreisige Gebiete zurückziehen müssen. Und dann gibt es ja noch diese amerikanischen Wohnvarianten - im Auto schlafen usw. Das ist auch mein Tipp, was die Entwicklungen betrifft.

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